Zoo Dortmund

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Marcel Stawinoga
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Zoo Dortmund
Mergelteichstraße 80
44225 Dortmund

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Der Orang-Utan ist unser „Tier der Woche“Mit dem Sumatra-Orang-Utan stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus u...
31/08/2026

Der Orang-Utan ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Sumatra-Orang-Utan stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ etwas ausführlicher vor.

Streng genommen bezeichnet „Orang-Utan“ keine Tierart, sondern eine Gattung. Zu dieser Gattung gehören, je nach Autor, drei Arten: der Sumatra-Orang-Utan (𝘗𝘰𝘯𝘨𝘰 𝘢𝘣𝘦𝘭𝘪𝘪), den wir auch im Zoo Dortmund halten, der Borneo-Orang-Utan (𝘗. 𝘱𝘺𝘨𝘮𝘢𝘦𝘶𝘴) sowie der Tapanuli-Orang-Utan (𝘗. 𝘵𝘢𝘱𝘢𝘯𝘶𝘭𝘪𝘦𝘯𝘴𝘪𝘴), der in einem kleinen Gebiet südlich des Tobasees auf Sumatra lebt. Der Sumatra-Orang-Utan gilt im Vergleich zum Borneo-Orang-Utan als etwas zierlicher. Außerdem ist sein Fell meist heller und rötlicher gefärbt.

Orang-Utans sind in Südostasien auf den namensgebenden Inseln Sumatra und Borneo heimisch. In den tropischen Regenwäldern leben Orang-Utans meist allein. Weibchen sind dabei in der Regel mit ihrem Nachwuchs unterwegs. Der Sumatra-Orang-Utan gilt jedoch als etwas geselliger als der Borneo-Orang-Utan. Daher kommt es gelegentlich vor, dass sich zwei Weibchen mit ihren Jungen für eine gewisse Zeit zur Nahrungssuche zusammenschließen.

Ein Orang-Utan ernährt sich überwiegend vegetarisch. Etwa 500 verschiedene Pflanzenarten, hauptsächlich Früchte, stehen auf dem Speiseplan dieser Menschenaffen und können von einem Orang-Utan unterschieden werden. Zudem kennt er die Fruchtbäume seines Reviers genau, findet sie stets wieder und weiß, wann welche Früchte reif sind. Bei der Nahrungssuche orientiert er sich auch an anderen Fruchtfressern wie Gibbons, Hornvögeln oder Tauben, die ihn zu Fruchtbäumen führen können.

Darüber hinaus nutzt der Orang-Utan den Regenwald auch wie eine Apotheke: Er frisst Pflanzen, die gegen Parasiten oder Malaria helfen. So ist ihm auch die Wirkung der Pflanze 𝘍𝘰𝘳𝘥𝘪𝘢 𝘴𝘱𝘭𝘦𝘯𝘥𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘢 bekannt, deren Blüten Kopfschmerzen lindern und ähnlich anregend wirken wie Koffein. Ihre Eigenschaften wurden Menschen erst bewusst, nachdem diese beobachtet hatten, dass Orang-Utans die Blüten konsumierten.

Dieses umfangreiche botanische Wissen lernt ein heranwachsender Orang-Utan von seiner Mutter. Deshalb bleiben sie auch lange bei ihren Müttern und verlassen diese erst, je nach Geschlecht, im Alter von neun bis zwölf Jahren, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Über die Reviergröße von Orang-Utans ist wenig bekannt; sie hängt stark vom Nahrungsangebot ab. Wenn es nicht notwendig ist, legen Orang-Utans keine weiten Strecken zurück.

In den letzten Jahrzehnten wurden große Teile des Regenwaldes auf Borneo und Sumatra für Palmöl-Plantagen abgeholzt. Dadurch ist der Bestand des Sumatra-Orang-Utans von etwa 100.000 Tieren vor rund 100 Jahren auf weniger als 15.000 Individuen gesunken. Alle drei Arten der Orang-Utans werden auf der IUCN Red List of Threatened Species (Roten Liste gefährdeter Arten des IUCN) als „vom Aussterben bedroht“ (CR) eingestuft.

Auf dem Foto seht Ihr das Orang-Utan-Jungtier Kleo mit ihrer Mutter Suma. Kleo ist am 21. Juli 2022 bei uns im Zoo zur Welt gekommen.

Mit Kleo, Suma, Walter, Mokko, Kea und Yenko leben insgesamt sechs Sumatra-Orang-Utans im Zoo Dortmund.



Foto: Ida Andrae
Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Drei neue Esel in unserem ZooMit Clara, Julia und Katrin sind drei neue Hauseselinnen in unserem Zoo eingezogen, die sic...
29/08/2026

Drei neue Esel in unserem Zoo

Mit Clara, Julia und Katrin sind drei neue Hauseselinnen in unserem Zoo eingezogen, die sich derzeit mit Eselin Ella das Gehege zwischen Nashörnern und Tamandua-Haus teilen. Auf Foto 1 seht Ihr Clara, auf Foto 2 Julia und auf Foto 3 Katrin vor Julia.

Die zwei Jahre alt Eselin Clara traf aus dem Zoo Krefeld bei uns ein, während die elf Jahre alte Stute Julia und die zwei Jahre alte Stute Katrin aus dem Tierpark Herford zu uns kamen. Julia ist dabei nur zu Gast in unserem Zoo für ein Rendezvous mit Eselhengst Henkie, nach welchem sie dann gedeckt zurück nach Herford reisen soll.

Julia ist deutlich kleiner als ihre Mitbewohnerinnen. Sie ist zwar ein wenig verfressen, dabei aber sehr nett und umgänglich, während Katrin gern einmal ihre Grenzen austestet, aber dann doch manchmal ein wenig unsicher scheint und Clara durchaus mal etwas frech sein kann. Unterm Strich sind aber alle drei Mädels sympathische Eselstuten und vertragen sich auch gut mit Ella, die die Chefin im Gehege ist.

Vielen Dank unsere Tierpflegerin Melissa Engelke für den Fototermin bei den Eseln und die Infos!



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Vier neue Trinkbrunnen im Zoo: So wird Dortmund im Alltag smartKostenloses Trinkwasser, praktische Helfer und eine digit...
25/08/2026

Vier neue Trinkbrunnen im Zoo: So wird Dortmund im Alltag smart

Kostenloses Trinkwasser, praktische Helfer und eine digitale Karte: Vier neue Trinkbrunnen im Zoo Dortmund zeigen, dass Smart City nicht nur mit Technik zu tun hat. Stadtdirektor Christian Uhr (dritter von links) weihte die Brunnen heute ein gemeinsam mit der stellvertretenden Zooleitung Stephanie Zech (zweite von rechts), Thomas Deiseroth vom Gesundheitsamt (ganz links), Sophie Arens vom Umweltamt (zweite von links) und Sedat Akar, Leiter Smart-City-Team (ganz rechts).

Was macht eine Stadt eigentlich smart? Die Antwort darauf muss nicht immer kompliziert sein. Manchmal beginnt sie mit einer Trinkflasche, frischem Wasser und einem schattigen Platz.
Vier neue Trinkbrunnen im Zoo Dortmund machen genau das möglich. Sie bieten kostenloses, frisches Trinkwasser und laden Besucher*innen dazu ein, ihre Trinkflasche aufzufüllen. Damit wird aus einer einfachen Erfrischung ein kleines Stück Smart City. Den Trinkbrunnen „Mähnenwolf“ am Streichelzoo gibt es schon länger. Die Neuen finden sich gut verteilt übers Gelände: am Spielplatz, am Regenwaldhaus, am Eingang Süd (Zillestraße) und am Haupteingang.

Stadtdirektor Christian Uhr, Dezernent für Personal, Digitales und Verwaltungsmodernisierung, weihte die neuen Trinkbrunnen gemeinsam mit dem Smart-City-Team der Stadt Dortmund ein. Das Team gehört zum Dortmunder Systemhaus (DOSYS).
„Eine smarte Stadt ist nicht erst dann smart, wenn irgendwo ein Sensor blinkt. Smart ist das, was den Alltag einfacher, angenehmer und nachhaltiger macht. Smart ist schlau. Ein Trinkbrunnen ist dafür ein schönes Beispiel: Die Stadt stellt die Infrastruktur bereit – und die Menschen nutzen sie, bringen ihre Flasche mit und achten selbst darauf, ausreichend zu trinken oder lassen sich durch den Anblick eines solchen Brunnens und Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen, an das Wassertrinken erinnern“, sagt Christian Uhr.

Smart City beginnt im Alltag

Dortmund ist auf dem Weg zur Smart City. Im Mittelpunkt steht nicht die Digitalisierung um ihrer selbst willen. Neue Technologien und innovative Ideen sollen vielmehr dazu beitragen, die Stadt lebenswerter, nachhaltiger und zukunftsfähiger zu machen.
Das zeigt sich auch bei den Trinkbrunnen im Zoo. Ein tolles Angebot für alle kleinen und großen Besucher*innen. Solange der Vorrat reicht, stellt das Smart-City-Team am Haupteingang kostenlose Trinkflaschen bereit. Wer unterwegs Durst bekommt, kann seine Trinkflasche an den neuen Brunnen auffüllen und weitergehen. So verbindet das Projekt eine praktische Alltagshilfe mit dem Gedanken einer ressourcenschonenden und lebenswerten Stadt.

„Smart“ bedeutet dabei auch: Die Stadt und ihre Bürger*innen gestalten gemeinsam. Die Stadt schafft Angebote und Infrastruktur – die Menschen können sie nutzen und selbst Verantwortung übernehmen. „Wer an heißen Tagen eine Trinkflasche dabeihat, regelmäßig Wasser trinkt und öffentliche Trinkbrunnen nutzt, auch um sich schnell an den Armen oder im Gesicht mit Wasser abzukühlen, trägt selbst dazu bei, gut durch den Sommer zu kommen. Gesunde Erwachsene sollten etwa 1,5 bis 2 Liter pro Tag zu sich nehmen“, sagt Thomas Deiseroth, ärztlicher Teamleiter der Umweltmedizin im Gesundheitsamt, das den Ausbau der Trinkbrunnen gemeinsam mit dem Umweltamt stadtweit vorantreibt.

Kinder, Senioren, chronisch Kranke und Menschen, die draußen arbeiten, sind bei Hitzewellen besonders gefährdet. Die im Sommer bei Hitze regelmäßig auftretende Übersterblichkeit hat laut Robert-Koch-Institut in diesem Jahr mit deutschlandweit 14.000 Toten eine sehr hohe Zahl erreicht.

Dortmund passt Hitzeaktionsplan laufend an
Der Zugang zu kostenlosem Trinkwasser ist ein wichtiger Bestandteil des dynamischen Hitzeaktionsplans der Stadt Dortmund, der Dortmunds Bürger*innen vor hitzebedingten Erkrankungen schützen will. „Grundsätzlich ist das Ziel des Aktionsplans, dass wir Bevölkerung sensibilisieren und über die Gefahren bei Extremwetterereignissen aufklären sowie die Abläufe bei Hitze-Wetterlagen für Warnungen und Notfälle laufend verbessern“, sagt Sophie Arens, aus dem Team Klimaschutz und Klimafolgenanpassung im Umweltamt. „Vorgenommen haben wir uns außerdem, dass wir viele Grünflächen schaffen und viel Regenwasser aus den Kanälen raushalten, damit es vor Ort verdunstet oder versickert.“

Darüber hinaus ist Dortmund Teil des regionalen Hitzeaktionsplan der Zukunftsinitiative Klima.Werk (Projekt HAP.Regio) (https://www.klima-werk.de/sinnes-wandel/hapregio-mehr-schutz-in-der-heissen-stadt). Dieser erarbeitet gemeinsame Standards und Strategien zum Schutz vor extremen Hitzewellen für 16 Städte der Emscher-Region und den Kreis Recklinghausen. Auch diese Zusammenarbeit ist smart.

Übrigens: Das Nutzen von Trinkbrunnen und der eigenen Trinkflasche reduziert das Aufkommen von Einwegplastikflaschen erheblich. Auch der CO₂-Fußabdruck, der durch Abfüllung und Transport von Flaschenwasser entsteht, verringert sich. Trinkbrunnen beleben Plätze, Fußgängerzonen oder Parks und erhöhen so den Komfort und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. All das sind weitere Aspekte, die Trinkbrunnen smart machen.

40 Trinkbrunnen in ganz Dortmund

Mit den vier neuen Brunnen im Zoo gibt es inzwischen 40 Trinkwasserbrunnen im Dortmunder Stadtgebiet. Zuletzt waren Trinkbrunnen am Alten Markt, im Eingangsbereich des Gesundheitsamtes, zwei Brunnen im Wilhelm-Hansmann-Haus, einer in der Begegnungsstätte Gustav Heinemann und drei weitere im Stadthaus (Berswordt-Halle, Bauteil Olpe, Wartebereich Bauteil B) aufgestellt worden. Die Brunnen bieten kostenloses Trinkwasser und sind damit gerade an heißen Tagen eine praktische Anlaufstelle.

Wer unterwegs einen Brunnen oder einen schattigen Platz sucht, kann dafür auch digitale Hilfe nutzen: Die „Kühle-Orte-Karte“ auf dortmund.de zeigt schattige Plätze, Grünflächen, Trinkbrunnen und weitere Orte, an denen man sich an heißen Tagen abkühlen oder mit Wasser versorgen kann. Auch Refill-Stationen, an denen kostenloses Trinkwasser in mitgebrachte Gefäße gefüllt werden kann, sind dort zu finden.

Damit wird die digitale Karte selbst zu einem kleinen Smart-City-Helfer: Wer weiß, dass es heiß wird, kann schon vor dem nächsten Spaziergang oder Ausflug nach einem kühlen Ort in der Nähe suchen und ihn gezielt für die Route einplanen.
Smarte Projekte für eine lebenswerte Stadt

Die Trinkbrunnen sind nur ein Beispiel dafür, wie das Smart-City-Team Dortmund weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen Projekte aus unterschiedlichen Bereichen – von digitaler Infrastruktur und Sensorik über Energie und Umwelt bis hin zu neuen Möglichkeiten der Beteiligung. Das gemeinsame Ziel: Dortmund soll effizienter, nachhaltiger, digitaler und vor allem lebenswerter werden.
dortmund.de/hitze
dortmund.de/smartcity

Text: Stadt Dortmund

Das Ringelschwanz-Felskänguru ist unser „Tier der Woche“Mit dem Ringelschwanz-Felskänguru (𝘗𝘦𝘵𝘳𝘰𝘨𝘢𝘭𝘦 𝘹𝘢𝘯𝘵𝘩𝘰𝘱𝘶𝘴) stellen ...
24/08/2026

Das Ringelschwanz-Felskänguru ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Ringelschwanz-Felskänguru (𝘗𝘦𝘵𝘳𝘰𝘨𝘢𝘭𝘦 𝘹𝘢𝘯𝘵𝘩𝘰𝘱𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Das Ringelschwanz-Felskänguru bewohnt, wie der zweite Teil seines Namens bereits vermuten lässt, felsige Hügel- und Gebirgsregionen, und zwar in eher trockenen Gegenden im Südosten Australiens. Den Tag verbringt das Beuteltier üblicherweise ruhend und schlafend in Felsspalten und Höhlen. Nachts begibt sich dieses farbenprächtige Känguru dann auf Nahrungssuche und hält vor allem Ausschau nach Gräsern, Kräutern und Blättern. Dabei ist das Ringelschwanz-Felskänguru meist in einer lockeren Gruppe von bis zu 20 Tieren unterwegs.

Das Ringelschwanz-Felskänguru muss sich dabei vor Dingos, Rotfüchsen und verwilderten Hauskatzen in Acht nehmen. Letztere stellen vor allem für Jungtiere eine Gefahr dar. Die größte Bedrohung für diese Känguru-Art liegt jedoch in ihrer Nahrungskonkurrenz zu den von Menschen gehaltenen Schafen und Ziegen, die in den Lebensräumen des Kängurus weiden – eben auch in felsigen Regionen – und dem Ringelschwanz-Felskänguru die Nahrung wegfressen. Gleiches gilt auch für die von Menschen in Australien eingeschleppten Kaninchen. Als Nahrungskonkurrent zu den gehaltenen Schafen und Ziegen, aber auch wegen seines Pelzes, wurde das Ringelschwanz-Felskänguru zudem lange Zeit intensiv bejagt, was mittlerweile jedoch verboten ist.

Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird das Ringelschwanz-Felskänguru als „potenziell gefährdet“ (NT) geführt. Im Rahmen der europäischen Vereinigung von Zoos und Aquarien (EAZA - the European Association of Zoos and Aquaria) wird das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex situ Programme für die im Parc Zoologique & Botanique de Mulhouse, der Zoo in Mülhausen in Frankreich, geführt.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Update von den zwölf Löwen-Jungtieren in unserem ZooWie bereits von uns berichtet, wachsen in unserem Zoo derzeit zwölf ...
20/08/2026

Update von den zwölf Löwen-Jungtieren in unserem Zoo

Wie bereits von uns berichtet, wachsen in unserem Zoo derzeit zwölf Löwen-Jungtiere heran. Löwin Zuri brachte am 28. Juli fünf Welpen zur Welt, ehe am 31. Juli sieben weitere Jungtiere von Löwin Saba folgten. Alle zwölf Welpen sind wohlauf, wie auch beide Mütter, entwickeln sich gut und machen einen guten Eindruck.

Mutter und Nachwuchs haben durchgehend Zugang zu den sogenannten Wurfboxen, Rückzugsbereiche hinter den Kulissen im Löwenhaus. Den größten Teil des Tages verbringen die Jungtiere auch hier, meist gemeinsam mit ihren Müttern, gelegentlich auch allein, während dann die entsprechende Mutter außen den Eingang zu den Wurfboxen bewacht. Selten halten sich aber auch einige der Junglöwen mit Saba oder Zuri draußen auf, wie auf dem Foto anbei, auf dem Zuri gerade vier Welpen außerhalb der Wurfbox säugt. Vater Boeti hält sich währenddessen meist auf den Außenanlagen des Löwenhauses auf, wo Ihr ihn auch beobachten könnt.

Die beiden Mütter und ihr Nachwuchs sind hingegen für Euch noch nicht zu sehen, da wir das Löwenhaus weiterhin für Besucher geschlossen halten, um Saba, Zuri und ihren Jungtieren möglichst viel Ruhe und Zeit für sich zu geben. Habt dafür bitte Verständnis!

Auch in der Natur lebende Löwinnen bringen ihren Nachwuchs abseits vom Rudel in einem Versteck zur Welt und kehren mit diesem erst nach etwa sechs bis achten Wochen zum Rudel zurück. Daher haben auch wir Saba und Zuri von Kater Boeti getrennt, als wir bemerkten, dass diese sich immer mehr separierten.

Saba und Zuri machen sich gut in ihren Rollen als junge Mütter, obwohl beide erstmals Nachwuchs haben und dann jeweils gleich so große Würfe. Wir sind sehr gespannt, wie sich das Rudel weiterentwickeln wird, mit zwei Schwester, die gemeinsam zwölf Welpen aufziehen und diese auch gemeinsam säugen, was auch in der Natur lebende Löwinnen so tun.

Natürlich halten wir Euch über die Entwicklung der jungen Löwen auf dem Laufenden. Wann wir das Löwenhaus für Besucher wieder öffnen, ist noch nicht klar.



Foto: Raubtier-Revier/Zoo Dortmund

Der Königsgeier ist unser „Tier der Woche“Mit dem Königsgeier (𝘚𝘢𝘳𝘤𝘰𝘳𝘢𝘮𝘱𝘩𝘶𝘴 𝘱𝘢𝘱𝘢) stellen wir Euch wie jeden Montag eine...
17/08/2026

Der Königsgeier ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Königsgeier (𝘚𝘢𝘳𝘤𝘰𝘳𝘢𝘮𝘱𝘩𝘶𝘴 𝘱𝘢𝘱𝘢) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Der Königsgeier bewohnt Grasland, Savannen und Regenwälder von Südmexiko über Mittel- und Südamerika bis Nordargentinien und Uruguay und ist dort üblicherweise in Paaren unterwegs. Tagsüber segelt dieser bunt gefärbte Neuweltgeier oft stundenlang durch die Lüfte, ohne dabei die Flügel zu bewegen. Auf diese Weise sucht der Vogel nach Nahrung.

Es wird angenommen, dass der Königsgeier über keinen besonders guten Geruchssinn verfügt. Er scheint sich bei der Nahrungssuche an anderen Neuweltgeiern zu orientieren, wie zum Beispiel dem Truthahngeier. Diesem folgt er häufig zu Kadavern und vertreibt ihn anschließend. Aufgrund seiner Dominanz am Aas erhielt dieser Neuweltgeier auch seinen deutschen Namen „Königsgeier“. Die wissenschaftliche Bezeichnung „papa“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Papst“ oder „Bischof“. Denn das Aussehen des Vogels erinnert durchaus an das Aussehen eines Bischofs: beginnend beim kahlen Kopf, der eine gewisse Ähnlichkeit zur typischen Kopfbedeckung von Äbten, Bischöfen, Kardinälen und des Papstes aufweist, und endend beim weißen Federkleid, das farblich mit den typischen Gewändern der Geistlichen übereinstimmt. Daher wurde der Königsgeier in älterer Literatur im Deutschen auch als Papst-Kondor bezeichnet.

Der nächste lebende Verwandte des Königsgeiers ist tatsächlich der Andenkondor, den wir auch im Zoo halten wie auch den eben beschriebenen Truthahngeier. Direkt hinter den Andenkondoren links beginnt der „Vogelpark“, wo Ihr unter anderem Königs- und Truthahngeier findet. Bei den Königsgeiern halten wir ein Paar.

Aufgrund des großen Verbreitungsgebiets wird der Königsgeier auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) als „nicht gefährdet“ (LC) geführt. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex-situ Programme wird im Rahmen der Europäischen Zoo- und Aquarien-Vereinigung (EAZA - the European Association of Zoos and Aquaria) im Zoo de Beauval in Frankreich geführt.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Kinder aus Dortmunds neuer Partnerstadt Schytomyr verbringen eine Woche in Dortmund und besuchten heute unseren ZooDie K...
13/08/2026

Kinder aus Dortmunds neuer Partnerstadt Schytomyr verbringen eine Woche in Dortmund und besuchten heute unseren Zoo

Die Kinder sind zwischen 8 und 18 Jahren alt, kommen aus Schytomyr in der Ukraine und haben eine traurige Gemeinsamkeit: Ihre Väter sind in russischer Gefangenschaft, werden vermisst oder sind bereits im Krieg gefallen. Bei einem Dortmund-Besuch haben sie eine Auszeit vom Krieg genommen.

Eine Woche lang hatten die 14 Kinder und Jugendlichen aus Schytomyr die Gelegenheit, neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Bereits zum zweiten Mal hatte die Stadt Dortmund Kinder eingeladen, die besonders vom Krieg betroffen sind.

Sie absolvierten unter anderem ein Training bei der BVB-Fußballakademie, lernten das Stadion bei einer Führung kennen und besuchten das Heimspiel des BVB gegen Union Berlin. Auf dem Programm, das das Büro für Internationale Beziehungen organisiert hatte, standen aber auch ein Besuch bei der Feuerwehr, heute bei uns im Zoo oder in der immersiven Kunstschau „Phoenix de Lumière“. Bürgermeisterin Barbara Brunsing, die Schytomyr selbst schon besucht hat, empfing die Gruppe im Rathaus und führte die Kinder und Jugendlichen durchs Gebäude.

Alina Bukovska begleitete ihre Tochter Zoriana und die anderen Kinder bei der Reise. „Der Krieg ist unverändert aktuell. Wir als Mütter spüren die Auswirkungen auf vielen Wegen. Je länger der Krieg dauert, umso kräftezehrender wird es. Ich bin daher sehr dankbar, dass die Kinder hier so eine tolle Freizeit erleben konnten“, sagt sie.

Fabian Zeuch vom Büro für Internationale Beziehungen koordiniert die Partnerschaft mit Schytomyr. „Wir wollen den Kindern zumindest ein paar Tage Unbeschwertheit ermöglichen. Jeder dieser jungen Menschen hat seine persönliche Geschichte zu erzählen, und jede ist dramatisch. Im Stadion hat ein Junge geweint, weil er bei so einem großen Spiel dabei sein kann – das hatte sich sein Vater immer gewünscht und kann es nun nicht mehr erleben.“

Dortmund und Schytomyr sind seit diesem Sommer Partnerstädte. Vorangegangen war eine Solidaritätspartnerschaft, die Dortmund nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine eingegangen war.

Foto: Zoo Dortmund
Text: Stadt Dortmund

Drei Capybara geborenAm Sonntag brachte Capybara Inka drei gesunde Jungtiere zur Welt. Für Inka ist es der zweite Nachwu...
12/08/2026

Drei Capybara geboren

Am Sonntag brachte Capybara Inka drei gesunde Jungtiere zur Welt. Für Inka ist es der zweite Nachwuchs und alles ist gut verlaufen; Mutter und Jungtiere sind wohlauf. Auf dem Foto anbei seht Ihr Inka beim Säugen ihrer Jungtiere.

Wie bei Capybara üblich, kamen die Jungtiere bereits völlig behaart zur Welt. Als sogenannte Nestflüchter können Wasserschweine, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, außerdem nach der Geburt direkt sehen und laufen.

Bei der Geburt bringt ein Capybara etwa 1,5 Kilogramm auf die Waage. Später können diese Nagetiere eine Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimeter, eine Länge von bis zu 130 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 75 Kilogramm erreichen, in seltenen Fällen auch mehr. Damit ist das Capybara das größte und schwerste Nagetier der Welt.

Mit den drei nun geborenen Jungtieren sowie den insgesamt fünf Sprösslingen der verstorbenen Capybara-Mutter Lia, die derzeit von Lias Schwestern Inka und Maya aufgezogen werden sowie zwei Jungtieren von Maya, wachsen nun derzeit insgesamt zehn Capybara in unserem Zoo heran, deren aller Vater Herr von Bödefeld ist.

Vielen Dank an unseren Tierpfleger Paul Köster für den Fototermin bei den Capybara und an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh! Schaut für die Videos gerne einmal in unsere aktuelle Story!



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Der Flachlandtapir ist unser „Tier der Woche“Wie jeden Montag stellen wir Euch mit dem Flachlandtapir (𝘛𝘢𝘱𝘪𝘳𝘶𝘴 𝘵𝘦𝘳𝘳𝘦𝘴𝘵𝘳𝘪...
10/08/2026

Der Flachlandtapir ist unser „Tier der Woche“

Wie jeden Montag stellen wir Euch mit dem Flachlandtapir (𝘛𝘢𝘱𝘪𝘳𝘶𝘴 𝘵𝘦𝘳𝘳𝘦𝘴𝘵𝘳𝘪𝘴) eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Der Flachlandtapir bewohnt die tropischen Regenwälder östlich der Anden in Südamerika, wo er hauptsächlich im Amazonasbecken vorkommt. Für gewöhnlich hält er sich in der Nähe von Gewässern wie Flüssen oder Seen auf. Tagsüber zieht sich der Einzelgänger zum Schlafen ins dichte Unterholz zurück. Nachts begibt sich der Flachlandtapir auf die Nahrungssuche nach Blättern, Wasserpflanzen, Knospen, Zweigen und Früchten. Mit seinem Rüssel, der beweglichen Oberlippe, greift er dabei seine Nahrung. Während seiner Wanderungen, für die er Pfade durch das Dickicht anlegt, muss er sich vor Jaguaren, Pumas und Krokodilen in Acht nehmen.

Ein Flachlandtapir lebt demnach in einem festen Revier und verteidigt dieses aggressiv gegen Artgenossen. Begegnungen können in heftige Kämpfe ausarten. Nur in der Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen. Das Weibchen zieht den Nachwuchs dann allerdings allein groß, welcher sie im Alter von etwa eineinhalb bis zwei Jahren verlässt.

Vor allem durch Lebensraumzerstörung ist der Flachlandtapir bedroht. Der südamerikanische Regenwald muss an vielen Stellen Sojaplantagen weichen, die Soja für die Viehzucht unter anderem in Europa und Nordamerika produzieren. Gelegentlich treiben sich Flachlandtapire aber auch zur Nahrungssuche in Zuckerrohr- oder Kakaoplantagen herum, wo sie nicht gern gesehen sind und dann auch häufig erschossen werden.

Über die genauen Bestandszahlen des Flachlandtapirs ist allerdings wenig bekannt. Jedoch schätzt die Weltnaturschutzunion IUCN, dass die Bestände der Art in den letzten 30 Jahren um knapp 30 Prozent zurückgegangen sind. Auf der der IUCN Red List of Threatened Species (Roten Liste gefährdeter Arten des IUCN) wird der Flachlandtapir als „gefährdet“ (VU) geführt.

Bei uns im Zoo leben mit Alex und Fahéj zwei Flachlandtapire. Ihr findet die beiden auf der Südamerikawiese, wo sie sich das Gehege gemeinsam mit den Capybaras und den Großen Ameisenbären teilen. Auf dem Foto anbei seht Ihr Fahéj.

Vielen Dank an unseren Tierpfleger Tim Jim Fischer für das schöne Foto und die Videos in der aktuellen Story, schaut doch mal rein!!



Foto: Tim Jim Fischer
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

Nachwuchs bei den Ringelschwanz-Felskängurus heißt MinnieWie bereits berichtet, hat das weibliche Ringelschwanz-Felskäng...
07/08/2026

Nachwuchs bei den Ringelschwanz-Felskängurus heißt Minnie

Wie bereits berichtet, hat das weibliche Ringelschwanz-Felskänguru Louise ihren ersten Nachwuchs bekommen. Die Tierpfleger hatten bereits Mitte März erste Bewegungen im Beutel wahrgenommen und vier Wochen später zum ersten Mal einen kurzen Blick auf die Schnute des Jungtiers erhaschen können.

Inzwischen hat das Jungtier den Beutel ganz verlassen und damit konnte auch endlich das Geschlecht festgestellt werden. Das weibliche Känguru hat von den Tierpflegern den Namen Minnie bekommen.

Minnie ist putzmunter und auch schon des Öfteren draußen auf der Anlage unterwegs, allerdings hält sie sich dort meist in einer der Höhlen versteckt. Bei den warmen Temperaturen bevorzugt die ganze Truppe aber eher den Stall, der für Besucher von außen einsehbar ist.

Die Tragzeit bei Ringelschwanz-Felskängurus beträgt übrigens nur etwa einen Monat. Danach klettert das kaum einen Zentimeter große Jungtier selbstständig in den Beutel der Mutter. Hier hängt es sich mit dem Maul an eine Zitze, die es nun für etwa zwei bis drei Monate nicht loslässt. Mit etwa sechs bis sieben Monaten verlässt der Nachwuchs dann erstmals den Beutel der Mutter, kehrt aber nach immer länger andauernden Ausflügen wieder in diesen zurück, ehe er schließlich ganz draußen bleibt.

Mit Louise und ihrem Nachwuchs Minnie leben jetzt insgesamt fünf Ringelschwanz-Felskängurus bei uns im Zoo. Ihr findet die Känguru-Gruppe im begehbaren Känguru-Gehege gegenüber der Australien-Voliere.

Vielen Dank an das Huftierrevier für die Infos zu Minnie und das Bildmaterial in der Story!



Foto & Text: Ida Andrae

Adresse

Mergelteichstraße 80
Dortmund
44225

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:30
Dienstag 09:00 - 16:30
Mittwoch 09:00 - 16:30
Donnerstag 09:00 - 16:30
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Samstag 09:00 - 16:30
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