führen unsere Arbeit seit 20 Jahren in und um Frankfurt. Begonnen hat alles mit Migrationsarbeit. Im Fokus standen damals, türkisch – kurdische Jugendliche. Durch kulturelle Aktivitäten wie z.B. Sport-, Tanz-, Gitarren-, Saz-, Theater und Nachhilfekurse haben wir versucht eine Verbindung mit Jugendlichen herzustellen. Mit Jugendlichen gemeinsam zu Arbeiten um Ihnen eine Alternative bzw. neue Persp
ektive zu ermöglichen. Die Tatsache, dass wir uns NUR auf türkisch-kurdische Jugendliche fokussiert haben, war leider zugleich auch der Punkt an dem wir uns eingestehen mussten, dass in unserer Arbeit etwas fehlt bzw. das unsere Arbeit nicht vollständig ist. Wir alle, sei es nun Türken, Deutsche, Kurden, Griechen, Italiener, Marokaner usw. haben dieselben Interessen, Probleme, Wünsche und Hoffnungen. Diese Tatsache und Eingeständnis unsererseits bewegte uns dazu zu sagen „unser Kampf ist euer Kampf“. Eure Probleme sind unsere Probleme. Deine Wünsche sind meine Wünsche. Ihre Hoffnungen sind ebenso seine Hoffnungen. Mit dem Zentrum soll ein Freiraum geschaffen werden, in dem ein solidarischer und konstruktiver Umgang herrscht, Egoismus und Konkurrenzdenken außen vor bleiben und der Ablauf kollektiv und selbstverwaltet organisiert wird. Die Struktur ist offen und transparent gestaltet, Eigeninitiative und Beteiligung sind nicht nur möglich sondern erwünscht. Das Zentrum soll nicht von einigen Wenigen, sondern vom Kollektiv also von den Menchen im Gallus getragen werden. Dem kapitalistischen Mainstream, der im Alltag auch Individualisierung und Entfremdung bedeutet, setzen wir kollektives Organisieren und Partizipation entgegen. Anfragen zur Nutzung und Beteiligung, sowie Anregungen und Kritik sind daher willkommen. Eine Ablehnung rassistischer und sexistischer Positionen und Verhaltensweisen, sowie einer Politik, die Kriege und Sozialabbau beinhaltet, setzen wir als Grundkonsens zur Nutzung der Räume voraus. Das Hausprojekt wird von all denen getragen und organisiert, die es nutzen und unterstützen. Es ist unabhängig von staatlichen Institutionen und Parteien. Das Haus bietet eine Infrastruktur für alle Menschen, Gruppen und Initiativen, die für eine Perspektive jenseits des Kapitalismus aktiv sind, sich an sozialen Kämpfen beteiligen oder sich gegen rassistische und jegliche Art von Diskriminierung engagieren und eine internationalistische Position beziehen. Es stellt unter anderem Gruppen, Bündnissen gegen Aufrüstung und Krieg, UmweltschützerInnen, Flüchtlingsinitiativen, sowie antifaschistischen und revolutionären Gruppen Räume für Treffen, Veranstaltungen und sonstige Aktivitäten zur Verfügung. Je nach Bedarf für eine kleine Spende. Das Kulturprogramm und alle Aktivitäten im Zentrum basieren nicht auf kommerziellen Interessen und Konsumzwang. Stattdessen laden sie zum gemeinsamen Austausch, Diskutieren und Feiern in lockerer und solidarischer Atmosphäre, sowie zur Beteiligung und Selbstorganisierung ein. Die Räume stehen für verschiedene Veranstaltungen, Filmabende, Buchvorstellungen, Workshops, Partys etc. zur Verfügung.