19/04/2026
Zur Absage des Kultursommers:
Unser Konzert im Rahmen der Langen Nacht der Kultur wird stattfinden. Zufällig.
Die Absage des Kultursommers trifft alle Künstler/-innen, Vereine und Organisationen, die sich an den Planungen beteiligt haben eiskalt. Ohne Vorwarnung, ohne Rücksprache, ohne Wertschätzung wird damit die Arbeit vieler kultureller Akteure der Stadt zunichte gemacht.
Man muss wissen, dass der Kultursommer offiziell eine Veranstaltung der Stadt ist, die aber von den vielen, teilweise ehrenamtlichen arbeitenden Vereinen und Institutionen bespielt und ausgestaltet wird. Diese gehen dafür in Vorleistung, planen und gehen Verträge ein, in der stillen Hoffnung, dass das Geld dann auch fließen wird. Tja, nun haben alle einfach Pech gehabt.
Das hätte uns auch passieren können, wir hatten einfach nur Glück, dass wir unser Konzert nicht zum Kultursommer angemeldet haben, sondern zur Langen Nacht der Kultur. Die Stadt wird die Veranstaltung bezuschussen, aber es hätte eben auch anders ausgehen können. Wir wären dann persönlich auf den Kosten des Vertrages sitzen geblieben (der Verein hat kein Geld). Die Band wäre für uns nicht mehr buchbar gewesen und die Agentur hätte uns auf den Index gesetzt.
Der Fehler liegt hier ganz klar im System und muss für eine zukünftige Zusammenarbeit dringend behoben werden. Es geht nicht, dass die Stadt die Stadtgesellschaft bittet, für sie Veranstaltungen zu organisieren, für die dann bei einer Absage letztendlich diejenigen, die an der Basis die Arbeit gemacht haben, haften. Auf Nachfrage war übrigens schon im Vorfeld von der zuständigen Behörde nur die Frage zu hören, wo denn das Problem sei, Bremerhaven mache das doch schon immer so. Nun hat sich aber gezeigt, dass dieses System dann doch nicht immer funktioniert und diejenigen, die es zu verantworten haben scheinbar keinerlei Unrechtsbewusstsein an den Tag legen.
Hier ist nun ein Vertrauensbruch zwischen Stadt und Kulturszene entstanden, der nicht so leicht zu kitten sein wird.