24/05/2012
Gestern gab das Schauspielhaus die Dernière der Dreigroschenoper. Das war ein schönes Erlebnis. Die Bühne war in einigen Punkten unverständlich konzipiert. Die Räuberbraut hätte etwas weniger lieblich sein dürfen. Überhaupt waren viele Sänger doch eher schwach auf der Brust, mal abgesehen von Tim Grobe als Mackie Messer. Hanns Jörg Krumpholz zeigte, obgleich erkältet, die größte Stimmgewalt, fast meinte man, den Dreck in seiner Stimme zu hören.
Und doch: Das Lied von der Seeräuber-Jenny, die vier sieben Zwerge und andere Auflockerungen ließen den Abend doch zu einem schönen Theater-Erlebnis werden. Nicht zuletzt wegen des auf der Bühne toll arrangierten Rumpforchesters, deren Musiker eine fast jazzige Version der Dreigroschenoper auf die Bühne brachten. Insgesamt Kurzweilig - wenn auch nicht vom Hocker reißend. Trotzdem ist es schade, dass es damit nun vorbei ist. Applaus.