14/02/2024
Entschuldigung, ähm, darf ich mal, Vorsicht.....
Kennt ihr das auch? Du steigst in einen bereits vollen Aufzug, und obwohl klar ist, dass die räumliche Logik und Höflichkeit ein kurzes Aus- und Wiedereinsteigen vorschlagen würden, um den Ablauf für alle einfacher und schneller zu gestalten, passiert genau das Gegenteil.
Ein perfektes Beispiel dafür erlebte ich heute morgen:
Ein voller Aufzug, eine neue Person steigt zu, und als jemand, der hinten steht, aussteigen möchte, entsteht ein kleines Chaos. Statt gemeinsam für einen Moment auszusteigen oder zumindest Raum zu schaffen, bleibt jeder stur an seiner Stelle. Die aussteigende Person muss sich mühevoll an allen vorbeischieben, begleitet von genervten Blicken und dem ein oder anderen Seufzer.
Dieser alltägliche Moment wirft heute eine größere Frage auf: Warum fällt es uns so schwer, im Alltag kurz innezuhalten und das große Ganze zu betrachten? Sind wir so in unsere eigenen Gedanken und Routinen vertieft, dass wir die einfachen Lösungen für gemeinsame Probleme nicht mehr sehen? Oder ist es die Angst, auch nur einen Moment zu verlieren, der uns dazu bringt, auf ineffiziente und manchmal unhöfliche Wege zu beharren?
In einer Welt, die immer schneller und hektischer wird, ist es wichtiger denn je, bewusst Momente der Achtsamkeit zu schaffen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir alle ein wenig mehr aufeinander und auf unsere Umgebung achten. Denn oft sind es die kleinen Gesten der Rücksichtnahme und des gemeinsamen Problemlösens, die den Alltag für uns alle ein bisschen leichter und angenehmer machen können.
Was denkt ihr? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, oder sehe ich das zu eng?