Lüttje Lüüd

Lüttje Lüüd Klassenpolitischer Info- und Kulturladen

Der Profifußball ist Teil der kapitalistischen Verwertungsmaschine. Anstoßzeiten folgen den Profitinteressen der Medienk...
26/03/2026

Der Profifußball ist Teil der kapitalistischen Verwertungsmaschine. Anstoßzeiten folgen den Profitinteressen der Medienkonzerne, Vereine fungieren als Anlageobjekte für Kapital, und Fans werden zur verwertbaren Kulisse degradiert. Unter dem Schlagwort der Wettbewerbsfähigkeit wird der Sport systematisch den Bedürfnissen von Markt, Investoren und Standortpolitik unterworfen, nicht für die Vielen, sondern für Rendite.
Wo Fans ihre kollektiven Interessen verteidigen, stehen ihnen Kapital und Staat gemeinsam gegenüber. Stadionverbote, Datensammlungen, Kollektivstrafen und massive Polizeiaufgebote zeigen, dass Fußballfans zunehmend als Versuchslabor für neue Überwachungs- und Repressionsmaßnahmen dienen. Was im Stadion erprobt wird, richtet sich letztlich gegen alle, die sich der herrschenden Ordnung widersetzen. Der Fußball wird so zum Feld, auf dem Disziplinierung, Kontrolle und Ausschluss praktisch eingeübt werden.
Der Widerspruch bleibt offensichtlich. Ein Spiel, das aus der Praxis der Massen entstand, wird ihnen systematisch entfremdet. Steigende Preise, zerstückelte Spieltage und Investorenmodelle sind Ausdruck derselben Logik, die auch Repression notwendig macht. Proteste stoßen an Grenzen, solange sie innerhalb der kapitalistischen Spielregeln verbleiben.
Die entscheidende Frage lautet daher, wie der Fußball den Profitinteressen entzogen und als kollektive Praxis zurückerobert werden kann. Welche Perspektiven hat Widerstand, wenn Fans nicht Konsumenten bleiben wollen, sondern Gegenmacht entwickeln.

Raphael Molter, geboren 1998, ist Politikwissenschaftler und betreibt materialistische Fußballkritik. Er arbeitet journalistisch, macht den Podcast beyond the ball und ist Mitglied des Würzburger Instituts für Fankultur. Im Oktober 2025 erschien sein gemeinsam mit Lara Schauland verfasstes Buch Matchplan Meuterei Fußballfans zwischen Kommerz und Widerstand im PapyRossa Verlag.

Friede den Kurven, Krieg den VIP-Logen!

Wer die Welt verändern will, muss die herrschenden Verhältnisse verstehen.Ausgehend vom historischen Kontext der Industr...
03/03/2026

Wer die Welt verändern will, muss die herrschenden Verhältnisse verstehen.

Ausgehend vom historischen Kontext der Industrialisierung nähern wir uns zentralen Grundbegriffen der marxistischen Theorie. Gemeinsam klären wir, was eine Ware ist, wodurch ihr Wert bestimmt wird und warum Marx zwischen Arbeit und Arbeitskraft unterscheidet.

Der Workshop bietet eine verständliche Einführung ohne Vorkenntnisse und verbindet kurze Inputs mit gemeinsamer Diskussion und Gruppenarbeit.

15.03. um 14 Uhr im Lüttje Lüüd

Das LowerClassMagazine hat eine Broschüre „Ein Sturm zieht auf“ veröffentlicht und stellt ihre Thesen bei uns vor. Der H...
26/02/2026

Das LowerClassMagazine hat eine Broschüre „Ein Sturm zieht auf“ veröffentlicht und stellt ihre Thesen bei uns vor.

Der Himmel verdunkelt sich, die Welt steuert auf Krieg zu. Der deutsche Imperialismus ist als treibende Kraft mittendrin. Die Linke wirkt geschwächt und planlos.

Was tun in den komplexen und sich rasant verändernden Dynamiken des imperialistischen Systems im 21. Jahrhundert? Wie sich verhalten in den Widersprüchen des Zusammenbrechens traditioneller Gut-Böse-Schemata? Ist Putin der neue Hi**er? Ist der Westen das kleinere Übel verglichen mit China? Wie gehen wir mit der Militarisierung und dem Kriegskurs Deutschlands um? Wo liegt die sozialistische Perspektive in all dem?
Ein Sturm zieht auf und wir brauchen Analysen und Strategien für das auf uns zurollende Gewitter aus imperialistischen Kriegen und gesellschaftlichen Verteilungskämpfen. Die Zeit stellt existentielle Fragen an uns. Diese Thesen sollen ein Diskussionsanstoß sein und haben die Absicht, antiimperialistischer und sozialistischer Politik in Deutschland zu neuem Auftrieb zu verhelfen.

28.02. um 19 Uhr im Lüttje Lüüd

18/02/2026
16/02/2026
Hexenverfolgung und ursprüngliche Akkumulation – Eine Einführung in Silvia FedericiDie Hexenverfolgungen der frühen Neuz...
23/01/2026

Hexenverfolgung und ursprüngliche Akkumulation – Eine Einführung in Silvia Federici

Die Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit waren kein irrationaler Wahn, sondern ein Instrument zur Etablierung des Kapitalismus.

Wir erkunden Silvia Federicis Werk Caliban und die Hexe, das zeigt, wie die systematische Verfolgung von Frauen dazu diente, weibliche Körper zu kontrollieren, unbezahlte Reproduktionsarbeit durchzusetzen und Widerstand gegen die entstehende kapitalistische Ordnung zu brechen. Wir diskutieren den Zusammenhang zwischen Hexenverfolgung, Einhegungen und Geschlechterverhältnissen sowie die Auswirkungen dieser Prozesse bis heute.

🗓️ Sonntag 25. Januar
⏰ 14:00 - 18:00 Uhr

Jahr für Jahr gedenken wir am zweiten Januarwochenende in Berlin Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Lenin und allen gefall...
27/12/2025

Jahr für Jahr gedenken wir am zweiten Januarwochenende in Berlin Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Lenin und allen gefallenen Revolutionär:innen. Wir sind überzeugt, dass ein kämpferisches Gedenken heute aktueller ist denn je.
�Militarismus, Kriegsvorbereitung und soziale Verelendung prägen erneut unsere Zeit. Während Armut wächst, wird nach innen gegen Migrant:innen gehetzt und jede Kritik an Kriegspolitik diffamiert. Für diese Missstände verantwortlich sind jedoch die herrschende Klasse und ihr Staat.
Unser Gedenken darf kein bloßes Trauern sein. Es muss Teil einer gemeinsamen revolutionären Praxis werden. Die Kämpfe von damals führen wir heute weiter. Die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte ist immer etwas Lebendiges. Aus Fehlern müssen wir lernen, und die Erfolge geben uns Mut, weiterzumachen. Den revolutionären Aufbau als Prozess begreifen!

Kommt zur Infoveranstaltung im Lüttje Lüüd und bringt euch ein.

Samstag wird es besinnlich und antifaschistisch bei uns!
01/12/2025

Samstag wird es besinnlich und antifaschistisch bei uns!

In einer spannenden Veranstaltung blicken wir zurück auf die frühen 30er Jahre und die politischen Entwicklungen, die zu...
21/11/2025

In einer spannenden Veranstaltung blicken wir zurück auf die frühen 30er Jahre und die politischen Entwicklungen, die zur Gründung der Antifaschistischen Aktion führten. Anhand von Archivmaterial der Gedenkstätte Ernst Thälmann Hamburg zeigen wir, warum der Kampf gegen Faschismus damals vor allem auch Klassenkampf war – ein Unterschied zu vielen heutigen Kräften, die unter dem Label „Antifa“ auftreten und bei denen oft der Bezug zur kapitalistischen Gesellschaftsordnung fehlt, der damals als Brutstätte faschistischer Strömungen erkannt wurde. Ein historischer, aber aktueller Vortrag in Zusammenarbeit mit der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte und der Kommunisten-Kneipe.

ERÖFFNUNG: BUCHCLUB im Lüttje Lüüd 📚Die Liste „linker“ Literatur ist lang – von marxistischen Klassikern über Bücher sel...
19/11/2025

ERÖFFNUNG: BUCHCLUB im Lüttje Lüüd 📚

Die Liste „linker“ Literatur ist lang – von marxistischen Klassikern über Bücher selbsternannter Linker bis hin zu Zeitungen und Artikeln jedes einzelnen politischen Zirkels. Gemeinsam wollen wir uns besonders kontroversen Büchern und Texten widmen, aber auch solcher Literatur, die bei euch nach dem Lesen ein Fragezeichen hinterlassen hat.

Ein Vorwissen ist jeweils von Vorteil, aber kein Muss. Wir bringen Textausschnitte mit, anhand derer wir gemeinsam ins Diskutieren kommen wollen.

Bei unserer Eröffnung wollen wir uns mit George Orwells Farm der Tiere beschäftigen und gemeinsam darüber diskutieren und streiten, ob es sich dabei um ein linkes Meisterwerk oder puren Antikommunismus handelt.

In gemütlicher Runde, bei Tee und Keksen – raus aus der Vereinsamung.

🗓️ Freitag 21. November
⏰ 19:00 Uhr

STREIKS in der „sogenannten“ ersten Demokratie in Weimar endeten in der Regel mit Repression und häufig mit durch die bü...
22/10/2025

STREIKS in der „sogenannten“ ersten Demokratie in Weimar endeten in der Regel mit Repression und häufig mit durch die bürgerliche Staatsgewalt getöteten und zu Krüppeln geschlagenen Streikenden und/oder dem Ausschluss von Streikenden aus den reformistischen Gewerkschaften.
Wir zeigen dies heute an 2 Beispielen: dem Seeleute-Streik mit der verübten Klassenjustiz von 1931 und dem Streik der Berliner Verkehrsbetriebe, auch BVG-Streik genannt, im November 1932. Der BVG-Streik dient bis heute Antikommunisten aller Couleur, insbesondere der Sozialdemokratie, mit dem Begriff „Querfront mit den Nazis“ zur Verleumdung dieses Streiks.
Beide Streiks zeigen in aller Deutlichkeit die Notwendigkeit der Solidarität durch die Bevölkerung und die Planung und Organisierung durch erfahrene Kämpfer:innen der Arbeiter:innenklasse.
Für große spontane Massenbewegungen ist die Formierung klassenbewusster und strategisch erfahrener Kämpfer:innen unerlässlich.
Ein Vortrag, basierend auf Material aus dem Archiv der Gedenkstätte Ernst Thälmann Hamburg

Samstag | 8.11.
19 Uhr | Lüttje Lüüd

Adresse

Veddeler Brückenstraße 122
Hamburg
20539

Öffnungszeiten

Dienstag 18:30 - 23:00
Donnerstag 18:30 - 23:00
Freitag 19:00 - 02:00
Samstag 19:00 - 02:00

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