17/11/2024
Hiermit startet unsere Mozart-Woche. Jeden Tag werden weitere Informationen, Interviews und Eindrücke hochgeladen. Die Krönung ist das Konzert am Samstag, dem 23.11.2024, in Mylau, wozu wir recht herzlich einladen!
„Er war ein Superstar, er war populär [...], er war ein Virtuose, war ‘n Rockidol [...]“ hieß es in Falcos 80er-Jahre-Hit „Rock Me Amadeus“. Tatsächlich ist das so genannte Wunderkind aus Salzburg bis heute einer der berühmtesten Komponisten aller Zeiten und der Superstar der klassischen Musik, welcher Dramatik und Leichtigkeit wie kein Anderer nach ihm beherrschte. 1791 starb er im Alter von 35 Jahren und hinterließ als letzte unvollendete Komposition das „Requiem in d-Moll“. Bei diesem Werk handelt es sich um eine in Auftrag gegebene Komposition durch einen „unbekannten grauen Fremden“ beschriebenen Mann.
Von der Aufgabe fasziniert, warf sich Mozart besessen in das Werk. Zu diesem Zeitpunkt verschlechterte sich allerdings sein Gesundheitszustand und er war nicht in der Lage, zu beenden, was er begonnen hatte. Es war ihm nur gelungen, die Requiem- und Kyrie-Sätze vollständig fertigzustellen. Die von Witwe Constanze Mozart in Auftrag gegebene Vervollständigung erfolgte durch Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr. Es machten sich allerdings auch noch weitere Komponisten auf die Suche nach „mehr Mozart“ – so auch Howard Arman.
Der im Jahre 1953 geborene Londoner leitete unter anderem die Rundfunkchöre des NDR, des SWR, des ORF, des BR und den RIAS Kammerchor. Arman war 15 Jahre lang Intendant und künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchors. Für die Spielzeit 2010/11 war er Generalmusikdirektor der Theater und Philharmonie Thüringen. Arman selbst erzählt in einem kurzen Interview mit BR Klassik: „Das Höchste, was wir hoffen können, ist etwas zu schreiben, was wenigstens in sich nicht wesensfremd ist für Mozart. [...] und ich sage nicht für einen Moment, dass ich diese Ziele erreicht habe – aber man tut sein Bestes.“
Bildrechte:
W. A. Mozart: Barbara Krafft - Deutsch, Otto Erich (1965) Mozart: A Documentary Biography. Stanford: Stanford University Press., Gemeinfrei
Howard Arman: Astrid Ackermann | BR