Gerhart-Hauptmann-Haus

Gerhart-Hauptmann-Haus Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstr. 90
40210 Düsseldorf
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Einführungsvortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zur gemeinsamen Studienreise mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdisch...
17/06/2026

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zur gemeinsamen Studienreise mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V. nach Litauen und Lettland (02. bis 09. Juli 2026). Offen für alle Interessierten!

🇱🇻 Wusstet ihr, dass Riga lange Zeit eng mit der deutschen Geschichte verbunden war?

⛪ Die heutige Hauptstadt Lettlands wurde 1201 von dem aus der Nähe von Bremen stammenden Missionsbischof Albert von Buxhoeveden gegründet. Später war sie Hansestadt (seit 1282) und unterstand eine Zeitlang dem Deutschen Orden; sie hatte sogar einige Zeit den Status einer Freien Reichsstadt. Seit dem späten 16. Jahrhundert gehörte Riga zu Polen-Litauen, war ab 1621 fast ein Jahrhundert lang schwedisch, um anschließend an das Russische Zarenreich zu fallen. Dennoch wurde in Riga über Jahrhunderte überwiegend Deutsch gesprochen. So war Deutsch auch die Muttersprache von Heinz Erhardt (1909–1979), der dort geboren wurde und aufwuchs.

1918 erklärte Lettland sich für unabhängig, während Riga zugleich erstmals Hauptstadt wurde.
Auch andere baltische Städte wie Tauragė gehörten zeitweise zu Preußen. Die historischen Verbindungen zwischen Deutschland und dem Baltikum reichen also viel weiter zurück, als viele denken. Gerade heute lohnt sich der Blick auf diese gemeinsame Geschichte. Nicht nur aus historischem Interesse, sondern auch auf Grund der aktuellen politischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa.

📅 Montag, 29. Juni, 18.00 Uhr
📍 Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf
🎫 Eintritt frei!

🗺🧳 Die Studienreise selbst führt auf jüdisch-christlichen Spuren durch Litauen und Lettland und ist leider bereits ausgebucht.

Bulgarien heute. Informativer und anschaulicher Start in das Vorbereitungsprogramm zur Studienreise 2026Wie üblich wird ...
16/06/2026

Bulgarien heute. Informativer und anschaulicher Start in das Vorbereitungsprogramm zur Studienreise 2026

Wie üblich wird auch dieses Jahr die für den September 2026 geplante Studienreise durch eine Reihe von Veranstaltungsangeboten vorbereitet, die zugleich für alle Interessierten offen sind. Im Mittelpunkt steht naturgemäß das aktuelle Zielland Bulgarien. Zum Auftakt war Norbert Beckmann-Dierkes zu Gast. Er leitet seit vier Jahren das Auslandsbüro Bulgarien der Konrad-Adenauer-Stiftung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia (https://www.kas.de/de/web/bulgarien). Auch durch seine vorausgehende langjährige Tätigkeit im KAS-Auslandsbüro im serbischen Belgrad ist er ein vielerfahrener Experte für den ganzen südosteuropäischen und den Balkanraum. Sein überaus lebendiger und informativer Vortrag spiegelte die ständige Vertrautheit mit der in mancher Beziehung nicht unkomplizierten politischen Gegenwart Bulgariens und zugleich den täglichen Umgang mit den Menschen im 2007 der Europäischen Union beigetretenen Partnerland zwischen Donau, Rhodopengebirge und Schwarzem Meer wider. Gerade durch die persönliche Erfahrungsebene wurde sein Vortrag zu einem engagierten Plädoyer für ein in Deutschland noch immer vielfach unterschätztes Land, für die Gastfreundlichkeit, die Aufgeschlossenheit, den zukunftsorientierten Fleiß und die entschiedene Europa-Orientierung der allermeisten Menschen dort. Wer ihm zugehört hat, wird zahlreiche noch immer verbreitete Stereotype über Bulgarien mindestens hinterfragen, manche gewiss verwerfen. Insofern hat er einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dessen geleistet, was wir mit unseren Studienreisen und deren Begleitprogramm insgesamt anstreben: unsere europäischen Freunde und Partner im östlichen und südöstlichen Europa besser zu verstehen.

Herzlichen Dank also an Norbert Beckmann-Dierkes und die Konrad-Adenauer-Stiftung!
Winfrid Halder

PS: Die Termine der weiteren Vorbereitungsangebote finden sich in unseren Veranstaltungshinweisen! Der Vortrag selbst wird in Kürze online zum Nachschauen verfügbar sein.

Einer wie er fehlt. Zum Tod von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans Maier (1931-2026)Einer wie er fehlt, und zwar besonders, ...
12/06/2026

Einer wie er fehlt. Zum Tod von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans Maier (1931-2026)

Einer wie er fehlt, und zwar besonders, besonders heute. Hans Maier ist am 8. Juni 2026 verstorben, knapp vor seinem 95. Geburtstag. 2021, also in dem Jahr, in dem er 90 Jahre alt wurde, hat Hans Maier sein letztes Buch publiziert, das den Titel »Deutschland. Wegmarken seiner Geschichte« trägt. Der Band schloss ein knappes Dutzend eigenständiger Buchpublikationen ab, daneben hat Maier aber eine unüberschaubare Fülle von Beiträgen zu wissenschaftlichen und publizistischen Themen veröffentlicht. Eine immerhin fünfbändige Ausgabe seiner »Gesammelten Schriften« (2010 erschienen) hat einen Teil davon zusammengefasst. Ein staunenswert vielfältiges und umfangreiches Werk, zweifellos.

Mit dem letzten Buch ist Hans Maier noch einmal zu seinen wissenschaftlichen Ursprüngen zurückgekehrt, denn er hat seit 1951 zunächst in seiner Heimatstadt Freiburg i. Br., dann in München und Paris Geschichte, Germanistik, Romanistik und Philosophie studiert. Sein ursprüngliches Berufsziel Lehrer hat er zugunsten der sich ihm bietenden Möglichkeit einer akademischen Karriere aufgegeben. Als Schüler des aus der Emigration in den USA zurückgekehrten Arnold Bergstraesser (1896-1964) wechselte er in das in den 1950er Jahren in Westdeutschland noch junge Fach Politikwissenschaft, freilich ohne je seine Wurzeln in der Historie zu verleugnen. Mit 31 Jahren wurde Maier 1962 ordentlicher Professor für politische Wissenschaft an der Münchner Universität. Die bayerische Landeshauptstadt war seither sein Lebensmittelpunkt. Der Politikwissenschaftler wechselte in die praktische Politik, als ihn 1970 der bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel (1905-1991) (CSU) als Staatsminister für Unterricht und Kultus in sein Kabinett berief. Hans Maier blieb für mehr als anderthalb Jahrzehnte bayerischer Kultusminister, so dass ich von mir sagen darf, dass ich meine gesamte Schulzeit in gewisser Weise in der Obhut dieses einen Ministers zugebracht habe – mir ist wohl dabei.

Mit Alfons Goppels Nachfolger als Ministerpräsident, dem seit 1978 amtierenden Franz Josef Strauß (1915-1988) (CSU) also, wurde das Verhältnis nie innig; der selbstgewisse Machtpolitiker Strauß und der feinsinnige Intellektuelle Maier passten nicht zueinander. Maier trat schließlich als Kultusminister 1986 zurück, weil er Kompetenzbeschneidungen durch Strauß nicht akzeptieren wollte. Er ist an die Münchner Universität zurückgekehrt, wurde 1988 ordentlicher Professor für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie, Maier übernahm also den Lehrstuhl, der 1962 für den katholischen Theologen Romano Guardini (1885-1968) eingerichtet worden war. Hans Maier war immer im katholischen Glauben verankert, zugleich war er ein mit weiter Perspektive ausgestatteter, auch Kritik nicht verhehlender Begleiter der katholischen Kirche auf ihrem Weg durch die Moderne. Von 1976 bis 1988 war Hans Maier Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Ach, waren das Zeiten …

Als 68-Jähriger wurde Hans Maier in München emeritiert. Von Ruhestand konnte keine Rede sein, schon die erwähnte Fülle der Publikationen zeugt davon. Als 72-Jähriger war Hans Maier in unserem Haus zu Gast, genauer: am 13. Oktober 2013 sprach er zum Thema »Wider den ‚Ungeist des Hasses, der Feindschaft und des Revanchismus‘ – Vertreibung und Versöhnung. Politische Erfahrungen und ethische Erwägungen«. Eine Sternstunde, zweifellos. Maier war ein eher leiser, bedächtiger Redner, der brauchte keinen Effekt. Gänzlich social media-untauglich, muss man heute wohl sagen. Und zugleich war Hans Maier, der souveräne Intellektuelle, vielerfahrene Politiker und versierte Hochschullehrer ein vollkommen unprätentiöser, freundlich-zugewandter Mensch.

Der große evangelische Theologe Karl Barth (1886-1968), zugleich ein musikliebender Mensch, schrieb einmal, er müsse bekennen, dass er, »wenn ich je in den Himmel kommen sollte, mich dort zunächst nach Mozart und dann erst nach Augustin und Thomas, nach Luther, Calvin und Schleiermacher erkundigen würde.« Ich kann mir gut vorstellen, dass Hans Maier soeben zunächst nach Johann Sebastian Bach gefragt hat. Denn er war nicht nur ein Musikliebender, sondern ein Musiker. Als Elfjähriger hat er in Freiburg begonnen Orgel zu spielen. An der »Königin der Instrumente« ist er dann bis fast zuletzt aktiv geblieben. Und er hat, das Musizieren und das Schreiben miteinander verknüpfend, 2016 eine Geschichte der Orgel publiziert.

Bei uns zu Gast war Hans Maier im Herbst 2013 übrigens nicht zuletzt in seiner damaligen Eigenschaft als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Ende 2008 gegründeten Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin. Da fehlt er auch. Besonders. Heute.

Winfrid Halder

Copyright Foto: Gerhart-Hauptmann-Haus

Was passiert mit dem Leben, wenn sich die Umstände von heute auf morgen ändern? Im Nachgang zur interaktiven Fotoausstel...
11/06/2026

Was passiert mit dem Leben, wenn sich die Umstände von heute auf morgen ändern? Im Nachgang zur interaktiven Fotoausstellung »Pripyat. Die Zeitmaschine – Das europäische Erbe der Katastrophe von Chornobyl«, die wir in Mönchengladbach und Neuss gezeigt haben, möchte unsere Bibliothek euch ein Buch empfehlen, das sich mit der gleichen Thematik beschäftigt.

📖 Der ursprünglich als Drehbuch gedachte Roman »Das Pripjat-Syndrom« von Lyubov Sirota , spielt in der ukrainischen Stadt Pripyat unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Chornobyl im April 1986. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, deren bisheriges Leben durch den GAU vollständig erschüttert wird. Mit der Evakuierung verliert sie nicht nur ihre Wohnung und ihre Heimatstadt, sondern auch ihre beruflichen und persönlichen Zukunftspläne. Viele Elemente des Romans beruhen auf eigenen Erfahrungen der Autorin.

Lyubov Sirota wurde 1956 in der damaligen Kasachischen SSR geboren, wuchs in Kirgisien auf und lebte ab 1983 mit ihrer Familie in Pripyat, wo sie im Kulturhaus arbeitete und Theaterstücke inszenierte. Nach der Katastrophe von Chornobyl und der Evakuierung arbeitete sie im Oleksandr-Dovzhenko-Filmstudio in Kyiv, musste ihre Tätigkeit jedoch wegen strahlenbedingter Erkrankungen einschränken. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihren Lyrikband »Noscha« und den Dokumentarfilm »Tschernobyl – Die Schwelle« (1988). Heute lebt die Autorin im österreichischen Exil.

»Das Pripjat-Syndrom« kann in unserer Bibliothek ausgeliehen werden.
🕙 Öffnungszeiten: Mo-Mi 10.00 - 12.30 und 13.30 - 17.00 Uhr; Do 10.00 - 12.30 und 13.30 - 18.30 Uhr; Fr-So geschlossen

Bild: © -verlag

GERHARTHAUPTMANNHAUS BUCHEMPFEHLUNG BIBLIOTHEK CHORNOBYL PRIPYAT

📖 Zum Roman: Paul Bergmann war einer jener Schüler, an die sich kaum jemand erinnert. Kindheits- und Jugendjahre verbrac...
10/06/2026

📖 Zum Roman: Paul Bergmann war einer jener Schüler, an die sich kaum jemand erinnert. Kindheits- und Jugendjahre verbrachte er in München, seinen Zivildienst leistete er in Dachau, wo er dem KZ-Überlebenden Max Mannheimer begegnete. Später erlebte er hier auch die Geburt seiner älteren Tochter – ein zentraler Wendepunkt in seinem Leben. Seine Arbeit als Dozent des Goethe-Instituts führte ihn schließlich für mehrere Jahre ins Ausland, nach Prag, New York und Sydney. Kleine Abenteuer bestimmten sein Leben, keines war sensationell und doch jedes voll intensiver Wahrnehmungen. Aufgezeichnet von einem Schulfreund, mit dem er in seinen letzten Jahren enger verbunden war, erscheint Paul Bergmanns Lebensweg als subtiler Spiegel der Zeit von den 1950er Jahren bis zur Coronakrise der Gegenwart.

Peter Becher ist uns seit vielen Jahren durch seine leitende Tätigkeit beim Adalbert-Stifter-Verein in München bekannt. Als renommierter Experte für Geschichte und Kultur Böhmens war er immer wieder zu Gast. Seit er nicht mehr die Geschäftsführung des Adalbert-Stifter-Vereins innehat, hat sich Becher selbst neue Tätigkeitsschwerpunkte gesetzt. 2022 erschien mit »Unter dem Steinernen Meer« sein erster Roman. Wer ihn vergangenes Jahr bei der Lesung daraus erlebt hat, bedächtig und doch packend vortragend, ist bestimmt mit uns gespannt darauf, was er in seinem zweiten Roman erzählt. Es handelt sich, wie der Untertitel verrät, um »Episoden eines unscheinbaren Lebens«. Vielleicht findet sich da die eine oder der andere mehr wieder als in Büchern über »große« Menschen.

📅 Dienstag, 23. Juni, 19.00 Uhr
📍 Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf
🎫 Eintritt frei!

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Bund der Vertriebenen - Landesverband NRW, im Rahmen des Wenzel-Jaksch-Forums 2026.

GERHARTHAUPTMANNHAUS DÜSSELDORF VORTRAG

10/06/2026
Schlesier, lebenslang. Zum 80. Todestag Gerhart Hauptmanns (1862-1946)Am 6. Juni 1946 verstarb Gerhart Hauptmann, lange ...
06/06/2026

Schlesier, lebenslang. Zum 80. Todestag Gerhart Hauptmanns (1862-1946)

Am 6. Juni 1946 verstarb Gerhart Hauptmann, lange Zeit Deutschlands führender Dramatiker, Literaturnobelpreisträger von 1912, in seinem Haus im schlesischen Agnetendorf. Die Villa, Hauptmanns ständiger Wohnsitz seit 1901, liegt in Luftlinie nur wenig mehr als 40 Kilometer entfernt von Ober Salzbrunn, wo der Dichter am 15. November 1862 geboren wurde. Hauptmann wurde in Schlesien geboren und starb dort, verlassen hat er seine Heimat in gewisser Weise nie, auch wenn er zeitweilig in Italien oder Berlin lebte. Die heimatliche Prägung Hauptmanns durch seine Herkunft spielt beileibe nicht nur im frühen Drama »Die Weber« (1892 uraufgeführt) eine maßgebliche Rolle.

Der Umstand freilich, dass der 83-Jährige auch seine letzte Lebensspanne in Schlesien zubringen durfte, ist außergewöhnlich. Er verdankte dies der sowjetischen Siegermacht, deren Rote Armee 1945 auch Schlesien erobert hatte, und die nun die inzwischen installierte neue polnische Administration bei der Vertreibung der deutschen Bevölkerung schon geraume Zeit gewähren ließ. Hauptmann indes, mit seiner Ehefrau Margarete (1875-1957) und einigen wenigen Haushaltsangehörigen, durfte unter besonderem Schutz der Sowjets bleiben, galt er ihnen vor allem mit seinen frühen Werken doch als »fortschrittlicher«, revolutionsfreundlicher Autor.

Dennoch war die Lage der Bewohner von Haus Wiesenstein längst prekär und wurde es erst recht nach Hauptmanns Tod. Hauptmanns Wunsch, auch in Schlesien begraben zu werden, wurde nicht erfüllt. Der inzwischen aus der Emigration in der Sowjetunion zurückgekehrte Dichter-Kollege Johannes R. Becher (1890-1958), führender Kulturfunktionär der nun im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands an die Macht beförderten deutschen Kommunisten, hätte Hauptmann zuvor allzu gerne lebend in den sowjetischen Sektor Berlins geholt. Immerhin sorgte Becher, schwierigsten Bedingungen zum Trotz, für die Überführung von Hauptmanns Leichnam an seinen früheren Sommerwohnsitz auf der Ostseeinsel Hiddensee. Die Beisetzung dort am 28. Juli 1946 ist eine Geschichte für sich, denn am offenen Grab stand eine ausgesprochen heterogene Trauergemeinde: Gedenkansprachen hielten KPD-Chef Wilhelm Pieck (1876-1960), seinerseits ein zurückgekehrter Emigrant, oder auch Hauptmanns Hiddenseer Nachbar, der Schauspieler Otto Gebühr (1877-1954), eben noch ein Star der UFA, des Filmimperiums unter NS-Propagandaminister Goebbels. Dazu kam der evangelische Inselpfarrer, der nicht recht wusste, was er sagen sollte, hatte doch der eher kirchenkritische Protestant Hauptmann schon lange zuvor verfügt, angetan mit der Kutte eines katholischen Franziskanermönchs bestattet zu werden. Immerhin: Witwe Margarete sorgte doch dafür, dass dem Toten die schlesische Erde nicht völlig fehlte, indem sie ein Beutelchen davon mitgab.

Foto: Hauptmanns Grabstein in Kloster auf Hiddensee, ©Metzner, Wikipedia

Text: Winfrid Halder

Eindrücke von der Eröffnung der Ausstellung »Gemalte Gebete«. Bedrohte Wandmalereien in Synagogen der ukrainischen Bukow...
05/06/2026

Eindrücke von der Eröffnung der Ausstellung »Gemalte Gebete«. Bedrohte Wandmalereien in Synagogen der ukrainischen Bukowina am Dienstag bei uns im GHH.

Es sprach u.a. Prof. Dr. Aleksandra Lipińska (Kunsthistorisches Institut, Universität zu Köln), die die Ausstellung mitkonzipiert hat.

📅 Laufzeit: 26.05 bis 25.09.2026

Die Präsentation der Ausstellung in Düsseldorf erfolgt in Kooperation zwischen der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf

GHH GERHARTHAUPTMANNHAUS AUSSTELLUNG ERÖFFNUNG BUKOWINA

Wir freuen uns sehr, dass wir am Montag die interaktive Fotoausstellung »Pripyat. Die Zeitmaschine – Das europäische Erb...
03/06/2026

Wir freuen uns sehr, dass wir am Montag die interaktive Fotoausstellung »Pripyat. Die Zeitmaschine – Das europäische Erbe der Katastrophe von Chornobyl« im Rathaus in Neuss eröffnen konnten. Die Ausstellung des ukrainischen Foto- und Videokünstlers Oleksandr Syrota zeigt die Vergangenheit und Gegenwart der ukrainischen Stadt Prypjat, die durch die Reaktorkatastrophe von Chornobyl zerstört wurde. Besucherinnen und Besucher können dabei, dank einer App und KI, zwischen aktuellen Fotografien und historischen Aufnahmen wechseln und so die Entwicklung Prypjats von einer jungen, lebendigen Stadt zur nuklearverseuchten Sperrzone eindrucksvoll nachvollziehen.

Unser Dank gilt dem Bürgermeister der Stadt Neuss, Reiner Breuer, der eine kurze Eröffnungsrede gehalten hat, ebenso wie Heinrich Thiel, Vorsitzender der SPD Neuss, für seinen Besuch und beiden für den bereichernden Austausch! Außerdem danken wir allen Interessierten, die bei der Eröffnung dabei waren.

Die Ausstellung kann noch bis zum 05. Juni 2026 im Hauptfoyer des Rathauses der Stadt Neuss besichtigt werden.

🕙 Öffnungszeiten: Mo-Mi 08.00 - 16.00 Uhr; Do 13.00 - 18.00 Uhr; Fr 08.00 - 12.30 Uhr; Sa-So geschlossen

Fotos: © Stanishevska Eugenia

GERHARTHAUPTMANNHAUS AUSSTELLUNG CHORNOBYL PRIPYAT

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Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
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