Horseland Kleinbeeren

Horseland Kleinbeeren Fämiliär geführte Offenstallanlage, im schönen südlichen berliner Umland.

31/05/2021

Lina hatte spaß heute mit nante

Mal was zum denkanstoß
26/05/2021

Mal was zum denkanstoß

Service - manche nennen es auch Sklaventum

Heutzutage ist das Wort Service in aller Munde. Klar, Ställe werden teurer, da erwartet man schon etwas mehr, als nur Gammelstroh und drei Pellets, die dem Pferd lieblos in den Eimer geworfen werden. Heutzutage müssen die Pellets handverlesen sein, und das Stroh darf nicht Schimmeln. Heu muss natürlich auch mit drin sein, während man sich das früher altmodisch zugekauft hat und auch nur den Auftrag gegeben hat: Bitte füttern.
Eigentlich ist es schon richtig, dass man auch ein bisschen Service bekommt, wenn man teuer Geld für den Stall bezahlt. Eigentlich. Denn Reiter übertreiben es maßlos. Immer mit dem Argument: Tierliebe und Tierhaltung.

Das fängt beim oben genannten Heu an. Der Stallbesitzer darf nicht einfach Heu reinwerfen. Nein, er muss bei einer Stallgasse von 30 Pferden mindestens 17 Ausnahmen bedenken. Der hier darf nur nass, der hier nur ganz wenig, der hier bekommt noch ein Pülverchen drüber, der nächste brauch einen kleinen Tanz um das Heu, weil er es sonst nicht frisst und dem übernächsten muss man den ganzen Ballen reinschieben.
Macht der Stallbesitzer meist noch. Er merkt sich all das auch. Vergisst er eine der 17 Ausnahmen, ist das Theater aber groß und er kann sich auf fröhliche 1 Sternebewertungen im Internet freuen, sowie üble Nachrede, wenn der besagte Reiter auszieht. Der wollte ja quasi, dass das Pferd verhungert!

Wenn er also nicht mit Heu beschäftigt ist, geht es mit Futter weiter. Der hier braucht zuerst Futter, der nächste bitte gar nichts, aber dann auch wieder nicht gar nichts, weil er dann ja jammert, obwohl er genug Heu hat, aber die anderen Pferde bekommen ja was, also muss man ihm einen Pseudoeimer mit irgendwas drin geben. Der nächste bekommt Pülverchen, der übernächste irgendwelche Sößchen und dann ist da noch einer, der braucht Kräuter und Apfelmus, sonst frisst er nix.

Auch der Part wird immer noch ohne Aufpreis gemacht. Ja, echt jetzt. Aber er wird halt auch nicht ewig fehlerfrei gehen. Irgendwann verhaspelt sich das Stallpersonal auch mal. Da hat der A***h dann Kirmes! Wie können die nur! Wollen Pferde vergiften, und dieses Mittel hier, was eigentlich für das Nachbarpferd war, das ist Doping! Jetzt kann man die E-Dressur in A***hnasenhausen absagen, davon hing doch die Karriere ab - 300000 Euro Schadensersatz bitte!

Ab dann wird es absurd. Jetzt mal davon abgesehen, dass Weideservice bei den meisten extra kostet, haben Reiter hier noch ganz eigene Vorstellungen, was zum Thema Weide gehört. Drei Glocken auf vier Beine, sieben Decken auf das Pferd und noch zwei Halfter. Aber bitte nicht doll dran ziehen, die waren teuer. Das ganze Brimborium liebend gerne auch bei Pferden, die sich nicht an den Beinen berühren lassen, kopfscheu sind und Decken hassen. Wieso will der unverschämte Stallbesitzer jetzt nur mehr Geld? Hm … vielleicht weil seine Angestellten und er selber 30 Minuten brauchen, um das Pferd überhaupt auf die Weide bringen zu können?

Auch beliebt - keinen Weideservice buchen, aber ständig fragen, ob man das arme Hascherl nicht rausstellen kann. Natürlich nur einmalig. An sieben Tagen in der Woche … Wie, das kostet? Aber ich brauche doch gar keinen Weideservice, an drei Tagen im Jahr stelle ich mein Pferd auch selber raus! Echt jetzt!

Viele bieten auch Begleitung beim Tierarzt an. Wenn der halt nur am Morgen Impftermine frei hat, ist das soweit auch eine feine Sache. Und auch mal eine Sache, die der Stallbesitzer so durchwinkt, wenn er selbst gerade seine Zuchtstuten impfen lässt. Ob da jetzt ein Pferd mehr oder weniger dabei ist, kratzt es ihn nicht. Aber das scheint auch ein Freibrief zu sein, Wunden alle zwei Stunden durch den Stallbesitzer behandeln zu lassen, irgendwelche Tropfen zu geben und den Inhalator einmal täglich morgens einzusetzen. Natürlich ohne dafür zu bezahlen. Der ist doch eh im Stall! Was soll denn das? Will der da die ganze Zeit nur rumsitzen? Nö, soll doch was tun für sein Geld.

Und macht der Stallbesitzer wirklich mal einen Cut und sagt: Nein? Oder gar: Das kostet ab jetzt aber extra? Dann wird gepöbelt, geschrien, sich die Haare vom Kopf gerissen und im Internet ein böser Post verfasst: “Der böse Kerl will 10 Euro mehr im Monat. Darf der das? Oder kann ich den verklagen?”

Foto: Öko Pferd schlägt zurück

Wir haben seid Jahren ein Krähenpaar am Stall, Herr und Frau Rudi. Das Männchen ist so zahm das man den aus der Hand füt...
18/05/2021

Wir haben seid Jahren ein Krähenpaar am Stall, Herr und Frau Rudi. Das Männchen ist so zahm das man den aus der Hand füttern kann. Mittlerweile begleitet er uns den ganzen Tag und auch mein sonst so feuriger Miro genießt seine Anwesenheit selbst beim fressen darf Rudi auf seinem Rücken warten und die Reste verspeisen und aufsammeln für seine Jungen

29/04/2021

Erlass des Umweltministeriums NRW zu Bremsenfallen

Seit ein paar Jahren hängen auf Pferdekoppeln große schwarze Bälle am Galgen mit „Regenhut“. Diese Bremsenfallen (Tabaniden-Fallen, von Pferdebremse Tabanus sudeticus), deren Wärme abstrahlender Ball sich leicht im Luftzug bewegt, soll den Bremsen ein Pferd vorgaukeln. Sie fangen allerdings laut einer Studie von 2017 überwiegend andere Insekten.

Über einen Zeitraum von 21 Wochen wurden mehrere Bremsenfallen an verschiedenen Standorten in NRW analysiert. Das erschreckende Ergebnis:
• mehr als 50.000 gefangene Individuen, davon nur etwa 2.000 Bremsen!
• es wurden u.a. mehr als 400 Schmetterlinge und 70 Wildbienen gefangen!

Ein Nutzen für die Pferde dürfte dann nicht mehr gegeben sein. Ohne selektiven Fang verstoßen diese Fallen möglicherweise gegen den Artenschutz-Paragraphen 44 im BNatSchG.

Update: Wirksamkeit ist abhängig von der Pferdezahl und fachgerechtem Einsatz. Sowohl Berichte von Pferdehaltern als auch die Ergebnisse der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlichten Studie belegen, dass offenbar die Wirksamkeit der Bremsenfallen auf Bremsen und anderen Arten sehr unterschiedlich ausfällt. Aufgrund der Studie hat der AK Umwelt der VFD im Juni ein paar Regeln für Bremsenfänge mit minimiertem Beifang zusammengestellt:
• Falle nur in der Bremsensaison aufstellen (ca. Mitte Juni bis Mitte September) und den Inhalt täglich kontrollieren. Im Spätsommer abbauen, wenn nur noch vereinzelt Bremsen drin sind.
• Falle nur über kurzrasigem Bewuchs aufstellen.
• Falle nur so aufstellen, dass sie die meiste Zeit des Tages in der Sonne ist, d.h. möglichst entfernt von Gehölzen.
• Fangflüssigkeit mit Spülmittel, Seife ohne Duftstoffe (z.B. Neutralseife) versetzen.
• Fangflüssigkeit alle 3 Tage, bei hohen Temperaturen täglich wechseln.
• Fanggefäß nachts auf den Boden stellen, ebenso an kühlen Tagen, an denen keine Bremsen fliegen.
• Fanggefäß auch ohne Fangflüssigkeit nicht in der Falle belassen, das Fanggefäß ist auch ohne Flüssigkeit darin für die Insekten eine Falle!

Das NRW-Umweltministerium hat diese Erkenntnisse zum Anlass genommen, Vollzugshinweise für die Unteren Naturschutzbehörden zu erlassen. Sie sollen sicherstellen, dass vor allem in Nationalparks, FFH- oder Naturschutzgebieten keine Bremsenfallen aufgestellt werden. In allen anderen Gebieten soll der Einsatz von Bremsenfallen auf die Zeit zwischen 01.06. bis 15.09. beschränkt werden.

Die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD) steht sehr gerne für einen Austausch, weitere Forschung oder Praxistests zu Verfügung. Weitere Infos und den Erlass findet ihr hier:
https://www.vfdnet.de/index.php/11293-erlass-des-umweltministeriums-nrw-zu-bremsenfallen

02/03/2021

„Es ist eine Riesen-Katastrophe“: Eine besonders aggressive Form von Herpes grassiert im internationalen Reitsport und ist nun auch bei der Global Champions Tour in Qatar aufgetaucht.

Tja ein pferd lässt keine wünsche offen und hat immer neue ideen seinen Besitzer zur weisglut zu treiben
18/02/2021

Tja ein pferd lässt keine wünsche offen und hat immer neue ideen seinen Besitzer zur weisglut zu treiben

Pferd zu verschenken

Wenn der Reiter so richtig pissig auf seinen Zossen ist, dann überlegt er schon mal, ob man die nicht einfach aussetzen kann (Spoiler: Nein, dummerweise fallen die mehr auf, als ein ausgesetztes Kaninchen - und den Heimweg kennen sie auch). Reiter haben verschiedene Arten, mit denen sie dem Pferd drohen. “Ich verkaufe dich an den Zirkus!” oder: “Wenn du dich nett bist, binde ich dich vor dem Metzgerladen an!” oder: “Benimm dich, sonst kommen die Pferdeprofis!”. Plötzlich erscheint auch ein Export Richtung Belgien denkbar. Oder in die Schweiz. Jedenfalls dahin, wo man Pferde isst. Jeder hat so seine Mittel und Drohungen, bei denen irgendeine Tierschutzmutti einem dann anschließend erzählt, dass man ja sein Pferd abgeben müsse, wenn man so was sagt … blablabla.

Solche Sachen brabbeln wir natürlich nicht einfach so, irgendwas ist vorangegangen. Nichts, wofür das Pferd nichts kann (neue Dinge, unvorhergesehene Sachen), sondern meist Dinge, mit denen das Pferd vorher problemlos zu tun hatte, die aber heute schlimm sind. So was wie: Du bindest es an, putzt es, wie jeden Tag, sattelst es, wie jeden Tag, willst die Trense raufmachen, Pferd reißt Anbindehaken aus der Wand und rennt mit Zügeln überm Kopf und einem Sattel, der nicht festgegurtet ist, davon und macht beides davon kaputt. Das sind so Tage, an denen man sich überlegt, ob man dem Vieh nicht einfach die Freiheit schenken soll. Gleich neben der Autobahn am Besten.

Würden wir natürlich nie tun. Wir sind mehr wie die Muttis die sagen: “Die Mutti geht jetzt nach Hause, Schakkeline.” Stehen aber trotzdem noch drei Stunden herum, bis der Nachwuchs ENDLICH seinen Hintern vom Boden bequemt und mitwackelt. Wir drohen und bellen nur, wir beißen nicht. Und auch, wenn wir danach grummelnd neben dem Vierbeiner stehen, wenn der dann schmusen will - das ist Gebot Nummer 1: Dann schmusen wir ja doch mit dem blöden Vieh. Sagen wir ihm auch. “Du bist ja so ein saudummes Pferd, warum machst du immer nur Blödsinn?” Das Ganze in äußerst einschmeichelndem Babysprech. Klingt ungefähr so: “Huiioooooouschoouiuuuiiiii.”

Zuhause schimpfen wir dann trotzdem über das saublöde Vieh, was einfach so gar nicht kooperativ war. Daheim muss sich der Partner das Geheule anhören, aber auch im gleichen Atemzug: “Aber eigentlich liebe ich das Pferd!”. Lösungen für das Problem möchte der Reiter auch nicht, er will nur bisschen jammern, weil dieses vermaledeite Tier gerade entweder für eine hohe Rechnung gesorgt hat (Tierarzt, Reperatur oder beides) oder für diverse Peinlichkeiten (Nichtstarter, weils nicht auf den Hänger ging, usw.). Denn alles, was das Pferd macht, wird dem Reiter angelastet. “Boah, haste gehört? Die XYZ schafft es nicht mal ihr Pferd zu trensen …”).

Zum Glück verfügen Reiter über einen geistigen Reset Knopf und können am nächsten Tag in der Stallgasse trällern: “Mein Hasenpupsiiiiii~”, wenn sie ihr Pferd sehen. Dann wird es betüddelt und betatscht, liebgehabt und geherzt, als gäbe es kein Morgen. Also, natürlich nur, bis es mal wieder voll über die Stränge schlägt. Die kleinen Schlingel lassen sich nämlich ständig was Neues für den Reiter einfallen. Letzte Woche Sattel kaputtgemacht? Weißte, wie wärs mit einem geilen Feuerwehreinsatz, weil ich in den Graben gesprungen bin?

Foto: War verdächtig lange nicht mehr zu verschenken. Kommt bestimmt bald wieder ...

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