Ziel war es, kreative Kräfte zu bündeln - immerhin sind alle drei bereits seit über 30 Jahren im öffentlichen Raum aktiv. Die Lokalitäten ihrer Ateliergemeinschaft werden heute jedoch nicht mehr nur als reine Arbeitsstätte genutzt. Das Mercedes-Haus an den Elbbrücken ist mittlerweile zum zentralen Treffpunkt für Graffitikünstler aus der ganzen Welt sowie Anlaufstelle für Kunstinteressierte und Auf
traggeber gleichermaßen geworden. Dadurch gelingt es dem Künstlerkollektiv seit mehr als zehn Jahren, die gemeinsame Vision einer erfolgreichen Zusammenarbeit in Projekte münden zu lassen, die international für Aufmerksamkeit sorgen. Dazu gehört vor allem die Planung und Durchführung Wandbildern und Sprühaktionen jeglicher Art und Größenordnung sowie die Entwicklung von Konzepten und Ideen für anstehende Kunstprojekte. So zeichnete getting-up beispielsweise für die Organisation der erfolgreichen Ausstellungsreihe Urban Discipline verantwortlich, die in den Jahren 2000 bis 2002 an verschiedenen Orten in Hamburg aufsehenerregende Kunstwerke präsentierte. Viele beeindruckende Wandarbeiten wurden von getting-up realisiert, stellvertretend seien nur „Transform“ am Umspannwerk HafenCity, „Identität“ an der Außenfassade eines Hamburger Hochhauses oder die Mauergestaltung „Prozess“ am historischen Hühnerposten, dem ehemaligen Bahnpostamt der Hansestadt genannt. Für internationales Aufsehen sorgte zudem die Erstellung eines 2.000 m² großen Transparents am Hamburger Hafen: „Dock-Art“. Abgesehen davon engagiert sich die Ateliergemeinschaft getting-up auch im sozialen Bereich und hat für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen Arbeiten angefertigt. Dazu gehört zum Beispiel die Fahrzeuggestaltung der bekannten Jamliner-Busse in Hamburg, aber auch die Organisation von Graffiti-Workshops für Jugendliche wie Stylekickz in den Jahren 2008 bis 2010, gefördert mit Mitteln der Europäischen Union.