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Kunsthaus Eigenregie

Kunsthaus Eigenregie KUNSTHAUS EIGENREGIE
DEIN KULTURVERSORGER Das Kunsthaus Eigenregie - jeden ersten Samstag im Monat: Dein Kulturversorger! Unsere Venue steht bewusst nicht in einer der Metropolen Deutschlands, sondern abgeschieden in romantischster Natur.

Kunst in Eigenregie steht ebenso bewusst für unser Konzept: Wir teilen unsere künstlerischen und kulturellen Interessen; nie zu Lasten des Niveaus oder unseres Idealismus. Wir sind gut vernetzt und leben dafür, dass es im Oberen Vogtland eine Anlaufstelle für Menschen gibt, die jenseits von Vereinsmeierei, Fördergeldtöpfen oder lobbyistischen Strömungen, Wert auf authentischen Umgang miteinander l

Kunst in Eigenregie steht ebenso bewusst für unser Konzept: Wir teilen unsere künstlerischen und kulturellen Interessen; nie zu Lasten des Niveaus oder unseres Idealismus. Wir sind gut vernetzt und leben dafür, dass es im Oberen Vogtland eine Anlaufstelle für Menschen gibt, die jenseits von Vereinsmeierei, Fördergeldtöpfen oder lobbyistischen Strömungen, Wert auf authentischen Umgang miteinander l

Wie gewohnt öffnen

TEIL 4 einer Serie von Sachbeiträgen:21.1.2022 Werner Steiner, Ex-GitarristDas Kunsthaus Eigenregie musste nach über and...
21/01/2022

TEIL 4 einer Serie von Sachbeiträgen:

21.1.2022 Werner Steiner, Ex-Gitarrist

Das Kunsthaus Eigenregie musste nach über anderthalb Jahren Zwangsschliessung aufgeben. Unser Anspruch, Kunst und Kreativität in der Region mit Liebe zu befördern, steht diametral im Gegensatz zu politischen und gesellschaftlichen Narrativen, die eine
Zweiklassengesellschaft und Einschränkungen der Grundrechte mit sich bringen.

Wir teilen daher Beiträge couragierter Künstler und Musiker, die Vernunft, medizinische Evidenz und Demokratieverständnis anmahnen:

I'll wait in this place where the sun never shines
Wait in this place where the shadows run from themselves"
("White Room" - Cream)

Ja, die Kunst mag eine "Tochter der Freiheit" sein, aber das hält sie nicht davon ab, zur H**e der Eliten zu werden.

Ich weiß nicht, was ich widerlicher finden soll: das aktive Anbiedern einer ausschließlich noch bühnengeilen Szene an einen immer restriktiveren Corona-Staat oder das komplette Verschweigen des ganzen Themas.

So oder so: die zu TV Kaspern und Merkel Nachplapperern degenerierten "Altstars" der deutschen Rockmusik - mit wenigen rühmlichen Ausnahmen wie Nena und Jule Neigel - haben, fernab jeden Befassens mit der Sache, die Richtung vorgegeben und die Lemminge sind ihnen gefolgt - nicht Richtung Abgrund, sondern Richtung Leichenhalle.
Das mag jene ja nicht stören, die ihre Popularität schon immer aus dem konfliktlosen, dem möglichst abstrakten Bejammern einer ach so bösen Welt gewonnen haben - merkwürdiger Weise immer dann, wenn sie es auch duldete, diese böse Welt.

Wenn sie also gar nicht so böse war.

Aber jetzt, wo sie bei uns anscheinend böser ist als irgendwo anders, wo man sich "Rechtsstaat" und "Demokratie" nennt - da ergehen sie sich in Schweigen, Selbstbeweihräucherung und - die ganz erbärmlichen, wie der "Kölner Südstadt Dylan" (🤥) - Kritiker-Schelte im Gleichschritt mit dem korrupten Mainstream.

Und wähnen sich obendrein immer noch in der Tradition der "Alten" - in der Tradition von "Woodstock", wo Menschen aufgetreten sind wie Joan Baez, die auch schon mal für ihre Überzeugungen in den Knast ging.

In der Tradition von Pink Floyd, dessen geistiger Anführer Roger Waters überhaupt keine Unterschiede macht, für oder gegen wen er sich ausspricht und wann er dieses tut und wie groß die Macht ist, die eventuell beleidigt sein könnte.

In der Tradition von John Lennon, der anscheinend so manche Eliten derart geärgert hat, dass man ihn "irgendwie los werden" musste - ebenso wie die immense "Gefahr" für die Jugend, Michael Jackson.

In der Tradition von Peter Green, dessen Verachtung für das Gier-System so weit ging, dass er sein Geld in die Briefkästen der Armensiedlungen warf.

Man könnte die Liste derer fast beliebig verlängern, in dessen Fußstapfen man sich wähnt, zu gehen - die aber doch inzwischen durch diese (ex) Gefolgschaft eher verhöhnt als verehrt wird.

Wut auf diese "Rock-Szene" ist immer noch von einer minimalen Hoffnung beseelt, dass sich das noch mal ändern könnte.

Im Wissen darum, dass man auch selbst - unter anderen Bedingungen - nicht immer der konsequenteste war.
Nur - diese Wut ist verraucht und nur noch Verachtung gewichen.

Denn der "Spirit" - die unausgesprochene Gewissheit, dass man ja doch der Idee einer besseren Welt irgendwie dient und zwar unter ALLEN Umständen - ist tot.
Bestenfalls noch ein Schatten, der "vor sich selber davon gerannt ist" (siehe oben).

Daran ändert in der Breite leider auch Eric Clapton nicht viel.

Was er allerdings unbestritten erreicht hat: wenigstens jenen Musikern, deren natürliche Heimat sich nicht in den Enddärmen der Eliten befindet, hat er ein bisschen Würde zurück gegeben.

Wir solidarisieren uns mit den Musikern:MANIFEST – MUSIK IN FREIHEIT   (Kurzversion)„Musik ist die Sprache der Seele.“ (...
26/10/2021
Netzwerk MUSIK IN FREIHEIT

Wir solidarisieren uns mit den Musikern:

MANIFEST – MUSIK IN FREIHEIT (Kurzversion)

„Musik ist die Sprache der Seele.“ (Hazrat Inayat Khan) Ihr Wesen ist Grenzen überschreitend, verbindend – ganz einfach frei. Sie vermittelt geistige, emotionale und ästhetische Werte.

Als professionelle Musiker sind wir sowohl freischaffend als auch in Festanstellung in Deutschland sowie international tätig. Wir sind Angehörige renommierter Orchester, Bands und Ensembles, Solisten, Musikschaffende und Lehrende aus allen musikalischen Genres.

Unser Schaffen als Musiker basiert auf universellen und grundlegenden Werten wie gegenseitigem Respekt, Empathie, Mitgefühl und Toleranz. Wir sehen jeden Menschen als einzigartiges Individuum, das auf Grundlage seiner Lebenserfahrung eigenverantwortliche Entscheidungen trifft.

Musik kann ihre Kraft nur dann entfalten, wenn alle Menschen freien Zugang zu Konzertveranstaltungen haben, unabhängig von Bedingungen und Einschränkungen; jeder Einzelne frei entscheiden kann, unter welchen Umständen ein Konzertbesuch verantwortungsvoll möglich ist; Künstler ihre Kunst ungehindert ausüben können.

Seit Beginn der Lockdowns und der folgenden Deklaration der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ gibt es politische und gesellschaftliche Entwicklungen, die wir unter anderem als Konformitätsdruck mit der Impfung gegen Covid-19 als pauschal angenommene Grundlage zur Aufhebung der Freiheitseinschränkungen für alle wahrnehmen. Den Menschen ist das gemeinsame Musizieren und das gemeinsame Erleben von Musik in weiten Teilen verfassungswidrig verboten worden. Unser so wesentliches, impulsgebendes, gesellschaftliches Wirken musste in der Vergangenheit weitestgehend ausbleiben und ist durch restriktive Maßnahmen weiterhin massiv eingeschränkt (3G-/ 2G-Regelung). Für viele Musiker bedeutet dies bereits jetzt den Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Darüber hinaus werden angehende Musiker an ihrer Ausbildung gehindert. Nachwuchssorgen nehmen in verschiedenen Regionen teilweise stark zu; unser kulturelles Erbe kann so nicht mehr adäquat an zukünftige Generationen weitergegeben werden.

Mit den aktuellen Maßnahmen und Regeln verbreitet sich darüber hinaus in unseren Augen ein Menschenbild, das jeden Mitmenschen als einen potenziellen Gefährder ansieht. Dieser Angriff auf die Würde des Menschen ist gesellschaftszersetzend – nicht nur räumlich, sondern auch rechtlich, persönlich und emotional.

Wir Musiker weisen, mit Bezug auf die Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PVER) Nr. 2361 vom 27. Januar 2021, darauf hin, dass die Impfung eine ureigene Entscheidung jedes Einzelnen ist. Es darf in der Schlussfolgerung niemand zu einer Impfung genötigt oder im Falle einer Ablehnung der Impfung diskriminiert, erpresst, bedroht, diffamiert, verfolgt, stigmatisiert, isoliert oder in anderer Weise benachteiligt werden; sei es durch den Staat, die Wirtschaft oder gesellschaftliche Mehrheiten. Das muss gerade dann gelten, wenn es sich bei dem Impfstoff um einen derart neuen handelt, dass die Zulassung lediglich unter der Bedingung erteilt wird, dass Forschungsergebnisse nachgeliefert werden. Besagte Resolution gilt für alle Bereiche des Daseins und für das friedliche, gesellschaftliche Zusammenleben und wurde vom Europarat, dem unabhängigen Hüter der Menschenrechte in Europa, am 27. Januar 2021, beschlossen. Sie steht für sich als Mahnung an die verantwortlichen Vertreter aller europäischen Staaten.

Wir Musiker möchten uns nicht in eine Position gedrängt fühlen, in der wir gezwungen werden, die staatlicherseits auferlegten 2- bzw. 3- G- Regeln für den Zugang zu Kunst und Kultur anerkennen zu müssen und hierdurch eine Kluft zwischen uns und unserem liebgewonnenen Publikum, unseren Fans und Freunden aufzureißen. Es steht uns in keiner Weise zu, derartige Gesundheitsdaten abzufragen. Hierbei handelt es sich um eine Aufgabe, die wenn überhaupt, ausschließlich durch den Staat durchgeführt werden darf.

Wir Musiker schließen uns der obigen Mahnung des Europarats an und fordern alle Menschen auf, ebenfalls dafür ihre Stimme zu erheben. Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung sowie auf die Ausübung seiner Grund-, Abwehr-, Freiheits- und Menschenrechte gegenüber dem Staat. Niemand hat das Recht, uns Menschen davon abzuhalten, miteinander und füreinander zu musizieren oder Menschen von kulturellen Veranstaltungen auszuschließen.

Wir Musiker fordern hiermit, der Musik und der Kunst im direkten Austausch mit allen Menschen ihren dringend notwendigen, gewohnten, diskriminierungsfreien und freiheitlichen Raum zurückzugeben. Wir erkennen, dass uns allen eine der wichtigsten Quellen für Lebenskraft genommen wird. Wir Musiker stehen ein für Musik in Freiheit!

Quelle:
https://www.musik-in-freiheit.de/manifest

MUSIK IM AUSNAHMEZUSTAND

Der Gründer des Multipolar-Maganzins war vor Jahren zu einer Lesung im Kunsthaus Eigenregie. Journalismus im besten Sinn...
05/10/2021
Ich kann nicht mehr

Der Gründer des Multipolar-Maganzins war vor Jahren zu einer Lesung im Kunsthaus Eigenregie. Journalismus im besten Sinne beweist sich gerade in Zeiten, in denen Pandemismus statt medizinische Evidenz massiv verbreitet wird.

AKTUELL: Ein ARD-Journalist stieg aus und fasst die Antagonismen im Medienbereich zusammen. Zitat:

Warum wissen wir so wenig über „gain of function research“ (Forschung daran, wie man Viren für den Menschen gefährlicher machen kann)?

Warum steht im neuen Infektionsschutzgesetz, dass das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit und die Unverletzlichkeit der Wohnung fortan eingeschränkt werden kann – auch unabhängig von einer epidemischen Lage?

Warum müssen sich Menschen, die bereits Covid-19 hatten, nochmal impfen, obwohl sie mindestens genauso gut geschützt sind, wie geimpfte Menschen?

Warum wird über das „Event 201“ und die globalen Pandemieübungen im Vorfeld der Ausbreitung von SARS-CoV-2 nicht oder nur in Verbindung mit Verschwörungsmythen gesprochen? (2)

Warum wurde das den Medien bekannte, interne Papier aus dem Bundesinnenministerium nicht in Gänze veröffentlicht – und in der Öffentlichkeit diskutiert, in dem gefordert wurde, dass Behörden eine „Schockwirkung“ erzielen müssten, um Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die menschliche Gesellschaft zu verdeutlichen?

Warum schafft es die Studie von Prof. Ioannidis zur Überlebensrate (99,41 % bei unter 70-Jährigen) in keine Headline, die fatal falschen Hochrechnungen des Imperial College aber schon (Neil Fergusson prophezeite im Frühjahr 2020 eine halbe Million Coronatote in Großbritannien und über 2 Millionen in den USA.)?

Warum steht in einem Gutachten, erstellt für das Bundesgesundheitsministerium, dass die Auslastung der Krankenhäuser im Jahr 2020 durch Covid-19-Patienten nur 2% betragen hat?

Warum hat Bremen mit Abstand die höchste Inzidenz (113 am 4.10.21) und gleichzeitig mit Abstand die höchste Impfquote in Deutschland (79 %)?

Warum sind Zahlungen von 4 Millionen Euro eingegangen auf einem Familienkonto der EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides, die verantwortlich war für das Abschließen der ersten EU-Impfstoffverträge mit den Pharmakonzernen? (3)

Warum werden Menschen mit schweren Impfnebenwirkungen nicht im gleichen Maß portraitiert wie 2020 Menschen mit schweren Covid-19-Verläufen? (4)

Warum stört niemanden die unsaubere Zählweise bei „Impfdurchbrüchen“? (5)

Warum melden die Niederlande deutlich mehr Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe als andere Länder?

Warum hat sich die Wirksamkeitsbeschreibung der Covid-19-Impfstoffe auf der Seite des Paul-Ehrlich-Instituts in den letzten Wochen dreimal geändert? „COVID-19-Impfstoffe schützen vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus.“ (15. August 2021) „COVID-19-Impfstoffe schützen vor einem schweren Verlauf einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus.“ (7. September 2021) „COVID-19-Impfstoffe sind indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung der durch das SARS-CoV-2-Virus verursachten COVID-19-Erkrankung.“ (27. September 2021)

Quelle:
https://multipolar-magazin.de/artikel/ich-kann-nicht-mehr

Offener Brief eines ARD-Mitarbeiters zur Corona-Berichterstattung

KünstlerInnen und WissenschaftlerInnenim Dialog über die Corona-KriseMit zunehmender Sorge beobachten wir die Entwicklun...
30/09/2021
#allesaufdentisch

KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen
im Dialog über die Corona-Krise

Mit zunehmender Sorge beobachten wir die Entwicklung des politischen Handelns in der Corona-Krise. Viele ExpertInnen wurden bisher in der öffentlichen Corona-Debatte nicht gehört. Wir wünschen uns einen breit­gefächerten, fakten­basierten, offenen und sachlichen Diskurs und auch eine ebensolche Auseinander­setzung mit den Videos.

https://allesaufdentisch.tv

Es ist Zeit für den Runden Tisch.

Sonnige Zeiten brechen an - kommt heute ins Kunsthaus. Wir freuen uns auf euch!Bitte von Plauen die Umleitung beachten, ...
28/08/2021

Sonnige Zeiten brechen an - kommt heute ins Kunsthaus. Wir freuen uns auf euch!

Bitte von Plauen die Umleitung beachten, da nach Oelsnitz die Strecke ab der Autobahnabfahrt gesperrt ist.

Bis später:-)

23/06/2021

Kunst kann in diesen Zeiten viel leisten - diese Künstlerin ist virtuos und liebevoll:

Solange regierungsamtlich Menschen willkürlich Grundrechtseinschränkungen auferlegt bekommen, kann Kultur und Kunst ihre...
16/06/2021
Vom Verlust der Freiheit in Zeiten der Pandemie - Das Ausbrechen aus dem Käfig ist keine Option mehr

Solange regierungsamtlich Menschen willkürlich Grundrechtseinschränkungen auferlegt bekommen, kann Kultur und Kunst ihre natürlichen Aufgaben nicht erfüllen, denn sie würde die Spaltung der Bevölkerung in Ungeimpfte, Geimpfte oder Zwangsverdächtigte und Legitimierte Mitmenschen unterscheiden.

Wir, das Kunsthaus Eigenregie, welches sich seit dem Bestehen ebenso gegen politischen Extremismus und für soziale Integration engagiert, sind weiterhin in der Kunst und Veranstaltungsfreiheit mit Verboten und illegitimen Auflagen belegt, werden unseren Anspruch für Veranstaltungen nicht ausüben dürfen.

Daher möchten wir an dieser Stelle die mahnenden Gedanken des Pianisten Martin Stadtfeld teilen:

Vom Verlust der Freiheit in Zeiten der Pandemie - Das Ausbrechen aus dem Käfig ist keine Option mehr

EIN GASTBEITRAG VON MARTIN STADTFELD am 9. Mai 2021

Viele Ältere sagen inzwischen: Welch ein Glück, dass ich bessere Zeiten erlebt habe – in der heutigen möchte ich nicht mehr jung sein. Die Art und Weise, wie so etwas als Selbstverständlichkeit akzeptiert wird, macht sprachlos.
verlust-freiheit-corona-pandemie-martin-stadtfeld

Martin Stadtfeld (Foto dpa) ist einer der bekanntesten deutschen Pianisten. Er konzertierte mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, der Academy of St Martin in the Fields, dem Leipziger Gewandhausorchester, der Staatskapelle Dresden und den Wiener Symphonikern. Stadtfeld, 1980 in Koblenz geboren, wurde viermal mit dem Echo Klassik Preis ausgezeichnet.

Es mag banal klingen, wie eine Selbstverständlichkeit in einem pluralistischen Staat: Wir sollten dringend abrüsten, auf unsere Worte achten und jedem Menschen eine persönlich geprägte Sicht auf die momentane Situation zugestehen. Oder ist das etwa schon zu viel verlangt?

Dazu zählt sicher, dass sich das Leugnen von Leid nicht gehört, denn Leid ist womöglich die am persönlichsten wahrgenommene Empfindung. Doch Leid ist in einer Gesellschaft so vielfältig wie die Lebensentwürfe und Wirklichkeiten dieser vormals recht bunten Welt. Um leicht abgewandelt mit Tolstoi zu sprechen: Alle glücklichen Menschen gleichen einander, jeder unglückliche Mensch ist auf seine eigene Weise unglücklich.

Die Antwort auf die Frage, ob die Maßnahmen gegen die Pandemie mehr Leid als Nutzen brachten, findet jeder für sich. Es bleibt so viel Unmessbares angesichts der Vielfalt dessen, woraus eine Gesellschaft besteht. Und jeder sieht ja auch nur seinen Ausschnitt der Welt. Wer meint, eine objektive Antwort darauf zu haben und etwa nur die Toten einer einzigen Krankheit zählt (und diese Summierung zum sich selbst legitimierenden Maßstab für Bekämpfungsmaßnahmen gegen eben diese Krankheit macht), der verkürzt. Nach dieser „Logik“ haben Maßnahmen solcherart immer einen Nutzen; je repressiver sie sind, desto nützlicher.

Von hohlem Pathos hinweggefegt

Aber man muss doch immer wieder die oben genannte Frage stellen, zulassen, dass sie gestellt wird, dass jeder sie nach seiner Maßgabe und seinen persönlichen Erfahrungen beantworten darf. Auch, dass er es vielleicht gar nicht will, es ihn oder sie überhaupt nicht interessiert – all das ist in Ordnung. Nur eines kann nicht sein: Dass solcherart Diskurs vom hohlen Pathos machtberauschter Instagram-Kerzenhalterpolitiker hinweggefegt wird. Das spaltet und ist unverantwortlich.

Nun ist es ja mitnichten so, dass die Opfer der „Kollateralschäden“ keine Rolle in der Berichterstattung spielen. Sie sind durchaus präsent. Bloß ähnelt die Art und Weise, wie über sie berichtet wird, der situativen Darstellung von Naturkatastrophen. Kinder, Gewerbetreibende, Jugendliche: Sie haben durchaus unser Mitleid, und das mit der Kultur ist auch irgendwie schlimm. Den einen trifft es halt, den anderen nicht – wie bei einem Erdbeben oder einer Überschwemmung. Wahrscheinlich verfängt diese Erzählung auch deshalb, weil eine Krankheit ja tatsächlich etwas Naturhaftes, letztlich Unbeherrschbares ist.

Der kalte Blick der Modellierer

Aber es sind doch politische Maßnahmen, die für die Schäden an der Zukunft und die Zerstörung von Existenzen verantwortlich sind. Selbst das wäre im Prinzip in Ordnung, wenn dem ein nachvollziehbarer Abwägungsprozess zugrunde liegen würde. Doch genau diese, andere Sichtweisen wirklich in die Entscheidungsfindung einbeziehende Gesamtschau fehlt.

Kinderärzte, Psychologen, Grundrechtler werden gerne mal angehört, und vielleicht auch Virologen, Epidemiologen, die andere Perspektiven einbringen. Gleichwohl wirkt es, als seien sie bloß politisch-mediales Feigenblatt. Letztlich entscheidet immer der kalte Blick der Virologen, Physiker und Modellierer aus der „Zero-Covid“-Fraktion: Eine Denkschule, die gleichsam religiöse Züge hat und vom gesunden vielfältigen Miteinander einer Gemeinschaft nichts weiß oder wissen will.

Auf welcher Seite des Käfigs?

Es trifft nicht zu, dass Kritik verboten ist. Man darf zum Beispiel über Sinn und Unsinn einzelner Maßnahmen streiten, auch über Verhältnismäßigkeit, über Konzepte, die doch Öffnungen ermöglichen sollten wie Testungen, Abstandsregeln, Kontaktverfolgung. Mit solchen Argumenten bewegt man sich durchaus im konventionellen Rahmen, sie sind zulässig und können ausgetauscht werden. Und doch muss ich gestehen: Fast ist mein Unbehagen am größten, wenn ich diesem Argumente-Pingpong lausche. Es geht mir dann wie Rilkes Panther: Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe, und hinter tausend Stäben keine Welt.

Denn wir dürfen quasi darüber debattieren, auf welcher Seite des Käfigs wir künftig in welcher Position leben wollen. Das Ausbrechen aus demselben ist aber keine Option mehr.

Die Gefahr der Gewöhnung

Ein Freund sagte zu mir: Wäre es denn nicht hilfreich, dass Veranstaltungen wieder durchgeführt werden könnten – mit Maske, Tests, Abstand und so weiter? Dann hätten unsere Kollegen, die von großer Not betroffen sind, doch wenigstens eine Perspektive? Und so geneigt ich war, zuzustimmen, so unwohl wurde es mir doch bei dem Gedanken, dass wir uns an all das gewöhnen werden. Irgendwann wird uns so vorkommen, dass eine Massenveranstaltung ohne gesundheitliche Sicherheitsvorkehrungen undenkbar, der fahrlässigen Tötung nicht unähnlich ist.

Wer möchte in einer solchen Dystopie leben? Manch einer wird sagen: Warum nicht, wenn es Leben rettet? Auch eine solche Haltung muss akzeptiert werden.

Doch das typisch europäisch-russische Element der Spontaneität von Entscheidung und Empfindungshaftem wird dann zerstört sein. Dostojewskis Protagonist in „Weiße Nächte“, der für viele schönsten Liebesgeschichte der Welt, begegnet seiner schicksalhaften Angebeteten mit FFP2-Maske? Ein Kafka wird sodann in sein Tagebuch schreiben: „Im Kino gewesen. Smartphone mit elektronischer Nachverfolgungs-App und digitalem Impfpass vergessen. Nicht eingelassen worden.“ Nein, wird er natürlich nicht, denn einen Kafka wird es in einer solchen Welt gar nicht geben.

Manch einer wird sagen: „Ist mit egal, lese ich eh nicht.“ Verstehe ich auch.

Nun ist nicht jeder ein Dostojewski oder ein Kafka. Doch dass es oft die spontanen Entschlüsse und Gefühlserlebnisse sind, die das Leben ausmachen und manchmal sogar entscheidend sind, das dürften viele Menschen schon erlebt haben. Und dass die wahrhaftige Begegnung mit unverhülltem Antlitz einer Annäherung ans andere (oder eigene) Geschlecht zuträglich ist – und wohl jeder junge Mensch ein Recht auf dieses zukunftsweisende Spiel hat –, ist sicherlich auch den meisten klar.

Viele Ältere sagen jetzt: Was für ein Glück, dass ich in einer besseren Zeit gelebt habe; in der heutigen möchte ich nicht mehr jung sein. Die Art und Weise, wie so etwas als übergeordnete Selbstverständlichkeit akzeptiert wird, macht sprachlos.

Wer leugnet, gilt als rechts

Doch wer all das fundamental kritisiert, der leugnet. Und wer leugnet, der ist rechts. Was macht es eigentlich mit der Sprache, wenn man jeden, der nachts nicht schlafen kann, weil er sich sorgt – um die Zukunft, um die Kinder, um europäisch liberale Geisteshaltung – als rechtsoffen oder gar N**i bezeichnet? Es soll sogar Menschen geben, die keine Kinder haben und die es dennoch quält, dass die Kleinen Masken tragen müssen, dass sie keinen Kontakt mit anderen haben sollen, dass sie ein Schuljahr, ein Sportjahr, ein Musikjahr verloren haben. Dass viele ihre Lebensfreude einbüßen.

Menschen dieser Art sind fast zu sensibel für die Zumutungen dieser Welt. Es sind oft dieselben, denen das Leid von Massentierhaltung und sonstigen Gemeinheiten tiefen Ku**er bereitet. Ist dies das Material, aus dem N**is gemacht sind? Was für eine groteske Verkehrung. Wie nennen wir dann künftig einen, der Molotowcocktails in die Flüchtlingsunterkunft mit Kindern wirft? Wie nennen wir jemanden, der Andersdenkenden, anders Empfindenden den Tod wünscht? Wie einen, der mordet, weil er Menschen, die er nicht versteht, das Lebensrecht abspricht? Als was bezeichnen wir jemanden, der alles Schöne, Spontane, Verrückte hasst, weil es seiner Lebenswirklichkeit widerspricht und ihm unkontrollierbar erscheint?

Den letztgenannten, den sollten wir auch nicht N**i nennen. Sondern ihm die Hand reichen, ihm zeigen, dass die Welt schön sein kann, dass erst aus dem Ungeplanten wahres Glück entsteht und es die Akzeptanz des Unkontrollierbaren ist, die uns zu halbwegs freien Menschen macht.

Aber wenn einem schwarzen Block der „Antifa“, der im Machtrausch des vermeintlichen Bessermenschen gegen alles pöbelt und prügelt, was anders ist, mutiges Eintreten gegen rechts attestiert wird, haben sich die Dinge in absurder Weise verschoben.

Es liegt in unserer Hand, der Aufhetzung zu widerstehen und auf unsere Worte zu achten. Worte, die sonst bald nichts mehr wert sind. Vielleicht finden wir dann auch gemeinsam den Weg aus dem Käfig.

Quelle:
https://www.cicero.de/kultur/verlust-freiheit-corona-pandemie-martin-stadtfeld

Viele Ältere sagen inzwischen: Welch ein Glück, dass ich bessere Zeiten erlebt habe – in der heutigen möchte ich nicht mehr jung sein. Die Art und Weise, wie so etwas als Selbstverständlichkeit akzeptiert wird, macht sprachlos.

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Schönecker Strasse 4
Eschenbach
08261

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Dienstag 10:00 - 19:00
Mittwoch 10:00 - 19:00
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Bemerkungen

Bestes Sonntagsprogramm 💚
Wir sind heute auf unserer Wanderung zufällig bei euch vorbeigekommen. Wir fühlten uns von Anfang an wohl und willkommen. Die Tomatensuppe (Leider habe ich euer Wortspiel vergessen) war oberlecker und das Bioeis ebenfalls. Danke für den tollen Ausruhpunkt mit Musik und allem drum und dran 👍