Uraufführung von Lisa Shari Böttcher in der WORTGEFECHTE-Reihe des Hamburger Sprechwerks
Aufführungen jeweils um 20:00 Uhr im Hamburger Sprechwerk
Sa. 07.01.2017 (Premiere)
Do. 12.01.2017
Fr. 13.01.2017
Fr. 17.02.2017
Sa. 18.02.2017
Fr. 17.03.2017
Sa. 18.03.2017
Eine Komödie über drei Frauen unterschiedlicher Altersstufen, deren Leben durch die unerwartete Begegnung mit dem Schicksal komplett
durcheinander gerät. Ein Stück über den Sinn und Zweck dieser ganzen Lebens-Angelegenheiten und die Frage, wie weit wir vielleicht doch alle in der Lage sind, die Gestaltung unseres eigenen Weges selbst in die Hand zu nehmen. Er sagt, er wäre mein Schicksal und er ist mit mir in meinem Wohnzimmer.“
Drei Frauen auf der Suche nach sich selbst – oder alternativ einem Glas Wein: Aurora geht es nicht gut. Ihr Leben macht ihr keinen besonders großen Spaß und so lange es ihr schlecht geht, müssen andere Leute ihr immerhin zuhören – findet sie. Cosma verdient ihren Unterhalt durch das Gewinnen von Online-Glücksspielen und nimmt das Leben eher leicht, so lange sie ihre Wohnung nicht verlassen muss. Era weiß nicht so richtig, wo sie eigentlich hingehört, aber sie weiß, wo sie sich zuhause fühlt. Die drei arrangieren sich mit ihren ganz persönlichen Alltagsproblemen – und einander, bis es eines Nachts Sturm klingelt und ein von aufgebrachten Menschenmassen verfolgter ungebetener Gast im Wohnzimmer steht, der steif und fest behauptet, das Schicksal zu sein. Thematik
„Was würde passieren, wenn du aufhören würdest traurig zu sein?“
Ein Großteil der jungen Generation ist betroffen von einer lähmenden Entscheidungsunfreudigkeit. Zu viele Möglichkeiten zu haben, führt zu dem Gefühl einer Ohnmacht, Handlungsunfähigkeit und viele binden sich in der unendlichen Freiheit selbst die Hände. Worauf können wir uns verlassen, wenn alles möglich ist und keiner sich mehr festlegen möchte – nicht mal wir selbst? Das Leben macht mit uns, was es will, warum sollten wir also noch Verantwortung übernehmen? Wir können es nicht steuern, das Schicksal trifft uns immer und immer wieder und wir sind völlig wehrlos. Wir sind traurig, ohne genau zu wissen, warum. Vielleicht fehlt uns etwas, aber wir können unseren Zustand nicht verändern. Wir könnten alles tun, also tun wir lieber gar nichts – so werden wir nicht enttäuscht. Doch was wäre, wenn wir aufhören würden, uns auf das Unglücklich-Sein zu verlassen?