12/06/2026
Welche Farbe hat Identität eigentlich?
Mit dieser Frage beschäftigt sich Maria del Pilar derzeit, zwischen Gelli-Monoprints, Workshops, Ausstellungen und den unzähligen
kleinen Entscheidungen des Alltags.
Aktuell arbeitet sie vor allem an den inhaltlichen Grundlagen ihrer nächsten künstlerischen Projekte. Im Mittelpunkt steht dabei die
vielleicht schönste Farbpalette überhaupt: die des Menschen selbst.
Erd- und Hauttöne spielen in ihrer Kunst eine wesentliche Rolle. In ihnen spiegeln sich Herkunft, Vielfalt, Verbundenheit und Identität wider. Ihr multikultureller Hintergrund und ihre tiefe Verbindung zur Erde finden durch diese Farben Ausdruck. Sie erzählen von Wurzeln, Begegnungen, Gemeinsamkeiten und den Geschichten, die Menschen in sich tragen.
Warum beschäftigt sie dieses Thema gerade so intensiv?
Es bildet die Grundlage für neue Arbeiten, die in einer kommenden Gruppenausstellung mit dem Titel „Kreativbande” zusammen mit ihren
Kolleginnen vom Kreativlabor zu sehen sein werden. Es ist das erste Mal, dass sie in dieser Konstellation gemeinsam ausstellen – ein
besonderer Moment, auf den sich alle Beteiligten freuen.
Gleichzeitig fließen diese Überlegungen in ihre künstlerische Forschung mit dem Biomaterial Myzel ein. Dabei experimentiert sie mit unterschiedlichen Farbpigmenten, insbesondere mit Erdtönen, um die Bedeutung des Bodens als Ursprung, Lebensraum und verbindendes Element sichtbar zu machen.
Sie fasziniert der Gedanke, dass alle Menschen aus derselben Erde hervorgehen und dennoch eine so beeindruckende Vielfalt an Farben,
Geschichten und Identitäten in sich tragen.
Noch befindet sich vieles im Entstehen. Doch genau in diesem Prozess entstehen die Fragen, die ihre Arbeit antreiben – und manchmal auch die Antworten, nach denen sie sucht.
Maria del Pilar freut sich darauf, diesen Prozess bald gemeinsam mit ihren Kolleginnen aus dem Kreativlabor sichtbar zu machen.