Antenne Traumstadt - Der Filmpodcast

Antenne Traumstadt - Der Filmpodcast ANTENNE TRAUMSTADT
Der Filmpodcast

Betreiber: Bjoern Candidus, Marco Fritz, P. Müller, P. Siebold Unterschiedliche Formate sollen für Abwechslung sorgen.

Der Podcast ANTENNE TRAUMSTADT legt seinen Fokus vor allem auf Filme aus der zweiten und dritte Reihe; konzentriert sich dabei auf sämtliche Genre mit dem Schwerpunkt Horror, Scifi, Fantasy und Thriller, ist aber auch offen für alle anderen Genre-Bereiche. Hier soll es nicht nur um Filmbesprechungen gehen, sondern auch um Filmzeitschriften, Comics, Soundtracks, Bücher, Romanvorlagen, kulturelle En

twicklungen, aktuelles Zeitgeschehen, Interviews, Berichte usw. Des weiteren soll es Sonderfolgen mit wechselnden oder festen Moderatoren geben. Ziel des Podcast ist die Präsentation und Instandhaltung filmischer Kultur. Mit persönlichen Erfahrungen und Fakten basierenden Infos will ANTENNE TRAUMSTADT dem Zuhörer Filme nahebringen und so einen fruchtbaren Boden schaffen. Auch eine Hörer-Community, die das Projekt unterstützen soll, ist wünschenswert.

Klick! Klack!
13/05/2026

Klick! Klack!

Ankündigung:NACHTGESCHICHTEN Folge 6 - Das Bettelweib von Locarno (1810) / Erlkönig (1782)In Folge 6 von NACHTGESCHICHTE...
13/05/2026

Ankündigung:

NACHTGESCHICHTEN Folge 6 - Das Bettelweib von Locarno (1810) / Erlkönig (1782)

In Folge 6 von NACHTGESCHICHTEN sprechen Bjoern Candidus und Patrick Siebold über die Ballade "Erlkönig" von Johann Wolfgang von Goethe und über die Geistergeschichte "Das Bettelweib von Locarno" von Heinrich von Kleist.

DREI WILD WIE DER TEUFEL(NAN QUAN BEI TUI ZHAN YAN WANG, Taiwan, 1976, Regie: Lee Tso-Nam)Yuen, der Kopf eines Verbreche...
11/05/2026

DREI WILD WIE DER TEUFEL
(NAN QUAN BEI TUI ZHAN YAN WANG, Taiwan, 1976, Regie: Lee Tso-Nam)

Yuen, der Kopf eines Verbrechersyndikats, hat die Kontrolle über eine kleine Stadt. Doch als sein Sohn eine alte Frau tötet, will der Polizei-Captain Lu Tung Chun, dass ihm Yuen seinen Sohn ausliefert. Doch der mächtige Yuen denkt nicht daran, sondern will den Captain von seinem Amt entheben, wenn er seinen Sohn nicht in Ruhe lässt. Aber der Captain lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen und legt sich mit Yuen und seinen Schergen an. Dabei bekommt er immer wieder unerwünschte Unterstützung von einem geheimnisvollen Einzelkämpfer, der das Ziel verfolgt, Yuen und seine Falschgeldproduktion zu stoppen.

Lee Tso-Nam hat mit DREI WILD WIE DER TEUFEL eine durchaus gelungene Mischung aus Krimi- und Kung-fu-Actionfilm gezimmert. In der Hauptrolle sind Dorian Tan Tao-Liang als Captain Lu Tung Chun und Wong Tao als Pai Yu Ching, die beide hervorragende Kung-fu-Kämpfe ausfechten, und besonders wild wird es im Finale, wenn sie gemeinsam gegen Ming Chin (aka Tommy Lee) mit blondierten Haaren und weißgeschminktem Gesicht kämpfen. Doch bevor es soweit ist, wechselt Lee Tso-Nam zwischen Story, Charakteraufbau und Action hin und her und entführt einen in die Welt der chinesischen Kultur, die sehr schön eingefangen wurde. Die Kämpfe, die zwischendurch ausgefochten werden, sind leider nur wenig spektakulär, und ein paar Längen bremsen die Inszenierung manchmal etwas aus.

Neben kleinen Problemen liefert DREI WILD WIE DER TEUFEL gute Darsteller, eine ordentliche Story und ein cooles Finale, was den Film für Eastern-Fans interessant genug machen dürfte.

(Bjoern Candidus)

DER TIGER MIT DER TODESKRALLE(XUE YU, Taiwan, 1977, Regie: Wu Ma)Der Black Dragon terrorisiert mit seinem Clan das Land....
10/05/2026

DER TIGER MIT DER TODESKRALLE
(XUE YU, Taiwan, 1977, Regie: Wu Ma)

Der Black Dragon terrorisiert mit seinem Clan das Land. Wie aus dem nichts erscheint Tiger, ein Fremder, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Black Dragon zu vernichten, da er Rache nehmen möchte für die Ermordung seines Vaters. Auf seinem Rachefeldzug lernt er schließlich einen Jungen und einen Einzelkämpfer kennen, der offensichtlich das gleiche Ziel verfolgt.

Hongkong-Kino-Legende Wu Ma schickt Wong Tao als Tiger (bzw. Cloud) auf einen Rachefeldzug, der vor allem eins ist: extrem kurzweilig.

Es ist schon etwas anmaßend, DER TIGER MIT DER TODESKRALLE mit der Kopie einer der berühmtesten Szenen aus SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD (1968) zu starten. Auch hier steht ein Vater mit einem Strick um den Hals auf den Schultern seines Sohnes, der seinen Vater unweigerlich in den Tod fallen lässt, als ihn die Kräfte verlassen. Doch Leones Meisterstück ist schnell vergessen, wenn man den jetzt erwachsenen Sohn sieht, der seine Rachetour startet. Als wortkarger Tiger kämpft sich Wong Tao durch einen Trupp Kämpfer des Black Dragon Clan und sendet früh die Signale, die bis zum Ende immer lauter werden. Die hervorragend choreografierten Kung-fu-Kämpfe sind ebenso versiert fotografiert und geschnitten. Levelartig geht es hier von Szene zu Szene, die neue Auseinandersetzungen bereithalten. Da ist z.B. Philip Ko, der als Handlanger des Black Dragon blitzartig Kehlköpfe mit der Hand zerquetschen kann oder ein Trupp von Frauen, die erst eine Tanzeinlage hinlegen, bevor sie ihre Fächer zu tödlichen Waffen umfunktionieren. Am Ende wartet dann in seiner Festung auf dem Berg Tommy Lee als buckliger Black Dragon.

DER TIGER MIT DER TODESKRALLE ist nicht nur ein Feuerwerk aus fernöstlicher Kampfkunst, sondern auch ein visuell sehr schöner Film, der einem viel Natur zeigt. Felder, Bäume, Blumen und Berge dominieren die Hintergründe, wenn man nicht gerade in Tempeln kämpft oder Einblicke in ein Spielkasino erhält. Der schöne Score von Fu-Liang Chou hat mich das ein oder andere Mal an den Italowestern erinnert, womit sich auch der Kreis zum Anfang schließt.

Wenn man über die flache Rache-Story von DER TIGER MIT DER TODESKRALLE hinwegsieht, was für mich ein Leichtes war, bekommt man einen sehr schön inszenierten Martial-Arts-Actionfilm geliefert, der von Anfang bis Ende wie aus einem Guss erscheint.

(Bjoern Candidus)

DJANGO - DIE NACHT DER LANGEN MESSER(CIAKMULL - L‘UOMO DELLA VENDETTA, Italien, 1970, Regie: Enzo Barboni)Bei einem näch...
09/05/2026

DJANGO - DIE NACHT DER LANGEN MESSER
(CIAKMULL - L‘UOMO DELLA VENDETTA, Italien, 1970, Regie: Enzo Barboni)

Bei einem nächtlichen Bankraub wird zur Ablenkung ein Feuer in einer Klinik für Geisteskranke gelegt. Dabei können vier Gefangene fliehen. Einer der Bankräuber erkennt einen der flüchtenden Männer wieder. Er glaubt, in ihm den getöteten Django (im Original Chuck Mool) zu erkennen, bevor er stirbt. Django, der durch eine Amnesie selbst nicht mehr weiß, wer er ist, macht sich mit seinen Kollegen auf in den Ort Oxeca. Dort stößt Django auf einen Mann, der behauptet sein Bruder zu sein, um ihn für einen finsteren Plan zu benutzen.

Enzo Barboni (DIE RECHTE UND DIE LINKE HAND DES TEUFELS, 1970) konnte auch ernste Western drehen, wie er mit DJANGO - DIE NACHT DER LANGEN MESSER unter Beweis stellte. Der fehlende Humor wird durch Action ersetzt, die sich direkt zu Beginn zeigt, wenn es zum Banküberfall und der Brandstiftung übergeht. So feurig starten Western selten. Doch Barboni lässt nicht nur Fäuste und Kugeln sprechen, sondern liefert auch eine spannende Story über Chuck Mool, für den in der deutschen Synchronisation mal wieder Django herhalten musste. Dieser wird von Leonard Mann verkörpert, der auch hier wieder einen ordentlichen Job erledigt. Begleitet wird er gleich von drei guten Bekannten: Woody Storde, Peter Martell und George Eastman. Des Weiteren gibt es auch ein Wiedersehen mit Luciano Rossi, Ida Gali und vielen weiteren, die allesamt ein gutes Bild in DJANGO - DIE NACHT DER LANGEN MESSER abgeben. Gute Bilder hat auch Kameramann Mario Montuori abgegeben. Der hat den Herbst des Jahres genutzt und den bunten Mischwald wunderbar eingefangen, der die Inszenierung optischen von vielen seiner Kollegen abhebt. Statt Wüste und karge Felslandschaften warten hier Bäume, Felder und grüne Hügel auf einen. Auch die Nachtaufnahmen und eine spätere Szene auf einem Friedhof, sorgen für eine dichte Atmosphäre. Gar nicht abholen konnte mich der Score von Riz Ortolani, der entweder unpassend klingt oder langweilig plätschert.

DJANGO - DIE NACHT DER LANGEN MESSER ist ein düster Italowestern mit starken Figuren und einer spannend erzählten Geschichte.

(Bjoern Candidus)

VERSUNKENE WELT(THE LOST WORLD, USA, 1960, Regie: Irwin Allen)Professor Challenger glaubt, im südamerikanischen Regenwal...
08/05/2026

VERSUNKENE WELT
(THE LOST WORLD, USA, 1960, Regie: Irwin Allen)

Professor Challenger glaubt, im südamerikanischen Regenwald eine Gegend entdeckt zu haben, auf der noch immer prähistorische Lebewesen anzutreffen sind. Da ihm niemand Glauben schenken will, begibt er sich gemeinsam mit einem Team auf eine Expedition, um seine Entdeckung zu beweisen.

Irwin Allen entführt einen in die Welt von Arthur Conan Doyles Roman "The Lost World" (1912), der bereits 1925 von Harry O. Hoyt filmisch umgesetzt wurde. Was direkt auffällt ist die zeitliche Verschiebung der Story in die Gegenwart, was allerdings kein Problem ist. Viel problematischer sind die
unsymapthischen Figuren, allen voran Claude Rains als Professor George Edward Challenger und Michael Rennie als Lord John Roxton. Griesgrame, Machos, Spinner und das typische Weibchen (Jennifer Holmes) bestimmen die Geschichte von VERSUNKENE WELT, was Irwin Allens Inszenierung leider etwas drückt. Kevin Connor hatte da in seinem ähnlich gelagerten Fantasy-Abenteuer-Kino ein besseres Händchen. Positiver wird es auch nicht mit der Darstellung der Dinosaurier, die hier aus echten Reptilien bestehen, die man mittels Slurpasaur-Technik mit Hörnern und anderen Dingen beklebt hat, um sie als Dinosaurier zu verkleiden. Das sieht zwar gar nicht so schlecht aus, doch jedes Ray Harryhausen-Dino-Modell ist schöner anzusehen. Sehr fies ist auch der herbeigeführte Kampf zwischen einem (Dino-)Waran und einem (Dino-)Krokodil, den man sich wirklich hätte verkneifen können. Sehr gelungen sind die aufwendigen Studiokulissen, die einen levelartig in immer andere Bereiche der Insel vordringen lassen, um sie gemeinsam mit den ausladenden Figuren zu erkunden. Neben der Fauna überzeugt die Flora in VERSUNKENE WELT noch mehr. Vor allem die vielen Blumen in ihren knalligen Farben sind sehr charmant und versprühen ein schönes 60er-Jahre-Gefühl, was immer wieder Opfer der zahlreichen Diskussionen der Damen und Herren wird, die keine Klischees auslassen.

Visuell ist die VERSUNKENE WELT ein ansehnlicher Fantasy-Abenteuerfilm mit viel Liebe für Details, doch die erwähnten Negativ-Faktoren überwiegen und befleckten Allens Inszenierung unschön.

(Bjoern Candidus)

TI LUNG - DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER(SHATTER, GB, HK, 1974, Regie: Michael Carreras, Monte Hellman)Nachdem er...
07/05/2026

TI LUNG - DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER
(SHATTER, GB, HK, 1974, Regie: Michael Carreras, Monte Hellman)

Nachdem er seinen Auftrag, die Ermordung eines afrikanischen Diktators und die Entwendung wichtiger Unterlagen, erledigt hat, kehrt der Auftragskiller Shatter zurück nach Hongkong, um sein Honorar bei seinem Auftraggeber abzuholen. Doch der einflussreiche Kopf eines Syndikats weigert sich, das Geld zu zahlen und setzt stattdessen Killer auf Shatter an, der Unterstützung von einem Kung-Fu-Meister bekommt.

Nachdem Monte Hellman während der Dreharbeiten gefeuert wurde, sprang der Studioboss Michael Carreras persönlich ein und brachte TI LUNG - DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER zu Ende, der direkt im Anschluss von DIE 7 GOLDENEN VAMPIRE gedreht wurde und ebenfalls eine Co-Produktion zwischen den Hammer-Studios und den Shaw Brothers ist. Inhaltlich gehen die beiden Filme aber komplett auseinander, denn hierbei handelt es sich um einen waschechten Action-Thriller, der das damals angesagte fernöstliche Kino kombiniert.

Der Film legt direkt zu Beginn ein ordentliches Tempo an den Tag, was er bis zum Ende gut durchhält. Es kommt zwar zu vielen Dialogen, aber diese werden immer wieder durch die nächste Action-Szene abgelöst. Die Inszenierung liefert Verfolgungen in engen, aber belebten Gassen von Hongkong und fernöstliche Kampfkünste unterschiedlichster Stile, gegen die sich Mr. Shatter aus England vor allem mit seinen Fäusten zu Wehr setzt, wenn er nicht gerade ein Attentat mit einer Kamera mit eingebauter Schießfunktion verübt. Auffällig ist die Blutrünstigkeit, mit der man hier vorgeht. Man bekommt ein paar für Hammer untypischen Kopfschüssen mit ordentlich Blutvergießen zu sehen.

TI LUNG - DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER ist rasant inszeniert, wurde sehr schön fotografiert und farblich toll arrangiert, doch es gibt auch einen großen Minuspunkt, und den fährt Stuart Whitman als Shatter ein. In seinem Anzug hätte ich ihm die Rolle eines erfolglosen Vertreters, der abends sein Heil in einer Kneipe sucht, durchaus vorstellen können, aber als Auftragskiller ist er eher fehlbesetzt. Mehr Power und Überzeugung bringt Lung Ti als Tai Pah mit rein, der seinen attraktiven Körper als Waffe einsetzt. Nebenbei lässt sich auch Dauergriesgram Anton Diffring sehen, und für Peter Cushing endet hier seine lange Karriere bei Hammer.

TI LUNG - DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER bietet inhaltlich wahrlich nichts Neues und sein Hauptdarsteller ist die Ödnis in Person, aber der ganze Rest, samt dem coolen Score von David Lindup ist kurzweilig und ansehnlich inszeniert.

(Bjoern Candidus)

06/05/2026

Provided to YouTube by Universal Music GroupZimmer: Avarice · The Lyndhurst Orchestra · Gavin GreenawayHannibal - Original Motion Picture Soundtrack℗ 2001 De...

TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES(RETURN OF THE LIVING DEAD: PART II, USA, 1988, Regie: Ken Wiederhorn)Beim Transport d...
06/05/2026

TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES
(RETURN OF THE LIVING DEAD: PART II, USA, 1988, Regie: Ken Wiederhorn)

Beim Transport des hochgiftigen Gases Trioxin löst sich eins der Fässer und rollt einen Abhang herunter. Als der Verlust bemerkt wird, begibt man sich auf die Suche, doch es ist bereits zu spät. Ein paar Jugendliche finden das Fass und öffnen es versehentlich, was dazu führt, dass das Gas austritt und sich auf dem nahegelegenen Friedhof niederlegt und die dort ruhenden Toten erweckt.

Nach Dan O’Bannon Erfolg mit VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN (1985) vergingen drei Jahre, bis die Toten erneut aus den Gräbern steigen durften. Was O’Bannon noch vorzüglich gelungen ist, gerät bei Ken Wiederhorn (SHOCK WAVES, 1977) schnell ins Straucheln: Horror mit Humor zu kombinieren. Der zynische Humor des Erstlings wurde weichgewaschen, was sich vor allem negativ auf die tölpelhaft agierenden Zombies auswirkt. Die wirken zu keiner Zeit so bedrohlich wie bei O’Bannon und sind im Vergleich auch ziemlich langweilig gestaltet. Auch in Sachen Gore bleibt man hier weitaus zurückhaltender.

Positiv ist die Verlagerung der Story in eine Neubausiedlung, die durch die jungen Darsteller, die hier in erster Linie vertreten sind, Erinnerungen an POLTERGEIST (1982) und THE GATE (1987) wecken. Durch den Einsatz der Teenager wird der Ton von TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES auch nicht ernsthafter, aber sie bringen mehr Unterhaltung rein, als das erneute Auftauchen von Clu Gulger und Thom Mathews, die diesmal als Grabräuber unterwegs sind und nicht mehr so zünden wie in VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN. Schön atmosphärisch ist zumindest der Friedhof, auf dem die beiden nach dem Schmuck von Verstorbenen suchen und dabei von Zombies attackiert werden. Wurde die Army im Vorgänger lediglich am Ende eingesetzt, nimmt sie hier einen größeren Part ein, um einer Ausbreitung der Seuche entgegenzuwirken. Aber auch in diesem Punkt kann Wiederhorns Inszenierung keine Spannung aufbauen.

TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES ist schön fotografiert, hat solide Effekte, aber ertrinkt in jeder Hinsicht im Schatten seines Vorgängers.

(Bjoern Candidus)

VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN(RETURN OF THE LIVING DEAD, USA, 1985, Regie: Dan O’Bannon)Mit VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN ...
05/05/2026

VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN
(RETURN OF THE LIVING DEAD, USA, 1985, Regie: Dan O’Bannon)

Mit VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN (die deutsche Titelschmiede gehört mal wieder geschlagen) hat Dan O’Bannon einen starken Beitrag im Zombiekino der 80er-Jahre geleistet, der auf sehr ausgewogene Art Horror mit schwarzem Humor kreuzt.

O’Bannon stößt einen direkt in die morbide Welt von Leichen und Tierkadavern, die sich in einem Lagerhaus der medizinischen Fakultät befinden, in dem man die beiden Angestellten Burt und Freddy kennenlernt, die als erstes Schwierigkeiten mit den lebenden Toten bekommen, als sie versehentlich ein Fass mit einem Kampfstoff namens Trioxin öffnen. Dieses von der Army entwickelte Gas besitzt die Eigenschaft, Tote wiederauferstehen zu lassen. Der Film DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN (1968) wird von Burt als Tatsachenbericht verkauft, in der man die Ursache unterschlägt, da alles unter der Geheimhaltung der Regierung steht. Parallel zu dem Handlungsstrang um Burt und Freddy, die beide von dem Gas kontaminiert werden und Hilfe bei dem Leichenpräparator Ernie suchen, fahren ein paar Punks vor, die sich, während sie auf Freddy warten, auf dem anschließenden Friedhof vergnügen. Während eine der Damen (Linnea Quigley) n***t auf einem Grab tanz, eskaliert die Situation um Burt, Freddy und Ernie, was dazu führt, dass das Trioxin mit dem eisetzenden Regen auf den Friedhof gelangt, wo sich die Toten aus ihren Gräbern erheben, um sich auf die Suche nach menschlichen Gehirnen zu begeben. Die beiden Handlungsstränge verbinden sich und man darf sich auf eine derbe Auseinandersetzung zwischen den Lebenden und den Toten freuen.

Was bei VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN direkt positiv ins Auge fällt, ist die frühabendliche Atmosphäre, mit der der Film startet und in der einem das Friedhof- / Lagerhallen-Setting präsentiert wird. Der verrottete Friedhof ist hervorragend gestaltet, und wenn die ausgestopften Tiere in der Lagerhalle wieder beginnen zu leben und halbe Hunde wieder anfangen zu bellen, wird es reichlich bizarr. Auch die Rückkehr ins Leben einer n***ten Leiche, die in mehrere Stücke gehackt wird, hinterlässt einen ekligen Beigeschmack, den der Film stets mit sich bringt. Immer wieder greift O’Bannon tief in die Trickkiste, wenn er seine Zombies loslässt. Dabei ist vor allem das Make-up der Untoten zu loben, was sehr kreativ ausgefallen ist. Es gibt frische Zombies, aber auch komplett verweste oder halbierte, die sich über den Boden schleppen. In den seltensten Fällen können Zombies sprechen, hier schon. Sie rufen unentwegt nach "Gehirn", was sie verzehren müssen, um den Schmerz in ihnen zu mildern, was man durch das Verhör eines Zombies erfährt.

VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN besticht durch sein gesamtes Produktionsdesign, durch die wirkungsvollen Masken, Effekte und den musikalischen Einsätzen, die die Produktion zu jeder Zeit qualitativ erscheinen lassen. Es sind die schrägen Figuren und der Humor, der hier bei manchen Zuschauern zu Problemen führen könnte, aber O’Bannon zeigt eindrücklich, dass er auch diese Bereiche beherrscht, ohne in tölpelhaftem Quatsch zu versinken. Clu Gulger, Thom Mathews, Linnea Quigley und der Rest passen gut ins Gesamtbild.

Dan O’Bannon hat gleich zwei wichtige Horror-Subgenre der 80er-Jahre ansehnlich unter einen Hut gebracht: den Zombiefilm und die Horror-Komödie. VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN gehört zu Recht zu den Klassikern des Genres und dürfte selbst bei einem neuen Publikum auf Gefallen stoßen.

(Bjoern Candidus)

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