28/08/2026
Nachwuchs bei unseren Bartaffen - den wir nun vorgestellt haben, da die Gruppe immer harmonischer zusammenwächst! 💚💪
Die 16-jährige „Indira“ hat in unserem Urwaldhaus vor acht Monaten ein weibliches Jungtier zur Welt gebracht. „Indiras“ erster Nachwuchs wurde von den Tierpflegerinnen und -pflegern auf den Namen „Priya“ getauft, was so viel wie „die Liebe“ oder „die Teure“ bedeutet. Ein schöner Name, wie wir finden!
Mutter „Indira“ kam Ende 2023 aus Großbritannien nach . Vater ist der 15-jährige „Obi“, der aus dem Lissaboner Zoo an den kam.
Die Kölner Bartaffengruppe umfasst damit nun sechs Tiere in der Zuchtgruppe. Neben „Obi“, „Indira“ und dem neuen Nachwuchs leben noch die 17-jährige „Medini“, ihre vierjährige Tochter „Mayuri“ sowie ihr zweijähriger Sohn „Paddy“ auf der Anlage. Hinzukommt eine 4-köpfige Bachelorgruppe, die nur vorübergehend im Kölner Zoo zu Hause ist. „Es ist hocherfreulich, dass die bislang noch kinderlose ‚Indira‘ hier in Köln Nachwuchs bekommen hat. Bartaffen sind stark bedroht. Es ist wichtig, dass ‚Indira‘ mit ihrem Jungtier für einen stabilen Bestand der Reservepopulation sorgt“, erklärt Dr. Johanna Rode-White, Kuratorin im Kölner Zoo und Leiterin des Europäischen Erhaltungsprogramms für Bartaffen.
Wir koordinieren das Erhaltungszuchtprogramm
Bartaffen zählen zur Gattung der Makaken. Ihre Ursprungsregion ist Südwest-Indien. Die Art ist stark bedroht: Lebensraumzerstörung, Wilderei und der Straßenverkehr machen ihr schwer zu schaffen. Nur noch 2.500 ausgewachsene Tiere werden laut Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN in ihrem Heimatgebiet vermutet.
Bartaffen pflanzen sich aufgrund später Geschlechtsreife und langen Geburtsintervallen nur langsam fort. Somit erholen sich dezimierte Populationen leider schlecht. Der Kölner Zoo setzt sich besonders für die Bewahrung von Bartaffen ein, denn der führt schon lange das international koordinierte Erhaltungsprogramm für diese Art.
Bartaffen leben in größeren Gruppen, die sich im Freiland aus einigen Männchen und vielen Weibchen zusammensetzen. Das Fell der Bartaffen ist schwarz. Herausragendes und namensgebendes Merkmal ist die silberweiße Mähne rund um Kopf, Wangen und Kinn. Mit einer Kopfrumpflänge von 40 bis 60 Zentimetern zählen Bartaffen zu den kleineren Makaken, wobei die Männchen zwischen fünf und 15, Weibchen zwischen vier und neun Kilogramm wiegen. Bartaffen ernähren sich in erster Linie von Früchten. Zusätzlich fressen sie Blätter, Knospen, Insekten und kleine Wirbeltiere.
Pate werden, Zoo unterstützten Bartaffen und viele weitere Tiere freuen sich über neue Paten. Im Onlineshop unter www.koelnerzoo.de einfach und unkompliziert buchbar – auch als Geschenk immer eine „tierisch“ schöne Idee.
Fotos: Rolf Schlosser