19/06/2021
SoliEtude
Eine kleine fotografische Studie über die Einsamkeit und das Alleinsein
- in einer Welt der Überbevölkerung
Die Vereinten Nationen rechnen 2050 mit rund 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten.
Die Menschheit befindet sich derzeit in einer unübersehbaren Bevölkerungsbewegung, die nicht neu ist, sondern in der Erdgeschichte immer wieder stattfand. Die heutigen Menschen fliehen vor Krieg, Hunger, Folter und im Meer versinkenden Küsten und Inseln.
Städte wie Trier beispielsweise gelten als Single-Hochburgen und spiegeln damit einen gesellschaftlichen Trend in den Industrienationen wider. Ende 2015 bestanden über 50 % der Trierer Haushalte aus einer Person.
Prognosen des Statistischen Bundesamts zufolge werden in Trier 2030 mehr als 80 Prozent der Haushalte nur noch aus ein oder zwei Personen bestehen.
Auch den ländlichen Regionen wie Wittlich-Land überwiegt die Anzahl der 2-Personen- oder Singlehaushalte.
Bedeutet dies, dass die Menschen vereinsamen? Dass sie keine Beziehungen mehr suchen und Partnerschaften meiden oder keine Familien mehr gründen wollen? Welche Auswirkung hat diese Entwicklung auf die Dörfer in unserer Region?
Und was bedeutet Einsamkeit? Oder Alleinsein? Was ist der Unterschied?
Für jeden Menschen sind diese Fragen sicher sehr unterschiedlich zu beantworten.
Lassen sich diese Fragen fotografisch einfangen? Das soll der Betrachter in einer anschließenden Ausstellung beantworten.
Dieses Fotoprojekt soll eng in die Gemeinde Gladbach und die nähere Umgebung eingebunden werden. Dorfbewohner werden gebeten, sich an den Fotos zu beteiligen. Dies kann als Model geschehen, als Location-Scout oder bei der inhaltlichen Gestaltung der Fotos.
Folgeprojekt: BANKGEHEIMNISSE
Auf diesen Fotos wird immer wieder eine Bank in einer Nebenrolle auftauchen. Diese Bank wird im Folgeprojekt „Bankgeheimnisse“ eine Hauptrolle spielen. Auf, unter, über, neben oder mit dieser Bank können Dorfbewohner, Gäste, Passanten u. Wanderer über ihre Sorgen, ihre Befürchtungen reden, sie können Geschichten erzählen, Reden halten oder einfach das tun, was sie gerne machen: singen, tanzen, stricken, usw. Individuelle Videos, die einen tieferen Einblick in die Dorfgesellschaft zulassen, die Vielfalt der menschlichen Bedürfnisse und Interessen zeigen und damit vielleicht zu einem positiven Gemeinschaftssinn beitragen.