06/02/2026
Um Gottes Willen, was ist denn hier passiert, welcher Baumfrefler, Hausmeister oder Grobian war das?
So schallt es einem aus allen Sozialen Netzwerken entgegen mit vielen Bildern unterlegt. Ja, Bilder sprechen eine deutliche Sprache und auch ich bin oft „Not amused“. Das passiert mir aber auch beim Reisen durch unser schönes Heimatland.
Betrachtet man die ersten beiden Bilder so stellt sich einem das Nackenhaar und der Kamm schwillt, zurecht.
Was aber ist die Geschichte dahinter und weshalb sieht es so aus, dass wird viel zu wenig gefragt.
Als guter Bürger halte ich mich ziemlich streng an Regeln und arbeite mit den üblichen Regelwerken, ein Wunder ich sitze in mehreren Regelwerksausschüssen. Aber Regelwerke können nur eine breite Masse von gleichförmig auftretenden Gegebenheiten sinnvoll regeln. Es gibt immer Ausnahmen welche einfach nicht funktionieren. Z.B. der Rundweg mit den vergessenen Kopfhainbuchen. Seit ca. 50-80 Jahren nicht mehr geschnitten, drohen die eingefaulten Stämme auseinander zu brechen, wollen wir nicht, die Baumskulpturen sind zu schön. Auf Kopf schneiden? Wahrscheinlich würden die Hainbuchen „verhungern“, also muss ein Konzept her, langfristig gedacht, auf 10-20 Jahre.
Erster Schritt, Krone stark einkürzen, bis auf grössere Versorgungsäste und Licht an die Basis bringen.
Zweiter Schritt, nach und nach eine Kopfbaumkrone fördern und vorsichtig immer weiter einkürzen bis das Ziel erreicht ist.
Nicht Regelwerks konform aber ein Konzept das funktioniert denn Bäume sind auf Langfristigkeit angelegt, nicht auf die nächste Regelwerksüberarbeitung