31/08/2025
Demnächst im Bannoser Theater
Die Komödien-Gruppe präsentiert:
„Vorsicht, Trinkwasser!“ spielt in der amerikanischen Botschaft eines fiktiven europäischen Landes hinter dem Eisernen Vorhang. Aufgrund einer wichtigen Reise setzt Botschafter James F. Magee seinen Sohn Alex, Mr Katastrophe, für die Dauer seiner Abwesenheit als Leiter der Botschaft ein. Der in diplomatischen Dingen eher unbegabte Sohn steht kurz nach Vaters Abreise vor der ersten heiklen Aufgabe: Das amerikanische Ehepaar Hollander und deren Tochter suchen Schutz in der Botschaft. Sie werden der Spionage verdächtigt, da sie während ihres Urlaubs Fotos in einem Sperrgebiet aufgenommen haben. Der Geheimdienstchef Krojack verlangt die Auslieferung der vermeintlichen Spione, doch Mr Katastrophe verweigert die Kooperation. Schließlich hat man in der Botschaft Erfahrung mit solchen Vorgängen; seit sechs Jahren lebt hier „Vater Drobney" im Asylantenstatus. Seinerzeit rettete er sich dadurch vor der Verfolgung durch die kommunistische Polizei.
Über all der Aufregung hat Katastrophen-Alex den angekündigten Besuch des Sultans von Bashir, den sein Vater ihm wegen eines wichtigen Ölgeschäftes besonders ans Herz gelegt hatte, völlig vergessen. Der Urlaub wird zur Farce und der nervige Partyservice-Besitzer Walter Hollander zur Geduldsprobe für die Botschaftsangehörigen. Doch für Alex ist es vielleicht die Chance, sich endlich einmal im diplomatischen Dienst zu beweisen und am Ende sogar für seine Tollpatschigkeit entschädigt zu werden.
Um auch diese Frage zu beantworten:
Was hat der Titel des Stückes "Vorsicht, Trinkwasser" mit dem Inhalt zu tun?
Die Antwort dazu findet sich im amerikanischen Titel des Originals "Don't drink the water", also die Aufforderung, das Wasser nicht zu trinken. Dies war der Spruch, den überbesorgte Eltern in den USA ihren Sprösslingen mit auf den Weg gaben, wenn sich diese von der elterlichen Fürsorge lösten. Das amerikanische Trinkwasser wurde früher gerne aus Wasserspendern bezogen, und die wurden der Legende nach nicht immer mit frischem, trinkbaren Wasser befüllt. Für uns, die wir völlig selbstverständlich unser Wasser aus dem Wasserhahn nehmen, klingt das wahrhaft etwas merkwürdig. Doch Woody Allen meinte im übertragenen Sinne die Altvorderen, die ihre Kinder dazu anhielten, in der Fremde doch bitte keine unamerikanischen Verhaltensweisen anzunehmen. Also kein fremdes Wasser zu trinken. Diese Redewendung ist auch heutzutage in Amerika bekannt, doch wird sie offenbar nur noch von ausgesprochenen Zynikern verwendet.
Im Stück wäre es ganz eindeutig der Ratschlag gewesen, den Walter Hollander besser beherzigen hätte sollen... doch sind wir froh, dass er es nicht tat, sonst wäre diese fabelhafte Geschichte nie passiert...
Ensemble
Alex Magee - Fabian Stichling
Walter Hollander - Thomas Janitschek
Marion Hollander - Kerstin Gertig/ Ingrid Prattinger
Susan Hollander - Josefine Arnold/ Antje Berger
Vater Drobney - Markus Habermehl
Mr. Krojack - Nikolai Jeuthe
Mrs. Kilroy - Karin Goede
Mrs. Burns - Anne Prattinger
Küchenchefin - Carina Hotz/ Anne Schneider-Wendt
Botschafter James F. Magee - Manuel Schneider/ Walter Steinmetz
Sultan v. Bashir - Nikolai Jeuthe/ Manuel Schneider
Yanis Kasnar/ Frau des Sultans - Emma Marquardt
Folgende Aufführungstermine sind geplant:
Premiere: 18. Oktober
Weitere Aufführungen: 24. , 25. Und 31.Oktober
01., 07., 08.,14., 15., 21. Und 22. November 25
09., 10., 16., 17., 23., und 24.Januar 2026
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und einen unterhaltsamen Abend im Bannoser Theater!