27/08/2026
Wir bleiben in Busdorf 🤘
„Am Ende haben wir uns für unser Zuhause entschieden.“
Das ging dann doch plötzlich ganz schnell. Lange, sagt Veranstalter Daniel Spinler, habe es nach der zweiten Variante ausgesehen. Denn auf dem angestammten Gelände östlich der B77 wurde es immer enger, nachdem dort ein Solarpark gebaut worden war. Eine Erweiterung oder Umgestaltung des Areals schien schwierig bis unmöglich. Bis Donnerstag. Da kam doch noch grünes Licht von den Behörden. Ergebnis: Das BOA bleibt künftig und auch langfristig in Busdorf.
„Am Ende haben wir uns für unser Zuhause entschieden“, sagt Daniel Spinler bei einem spontanen Ortstermin auf einer Koppel in der Nähe des Festivalgeländes – und wirkt dabei sichtlich erleichtert. Denn der Umzug nach Fahrdorf sei zwar möglich gewesen, „aber wir sind jetzt zehn Jahre hier, wir kennen uns alle, alle kennen die Abläufe. Das aufzugeben, wäre auch emotional schwer gewesen.“ Entsprechend schwierig seien die vergangenen Tage, in denen er „unzählige Gespräche“ geführt habe, auch für ihn persönlich gewesen.
Mit „wir“ meint Spinler auch die beiden Busdorfer Landwirte Bernd Peters und Gerd Metauge, die von Beginn an Teile ihres Landes an das BOA verpachtet haben. Gemeinsam mit ihnen hat Spinler nun eine Lösung gefunden, um auch künftig zusammenarbeiten zu können. So stehen künftig, anders als bislang, große Flächen südlich der Straße Twischenwark (diese führt vom Busdorfer Kreisel Richtung Königshügel/Selk) zur Verfügung. „Dafür hatten wir vorher keine Genehmigung. Dass es jetzt auf den letzten Drücker doch noch geklappt hat, ist ein echter Glücksgriff für uns“, sagt Spinler.
Denn im Endeffekt werde das BOA durch die neuen zur Verfügung stehenden Koppeln, die vorwiegend als Campingflächen genutzt werden sollen, „sogar deutlich gewinnen“. Man habe dadurch mehr Platz und eine bessere Zuwegung zum Festivalgelände, ohne dass irgendwelche Straßen überquert werden müssten. Und auch das sogenannte Infield mit den Bühnen, dem „Wikingerdorf“ und der Gastronomie könne dadurch spürbar erweitert werden. „Wir sind jetzt für die nächsten zehn Jahre richtig gut aufgestellt und haben sogar noch Möglichkeiten, mehr Besucher aufzunehmen oder hier und da ein paar neue Ideen umzusetzen“, sagt Spinler.
Dass er direkt nach dem BOA 2026 öffentlich verkündet hat, dass das Rockfestival nach Fahrdorf umziehen werde, „könnte man im Nachhinein vielleicht als etwas vorschnell ansehen“, sagt der Veranstalter. Er betont aber auch, dass zu diesem Zeitpunkt nichts darauf hindeutete, dass es in Busdorf noch eine Zukunft gebe. Die öffentliche Diskussion habe aber „noch einmal eine richtige Dynamik in das Thema gebracht“.
Sein Dank gehe dabei an die beteiligten Landwirte und Behörden, aber auch Richtung Fahrdorf, wo man dem BOA eine gute Alternative aufgezeigt habe. „Jetzt haben wir aber hier in Busdorf eine richtig charmante Lösung gefunden“, sagt Spinler. Gerd Metauge sieht das genauso. „Wir alle hier leben das BOA. Wir sind sehr froh, dass es auch weiter hier in Busdorf stattfindet“, sagt der Landwirt, der mit seinem Kollegen Bernd Peters jetzt schon an der Fruchtfolge für die benötigten Flächen tüfteln kann.
Denn im nächsten Sommer müssen diese frei sein. Das BOA 2027 findet dann vom 18. bis 21. August statt. Die ersten 6000 Frühbuchertickets sind bereits verkauft worden. Erneut werden am Ende bis zu 15.000 Fans erwartet – und zwar am Busdorfer Ortsrand.
(Text shz)
Danke an alle 🤘