13/09/2025
"Prinzip Rauschen“ soll die Leitung des Alten Magazins übernehmen
Die Stadtverwaltung hat eine neue Leitung des Alten Magazins gefunden: Das Künstler*innenkollektiv „Prinzip Rauschen“ soll die auch als Kindertheaterhaus bekannte Spielstätte übernehmen. Prinzip Rauschen plant dort, einen zeitgemäßen Gestaltungs- und Möglichkeitsraum für Kinder zu etablieren. Kinder sind nicht nur als Publikum willkommen, sondern werden eingeladen, das Haus, die Inszenierungen und das Programm mitzubestimmen und aktiv mitzugestalten. Die Neubesetzung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die politischen Gremien, die voraussichtlich im Oktober entscheiden werden. Am 1. November könnte die neue Leitung übernehmen, für August wäre die Wiedereröffnung der Spielstätte geplant.
„Prinzip Rauschen“ besteht aus Malte Andritter, Nico Franke, Theresa Frey und Hans Peters. Eine Partnerschaft mit dem treppenhausorchester – insbesondere mit ihrer Vermittlungssparte STEP UP und ihrer treppenhauscloud – ergänzt ihr Konzept.
„Mit Prinzip Rauschen und der Kooperation mit dem treppenhausorchester gewinnt das Alte Magazin ein starkes Team, das Kinder und Jugendliche aktiv einbindet und Kultur erlebbar macht. Wir freuen uns auf ein vielfältiges und inspirierendes Programm“, sagt Eva Bender, Hannovers Dezernentin für Bildung und Kultur.
Zusammen mit dem treppenhausorchester bildet Prinzip Rauschen die Grundlage für ein interdisziplinäres Programm, das auf Partizipation, Nachhaltigkeit und kulturelle Teilhabe für ein diverses Publikum ausgerichtet ist – auch für Menschen jenseits der Altersgrenze von zwölf Jahren. Geplant sind neben eigenen Produktionen auch Gastspiele, Produktionen von Kindern und Koproduktionen. Das Angebot umfasst auch Schulbesuche ebenso wie Vorstellungen in Kindertagesstätten.
„Wir wollen Strukturen schaffen, die Kindern echte Mitbestimmung ermöglichen. Wir sind überzeugt: Theater muss nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne gedacht werden – partizipativ, solidarisch, ökologisch und in enger Beziehung zur Stadtgesellschaft“, sagt das Künstler*innenkollektiv, das sich in einem zweistufigen Auswahlverfahrens durchgesetzt hat.