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31/03/2026
Über 60 Jahre lang prägte Rolf Becker die deutsche Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Sowohl in Literaturverfilmungen und Kömodien a la “Heinrich der Säger“ als auch in der beliebten Rolle des Otto Stein in “In aller Freundschaft“ verlieh er seinen Charakteren mit viel Charisma das gewisse Etwas. Daneben war Rolf Becker ein leidenschaftlicher Aktivist, der sich für Arbeiterrechte und Geflüchtete engagierte, auf Friedensdemos ging und sich gegen das Vergessen der NS-Vergangenheit einsetzte. Heute wäre der gebürtige Leipziger 91 Jahre alt geworden. Wir gedenken eines besonderen Schauspielers und Menschen.
31/03/2026
Ob auf der Leinwand, im Fernsehen oder auf der Theaterbühne: Sylvester Groth gehört zu den ganz großen deutschen Charakterdarstellern. Seit über 40 Jahren ist der gebürtige Jerichower als Schauspieler bekannt und brilliert in internationalen Streifen wie Tarantinos “Inglorious Basterds“ und “Der Vorleser“ ebenso wie im “Tatort“ und “Polizeiruf 110“. Heute feiert Sylvester Groth seinen 68. Geburtstag – wir wünschen von Herzen alles Gute!
30/03/2026
Wirst Du sie vermissen? - 🩺 Neun Jahre lang war Annett Renneberg als Dr. Maria Weber in der MDR-Serie "In aller Freundschaft" zu sehen. Ihr Aus in der Kultserie war auch für sie eine Überraschung. "Man hat sich überlegt, welche Rolle hat den größten dramatischen Input, wenn sie nicht mehr dabei ist", erklärt sie die Entscheidung der Produktion. Im MDR-Gespräch erzählt sie, wie es ihr in ihrer Wahlheimat Mecklenburg Vorpommern ergeht, dass sie auf ihrem Hof auch gerne mal selbst anpackt und welche neuen Herausforderungen sie mit dem Ende der Arztrolle nun auf sich zukommen lässt. Den ganzen Beitrag findest du hinter dem Link im ersten Kommentar. 👇
30/03/2026
Alina Cyranek ist mit ihrem Dokumentarfilm "Fassaden" eine emotionale und erschreckend nahbare Erzählung gelungen, bei der Hollywood-Star Sandra Hüller der Geschichte ihre Stimme leiht. Die Erlebnisse von vier Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen waren, werden dabei zu einer verwoben und von Expertenmeinungen ergänzt. Neben Sozialarbeiterinnen und Ärztinnen kommen auch Polzisten und eine Anwältin für Familienrecht zu Wort. Sie alle unterfüttern die erschreckenden Zahlen aus Statistiken mit Anekdoten und echten Lebensrealitäten. Im MDR-Gespräch erzählt die Filmemacherin von ihrer Recherche zum Projekt und auch der Resonanz des Publikums. Nicht nur Frauen bewegt das Gesehene, auch junge Männer würden ihr eigenes Verhalten reflektieren und die Diskussionen in die eigenen Freundeskreise tragen. Bis zum Sommer geht der Film mit dem Rotzfrech Cinema-Verleih noch auf Kinotour. Unter anderem gibt es Vorstellungen im Cineding in Leipzig am 16. und 17. April sowie im Erfurter Schambrowski am 23. April. Mehr über das Thema und "Fassaden" siehst du hinter dem Link im ersten Kommentar.
29/03/2026
"Dem beiß ich ´ne Beule in den Bart, dass dem die Hose wegfliegt!"
Legendär sind die Sprüche von Terence Hill und seinem Schauspielkollegen Bud Spencer in ihren Italo-Western.
Ob als Duo in Streifen wie "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" oder solo in "Mein Name ist Nobody", der blonde Italiener mit den eisblauen Augen hat vor allem hierzulande Kultstatus erlangt.
Schließlich verbindet ihn mit dem Freistaat Sachsen eine ganz persönliche Geschichte: Von 1943 bis 1947 lebte er bei seinen Großeltern in Lommatzsch bei Dresden und hat heute neben der italienischen und der amerikanischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft.
Zum 87. Geburtstag wünschen wir einem unserer Lieblingshelden alles Gute zum Geburtstag! 🎂
28/03/2026
"Highway to Heaven" heißt das neue Album von der deutschen Punk-Ikone Nina Hagen. Die Sängerin hat damit erneut afroamerikanische Gospelgesänge gecovert und musikalisch ihrem evangelischen Glauben Ausdruck verliehen. Auch im MDR-Interview sprach sie immer wieder vom Familienbetrieb des lieben Gott. Schließlich seien neben Jesus auch Vater, Mutter und der Heilige Geist beschäftigt. Mit ihrer markanten, rauchigen Stimme gibt sie den Hits von Sister Rosetta Tharpe und Mahalia Jackson eine ganz neue Note und zeigt, dass in ihr auch noch mit 71 Jahren jede Menge Energie steckt. Bereits in den 70er-Jahren sang sie über Tabuthemen und wurde schnell zum feministischen Vorbild. Dabei war es ihr, wie sie dem RBB gegenüber sagt, lediglich ein Anliegen stets solidarisch zu sein.
27/03/2026
🥀 Vor 55 Jahren feierte die DEFA-Verfilmung des Märchens "Dornröschen" Premiere. In nur 67 Minuten wird die Erzählung der Gebrüder Grimm auf die Leinwand gebracht und zählt bis heute zu den Klassikern, die fast jedes Kind im Osten Deutschlands kennt. Mit Vera Oelschlegel als 13. Fee und Helmut Schreiber als König vereinte die Produktion DDR-Prominenz vor der Kamera. Viele Szenen wurden in den Filmstudios Babelsberg in Potsdam gedreht, doch einige Außenaufnahmen stammen vom Schloss Hartenfels in Torgau, was der Geschichte seine Authentizität verleiht. Wo sich weitere besondere Drehorte befinden, liest du hinter dem verlinkten Artikel im ersten Kommentar. 👇
26/03/2026
Noch Anfang 1989 versuchte die DDR-Regierung mit neuen Fernsehsendungen Jugendliche zurückzugewinnen. Dazu gehörte das Magazin "Elf99", benannt nach der Postleitzahl des DDR-Fernsehens. "Die Altherrenriege im Zentralkomitee hatte sich damals allen Ernstes gedacht, wenn sie den Jugendlichen etwas Äquivalentes zu den Jugendsendungen im Westfernsehen bieten, können sie die Ausreisewelle stoppen", sagte Victoria Herrmann einmal im Interview. Zusammen mit Ingo Dubinski, Angela Fritzsch und anderen gehörte sie zum wechselnden Moderationsteam.
Neben Westmusik oder etwa Sportberichten wurde zunächst die gängige Regierungssicht dargeboten. "Wir hatten nicht gleich von Anfang an die große Pressefreiheit und konnten über alles und jeden berichten, wie uns der Schnabel gewachsen war", erinnerte sich Herrmann. Aber dabei blieb es nicht, mit kritischen Beiträgen begleitete "Elf99" die Wende. Insbesondere eine Reportage über die Politbürosiedlung in Wandlitz war ein absolutes Novum, das Magazin erlangte Kultstatus.
Später lief "Elf99" im Privatfernsehen und verflachte. "Es ging eigentlich nur noch um Pickel und Pop", urteilte Herrmann. Das Magazin wurde am 26. März 1994 eingestellt.
26/03/2026
Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller, Drehbuchautor, bildender Künstler, Philosoph, Rechtsanwalt – Alexander Kluge galt als einer der vielseitigsten Intellektuellen in Deutschland. Wie der Suhrkamp-Verlag unter Berufung auf seine Familie mitteilte, starb er am Mittwoch im Alter von 94 Jahren in München. Geboren 1932 in Halberstadt war die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg 1945 ein Erlebnis, das eine große Rolle in seinen Werken spielte. Er gehörte zum Kreis der "Gruppe 47", volontierte bei "Metropolis"-Regisseur Fritz Lang und stieg zu einer der großen Persönlichkeiten in der Fernseh- und Filmwelt auf. So stammt das Magazin "Spiegel TV" etwa von seiner Produktionsfirma. Bis ins hohe Alter blieb er produktiv, seine Stimme wird fehlen.
26/03/2026
So rappt Albert Münzberg am Anfang von "Halt mich fest". Neben der Musik ist er ganz bodenständig Zimmerermeister – und bildet zusammen mit Pablo Himmelspach die Hinterlandgang. Ganz von zu Hause weg sind die beiden Rapper dann aber doch nicht und ihrer Heimat Demmin und Mecklenburg-Vorpommern treu geblieben, immerhin sind sie hier "aufgewachsen zwischen Plattenbau und Bullerbü", wie sie finden. Eine kritische Haltung haben sie sich jedoch trotzdem bewahrt. "Auch wenn es manchmal hier so ruhig ist und teilweise eine Idylle herrscht, gibt es hier einfach auch Themen, die mich und uns total beschweren", sagt Himmelspach. Münzberg führt aus: "Was die Provinz kann, ist, sehr viele Orte zu haben, an denen so wenig los ist, dass du dich da entfalten kannst. Dass du diese Freiräume nutzen kannst und sie halt mit deinen Inhalten füllen kannst."
Auf der Waldbühne Demmin, einem DDR-Relikt, veranstalten die beiden mit dem "Das 100 Tage Sommer-Open Air" ihr eigenes Festival. "Hier gibt es einen Haufen Leute, die cool sind, die schöne Sachen machen", erklärt Himmelspach. Wer nicht bis Juli warten kann, die Hinterlandgang ist aktuell auf Tour und tritt nach Konzerten in Erfurt oder Dresden am 26. März 2026 auch in Leipzig auf. Glücklich, wer noch ein Ticket bekommen hat.
26/03/2026
Die "Schlagerrevue" war ein Dauerbrenner im DDR-Radio. Woche für Woche bestimmten die Hörerinnen und Hörer mit ihren Zuschriften über die Reihenfolge von vorgestellten Titeln und Hitparaden. 1989 wurde zum letzten Mal ein Sieger für die Jahresh*tparade gekürt – Olaf Berger mit "Nie wieder allein sein". Am 26. März 1990 lief die "Schlagerrevue" dann zum allerletzten Mal, der DDR-Rundfunk wurde abgewickelt und zu einer Jahresauswertung kam es nicht mehr.
Die erste Sendung war am 11. September 1953 noch unter dem Namen "Schlagerlotterie" aus dem Funkhaus Leipzig ausgestrahlt worden. Von Anfang bis zum Ende mit dabei: Moderator Heinz Quermann. In 1.731 Sendungen wurden 7.000 Titel vorgestellt und über sieben Millionen Zuschriften ausgezählt. Damit galt die Sendereihe mit einer Laufzeit von etwas mehr als 36 Jahren laut Heinz Quermann als "längste Hörfunk-Hitparade der Welt".
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