Zoo Dortmund

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Marcel Stawinoga
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Zoo Dortmund
Mergelteichstraße 80
44225 Dortmund

Um den Lesefluss zu fördern, wird in den Beiträgen auf der Zoo-Dortmund-Facebook-Seite bei der Bezeichnung von Personenarten oder -gruppen auf eine geschlechtsbezogene Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter; die verkürzte Sprachform beinhaltet keine Wertung.

Walter orakelt wieder: Curaçao vernascht, Sieg für Deutschland?Auch bei der gerade begonnenen Fußball-Weltmeisterschaft ...
12/06/2026

Walter orakelt wieder: Curaçao vernascht, Sieg für Deutschland?

Auch bei der gerade begonnenen Fußball-Weltmeisterschaft tritt Sumatra-Orang-Utan Walter aus unserem Zoo wieder als Orakel auf. Heute hat Walter im Rahmen eines Pressetermins das Spiel am Sonntag zwischen Deutschland und Curaçao orakelt, wobei er die Wahl hatte zwischen zwei mit Leckereien gefüllten Kartons, von denen einer mit einer Flagge von Deutschland und der anderen mit der von Curaçao dekoriert war. Walter bewegte sich zunächst zielstrebig auf den Karton von Deutschland zu, griff diesen, schnappte sich dann im Vorbeigehen den Curaçao-Karton und machte es sich in seiner Hütte gemütlich. Dort vernaschte er dann direkt den Inhalt aus dem Curaçao-Karton, ehe nachschaute, was der Deutschland-Karton für ihn bereithielt.

Unser Kommunikationsleiter und Artenschutzkoordinator Marcel Stawinoga/Der Zoolotse deutet dies gegenüber der Presse als einen klaren Sieg für die deutsche Fußballnationalmannschaft.

Dem neugeborenen Schabrackentapir geht es so weit gutWie von uns berichtet, brachte Schabrackentapir Laila vor drei Woch...
10/06/2026

Dem neugeborenen Schabrackentapir geht es so weit gut

Wie von uns berichtet, brachte Schabrackentapir Laila vor drei Wochen, in der Nacht zum 20. Mai, ein Jungtier zur Welt. Dem männlichen Jungtier geht es so weit gut, wobei wir trotz aller Freude über den Zuwachs unsere Euphorie weiterhin zurückhalten.

Denn wie ebenfalls bereits berichtet, trägt Laila einen parasitären Erreger in sich, gegen den es kein Medikament gibt. Dieser Erreger wird über Hundekot übertragen, der unentdeckt im Futterheu vorhanden sein kann, wenn Hunde auf Futterwiesen koten. Rinder und andere Wiederkäuer sind vor allem Zwischenwirt dieses Erregers, aber auch Tapire können wie im Fall von Laila Zwischenwirt sein. Werdende Mütter können den Erreger über die Plazenta an das noch ungeborene Jungtier übertragen, der sich dann im Jungtier vermehrt und dieses schwächt, was dann zum Tod führen kann. Auch der neugeborene Schabrackentapir in unserem Zoo weist unter anderem einen unsicheren und eher steifbeinigen Gang auf, was auf eine durch den einzelligen Parasiten zurückzuführende Infektionskrankheit hervorgerufenen wird.

Dennoch schlägt der junge Bulle sich so weit gut, ist sehr aufgeschlossen, trinkt ordentlich und folgt seiner Mutter. Und auch Leila kümmert sich sehr vorbildlich um ihren Sprössling. Wir geben weiterhin unser Bestes und das Jungtier wird intensiv von unseren Zootierpflegern und Zootierärzten überwacht. Darüber hinaus sind wir im engen Austausch mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex‐situ Programme für Schabrackentapire, welches innerhalb der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA - the European Association of Zoos and Aquaria) im Tiergarten Nürnberg koordiniert und den zuständigen beratenden Fachtierärzten, um das Jungtier entsprechend unter anderem physiotherapeutisch bestmöglich zu therapieren.

Eine Zucht mit Laila war nicht geplant. Nachdem Laila in ihrem vorherigen Zuhause, dem Zoo Leipzig, bereits mehrfach Nachwuchs verloren hatte, zog sie in Absprache mit dem EEP in unseren Zoo um. Hier sollte Laila gemeinsam mit Schabrackentapir-Opa Jinak leben. Denn bei einer Untersuchung von Jinaks Samenflüssigkeit wurden lediglich inaktive oder missgebildete Spermien nachgewiesen, sodass er als unfruchtbar eingestuft wurde. Daher war Lailas Trächtigkeit eine nicht vorhersehbare Überraschung.

Habt bitte Verständnis dafür, dass wir das Regenwaldhaus, in dem Sumatra-Orang-Utans, Zwergloris und Schabrackentapire leben, zeitweise schließen, um Mutter und Kind Ruhe und Zeit für sich zu geben.

Drückt uns weiterhin und dem neugeborenen Schabrackentapir fest die Daumen! Wir halten Euch auf dem Laufenden!

PS: Der Beitrag zum „Artenschutz-Mittwoch“ entfällt heute.



Foto: Ida Andrae
Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Geburtstagsparty bei Kea und YenkoDie beiden Sumatra-Orang-Utans Kea und Yenko haben heute Geburtstag und sind 13 Jahre ...
09/06/2026

Geburtstagsparty bei Kea und Yenko

Die beiden Sumatra-Orang-Utans Kea und Yenko haben heute Geburtstag und sind 13 Jahre alt geworden. Zur Feier des Tages kredenzten wir den beiden Geburtstagskindern jeweils eine kleine Geburtstagstorte aus Haferflockenbrei, dekoriert mit ein paar Sämereien sowie etwas Obst und Gemüse und eine Geschenktüte mit ein paar weiteren Naschereien.

Kea und Yenko ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und eilten direkt zu ihren Geburtstagsüberraschungen. Zuerst schnabulierten sie die Bananenscheiben und die Wassermelonestückchen von der Haferbreitorte. Da Früchte einen sehr hohen Zuckergehalt haben, stehen sie nur äußerst selten auf dem Speiseplan – meistens zu besonderen Anlässen wie heute oder um Medizin darin zu verstecken. Im Anschluss probierten die beiden Menschenaffen die Haferbreitorten, welche allerdings auf weniger Begeisterung stießen, ehe Kea und Yenko sich den Überraschungstüten zuwandten, in die wir in etwas Heu noch ein paar Sämereien versteckt hatten.

Orang-Utans ernähren sich überwiegend vegetarisch. Etwa 500 verschiedene Pflanzenarten, hauptsächlich Früchte, stehen auf dem Speiseplan dieser Menschenaffen und können von einem Orang-Utan unterschieden werden. Ein Orang-Utan kennt außerdem die Fruchtbäume in seinem Revier ganz genau. Er findet diese immer wieder und weiß, wann an welchem Baum reife Früchte abzugreifen sind. Bei der Nahrungssuche achtet er auch auf andere Fruchtfresser wie Gibbons, Hornvögel und Tauben, die ihn zu Fruchtbäumen führen können. Darüber hinaus nutzt ein Orang-Utan den Regenwald wie eine Apotheke, frisst Pflanzen, die Parasiten töten und gegen Malaria helfen. Orang-Utans sind sich zum Beispiel auch der Wirkung der Pflanze 𝘍𝘰𝘳𝘥𝘪𝘢 𝘴𝘱𝘭𝘦𝘯𝘥𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘢 bewusst. Die Blüten dieser Pflanze helfen gegen Kopfschmerzen und wirken anregend wie Koffein. Ihre Eigenschaften wurden Menschen erst bewusst, nachdem diese beobachtet hatten, dass Orang-Utans die Blüten konsumierten.

Yenko und Keajaiban, kurz Kea, sind witzigerweise exakt gleich alt: Beide kamen am 9. Juni 2013 zur Welt – Kea im Jersey Zoo in England und Yenko im Erlebnis-Zoo Hannover.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Sylvia Präfke für den Fototermin bei den Orang-Utans und die Vorbereitungen!



Foto: Marcel Stawinoga
Text: Ida Andrae und Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Das Braunhaar-Gürteltier ist unser „Tier der Woche“Mit dem Braunhaar-Gürteltier (𝘊𝘩𝘢𝘦𝘵𝘰𝘱𝘩𝘳𝘢𝘤𝘵𝘶𝘴 𝘷𝘪𝘭𝘭𝘰𝘴𝘶𝘴) stellen wir Eu...
08/06/2026

Das Braunhaar-Gürteltier ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Braunhaar-Gürteltier (𝘊𝘩𝘢𝘦𝘵𝘰𝘱𝘩𝘳𝘢𝘤𝘵𝘶𝘴 𝘷𝘪𝘭𝘭𝘰𝘴𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Das Braunhaar-Gürteltier ist in den trockenen, offenen Landschaften Argentiniens, Boliviens und Paraguays zu Hause. Als typischer Einzelgänger geht es meist in der Dämmerung und nachts auf Streifzug. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten und Würmer, die das Tier mit seinem feinen Geruchssinn im Boden aufspürt und ausgräbt. Aber auch Früchte, Pflanzen, Aas sowie kleine Amphibien und Reptilien sind sehr beliebt.

Häufig sucht das Gürteltier die Nähe des Menschen: In Siedlungen stöbert es im Müll nach Fressbarem oder stibitzt auch mal Eier aus Hühnerställen. War die nächtliche Jagd nicht erfolgreich, verlängert es seine Suche einfach bis in den Tag hinein.

Normalerweise verschläft das Braunhaar-Gürteltier den Tag jedoch gut geschützt in seinem selbst gegrabenen Hauptbau, in dem auch die Jungen aufgezogen werden. Dieses unterirdische System hat es in sich: Es verfügt meist über mehrere Kammern sowie Fluchttunnel und kann bis zu einen Meter tief und fünf Meter lang sein. Zusätzlich legt das Gürteltier in seinem Revier zahlreiche kleinere Höhlen an, die als Rastplätze oder schnelle Zufluchtsorte dienen.

Schutz hat das Braunhaar-Gürteltier auch nötig, denn draußen lauern Feinde wie Jaguare, Pumas sowie Hunde. Bemerkt das Tier Gefahr, flieht es blitzschnell in die nächste Höhle. Ist der Weg abgeschnitten, drückt es sich flach auf den Boden. So sind die Beine und die weiche Unterseite geschützt, während die harten, gürtelartigen Knochenplatten auf dem Rücken wie ein Schild wirken.

Bei uns im Tamandua-Haus lebt nicht nur das auf dem Foto zu sehende weibliche Braunhaar-Gürteltier Eposita, sondern mit dem Sechsbinden-Gürteltier Ute auch noch eine zweite Gürteltier-Art.

Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird das Braunhaar-Gürteltier als „nicht gefährdet“ (LC) geführt.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Stefanie Bothe für das schöne Foto von Eposita.



Foto: Stefanie Bothe
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

Abschied von Pferdeantilope LatifaDiese Woche mussten wir uns von Pferdeantilope Latifa verabschieden. Latifa wurde am 2...
06/06/2026

Abschied von Pferdeantilope Latifa

Diese Woche mussten wir uns von Pferdeantilope Latifa verabschieden. Latifa wurde am 20. Dezember 2010 im Parco Natura Viva in Italien geboren und lebte seit dem 22. Juni 2012 bei uns im Zoo Dortmund.

Mit ihrem stolzen Alter von fast 16 Jahren war Latifa bereits im besten Seniorenalter. Eine wildlebende Pferdeantilope wird in der Regel nicht älter als etwa 12 bis 15 Jahre. Ab diesem Alter sind die Zähne oft so stark abgenutzt, dass das Tier nicht mehr genug Nahrung aufnehmen kann, dadurch stetig körperlich abbaut und in der Natur irgendwann leichte Beute für Raubtiere wird.

Auch Latifa fraß immer weniger und baute seit Ende des letzten Jahres deutlich ab, was Ihr auf dem Foto und in der aktuellen Story auch gut sehen könnt. Eine tierärztliche Untersuchung zeigte zwar abgenutzte Zähne, das allein erklärte den rapiden körperlichen Abbau jedoch nicht vollständig. Auch das Zufüttern von speziellem Kraftfutter für Huftiere brachte leider keine sichtbare Besserung.

In den letzten Tagen beobachteten die Tierpfleger, dass sich die alte Antilope immer schwerer tat aufzustehen und zu gehen. Gemeinsam und in enger Abstimmung zwischen den Zootierärzten, den zuständigen Tierpflegern sowie unseren Zoologen wurde daher entschieden, sie von ihrem altersbedingten Leid zu erlösen. Da Latifa außer den orthopädischen Gebrechen keine weiteren Krankheiten hatte, haben wir uns dazu entschieden, sie zu verfüttern.

Da uns häufig die Frage erreicht, wie wir bei uns im Zoo über die Euthanasie eines Tieres entscheiden und was danach geschieht, möchten wir Euch diesen sensiblen Prozess offen erklären:

Wenn ein Tier schwer erkrankt ist und trotz medizinischer Maßnahmen sich sein Zustand weiter verschlechtert, steht das Wohl des Tieres immer an erster Stelle - wir erlösen es, um ihm weiteres Leiden zu ersparen. In diesen Fällen wird das Tier anschließend in der Pathologie in Arnsberg untersucht. Die Ergebnisse sind für uns von großer veterinärmedizinischer Bedeutung, um zum Beispiel Rückschlüsse auf unsere Haltung und Ernährungsweisen zu ziehen. Aufgrund der verabreichten Medikamente müssen diese Tiere im Anschluss fachgerecht und behutsam kremiert werden und dürfen nicht als Futter dienen.

Anders verhält es sich, wenn ein Tier altersbedingt und ohne schwere Vorerkrankungen erlöst wird. Wenn der Körper frei von Medikamentenrückständen ist, darf das Tier verfüttert werden. So schmerzhaft der Verlust für uns auch ist, erfüllt das Tier damit bis zuletzt eine wertvolle Aufgabe innerhalb des Zoos.

Genau so verhält es sich auch in Latifas Fall: Um diesen Weg zu gehen, wurde ein Jäger hinzugezogen, der ihr Leben mit einem gezielten Schuss schnell und schmerzfrei beendet hat. Natürlich wird jede dieser Entscheidungen von uns mit größter Sorgfalt getroffen.

Latifa hat bei uns im Zoo insgesamt drei Jungtiere großgezogen, darunter auch 2015 ihre Tochter Luela, welche heute gemeinsam mit Vera in unserer Gruppe lebt.

Vielen Dank an unsere Tierpfleger Marvin Lück und Wiebke Dreesmann für die Infos zu Latifa.



Fotos: Ida Andrae
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

02/06/2026

Pinguin-Opa Rot hat Geburtstag und ist 19 Jahre alt geworden

Humboldtpinguin-Opa Rot, benannt wie alle Pinguine bei uns im Zoo Dortmund nach der Farbe seines Flügelringes, hat heute Geburtstag. Der betagte Pinguin-Mann, der am 2. Juni 2007 im Kölner Zoo geschlüpft ist, ist heute 19 Jahre alt geworden. Zur Feier des Tages haben wir für einen Dreh mit etwas Fisch bei ihm, seiner neuen Partnerin und den beiden Küken des Paares an der Bruthöhle vorbeigeschaut, wie auch im Video anbei zu sehen.

Wie ebenfalls im Video zu sehen, gewöhnen wir die Pinguine in unserem Zoo an das Fressen von Fischen direkt aus der Hand, damit wir sicherstellen können, dass jeder Pinguin genug Futter abbekommt, wir jedem Pinguin einzeln aber zum Beispiel auch Vitamin-Tabletten und wenn nötig Medikamente über den Fisch verabreichen können. Dabei stecken wir Tabletten hinter den Kiemendeckeln eines Fisches, sodass die Pinguine diese mit dem Fisch einfach herunterschlucken.

Wild lebende Humboldtpinguine ernähren sich in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, Pazifikküsten Perus und Chiles und dort vorgelagerten Inseln, hauptsächlich von der Peruanischen Sardelle. Die Peruanische Sardelle ist allerdings weltweit die am stärksten genutzte Fischart, die zu einem großen Teil zu Fischmehl verarbeitet wird, welches dann wiederum als Futtermittel für Hühner, Schweine und Rinder Verwendung findet. Chile und Peru sind dabei Hauptlieferanten von Fischmehl und Peru ist sogar weltweit größter Produzent. Daher ist der Humboldtpinguin stark durch Überfischung und der damit einhergehenden Meeresverschmutzung gefährdet und wird auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN ) als „gefährdet“ (VU) geführt.

Die Zwergstachelmaus ist unser „Tier der Woche“Mit der Zwergstachelmaus (𝘈𝘤𝘰𝘮𝘺𝘴 𝘴𝘱𝘪𝘯𝘰𝘴𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jede...
01/06/2026

Die Zwergstachelmaus ist unser „Tier der Woche“

Mit der Zwergstachelmaus (𝘈𝘤𝘰𝘮𝘺𝘴 𝘴𝘱𝘪𝘯𝘰𝘴𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ etwas ausführlicher vor.

Die Zwergstachelmaus kommt auf Felsvorsprüngen in Savannenwäldern vor. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Nagetiere erstreckt sich vor allem über die trockenen und halbtrockenen Regionen Afrikas südlich der Sahara, insbesondere Mosambik und Simbabwe. Dort sind sie weit verbreitet, scheinen jedoch zwischen den Flüssen Zambezi und Limpopo begrenzt zu sein.

Im Vergleich zu vielen anderen Mäusen ist die Zwergstachelmaus relativ klein. Mit einer Kopf-Rumpflänge von 85 bis 109 Millimetern und einem Gewicht von 22 bis 33 Gramm gehört sie zu den kleineren Nagetierarten. Die kompakte Größe ist eine Anpassung an ihren Lebensraum, da sie sich gut zwischen Steinen und in dichten Vegetationen verstecken kann, was ihr hilft, Fressfeinden zu entkommen. Ihr Fell ist weich und hat eine graubraune Farbe, die es ihr ermöglicht, sich gut in ihrer Umgebung zu tarnen. Ein besonderes Merkmal sind die stacheligen Haare entlang des Rückens, die sie vor Fressfeinden schützen.

Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird die Zwergstachelmaus als „nicht gefährdet“ (LC) geführt.

Ihr findet die kleinen Nagetiere im Giraffenhaus, gegenüber von den Fetten Sandratten. Wenn sie sich nicht gerade unter Steinen verstecken oder durch das Gehege flitzen, sitzen sie auch gerne mal versteckt in den dichten und verzweigten Haselnusszweigen ihres Geheges – manchmal alle zusammen als Knäuel. Es lohnt sich also, auch mal etwas genauer hinzuschauen!



Foto und Text: Ida Andrae

30/05/2026

Capybara Lia umgestreichelt und Baby-Bauch gecheckt

Wir haben noch einmal bei Capybara Lia bei uns im Zoo Dortmund vorbeigeschaut. Unsere Tierpflegerin Steffi hat Lia dabei noch einmal ein paar Streicheleinheiten verpasst, bei denen das Wasserschwein, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, sich auf die Seite fallen ließ, offensichtlich, um sich Seite und Bauch streicheln zu lassen. Dabei haben wir uns auch Lias Baby-Bauch angeschaut.

Die Capybara in unserem Zoo sind recht zutraulich. Diese Kontaktfreudigkeit fördern wir im Umgang mit den Wasserschweinen, wie Steffi im Video anbei auch erklärt, damit die Tiere in einer entspannten Atmosphäre zum Beispiel im Rahmen einer tierpflegerischen oder tierärztlichen Untersuchung problemlos abgetastet und zum Teil auch behandelt werden können, oder eine Medikamentenverabreichung gezielt an einzelne Tiere möglich ist. Solche Streicheleinheiten, eine Massage oder ein Abbürsten dienen natürlich aber auch der Entspannung der Tiere, stärkt andererseits aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Zoobewohnern und ihren Pflegern.

Die Tragzeit bei einem Capybara beträgt etwa fünf Monate. Die Jungtiere kommen bereits mit bleibenden Zähnen zur Welt und nehmen zwischen ihrem ersten und dritten Lebenstag schon feste Nahrung zu sich. Auch sind sie bereits völlig behaart und können nach der Geburt direkt sehen und laufen. Trotzdem werden sie etwa 16 Wochen lang von ihren Müttern gesäugt.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh bei den Capybars!

26/05/2026

Capybara Lia holt sich ein paar Streicheleinheiten ab

Capybara Lia bei uns im Zoo Dortmund hat sich heute Nachmittag, als ich für einen Dreh auf der Südamerika-Wiese war, noch ein paar Streicheleinheiten bei mir abgeholt, die sie ganz offensichtlich genossen hat, wie im Reel anbei zu sehen.

Die Capybara in unserem Zoo sind recht zutraulich. Diese Kontaktfreudigkeit fördern wir im Umgang mit den Wasserschweinen, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, damit die Tiere zum Beispiel im Rahmen einer tierpflegerischen oder tierärztlichen Untersuchung problemlos abgetastet und zum Teil auch behandelt werden können, oder eine Medikamentenverabreichung gezielt an einzelne Tiere möglich ist. Solche Streicheleinheiten, eine Massage oder ein Abbürsten dienen natürlich aber auch der Entspannung der Tiere, stärkt andererseits aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Zoobewohnern und ihren Pflegern.

Im Video könnt Ihr auch gut die Zähne von Lia erkennen. Das Wasserschwein gilt als größtes Nagetier der Welt und weist ein typisches Nagetiergebiss auf mit zu Nagezähnen umgewandelten Schneidezähnen. Die Nagezähne wachsen das ganze Leben lang nach und dienen den Capybara, um damit Baumrinde und harte Gräser abzunagen, die sie fressen. Im Zoo reichen wir den Nagetieren daher regelmäßig Holz, an denen sie ihre Zähne abnutzen können.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh bei den Capybars!

Der Rotschopfturako ist unser „Tier der Woche“Mit dem Rotschopfturako (𝘛𝘢𝘶𝘳𝘢𝘤𝘰 𝘦𝘳𝘺𝘵𝘩𝘳𝘰𝘭𝘰𝘱𝘩𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden...
25/05/2026

Der Rotschopfturako ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Rotschopfturako (𝘛𝘢𝘶𝘳𝘢𝘤𝘰 𝘦𝘳𝘺𝘵𝘩𝘳𝘰𝘭𝘰𝘱𝘩𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Der Rotschopfturako, im Deutschen auch als Rothaubenturako bekannt, bewohnt verschiedene Waldtypen im Westen Angolas, wie beispielsweise Galeriewälder, schmale Waldstreifen entlang von Flüssen. Gelegentlich kann er auch in Savannen beobachtet werden. Generell ist aber wenig über seine Lebensweise in der Natur bekannt. Den Tag scheint dieser Vogel jedenfalls meist in den Baumkronen zu verbringen, wo er unter anderem nach Früchten, Blättern, Knospen und Samen sucht, die den Hauptteil seiner Nahrung ausmachen. Gelegentlich erbeutet der Rotschopfturako dabei auch mal eine Schnecke oder ein Insekt.

Rotschopfturakos leben in monogamen Partnerschaften und sind meist zu zweit unterwegs. Auch der Nachwuchs bleibt nach dem Ausfliegen, also dem Verlassen des Nests, nur wenige Wochen bei den Eltern, ehe er vertrieben wird. Das Paar beansprucht ein festes Revier für sich, das es gegen Artgenossen und auch andere Vögel mit ähnlichen Nahrungsvorlieben, wie zum Beispiel kleinere Nashornvogel-Arten, vehement verteidigt.

Der Rotschopfturako ist der Nationalvogel Angolas und kommt in keinem anderen afrikanischen Staat vor. Er wurde dort ein Symbol für Lebensraum-, Arten- und vor allem Vogelschutz. Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird die Art allerdings als „nicht gefährdet“ (LC) geführt, da sie in Angola recht häufig ist. Das Europäische Zuchtbuch (ESB) wird im Domaine de la Bourbansais geführt, dem Zoo in Pleugueneuc in Frankreich.

Eine Besonderheit bei Turakos ist übrigens das Vorhandensein der zwei Farbstoffe Turacin und Turacoverdin. Diese beiden Farbstoffe wurden bisher beinahe ausschließlich bei Turakos nachgewiesen und daher auch nach diesen Vö**ln benannt. Der rote kupferhaltige Farbstoff Turacin verleiht dem Rotschopfturako unter anderem seine leuchtend rote Federhaube, die Ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Die Farbe der grünen Federn kommt von dem grünen Farbstoff Turacoverdin. Interessant ist, dass diese Farbstoffe im Wasser löslich sind und daher zum Beispiel bei Regen oder einem Bad in geringen Mengen ausgewaschen werden, sodass sich das Wasser leicht verfärbt.

In unserem Zoo findet Ihr ein Paar Rotschopfturako, bei denen Hahn und Henne äußerlich nicht unterschieden werden können, im Vogelpark und zwei erwachsene männliche Jungtier des Paares in einer der Volieren hinter dem Regenwaldhaus.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Adresse

Mergelteichstraße 80
Dortmund
44225

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:30
Dienstag 09:00 - 16:30
Mittwoch 09:00 - 16:30
Donnerstag 09:00 - 16:30
Freitag 09:00 - 16:30
Samstag 09:00 - 16:30
Sonntag 09:00 - 16:30

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