06/03/2021
Die Lage der Tätowierer in Bayern ist desaströs.
Meine Lage und die meiner Kollegen zusammen fassend:
Bis zum 1. März dieses Jahres war es noch einigermaßen nachvollziebar, warum wir unsere Tätigkeit nicht ausführen durften.
Aber seit dem 1. März leider nicht mehr.
Trotz Umbaumaßnahmen im Studio und allen erdenklichen hygienischen Umsetzungen, die wir übrigens seit Jahren einhalten, ist eine Öffnung in Bayern, UND ZWAR IN NUR IN BAYERN, nicht gestattet.
Die Auffassung, dass eine Tätigkeit die eine bestimmte ( 1,5m Abstand ) Nähe erfordert und nur mit den geforderten hygienischen Maßnahmen ausgeführt werden darf, wird ab jetzt mit zweierlei Maß gerechnet.
Es sollte doch unerheblich sein, welche Tätigkeit ausgeführt wird. (soweit es nicht medizinisch notwendig ist.)
Ich freu mich wenn der Friseur etc. öffnen darf. Dann aber auch alle anderen körpernahen Dienstleistungen.
Es ist für mich rein Virusübertragend nicht nachzuvollziehen. Der Friseur/Kosmetiker ist der, der am nähesten am Kopf arbeitet.
Es werden Gewerbe geöffnet, weil sie angeblich ja eh schwarz die Haare schneiden.
Es werden Gewerbe geöffnet, weil die Baumärkte den Gärtnereien den Umsatz abnehmen.
Nicht weil sie systemrelevant sind - nicht weil der Abstand das richtige Werkzeug ist.
Dies sollte der richtige Ansatz sein, der auch von den Bürgern nach zu vollziehen ist.
Der Schönheitschirurg der einem Patient die Brust vergrößert, kann auch nicht nur die eine Brust behandeln und für die zweite muß der Patient bis nach dem Lockdown warten. Da die Vergrößerung doch auch keine medizinische Notwendigkeit ist.
Aber unsere Kunden müssen mit einer angefangenen Tätowierung ( auch an nicht zu verdeckenden Körperstellen ) bis zum Ende des Lockdowns zurechtkommen.
Ich (und meine Kollegen) sind für eine schnelle Öffnung aller körpernahen Dienstleistung mit einem entsprechenden hygienische Maßnahmenkatalog.
Das frustrierenste ist, das wir aktuell keinerlei Öffnungsperspektiven haben!
KUGERS — tattooshop