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Fotoausstellung Greifswald

Fotoausstellung Greifswald Text- und Bildspuren sowjetischer Truppen. 25 Jahre nach dem Abzug sowjetischer Truppen

Wie gewohnt öffnen

06/10/2022

Gerade werden Vorbereitungen für unsere diesjährige Exkursion auf den Spuren der Slawen in M-V getroffen. Wer Lust hat, kann schon einmal schnuppern. Ich würde mich freuen, wenn interessiert Studierende am Institut für Slawistik der Greifswalder Uni mitkommen. Vielleicht Wer habt Ihr ja Lust am Ende eine kleine Fotoreihe, einen Podcast oder einen Text zu verfassen. Ich bin gespannt auf Eure kreativen Ideen.

Literatur und Kunst regen zum Nachsinnen und Reflektieren an, sind viel- und mehrdeutig, eindeutig Scheinendes kann verd...
31/03/2022

Literatur und Kunst regen zum Nachsinnen und Reflektieren an, sind viel- und mehrdeutig, eindeutig Scheinendes kann verdichtet und aufgebrochen werden. Neue Perspektiven können aufscheinen. Vielstimmige Werke können sich ineinander spiegeln, wenn wir es nur wollen... Hier noch eine Variation "'Tanz' mit der Waage" aus der bekannten Serie "Allegorie der Gerechtigkeit" von Vitaly Komar...

31/03/2022

Der Bauer, der Hund und der Soldat (Wolhynien)

"Der Hund ist krank! Was fehlt dem armen Hunde?«
»Er ist verwundet, Herr. Das ist der Krieg,
und davon eben hat er seine Wunde.«
Der Bauer sprach's und streichelt' ihn und schwieg.

»Wie aber, wann und wo empfing die Wunde
der arme Hund? Er kann ja gar nicht gehn!«
»Herr, es ist Krieg und da ist es dem Hunde,
er stand so da, da ist es ihm geschehn.

Der Hund stand da und da kam ein Soldat,
der ging vorbei und stach nach meinem Hunde,
der keinem Menschen was zu leide tat,
nie biß er wen, nun hat er seine Wunde.

Seht ihn nur an, es war ein gutes Tier,
er dient mir lang', und in der weiten Runde
der beste Schäferhund, er führte mir
das Vieh allein, nun hat er seine Wunde.

Seht, wie er hinkt. Das tut er seit der Stunde,
da der Soldat vorbeikam, der Soldat,
der stach nach meinem alten Schäferhunde,
der keinen Menschen noch gebissen hat.«

»Und warum, glaubt ihr, bracht' er ihm die Wunde,
der Mann dem Hund die schwere Wunde bei?
Der Hund ist stumm, sein Blick befiehlt dem Munde
für ihn zu sprechen, sprecht nur frank und frei.«

»Wir wissen's nicht. Doch wißt ihr's selbst wie wir,
daß Krieg ist. Mir und meinem armen Hunde
und Gott und jedem Kind und auch dem Tier
ist es bekannt, und Krieg schlägt jede Wunde.

Ich sagt's euch Herr, der Mann war ein Soldat
und wer die Waffe hat, der schlägt die Wunde.
Wißt ihr denn nicht, wie viel's geschlagen hat
in dieser gottgesandten Zeit und Stunde?«

»So solltet ihr, daß er vom Schmerz gesunde,
das arme Tier sogleich mit Gift vergeben.
Erschießt ihr ihn, wißt ihr, daß eine Wunde
auch Wohltat sei, und helft ihm aus dem Leben!«

»Ach Herr, ich ließ' es nimmermehr geschehn,
ich kann nur leiden mit dem armen Hunde.
's ist Krieg, ich kann ein Huhn nicht sterben sehn,
's ist Krieg, da, wißt ihr, gibt es manche Wunde.

Der Hund war gut, vorbei ist's mit dem Hunde,
seit der Soldat vorbeiging, 's ist der Krieg.
Man muß es nehmen, was sie bringt die Stunde.«
Der Bauer sprach's und streichelt' ihn und schwieg.

(Karl Kraus)

Hier der Link zu einem Interview mit dem Greifswalder Kulturwissenschaftler Roman Dubasavych, aufgenommen einen Tag vor ...
25/02/2022
Ukrainer aus MV: "Uns geht es schlecht, wir haben Kriegsalbträume"

Hier der Link zu einem Interview mit dem Greifswalder Kulturwissenschaftler Roman Dubasavych, aufgenommen einen Tag vor dem Angriff auf die Ukraine, der viele Opfer kostet und kosten wird, die nicht zu rechtfertigen sind.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/ndr_mv_live/Ukraine-Konflikt-Das-sagt-ein-ukrainischer-Kulturwissenschaftler-,mvlive1262.html

Hier ein spannender Beitrag, der vor allem auf geopolitische Strategien eingeht!
https://www.deutschlandfunkkultur.de/muenkler-putin-russland-100.html

Ein dringender Apell der deutschsprachigen Slawisten an den Verhandlungstisch zurückzukehren. etwas, was nun wirklich im 21. Jh. doch wohl zu erwarten sein sollte:

http://slavistik.org/angriff.html

"Die Unruhe ist subtil. Wir haben angefangen zu frösteln", sagt der ukrainische Kulturwissenschaftler Roman Dubasevych, der in Greifswald lehrt.

23/02/2022

Frieden, nicht Krieg!

23/02/2022

НЕ МЕЧ, А МИР!

Wer hat Lust mitzukommen? In der SLAWISTISCHEN FACHEXKURSION AUF DEN SPUREN DER SLAWEN IN DIE KULTURLANDSCHFT MECKLENBUR...
29/10/2021

Wer hat Lust mitzukommen?
In der SLAWISTISCHEN FACHEXKURSION AUF DEN SPUREN DER SLAWEN IN DIE KULTURLANDSCHFT MECKLENBURGS sind noch einige wenige Plätze frei.

Wir fahren mit einem komfortablen Bus durch die m-v Landschaft ins Regionalmuseum Treptower Tor nach Neubrandenburg. Mit lutizischen Überresten stimmen wir uns ein auf den Besuch des Voss-Hauses und der Alten Burg Penzlin mit Umgebung. Voss interessierte sich wie viele Dichter und Künstler, aber auch Herrscher im 18. und 19. Jh. für die Obotriten.

Interesse geweckt? Meldet Euch bei
[email protected] oder kommt direkt in die Sprechstunde Mo 12-13 Uhr in E 63 am ELP 3

TERMIN: 13.11.2021 (Samstag)
ABLAUF:
Abfahrt vom Universitätshauptgebäude nach Neubrandenburg 8.00 Uhr
9:30 Regionalmuseum Treptower Tor in Neubrandenburg. Führung und Gespräch zu slawischen archäologischen Funden im Kontext der mecklenburgischen Geschichte
Gegen 11:30 Weiterfahrt nach Penzlin
12:15 J. H. Voß - Museum in Penzlin mit Werkstatt zur antiken und slawischen Mythologie am Beispiel des Obodritenlandes bei Voß. Im Anschluss Führung durch die Ausstellung.
Danach Fußwanderung zur Neuen und Alten Burg Penzlin. Führung im Außenbereich.
Danach Führung durch die Alte Burg Penzlin (mit Hexenmuseum und Ausstellung zur Alltagsmagie).
Rückfahrt gegen 17:00 Uhr
Die Anreise erfolgt gemeinsam mit einem angemieteten Bus. Eigene Anreisen sind möglich.
VORAUSSETZUNGEN:
Wir werden in Penzlin kleinere Strecken zu Fuß zurücklegen. Bequemes Schuhwerk ist deshalb empfehlenswert. Je nach Bedarf sollten Sie Proviant mitbringen.

Photos from Fotoausstellung Greifswald's post
01/01/2021

Photos from Fotoausstellung Greifswald's post

Das Thema Spurensuche ist definitiv noch nicht beendet. Wir arbeiten aktuell in einer neuen Projektphase und möchten die...
17/11/2020

Das Thema Spurensuche ist definitiv noch nicht beendet.
Wir arbeiten aktuell in einer neuen Projektphase und möchten die vergangenen Monate für euch R***e passieren lassen.

Was bisher geschah?

Das Magazin ‘Campus 1456‘ der Universität Greifswald berichtet über die Ereignisse der Ausstellung „Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat“. Den Artikel „Slawistikstudierende auf Spurensuche. Sowjetische Bildwelten und Moderne“ findet ihr in der neusten Ausgabe vom Oktober 2020.

Außerdem bieten wir euch einen virtuellen Ausstellungsrundgang an, um die Eindrücke aus der Ausstellung aufzufrischen. Hier thematisieren wir die schwindende Thematik rund um die Stationierung sowjetischer Soldaten in Deutschland. Den Rundgang gibt es natürlich in einer deutschen und in einer russischen Version.

Ein weiteres Highlight ist eindeutig die Übernahme unserer Ausstellung von der Staatliche Universität Sankt Petersburg. Das ist ein perfektes Feedback der bisher geleisteten Arbeit und wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Es geht voran. Es geht weiter.
Freut euch mit uns auf die nächsten Ereignisse.

Die aktuelle Ausgabe findet ihr hier:
https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/uni-magazin-campus-1456/ausgabe-22020/
Von Ute Marggraff

Greifswalder Slawistik Graf Mar

12/08/2020
Bild- und Textspuren sowjetischer Truppen 25 Jahre nach dem Abzug

Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat. Virtueller Ausstellungsrundgang. Fotoausstellung der Greifswalder Slawistik in Zusammenarbeit mit dem Koeppenhaus

Nachdem uns Studierende und Lehrende in Sankt Petersburg und Archangelsk bestätigten, Automatismen der Wahrnehmung hinterfragt zu haben, wollen wir hier die deutsche Version nachreichen.

Präsentiert werden Fotografien und Zeitdokumente von Denkmalen und Skulpturen, aber auch Graffiti und Alltagsgegenständen die Studierende an lost places in der Nähe Ihres Studienortes zusammengetragen und in kulturgeschichtliche Zusammenhänge eingeordnet haben. Imitiert und neu bearbeitet, entfalten einzelne Motive ein bewegtes digitales Eigenleben.

Für alle, die mehr über diese Wandlungen und die Vielschichtigkeit der europäischen Kulturen erfahren wollen.

Vielleicht treffen wir uns ja bei einer der spannenden Veranstaltungen des diesjährigen Konversionssommers. Wir freuen uns scon auf neue Perspektiven. Und denkt daran, eine schnelle Anmeldung sichert die Möglichkeit dazu... Alles weitere: https://fokus-net.de/

03/05/2020
Virtueller Rundgang durch die Ausstellung der Slawistik "Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat "im Koeppenhaus Greifswald

Lange Zeit nichts von uns gehört? Untätig waren wir nicht, auch wenn es zwischenzeitlich viele andere Herausforderungen gab.

Ihr erinnert euch, wir wollten auf Wanderschaft gehen. Nun haben wir für Maskenzeiten einen Clip erstellt. So können wir die Studierenden an der Staatlichen Petersburger Universität und darüber hinaus alle Interessierten pünktlich zum 9. Mai, dem Tag des offiziellen Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren und den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, zu einem virtuellen Rundgang einladen. Eine deutsche Fassung ist noch in Arbeit und wird hier demnächst folgen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die mit Ihrem Engagement und ihrer Energie in Feuerwehreinsätzen und langen Nächten dafür gesorgt haben, dass es eine Fassung in echtem Russisch gibt.

Wer hätte das gedacht?! Unsere Ausstellung "Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat" geht auf Wanderschaft....
29/01/2020

Wer hätte das gedacht?!

Unsere Ausstellung "Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat" geht auf Wanderschaft.

Jetzt kam die Nachricht, dass die Journalistikfakultät der Universität Sankt Petersburg an ihr interessiert ist. Wir freuen uns auch aus aktuellem Anlass über die Möglichkeit unsere Perspektiven mit zukünftigen russländischen Journalisten auszutauschen. Das in der Ausstellung seit Januar gezeigte Video nehmen wir natürlich mit auf die Reise. Falls Ihr es noch nicht gesehen habt, hier könnt ihr Euch einen Eindruck verschaffen.

https://youtu.be/xXBvhsktI4M

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Am 22.1. titelte der Nordkurier:

„Spurensuche in ehemaligen Kasernen“ und lockte noch so einige Besucher aus der Region Neubrandenburg und Neustrelitz in den letzten Ausstellungstagen ins Koeppenhaus. Wir freuen uns über die gute Resonanz und vielfältigen Anregungen, die wir bekommen haben. Das Thema bleibt spannend auch in Vernetzung mit aktuellen Nachrichten aus Jerusalem.

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Zur Finissage reisten Klaus und Daniel Keweloh vom Geschichtsverein aus Hillersleben an, die uns mit Fotografien und anderen Leihgaben sowie detailreichen Informationen uneigennützig und tatkräftig unterstützt haben.

Wir danken euch für eure Besuche, Fragen, Sichtweisen und euer Feedback.
Auch die Studierenden der Staatlichen Universität in Sankt Petersburg sind an Euren Kommentaren interessiert.
Vielleicht habt ihr Lust, eure Eindrücke noch einmal R***e passieren zu lassen und sie in Bild, Ton, Text oder Musik festzuhalten.
Genießt diese leisen schöpferischen Momente!

Auch wir halten euch auf dem Laufenden. 👍

THANK YOU VERY MUCH! Дуже дякую! Большое спасибо!  Děkuji pěkně! Dziękuję bardzo! תדה רבהAllen herzlichen Dank, die zum ...
18/01/2020

THANK YOU VERY MUCH! Дуже дякую! Большое спасибо! Děkuji pěkně! Dziękuję bardzo! תדה רבה

Allen herzlichen Dank, die zum Gelingen des unterhaltsamen Abends mit Vitaly Komar im Koeppenhaus beigetragen haben.
Zuallererst Vitaly Komar, der uns mit seiner ruhigen Art aus dem Alltagsstress riß und überdies völlig unerwartete Einsichten ermöglichte und so manche festgefahrene Vorstellung wie schon so oft in seinem Leben auf den Kopf stellte.

Unserem Publikum, daß ihn dazu mit seinen Fragen inspirierte. Beim Rundgang durch die Ausstellung zunächst eine Schulklasse aus Schwerin, die die lange Bahnfahrt auf sich genommen hatte, um den Künstler persönlich zu erleben, dann die Studierenden verschiedener, nicht nur slawistischer Fachrichtungen, Künstler, die aus Brandenburg an den Ryck kamen, und all den Greifswaldern, und Zeitgreifswaldern, die an diesem Abend ins Koeppenhaus gekommen sind.

Der Grafikerin von UNA(H)RT DESIGN, die nicht nur diese Seite gestaltete, sondern das Vorhaben mit ihren Künsten vorausschauend, fach- und sachkundig begleitete.

Dem Filmemacher von N3..., der speziell für dieses Event einen Film über die Feldstudien der Slawisten machte und diesen mit echt russischer Jazzmusik unterlegte, die Vitaly Komar begeistert kommentierte.

Schaut noch mal rein, der Film wird noch bis zum 26.1. im Koeppenhaus zu sehen sein. Dank auch den beiden Studierenden, die im Film zu sehen sind und der Polonistik- und Philosophiestudentin, die für den Kommentar ihre Stimme „lieh“.

Und natürlich den vielen Helfern und Helferinnen aus dem Koeppenhaus und der Slawistik, die im Hintergrund an der einen oder anderen Stelle aktiv waren oder geduldig warteten, ob die Übersetzung nun aus dem Russischen und Englischen zu erfolgen hatte. Am Ende fiel der Würfel für eine Übersetzung aus dem Russischen, dass Vitaly in der ersten Hälfte seines Lebens mit allen Nuancen aufgenommen hat, auch wenn er sich im Englischen frei bewegt. Visuelles in Sprache zu übertragen, so der Künstler, bleibt immer ein Wagnis. Manchmal hat das Russische scheinbar weniger Nuancen zu bieten, als das Englische, manchmal auch umgekehrt…

Sorry, wenn wir hier nicht alle einzeln erwähnen, aber danke, dass ihr Anjas Nachrichten so toll geteilt habt. In den Saal mussten noch Stühle nachgereicht werden und auch die Besucherzahl für die Ausstellung ist dank Eurer Klicks in die Höhe geschnellt.

Und nicht vergessen, Jedes Ende ist ein neuer Anfang, und hinter jedem Anfang wartet ein Abenteuer….
Die Russischen Kulturtage gehen weiter…

Fotos: 1-3 © Graf Mar 4

16.01.2020 | 19.30 | Koeppenhaus in Greifswald | Vitaly Komars künstlerische MigrationenUnsere Empfehlung: Lasst euch da...
14/01/2020
Prankster Art

16.01.2020 | 19.30 | Koeppenhaus in Greifswald | Vitaly Komars künstlerische Migrationen

Unsere Empfehlung: Lasst euch das Gespräch mit dem internationalen Künstler und die Begegnung mit seinen Werken nicht entgehen.

Vitaly Komar zu seinem künstlerischen Credo

"Wenn man über Kunst redet, wird Visuelles zu Verbalem. Eine solche Übertragung ist noch utopischer, als Übersetzungen von Gedichten in eine andere Sprache. Alles wird zu einer Art Traumdeutung.
1972 haben wir die Soz-Art geschaffen.Sie spiegelte die Übermacht an Ideologischem und die Omnipräsent von Bildern und Losungen der sowjetischen Propaganda ebenso kritisch und parodistisch, wie die frühe Pop-Art in Westeuropa auf die Überproduktion von Waren des täglichen Bedarfs und die ständige Wiederholung von Bildklischees in der Werbung reagierte." (Vitaly Komar)

Beide haben sozusagen auf die Postmoderne vorverwiesen. Die russische Kunst ist, so Vitaly Komar historisch sowohl mit dem Westen, als auch mit dem Osten verbunden. Als Künstler, der das halbe Leben in Moskau und die andere Hälfte in New York verbracht hat, sieht er sich als einen Konzeptualisten im Doppelpack. Vehement weist er darauf hin, dass in unserem Unterbewussten die verschiedensten und widersprüchlichsten Konzeptionen zusammekommen.
Seine Hoffnung auf eine andere Welt möchte er dennoch nicht aufgeben: "Wer weiß, vielleicht hat uns die „Konzeptuelle Eklektik“ ja bisher davor bewahrt, dass wir uns noch nicht gegenseitig in die Pfanne gehauen haben, um zusammen mit Atompilzen in saurer Sahne zu schmoren." (Vitaly Komar)



https://www.youtube.com/watch?v=Tsnc255oKng

Is art nonsense? Paul Solman profiles "prankster artists" Alex Melamid and Vitaly Komar to consider the meaning of art around the world from their native Rus...

09/01/2020
Videographik

Nun ist es so weit. Heute könnt ihr live und in Farbe;) Vitaly Komars künstlerische Migrationen genießen und mit dem internationalen Künstler ins Gespräch kommen. Am 16.1. I Um 19.30 Uhr.

Damit es ein großartiges Event wird, helft uns beim teilen und wenn ihr Fragen zur Ausstellung oder zum Künstler habt, dann immer her damit!

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Es gibt so viele Aspekte & Details, die die StudentInnen der Greifswalder Slawistik  in Vorbereitung auf die aktuelle Au...
08/01/2020

Es gibt so viele Aspekte & Details, die die StudentInnen der Greifswalder Slawistik in Vorbereitung auf die aktuelle Ausstellung "Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat" entdeckt haben.

Sie sind u.a. in Drögen und Güstrow auf Denkmalsreste mit Porträts ohne Augen und Nasen gestoßen.
Der interessierte Ausstellungsbesucher erfährt, dass es sich beim Abschlagen von Nasen und Auskratzen von Augen um einen bereits in der Antike genutzten Brauch der Denkmalsschändung handelt.

Warum dieser Brauch immer noch praktiziert wird und welche modernen Formen der Denkmalsschändung hinzugekommen sind, das sind Fragen, die in der Galerie im Koeppenhaus thematisiert werden.

Unter dem Stichwort Damnatio memoriae fragt die laufende Ausstellung danach, weshalb gerade die Frauenfiguren an den lost places besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Besuchen könnt ihr die Ausstellung Dienstags bis Samstags von 14-18 Uhr. Wir freuen uns auf euren Besuch & euer Interesse.

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In Vorbereitung auf das Ausstellungsevent Vitaly Komars künstlerische Migrationen möchten wir euch im Vorfeld den Künstl...
06/01/2020

In Vorbereitung auf das Ausstellungsevent Vitaly Komars künstlerische Migrationen möchten wir euch im Vorfeld den Künstler näher bringen, mit dem ihr am 16.1. ins Gespräch kommen könnt.👍

Bevor ihr euch unseren zugegebenermaßen langen Text zuwendet, haben wir noch eine kleine Bitte.

Teilt unsere Veranstaltung oder unsere Seite an alle, die es interessieren könnte.
Wir haben viel Herzblut in die Ausstellung gesteckt und würden uns natürlich über einen regen Besucherstrom und viele Teilnehmer am 16.1. im Koeppenhaus freuen.

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Vitaly Komars Credo: „Wer weiß, vielleicht ist es gerade meine Kunst des ‚eklektischen Konzeptualismus‘, die dazu beiträgt, dass wir uns nicht gegenseitig in die Pfanne hauen und in einem Sud aus Atompilzen mit saurer Sahne schmoren.“

Als Wegbereiter der Soz-Art in Europa haben sich Vitaly Komar und Alexander Melamid fest in der Kunstszene etabliert und begeistern nicht nur Kunstkenner.

Schon während ihres Studiums an der Stroganov-Hochschule für Kunst in Moskau kreisten ihre Pinsel um die Ikonen der sowjetischen Propagandakunst. Sie verglichen die starke Verbreitung der sozialistischen Ikonografie im Alltag mit der Allgegenwärtigkeit und dem Ausverkauf von Waren in der westlichen Welt. Parallelen zur amerikanischen Pop-Art drängten sich auf. 1974 gehörten sie zu den Mitinitiatoren einer der ersten öffentlichkeitswirksamen Aktionen inoffizieller Künstler in der Sowjetunion. Diese erregte als sogenannten Planierraupenausstellung von Beljaevo bei Moskau weltweites Aufsehen. Komar und Melamid waren mit ihrem eigenen Doppelporträt vertreten, das sich ironisch-subversiv auf Plakate von Marx und Lenin oder auch Stalin im Doppelpack bezog. Wenn wir das heute sehen, assoziieren wir sofort Warhols Marylins und andere Pop-Art-Portraits.

Losungen, kleine Pioniere mit Trompete vor einer Stalinbüste, Lenin- und Stalinfiguren in Pop-Art-Manier bevölkerten sehr zum Leitwesen der dogmatischen Kulturkritiker ihre frühen Bilder. Schon 1983 entstand als Parodie auf das Denkmal des Soldaten mit Kind im Treptower Park in Berlin die Arbeit „The Third World War Ends“. Damals wie heute schreiben sich Mächtige den Schutz von Kindern auf ihre Fahnen, um Menschen für eigene Ziele zu instrumentalisieren. Eine Reproduktion dieser heute hochaktuellen Arbeit ist noch bis zu 25.1.2020 in der laufenden Ausstellung im Koeppenhauszu sehen. Daneben hängt ein Foto, das ein Folgeprojekt dokumentiert. Vor dem Gemälde eine Wiege, in die brachial eine Eisenschiene hineinragt.

2002 trennten sich die künstlerischen Wege der beiden Künstler, deren Werke in großen Ausstellungen von Moskau bis Düsseldorf oder New York zu sehen sind, oft neben Objekten von Warhol, Lichtenstein

In letzter Zeit experimentiert und provoziert Vitaly Komar verstärkt mit Fotocollagen, sog. Polyptychen und Computerdrucken. Auch dabei spielt er noch immer mit Symbolen und Stereotypen, die tief in unserem Unterbewußten lagern und sich auf absurde Weise mischen.
Er betrachtet es als wichtiges Anliegen, gesellschaftliche Widersprüche aufzudecken und diffuse Quellen bloß zu stellen, die unser Denken und Fühlen prägen. Seine Hoffnung auf eine bessere Welt möchte der in New York ansässige Künstler trotz alledem nicht aufgeben. „Wer weiß, vielleicht ist es gerade meine Kunst des ‚eklektischen Konzeptualismus‘, die dazu beiträgt, dass wir uns nicht gegenseitig in die Pfanne hauen und in einem Sud aus Atompilzen mit saurer Sahne schmoren.“

1987 nahm Vitaly Komar an der Documenta in Kassel teil. 1987 und 1999 war er auf der Biennale in Wien vertreten. Werke wurden in der Tate Modern in London im Rahmen der Ausstellungen „The World goes Pop“ (2015) und „Performing fort he Camera“ (2016) gezeigt. Auch im Centre Pompidou in Paris stellte er im Jahr 2017 aus.

📌Schon alleine die Vita Komars macht Lust darauf ihn persönlich kennenzulernen. Also . Fühlt euch herzlich eingeladen zum Kunst- und Kulturaustausch.


Werke von Vitaly Komar befinden sich in den Sammlungen international bekannter Museen:

Guggenheim Museum (New York), Tretjakov-Galerie (Moskau), Metropolitan Museum of Art (New York), Whitney Museum of American Art (New York), Museum of Modern Art (New York), Victoria and Albert Museum (London), Stredelijk Museum (Amsterdam), Albertina (Wien), Museum Ludwig (Köln), Museum of Art (San Francisco) sowie in Privatsammlungen.

Adresse

Bahnhofstraße 4/5
Greifswald
17489

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00

Telefon

+493834773510

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Text- und Bildspuren sowjetischer Truppen

Die Ausstellung zeigt Bild- und Textspuren sowjetischer Truppen, die Studierende als oft letzte Zeugnisse einer wechselvollen deutsch-russischen Geschichte in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufgespürt und mit der Kamera festgehalten haben. Farbenfrohe Wandbilder, die heutigen Graffiti nicht unähnlich sind, entwarfen utopische Landschaften oder kündeten von Flug- und Kosmosbegeisterung. Sie waren Teil der offiziellen Propaganda und doch spricht aus ihnen die Sehnsucht nach einer anderen Welt. Die Ausstellung möchte symbolpolitisch aufgeladene Objekte in kulturelle Zusammenhänge einordnen sowie hinter den oft kreativen Verwandlungen offizieller Mythen individuelle Sorgen, aber auch Wünsche realer Menschen sichtbar machen. Dr. phil. Ute Marggraff & Studierende/ Lehrstuhl für Slawische Literaturwissenschaft der Universität Greifswald

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