05/09/2026
Furzipups, der Knatterdrache — eine tiefgründige und zugleich brüllend komische Parabel über das Anderssein.
In der Welt der Drachen gibt es eine klare Erwartungshaltung: Ein richtiger Drache spuckt Feuer. Doch was ist mit denen, die das nicht können? „Furzipups, der Knatterdrache“, nach dem gleichnamigen Buch von Kai Lüftner und Wiebke Rauers, widmet sich dieser Frage auf eine Weise, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Das Junge Theater Bonn hat diese Geschichte nun als charmantes Theaterstück auf die Bühne gebracht.
Der Protagonist Furzipups ist ein Außenseiter. Sein Unvermögen, Feuer zu spucken, und die stattdessen auftretenden, unkontrollierbaren Pupse machen ihn zum Gespött seiner Artgenossen. Die Inszenierung von Marcel Höfs zeigt eindrücklich die Verzweiflung des kleinen Drachen, der mit allen Mitteln versucht, sich anzupassen – von scharfen Chilis bis hin zu einem Bad in heißer Lava. Doch all seine Bemühungen sind vergeblich.
Der Wendepunkt der Geschichte tritt ein, als Furzipups von seiner Herde zurückgelassen wird. In der Stille der Einsamkeit entdeckt er, dass sein vermeintlicher Makel eine außergewöhnliche Gabe ist. Er kann nicht nur pupsen, er kann es im Rhythmus! Diese Erkenntnis ist der Beginn seiner Reise zur Selbstakzeptanz. Die Geschichte ist eine wundervolle Metapher für den gesellschaftlichen Druck, Konventionen zu entsprechen, und eine Feier der Individualität. Sie vermittelt auf leichte und humorvolle Art die wichtige Botschaft, dass wahre Stärke darin liegt, zu den eigenen Besonderheiten zu stehen. Kai Lüftner, der Autor, hat als Vater ein feines Gespür für die Lebenswelt von Kindern und schafft es, komplexe Themen kindgerecht und unterhaltsam aufzubereiten.
🗓️ Sonntag, 13. September, 15 Uhr
📍 Mathias-Jakobs-Stadthalle Gladbeck
👦👧 Für Publikum ab drei Jahren
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Dieses Stück bietet eine hervorragende Grundlage, um nach dem Theaterbesuch mit Kindern über ihre eigenen, einzigartigen Talente und die Schönheit des Andersseins ins Gespräch zu kommen.
© Benjamin Westhoff