Literarisches Zentrum Göttingen

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🍿 Filmtipp zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann!Die Dokumentation »100 Jahre Ingeborg Bachmann - Dichten für die Wa...
17/06/2026

🍿 Filmtipp zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann!

Die Dokumentation »100 Jahre Ingeborg Bachmann - Dichten für die Wahrheit« erzählt, wie die Autorin zum Mythos wurde.

▶️ Ab dem 17.6. online in der Mediathek .tv
📺 Ausstrahlung auf ARTE: 24.6., 23.00 Uhr

Regisseurin Barbara Frank zeichnet das Porträt einer Frau, die vieles war: das Mädchen aus der österreichischen Provinz. Eine Frau, die Männer gleichermaßen liebte und unter ihnen litt. Eine Widerständige, die Menschen unangenehme Wahrheiten zumutete. Aber auch eine zutiefst Verletzte, die ihr Ende – nach einem Brandunfall in Rom – durch unzählige Feuermetaphern literarisch vorweggenommen zu haben schien.
Die »zündende Kraft« im Werk Ingeborg Bachmanns wurde dagegen lange Zeit ausgeklammert. Sie gilt es vor dem Hintergrund erschütternder Skandale rund um männliches Vorherrschaftsdenken wiederzuentdecken.

Frank präsentiert ihren Sensationsfund: Bachmanns verschollen geglaubtes Drehbuch zur Verfilmung ihres Hörspiels »Der gute Gott von Manhattan«, das nicht realisiert wurde, aber einen neuen Blick auf ihr Schreiben zulässt. Zu Wort kommen der Literatur-Nobelpreisträger Peter Handke, die französische Bachmann-Expertin Françoise Rétif, ihr Wegbegleiter, der Celan-Übersetzer Moshe Kahn, sowie Bachmanns Bruder Heinz Bachmann.

»100 Jahre Ingeborg Bachmann - Dichten für die Wahrheit«
Regie: Barbara Frank
Frankreich/Österreich (2026, ARTE/ORF)

ARTE ist Kulturpartner des Netzwerks der Literaturhäuser.

Foto: Ingeborg Bachmann © Heinz Bachmann

Plötzlich trampeln 20.000 botswanische Elefanten durch Deutschland – und die Bundesregierung gerät gehörig ins Schwitzen...
16/06/2026

Plötzlich trampeln 20.000 botswanische Elefanten durch Deutschland – und die Bundesregierung gerät gehörig ins Schwitzen 🐘

Eine diplomatische Anekdote lieferte Gaea Schoeters () den Ausgangspunkt für ihren Roman »Das Geschenk« ( 2025), über den die flämische Autorin gestern mit Literaturredakteur Alexander Solloch () im Literaturhaus sprach. Dabei ging es um die Ausbreitung von Megafauna und europäische Besserwisserei, um politische – und romantische – Reflexe auf Krisen und um die Frage, warum wir tierischen Migrationsbewegungen so ganz anders begegnen als menschlichen.
Für zusätzliche Einblicke sorgte Übersetzerin Lisa Mensing (). Sie erzählte von der außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit Gaea Schoeters und dem gemeinsamen Ringen um den Text – und davon, warum eine deutsche Bundeskanzlerin im Roman keine Lyoner-Brötchen in Kaffee tunken kann und weshalb aquatisches Elefanten-Wrestling beim Übersetzen ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt. 💦

In Zusammenarbeit mit NDR Kultur – Der Norden liest. sendet den Mitschnitt voraussichtlich am 20. September 2026 um 20 Uhr im »Sonntagsstudio«.

🎼 Im Rahmen des diesjährigen horizonte Festivals für zeitgenössische Musik verbanden sich letzten Freitag bei »unterwält...
08/06/2026

🎼 Im Rahmen des diesjährigen horizonte Festivals für zeitgenössische Musik verbanden sich letzten Freitag bei »unterwältigt« Gegenwartslyrik und Kammermusik.

Nadja Küchenmeister zeichnete mit ihrem Langgedicht »Der Große Wagen« ( 2026) poetische Bilder von Wahrnehmung und Sehnsucht, der Stadt der Toten in Lissabon oder den Halsbandsittichen über Köln-Kalk. Untermalt von den bewusst leisen Klängen des Streichquartetts (Dmitri Feinschmidt, Julia von Niswandt, Yair Lantner, Vladislav Kozin), die das Alltägliche mit großem Gewicht suchten, entstand so ein Konzerterlebnis der besonderen Art, entwickelt mit der Musikdramaturgin Charlotte Oelschlegel () 📖🎻.

Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit dem . Das horizonte Festival 2026 wird gefördert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (.stiften), der Stiftung Niedersachsen, der Göttinger Kulturstiftung und dem Förderverein des GSO.

Tausende Elefanten trampeln eines Morgens durch Berlin – Chance oder Belastung?Der Präsident von Botswana will sich von ...
06/06/2026

Tausende Elefanten trampeln eines Morgens durch Berlin – Chance oder Belastung?

Der Präsident von Botswana will sich von anderen Nationen nicht mehr vorschreiben lassen, wie er in seinem Staat den Arten- und Umweltschutz handhaben soll. Deshalb beschließt er, Deutschland selbst erfahren zu lassen, wie es sich mit Großtieren lebt. Und so laufen eines Morgens 20.000 Elefanten durch Berlin. Die Regierung steht vor einer Krise. Was tun mit den Dickhäutern? Wer muss sich jetzt wem anpassen? Und vor allem: Wohin mit all dem Dung?
In »Das Geschenk« ( 2025) wirft die flämische Autorin und Journalistin Gaea Schoeters () Fragen zu Postkolonialismus, Klimawandel und Migration auf, verpackt in einer realistisch anmutenden Polit-Satire.
Über globales Zusammenleben, große moralische Fragen und die Elefanten im Raum spricht Gaea Schoeters mit Literaturredakteur Alexander Solloch ().

In Zusammenarbeit mit NDR Kultur – Der Norden liest. zeichnet die Veranstaltung auf und sendet den Mitschnitt voraussichtlich am 28. Juni 2026 um 20 Uhr im »Sonntagsstudio«.

🎟 VVK 7/11€. AK 8/12€. Studierende mit haben an der Abendkasst freien Eintritt.

📚 WIR SUCHEN EINE:N NEUE:N VOLONTÄR:IN!Du bist Student:in der Philosophischen Fakultät und hast Lust auf Praxiserfahrung...
05/06/2026

📚 WIR SUCHEN EINE:N NEUE:N VOLONTÄR:IN!

Du bist Student:in der Philosophischen Fakultät und hast Lust auf Praxiserfahrung in der Vermittlung von Kultur? Dann bewirb dich auf unser studienbegleitendes Volontariat für Literaturmanagement, das wir gemeinsam mit der zum 1. Oktober 2026 ausschreiben!

Wer an der Philosophischen Fakultät der Uni Göttingen immatrikuliert ist, kann sich noch bis zum 7. August 2026 bewerben. Die Bewerbungsgespräche finden vorraussichtlich am 25. und 26. August 2026 statt, Gespräche sind auch per Videocall möglich.

Mehr Infos findet Ihr auf unserer Website unter https://www.literarisches-zentrum-goettingen.de/ubers-zentrum/jobs 💼



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Letzte Woche fand im Kempowski-Wohnhaus »Haus Kreienhoop« nun schon zum dritten Mal die Summerschool mit Hildesheimer Li...
01/06/2026

Letzte Woche fand im Kempowski-Wohnhaus »Haus Kreienhoop« nun schon zum dritten Mal die Summerschool mit Hildesheimer Literaturstudierenden () statt. In ergiebigen Gesprächen und Workshopformaten drehte sich alles um das Thema Tagebuchschreiben. Neben Lesungen mit Helene Bukowski (), Marina Schwabe (), Son Lewandowski und Wolfram Lotz wird es auch einen von den Studierenden konzipierten Schreibworkshop zum Thema an einer Göttinger Schule geben.

Die Summerschool ist ein Kooperationsprojekt mit der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop und wird gefördert von der VGH-Stiftung.

🚫 Was macht eigentlich die CrimScapes Research Group?Das sind neun Wissenschaftler:innen aus Deutschland, Frankreich, Fi...
28/05/2026

🚫 Was macht eigentlich die CrimScapes Research Group?

Das sind neun Wissenschaftler:innen aus Deutschland, Frankreich, Finnland und Polen, die gemeinsam sogenannte Landschaften der Kriminalisierung untersuchen – das Ergebnis ihrer Forschungsarbeit ist der Comic »Down by Law« ( 2025).
Gestern Abend gaben uns die Ethnografinnen Beate Binder, Friederike Faust und Grafikdesignerin Valerie Assmann Einblicke in ihre Prozesse aus Forschung und kreativer Umsetzung am Beispiel der Kurzgeschichte einer inhaftierten Frau in einem deutschen Gefängnis. Mit Moderatorin Stefanie Mallon und dem Publikum sprachen sie über die Erzählmöglichkeiten des Mediums Comic, die Herausforderungen unseres Strafsystems und über ihr Buch, das nicht nur von Gewalt handelt, sondern auch von Solidarität, Würde und der politischen Kraft des Überlebens.

Der Abend fand statt in Kooperation mit dem Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie ().

🦎 Wir werden von Eidechsen überholt 🦎So lautete das Motto der Abschlussveranstaltung unseres mehrmonatigen Schreiblabors...
26/05/2026

🦎 Wir werden von Eidechsen überholt 🦎

So lautete das Motto der Abschlussveranstaltung unseres mehrmonatigen Schreiblabors »LitLab«. Unter der Leitung der Stipendiatin Liv Thastum tauchten Kinder und Jugendliche an vier Wochenenden in die Welt des literarischen und lyrischen Schreibens ein. Dabei entstanden zahlreiche Texte, die es unbedingt wert waren, gehört zu werden.
Vor einem kleinen Publikum aus Eltern, Geschwistern und Freund:innen bekamen alle Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre wunderschönen Ergebnisse vorzutragen oder auf andere Weise zu präsentieren. Ebenfalls zu sehen waren verworfene Texte und zerknüllte Papiere, die als kleine Kunstwerke den Saal im Literaturhaus schmückten – Schreiben gelingt eben nicht immer.

Ein besonderes Highlight war die Lesung aus dem »LibLex – Von Arati bis Zyliranisch«, einem Wörterbuch aus erfundenen Quatschwörtern, denen die Teilnehmenden fantasievolle Bedeutungen verliehen.

Es war somit ein rundum schöner Abschluss eines Projekts, das jungen Schreibbegeisterten einen Raum zur kreativen Entfaltung gibt. Im Herbst geht es wieder los mit einer neuen Runde, so viel sei schon einmal verraten. Bis dahin pumelucken wir am besten noch ein bisschen 🦦

Wir danken Liv Thastum () für die inspirierende und engagierte Leitung des Projekts, Jelena Kern () für die tatkräftige Unterstützung und Begleitung der Workshops sowie der Stiftung Niedersachsen für die finanzielle Förderung.

„Wenn wir die Welt nicht aktiv mitgestalten, übernehmen das andere für uns.“Unter anderem dazu rief Bestsellerautor Dani...
22/05/2026

„Wenn wir die Welt nicht aktiv mitgestalten, übernehmen das andere für uns.“

Unter anderem dazu rief Bestsellerautor Daniel Schreiber () uns gestern Abend auf. Gemeinsam mit Journalistin und Soziologin Carolin Wiedemann (.wiedemann) sprach er über sein neues Buch »Liebe! Ein Aufruf« ( 2025). Dissoziationszustands als Coping-Mechanismus und eine Politik, die diesen nur noch schlimmer macht — wer kennt es nicht? Als Ausweg schlägt Daniel Schreiber eine radikale Freundlichkeit vor: Denn es ist im Interesse der Welt, dass wir uns ohnmächtig fühlen, dass neoliberale Konkurrenzgedanken verbunden mit rechtsextremem Gedankengut Hass schüren — und eben diesem können wir mit Liebe entgegentreten. Wir fühlten uns definitiv aufgerufen, mal einer fremden Person im Bus zuzulächeln, Sie hoffentlich auch!

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