16/05/2026
Ladies and Gentlemen,
ich, Euer ergebener Social-Media-Dauerpraktikant, habe im Vorfeld ein Konzerthighlight des Jahres versprochen. Und was soll ich sagen? Ich habe den Mund nicht zu voll genommen.
Für mich war gestern Geburtstag, Ostern und Weihnachten an einem Tag. DYLAN MEETS CASH, ein Projekt von J. Garon und Mr. »Blind Joe« Brown von The LineWalkers - A Tribute to Johnny Cash ist nach Greene gekommen, um in der St.-Martin-Kirche für uns zu spielen.
Als Liebhaber von Johnny Cash und Bob Dylan (vielleicht habe ich Bob Dylan sogar ein wenig mehr lieb), war das nicht weniger als der Heilige Gral der amerikanischen Folk- und Countrymusik.
Die beiden Musiker haben nicht nur fantastische Songs ausgewählt, sondern die Show lebte von den Anekdoten rund um diese Songs. Überwiegend Mr. »Blind Joe« Brown trug diese äußerst unterhaltsame Geschichten vor, und es war ein Genuss, ihm zuzuhören, altes Wissen aufzufrischen, und vor allem Neues aus vergangenen Zeiten zu erfahren.
Die Songauswahl war, es war bei den beiden Künstlern ja beinahe zu erwarten, gespickt mit Hits für Fans. Es ist bewundernswert, dass während der gesamten zweistündigen Show (oder war sogar länger?) nicht ein Song verzichtbar erschien. Jeder Titel war perfekt platziert und ich hätte keinen davon missen wollen.
Die Idee, Songs zu spielen, wie Dylan und Cash es vielleicht gemeinsam getan hätten, ist für mich einfach nur grandios. »The Times they are a-changing« mit Cash im Background? »I walk the Line« interpretiert von Dylan? Dieses einzigartige Projekt macht es auf authentische und lebendige Weise möglich.
Im richtigen Leben waren Johnny und Bob Freunde, und man merkt, dass J. Garon und Mr. Brown ebenfalls ein festes Band verbindet. Sie genießen offensichtlich die Zeit miteinander auf der Bühne und diese Verbundenheit und der Spaß, den sie während ihrer Performance haben, überträgt sich auf Publikum.
Was ebenso wichtig war, wie die Musik, war die Atmosphäre des Abends. Ich bekomme noch heute eine Gänsehaut. Die Kirche St. Martin bot eine wunderschöne Kulisse und eine perfekte Akustik und von den zahlreichen Besuchern ging eine wundervolle, warme Atmosphäre aus. Dass Musik Menschen miteinander verbindet, durfte man an diesem Abend an diesem ganz besonderen Ort zu jeder Sekunde spüren; vor allem bei Songs wie »Blowin’ in the Wind« oder »Knockin’ on Heaven’s Door«.
Wie gut den Besuchern die Show gefallen hat, haben die Musiker erlebt, denn nach dem regulären Gig gab es minutenlange Standing Ovations und erst nachdem die Band zwei Mal zurück auf den Altar gejubelt wurde, durften sie Feierabend machen.
Wer wissen möchte, warum Songs wie »Won’t back down« von Tom Petty oder »Heart of Gold« von Neil Young im Set zu finden waren, wird es erfahren, wenn er einen der Auftritte von DYLAN MEETS CASH besucht.
Der BluesClub bedankt sich bei allen Helfern, die am Nachmittag eine kleine Theke vor der Kirche auf- und später abgebaut haben, und ganz besonders bei »unserer« Küsterin für ihren Einsatz und ihre Unterstützung; ebenso danken wir dem Kirchenvorstand und Pfarrer Sören Neuber-Tüngler, dass wir diese wundervolle Location nutzen durften. Dank auch an DYLAN UND CASH, dass sie den Weg zu uns gefunden und uns schöne Stunden geschenkt haben und last but not least: Danke an EUCH! Danke, dass Ihr zahlreich erschienen seid und diesen Abend zu einem Highlight gemacht habt.
Es grüßt der
BluesClub Greene