Fotoausstellung Greifswald

Fotoausstellung Greifswald Text- und Bildspuren sowjetischer Truppen. 25 Jahre nach dem Abzug sowjetischer Truppen

06/10/2022

Gerade werden Vorbereitungen für unsere diesjährige Exkursion auf den Spuren der Slawen in M-V getroffen. Wer Lust hat, kann schon einmal schnuppern. Ich würde mich freuen, wenn interessiert Studierende am Institut für Slawistik der Greifswalder Uni mitkommen. Vielleicht Wer habt Ihr ja Lust am Ende eine kleine Fotoreihe, einen Podcast oder einen Text zu verfassen. Ich bin gespannt auf Eure kreativen Ideen.

Literatur und Kunst regen zum Nachsinnen und Reflektieren an, sind viel- und mehrdeutig, eindeutig Scheinendes kann verd...
31/03/2022

Literatur und Kunst regen zum Nachsinnen und Reflektieren an, sind viel- und mehrdeutig, eindeutig Scheinendes kann verdichtet und aufgebrochen werden. Neue Perspektiven können aufscheinen. Vielstimmige Werke können sich ineinander spiegeln, wenn wir es nur wollen... Hier noch eine Variation "'Tanz' mit der Waage" aus der bekannten Serie "Allegorie der Gerechtigkeit" von Vitaly Komar...

31/03/2022

Der Bauer, der Hund und der Soldat (Wolhynien)

"Der Hund ist krank! Was fehlt dem armen Hunde?«
»Er ist verwundet, Herr. Das ist der Krieg,
und davon eben hat er seine Wunde.«
Der Bauer sprach's und streichelt' ihn und schwieg.

»Wie aber, wann und wo empfing die Wunde
der arme Hund? Er kann ja gar nicht gehn!«
»Herr, es ist Krieg und da ist es dem Hunde,
er stand so da, da ist es ihm geschehn.

Der Hund stand da und da kam ein Soldat,
der ging vorbei und stach nach meinem Hunde,
der keinem Menschen was zu leide tat,
nie biß er wen, nun hat er seine Wunde.

Seht ihn nur an, es war ein gutes Tier,
er dient mir lang', und in der weiten Runde
der beste Schäferhund, er führte mir
das Vieh allein, nun hat er seine Wunde.

Seht, wie er hinkt. Das tut er seit der Stunde,
da der Soldat vorbeikam, der Soldat,
der stach nach meinem alten Schäferhunde,
der keinen Menschen noch gebissen hat.«

»Und warum, glaubt ihr, bracht' er ihm die Wunde,
der Mann dem Hund die schwere Wunde bei?
Der Hund ist stumm, sein Blick befiehlt dem Munde
für ihn zu sprechen, sprecht nur frank und frei.«

»Wir wissen's nicht. Doch wißt ihr's selbst wie wir,
daß Krieg ist. Mir und meinem armen Hunde
und Gott und jedem Kind und auch dem Tier
ist es bekannt, und Krieg schlägt jede Wunde.

Ich sagt's euch Herr, der Mann war ein Soldat
und wer die Waffe hat, der schlägt die Wunde.
Wißt ihr denn nicht, wie viel's geschlagen hat
in dieser gottgesandten Zeit und Stunde?«

»So solltet ihr, daß er vom Schmerz gesunde,
das arme Tier sogleich mit Gift vergeben.
Erschießt ihr ihn, wißt ihr, daß eine Wunde
auch Wohltat sei, und helft ihm aus dem Leben!«

»Ach Herr, ich ließ' es nimmermehr geschehn,
ich kann nur leiden mit dem armen Hunde.
's ist Krieg, ich kann ein Huhn nicht sterben sehn,
's ist Krieg, da, wißt ihr, gibt es manche Wunde.

Der Hund war gut, vorbei ist's mit dem Hunde,
seit der Soldat vorbeiging, 's ist der Krieg.
Man muß es nehmen, was sie bringt die Stunde.«
Der Bauer sprach's und streichelt' ihn und schwieg.

(Karl Kraus)

Hier der Link zu einem Interview mit dem Greifswalder Kulturwissenschaftler Roman Dubasavych, aufgenommen einen Tag vor ...
25/02/2022

Hier der Link zu einem Interview mit dem Greifswalder Kulturwissenschaftler Roman Dubasavych, aufgenommen einen Tag vor dem Angriff auf die Ukraine, der viele Opfer kostet und kosten wird, die nicht zu rechtfertigen sind.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/ndr_mv_live/Ukraine-Konflikt-Das-sagt-ein-ukrainischer-Kulturwissenschaftler-,mvlive1262.html

Hier ein spannender Beitrag, der vor allem auf geopolitische Strategien eingeht!
https://www.deutschlandfunkkultur.de/muenkler-putin-russland-100.html

Ein dringender Apell der deutschsprachigen Slawisten an den Verhandlungstisch zurückzukehren. etwas, was nun wirklich im 21. Jh. doch wohl zu erwarten sein sollte:

http://slavistik.org/angriff.html

"Die Unruhe ist subtil. Wir haben angefangen zu frösteln", sagt der ukrainische Kulturwissenschaftler Roman Dubasevych, der in Greifswald lehrt.

23/02/2022

Frieden, nicht Krieg!

23/02/2022

НЕ МЕЧ, А МИР!

Wer hat Lust mitzukommen? In der SLAWISTISCHEN FACHEXKURSION AUF DEN SPUREN DER SLAWEN IN DIE KULTURLANDSCHFT MECKLENBUR...
29/10/2021

Wer hat Lust mitzukommen?
In der SLAWISTISCHEN FACHEXKURSION AUF DEN SPUREN DER SLAWEN IN DIE KULTURLANDSCHFT MECKLENBURGS sind noch einige wenige Plätze frei.

Wir fahren mit einem komfortablen Bus durch die m-v Landschaft ins Regionalmuseum Treptower Tor nach Neubrandenburg. Mit lutizischen Überresten stimmen wir uns ein auf den Besuch des Voss-Hauses und der Alten Burg Penzlin mit Umgebung. Voss interessierte sich wie viele Dichter und Künstler, aber auch Herrscher im 18. und 19. Jh. für die Obotriten.

Interesse geweckt? Meldet Euch bei
[email protected] oder kommt direkt in die Sprechstunde Mo 12-13 Uhr in E 63 am ELP 3

TERMIN: 13.11.2021 (Samstag)
ABLAUF:
Abfahrt vom Universitätshauptgebäude nach Neubrandenburg 8.00 Uhr
9:30 Regionalmuseum Treptower Tor in Neubrandenburg. Führung und Gespräch zu slawischen archäologischen Funden im Kontext der mecklenburgischen Geschichte
Gegen 11:30 Weiterfahrt nach Penzlin
12:15 J. H. Voß - Museum in Penzlin mit Werkstatt zur antiken und slawischen Mythologie am Beispiel des Obodritenlandes bei Voß. Im Anschluss Führung durch die Ausstellung.
Danach Fußwanderung zur Neuen und Alten Burg Penzlin. Führung im Außenbereich.
Danach Führung durch die Alte Burg Penzlin (mit Hexenmuseum und Ausstellung zur Alltagsmagie).
Rückfahrt gegen 17:00 Uhr
Die Anreise erfolgt gemeinsam mit einem angemieteten Bus. Eigene Anreisen sind möglich.
VORAUSSETZUNGEN:
Wir werden in Penzlin kleinere Strecken zu Fuß zurücklegen. Bequemes Schuhwerk ist deshalb empfehlenswert. Je nach Bedarf sollten Sie Proviant mitbringen.

01/01/2021
Das Thema Spurensuche ist definitiv noch nicht beendet. Wir arbeiten aktuell in einer neuen Projektphase und möchten die...
17/11/2020

Das Thema Spurensuche ist definitiv noch nicht beendet.
Wir arbeiten aktuell in einer neuen Projektphase und möchten die vergangenen Monate für euch R***e passieren lassen.

Was bisher geschah?

Das Magazin ‘Campus 1456‘ der Universität Greifswald berichtet über die Ereignisse der Ausstellung „Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat“. Den Artikel „Slawistikstudierende auf Spurensuche. Sowjetische Bildwelten und Moderne“ findet ihr in der neusten Ausgabe vom Oktober 2020.

Außerdem bieten wir euch einen virtuellen Ausstellungsrundgang an, um die Eindrücke aus der Ausstellung aufzufrischen. Hier thematisieren wir die schwindende Thematik rund um die Stationierung sowjetischer Soldaten in Deutschland. Den Rundgang gibt es natürlich in einer deutschen und in einer russischen Version.

Ein weiteres Highlight ist eindeutig die Übernahme unserer Ausstellung von der Staatliche Universität Sankt Petersburg. Das ist ein perfektes Feedback der bisher geleisteten Arbeit und wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Es geht voran. Es geht weiter.
Freut euch mit uns auf die nächsten Ereignisse.

Die aktuelle Ausgabe findet ihr hier:
https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/uni-magazin-campus-1456/ausgabe-22020/
Von Ute Marggraff

Greifswalder Slawistik Graf Mar

12/08/2020

Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat. Virtueller Ausstellungsrundgang. Fotoausstellung der Greifswalder Slawistik in Zusammenarbeit mit dem Koeppenhaus

Nachdem uns Studierende und Lehrende in Sankt Petersburg und Archangelsk bestätigten, Automatismen der Wahrnehmung hinterfragt zu haben, wollen wir hier die deutsche Version nachreichen.

Präsentiert werden Fotografien und Zeitdokumente von Denkmalen und Skulpturen, aber auch Graffiti und Alltagsgegenständen die Studierende an lost places in der Nähe Ihres Studienortes zusammengetragen und in kulturgeschichtliche Zusammenhänge eingeordnet haben. Imitiert und neu bearbeitet, entfalten einzelne Motive ein bewegtes digitales Eigenleben.

Für alle, die mehr über diese Wandlungen und die Vielschichtigkeit der europäischen Kulturen erfahren wollen.

Vielleicht treffen wir uns ja bei einer der spannenden Veranstaltungen des diesjährigen Konversionssommers. Wir freuen uns scon auf neue Perspektiven. Und denkt daran, eine schnelle Anmeldung sichert die Möglichkeit dazu... Alles weitere: https://fokus-net.de/

Adresse

Greifswald

Telefon

+493834773510

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