Frankfurter Kunstverein

Frankfurter Kunstverein Interdisziplinäres Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst und Kultur in Frankfurt am Main

Sind Grönland und Afrika wirklich gleich groß?Nur auf der uns vertrauten Mercator-Weltkarte, die Ländergrößen verzerrt d...
07/09/2026

Sind Grönland und Afrika wirklich gleich groß?

Nur auf der uns vertrauten Mercator-Weltkarte, die Ländergrößen verzerrt darstellt. Tatsächlich ist Afrika 14-mal größer als Grönland.

Unter „Correct the Map“ (Korrigiert die Karte) haben Länder um eine neue, flächentreue Darstellung gerungen. Denn Bilder haben Macht. Visuelle Verzerrungen stellen geografische, wirtschaftliche und demografische Zusammenhänge verzerrt dar.

Die Mercator-Projektion stellt Europa ins Zentrum und ist immer noch die weltweit am häufigsten verwendete Kartendarstellung. Aber warum? Sie wurde im 16. Jahrhundert für die Seefahrt entwickelt. Sie hilft zwar bei der Navigation, weil sie Winkel richtig darstellt und Kurse mit gleichbleibender Kompassrichtung als gerade Linien zeigt. Allerdings erscheinen Gebiete nahe den Polen vergrößert und Gebiete am Äquator stark gestaucht.

Wir haben uns der Forderung nach einer flächengetreuen Darstellung angeschlossen. Für die Ausstellung „Grönland – Not for Sale“ haben wir in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) eine neue Darstellung realisiert, die Grönland ins Zentrum der Welt rückt. Das schien einfach, doch es war ein komplexer und lehrreicher Prozess. Komm und schau dir die begehbare Weltdarstellung zu Beginn der Ausstellung im Frankfurter Kunstvereins an. Danke an das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) für die Unterstützung bei diesem Projekt!

Togos Außenminister Robert Dussey brachte es mit folgenden Worten auf den Punkt: „Eine gerechte Welt beginnt mit einer gerechten Karte.“ Die UN empfiehlt, im Bildungssektor, in den Medien und in internationalen Organisationen zukünftig flächentreue Alternativen wie die „Equal Earth“-Projektion zu verwenden.

📷 Moritz Bernoully

03/09/2026

Justine H. Olsen ist Schneiderin und lebt in Kullorsuaq, einem Dorf weit nördlich des Polarkreises. Hier zeigt sie uns Kleidung aus Eisbärenfell, die sie für die Jagd angefertigt hat. Da immer weniger Menschen traditionelle Kleidung nähen, droht das über Generationen weitergegebene Wissen um dieses Handwerk verloren zu gehen.

Weggehen oder bleiben? Traditionen bewahren oder aufgeben? Was in Kullorsuaq vor allem viele junge Menschen beschäftigt, bewegt auch Justine.

Mehr über Justine und das Leben in Kullorsuaq erfahrt ihr in unserer Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“, noch bis zum 11. Oktober im Frankfurter Kunstverein.

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Justine H. Olsen is a seamstress who lives in Kullorsuaq, a village far north of the Arctic Circle. Here, she shows us clothing made from polar bear fur that she crafted for hunting. As fewer and fewer people sew traditional clothing, the knowledge of this craft—passed down through generations—is in danger of being lost.

Leave or stay? Preserve traditions or let them go? What’s on the minds of many young people in Kullorsuaq is also on Justine’s mind.

You can learn more about Justine and life in Kullorsuaq in our exhibition “Greenland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever,” on view until October 11 at Frankfurter Kunstverein.

Habt ihr unsere Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“ schon besucht?Filmische Panoramen, pers...
28/08/2026

Habt ihr unsere Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“ schon besucht?

Filmische Panoramen, persönliche Interviews und die politische Kunst von Julie Edel Hardenberg eröffnen vielfältige Perspektiven auf Grönland und seine Menschen. Die Ausstellung erzählt von Klimawandel und geopolitischen Interessen, von kolonialer Geschichte, Identität und dem gesellschaftlichen Wandel eines Landes, das immer stärker in den globalen Fokus rückt.

Wer noch nicht da war, hat noch Zeit: Die Ausstellung läuft bis zum 11. Oktober 2026.

📍 Frankfurter Kunstverein, Markt 44
🕚 Di–So: 11–19 Uhr
🌙 Do: bis 21 Uhr
Montags geschlossen

Wir freuen uns auf euren Besuch!

23/08/2026

Gian Suhner, Filmemacher und Co-Kurator der Ausstellung „Grönland – Not For Sale“, spricht über den zentralen Gedanken der Ausstellung: Nicht über Grönland sprechen, sondern den Menschen vor Ort zuhören.

Über vier Jahre hinweg reiste das Team des ALPS nach Grönland. Entstanden sind dabei eindrucksvolle Panoramabilder, persönliche Interviews und intime filmische Porträts. Sie zeigen Grönland aus der Perspektive seiner Einwohner und erzählen von deren Alltag, Verbundenheit, aber auch von Konflikten und gesellschaftlichen Veränderungen.

„Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“ ist noch bis zum 11. Oktober 2026 im Frankfurter Kunstverein zu sehen.

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Filmmaker and co-curator of the exhibition Gian Suhner discusses the exhibition’s central idea: rather than speaking about Greenland, it is about listening to the people who live there.

Over a period of four years, the ALPS team travelled to Greenland. The result is a collection of spectacular panoramic images, personal interviews and intimate film portraits. They show Greenland from the perspective of its inhabitants and tell of their everyday lives and sense of community, but also of conflicts and social change.

“Greenland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever” is on view at the Frankfurter Kunstverein until October 11, 2026.

Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und kolonialer Erfahrung ziehen sich durch das gesamte künstlerische Werk von Julie...
20/08/2026

Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und kolonialer Erfahrung ziehen sich durch das gesamte künstlerische Werk von Julie Edel Hardenberg. In „Whitewashed – heritage“ aus dem Jahr 2021 setzt sie sich mit kultureller Anpassung und den Folgen kolonialer Machtverhältnisse auseinander.

Zwei Bürsten, eine mit schwarzen, die andere mit blonden Haaren, hängen nebeneinander. Beide enthalten jeweils eine Strähne der anderen Haarfarbe: Schwarz für das Haar der Inuit, Blond für das der Dänen.

Bürsten sind Alltagsgegenstände zur Reinigung. Die kulturelle Praxis des „Whitewashings“ entspringt einem westlichen Weltbild und drängt nicht-weiße Menschen dazu, sich anzupassen und ihre körperlichen Merkmale zu „bereinigen“.

Mit dem Wort „Heritage” trägt Hardenberg der Tatsache Rechnung, dass sich Menschen kulturell anpassen und über die Zeit Merkmale anderer Kulturen annehmen. Scharfe Trennungen und Kategorien sind keine natürliche Größe, sondern menschengemachte, ideologische Konstrukte.

Entdecke dieses und weitere Werke der Künstlerin in der Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“, noch bis zum 11. Oktober 2026 im Frankfurter Kunstverein.

📷 Moritz Bernoully

13/08/2026

Der Ilulissat-Eisfjord ist weltberühmt und seit 2004 UNESCO-Weltnaturerbe.
Die Eisberge, die hier in den Ozean gleiten, ziehen Tourist:innen aus aller Welt an. Sie kommen per Flugzeug und mit Kreuzfahrtschiffen. Und es werden immer mehr. Ilulissat baut jetzt einen neuen Flughafen, auf dem bald auch große Maschinen aus Paris und New York landen können. Hotels rüsten auf, aber die kritischen Stimmen fehlen nicht. Sie warnen vor einer überstürzten Entwicklung. Wer profitiert? Wer geht leer aus? Welchen Tourismus braucht Grönland?

In der Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“ erzählen Einwohner:innen und Reisende, wie sie den Tourismusboom in Ilulissat erleben.

Noch bis zum 11. Oktober 2026 im Frankfurter Kunstverein.

📹 Gian Suhner
©️ALPS Alpines Museum der Schweiz

Mit tiefer Bestürzung und Traurigkeit möchten wir uns von Felix Semmelroth verabschieden. In den Jahren als Kulturdezern...
13/08/2026

Mit tiefer Bestürzung und Traurigkeit möchten wir uns von Felix Semmelroth verabschieden. In den Jahren als Kulturdezernent war er Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Kunstvereins. Er hat unser Haus mit kluger Weitsicht begleitet, beschützt und gefördert. Felix Semmelroth war mit seiner Haltung ein Vorbild für politisches und kulturelles Handeln im Dienste eines temporär innegehabten Amtes. Er erfüllte dies mit Verantwortung und Zuverlässigkeit, aber genauso mit Menschlichkeit und Humor.

Persönlichkeiten wie Felix Semmelroth hinterlassen Spuren in der Erinnerung von Menschen und in unserer Stadt.

Im Namen der Vorstände, der Mitglieder, der Kollegen und Kolleginnen unser herzliches Beileid und von Herzen unsere Anteilnahme seiner Frau, Änne Anders-Semmelroth, und seiner Familie.

Franziska Nori
Direktorin
Frankfurter Kunstverein

23/07/2026

Nivi Christensen ist die Direktorin des Kunstmuseums in Nuuk. Wie sie den Wandel in Grönland wahrnimmt und wie die grönländische Kunstszene gesellschaftliche Veränderungen sichtbar macht und mitgestaltet, erzählt sie uns in der Ausstellung „Grönland – Not For Sale”.

Sie ist eine von 32 Stimmen, die in der „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever” zu Wort Kommen und ihre Perspektive auf ihr Land mit uns teilen.

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Nivi Christensen is the director of the art museum in Nuuk. In the exhibition „Greenland – Not For Sale“, she shares her perspective on the changes taking place in Greenland and explains how the Greenlandic art scene reflects, influences, and helps shape social transformation.

She is one of 32 voices featured in „Greenland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“, offering personal perspectives on their country.

17/07/2026

Was kann uns Grönland über die Welt, in der wir heute leben, erzählen?

Beat Hächler, Direktor des und Co-Kurator der Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“, spricht über die Entstehung der Ausstellung, darüber, warum wir den Menschen in Grönland zuhören sollten, und darüber, wie sich dort die großen Fragen unserer Zeit verdichten.

„Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“ ist eine Kooperation des Frankfurter Kunstvereins mit dem ALPS Museum in Bern.

Noch bis zum 11. Oktober 2026 habt ihr die Möglichkeit, die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein zu besuchen.

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What can Greenland tell us about the world we live in today?

Beat Hächler, Director of the ALPS Museum and co-curator of the exhibition “Greenland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever”, talks about how the exhibition came about, why we should listen to the people of Greenland, and how the big questions of our time are concentrated there.

“Greenland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever” is a collaboration between the Frankfurter Kunstverein and the ALPS Museum in Bern.

The exhibition is on view at Frankfurter Kunstverein until 11 October 2026 .

Julie Edel Hardenberg, auf Kalaallisut Paneeraq genannt, setzt sich in ihrer Kunst mit der Geschichte, den Inuit-Kulture...
13/07/2026

Julie Edel Hardenberg, auf Kalaallisut Paneeraq genannt, setzt sich in ihrer Kunst mit der Geschichte, den Inuit-Kulturen und den kolonialen Erfahrungen Grönlands auseinander.

Ihre Arbeiten fragen danach, wie koloniale Machtverhältnisse bis heute Identität, Sprache und Zugehörigkeit prägen und wie ihnen mit Sichtbarkeit und Widerstand begegnet werden kann.

In der Ausstellung „Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever“ ist erstmals in Deutschland eine umfassende Auswahl ihrer Werke zu sehen.

Noch bis zum 11. Oktober 2026 im Frankfurter Kunstverein.

📷 Moritz Bernoully

Adresse

Steinernes Haus Am Römerberg, Markt 44
Frankfurt
60311

Öffnungszeiten

Dienstag 11:00 - 18:00
Mittwoch 11:00 - 18:00
Donnerstag 11:00 - 21:00
Freitag 11:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 19:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+49692193140

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