11/07/2021
Ein offener Brief von unserem Redaktionsmitglied Jamie:
Hey ihr Lieben! 🌞
Ich bin Jamie, meine Pronomen im Deutschen sind dey/ dem/ deren (Englisch they/ them), ich bin nicht-binär, Schauspieler*in und Aktivisti. 💪
Ich setzte mich für ein, mit Fokus auf LGBTQ+-Rechten. 🌈
Als Quoten-Enby der Never Too Late Night Show werdet ihr hoffentlich noch öfter was von mir hören.
Zum Thema: .
Wie schon gesagt, sind meine Pronomen dey, dem und deren. Statt also zu sagen "Frag ihn, was er in seinen Kaffee haben möchte" ist es "Frag dem, was dey in deren Kaffee haben möchte."
Gar nicht so schwer, oder? Wenn du das ausprobieren möchtest, auf Slide 4 ist eine kleine Übung, die Lösung ist auf der nächsten Seite. 🧑🏫
Aber was hat das mit dir zu tun, fragst du dich?
Ganz einfach: Durch die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft gestrickt ist, denken wir viel in , das fängt schon in der Kindheit an. Meistens bemerken wir diese Denkmuster gar nicht.
Das führt – vereinfacht gesagt – dazu, dass unsere erste Assoziation bei einer Person im Kleid "Frau" ist und bei einer Person im Anzug "Mann". Wenn die Person im Kleid aber einen Vollbart hat, fängt unser Gehirn an zu streiken. 🚫
Wir können anderen Menschen ihre und Pronomen nicht ansehen, schließen aber täglich vom Aussehen darauf. Nur wenn eine Person androgyn aussieht, stellen wir unsere Wahrnehmung in Frage. Als "femme presenting non-binary person" werde ich oft als Frau wahrgenommen, obwohl das ja gar nicht stimmt. 🤷
Lass uns gegen diesen Mechanismus arbeiten; das binäre Geschlechtersystem zu aktualisieren kommt auch Cis-Menschen – also Menschen, bei denen das zugeordnete Geschlecht zur Geschlechtsidentität passt – zu Gute, weil damit auch Sexismus und toxische Männlichkeit in Angriff genommen werden.
Der erste Schritt dafür ist, sich mit Pronomen auseinander zu setzen. Und der zweite Schritt ist dann, sich selbst nicht nur mit Namen, sondern auch Pronomen vorzustellen! 🙋🙋♀️🙋♂️
Noch Fragen? Schreibt sie gerne in die Kommentare!
~ Love, Jamie ( )