12/06/2026
"Ich wusste nicht das im Café des Weltecho so viele Menschen Platz haben - und auch nicht das auf die Bühne so viele Musiker passen" - so Johanna Summer am 11. Juni 2026 bei ihrem Konzert mit der Spielvereinigung Sued. Im Video wird die einmalige Atmosphäre des Abends ersichtlich.
Ein Kommentar von Harald Krause
… m Weltecho bei „all that jazz & music“ … gedeiht die Liebe zu unserer Musik und Lebensart.
… Mit der gnadenreich vom Jazz und ungeläufiger Klassik-Präsenz beschenkten Plauener Weltbürgerin und Pianistin Johanna Summer traf das alles auch wieder in Chemnitz zu! …
… Begonnen hat Johanna Summer für Großorchester schon 2023 mit der WDR-Big Band zu spielen - alles Professoren und A-Orchester-Größen, wo Michael Abende für sie ihre Kompositionen transkribierte. Johanna Summer plakatiert, bewirbt, so auch in„Invitation“, wo Abende das Arrangement schrieb, sie umwirbt diese Band.
In ihrem Spiel erarbeitet sie Stepp by Stepp sehr große
Klangwolken - "Sheets of Sounds" nannten das die Musiker um
Coltrane, wie etwa McCoy Tyner und hin bis zu Joachim Kühn.
In dieser Tradition des "Learning by Pain" trägt diese junge und
energetische Pianistin jene Inspirationen wie bildhafte Songs
vor. So entwickelt sie zu einer Hommage an Keith Jarrett in
„Keith“ einen energetischen Wirbel, auf Stakkato-Patterns
gesetzt und vertikal hoch geschossen. Das Transzendente kam
dabei auch zum Vorschein: Johanna Summer und der Band-
Bassist Lorenz Heigenhuber ergänzen die Stücke wie ein
Jahrzehnte sich kennendes Duo, eine wahre Freude, dies
erleben zu dürfen
Den in sich logischen als "Große Tilgung" angesagten Song
verdichtete ihre rasante Tasten-Präferenz inmitten der
großartigen Band, die heuer sehr jung und ohne so manchen
der aus den Jahren bekannten älteren Kollegen und Innen
auskam. Das lief satt und explosiv, wie es sich für Big Bands
gehört, aber auch lyrisch und opulent solistisch zu- und
übereinander.
Diese Pianistin und die ihr zur Seite stehende Spielvereinigung Sued von launigen, freudigen, enthusiastischen Spielern mit dem Wissen ihres Könnens hatten sichtbar Spaß mit ihrer Materie, dem Big Band Jazz.
Zum Schluß bekannte sich Johanna Summer noch mal dazu. In einer Verneigung vor dem genialen Wayne Shorter mit einer Adaption des Songs "Night-Dreamer" zu ihrer Interpretation als "Day Dreamer".