10/08/2022
"Cerce Trova"
DE:
Dieses Werk ist der Anfang meiner surrealistischen Sammlung und ist an sich ebenfalls ein politisches Werk. Hierbei spielt die Anerkennung des kulturellen und politischen Einflusses der römisch-griechischen Zeit auf die moderne westliche Hemisphäre eine zentrale Rolle. Dies soll ebenfalls eine Rückbesinnung sein: aber in einem aufgeklärten und nuancierten Rahmen. In diesem Werk ist die Symbolik tragend. Die Büste der römischen Göttin der Jagd, Diana (in der griechischen Antike Artemis) blickt wissend auf die rote Schrift "Cerce Trova" (Italienisch: Wer sucht der findet). Das alte Gemäuer verliert seinen weißen Putz und die Backsteine haben ein Patina. Die ionische Säule stellt sich als architektonisches Element in Szene. Im Hintergrund stehen zwei Zypressen auf der mediterranen Landschaft in der Nachmittagssonne. Dies repräsentiert die Welt nach dem Untergang des römischen Reiches. Die Mauer ist nicht ohne Symbolik: der Putz blättert ab und die bunten Steine sind beschädigt. Aber, dies zeigt auch die Diversität und Vielfalt unter dem einheitlichen Putz. Dies steht im Kontrast zu der Auffassung von rechten Amateurhistorikern, denn das römische Reich zeichnete sich durch seine sprachliche, kulturelle und ethnische Vielfalt aus und war keines Falls nur weiß. Darum der Titel: unsere Hemisphäre muss sich mit all Ihrer Vielfalt vereinen um zusammen eine übergreifende Identität zu schmieden um Erfolg für alle zu gewährleisten.
EN:
This work is the beginning of my surrealist collection and also counts as a political piece. Here, the recognition of the greco-roman cultural and political influence on the modern western hemisphere plays a central role. This should also serve to harken back to those times, but in an enlightened and nuanced way. In this piece, symbolism is crucial. The bust of the Roman goddess of the hunt, Diana (in ancient Greece, Artemis), glances knowingly at the writing in red: "Cerce Trova" (Italian: Who seeks shall find). The old wall is losing its plaster and the bricks are weathered. The ionian column serves as an architectural element. In the background there are two cypress trees on the Mediterranean landscape under the afternoon sun. This represents the world after the fall of the Roman empire. The wall is not without symbolism: the plaster is flaking off and the colorful bricks are damaged. But, this also represents the diversity under a unified plaster. This stands in contrast with the idea of right-wing amateur historians, because the Roman empire was defined by its linguistic, cultural and ethnic diversity and was never completely white. Hence the title: our hemisphere must unite with all of its diversity in order to craft a collective identity in order to achieve success for all.
50 x 50cm
Acrylic on canvas
17/11/2021