Wir sehen überall auf der Welt ein erstarken von rechten Parteien und Strukturen. Auch in Deutschland ist Alltagsrassismus und Nationalismus leider immer noch in der Gesellschaft vorhanden beziehungsweise auf dem Vormarsch. Rechte Hetze wird immer salonfähiger, Menschen die sich dagegen positionieren als „Gutmenschen“ oder Spinner betitelt. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken. Das wollen
wir als jugendliche Bremerhavener*innen im Rahmen des United-We-Stand-Festivals, bei dem sich durch Musik, Workshops und politische Vorträge gegen Rassismus und für Gleichberechtigung engagiert werden soll. Dabei werden wir auch Probleme wie Kinderarmut und Inklusion, bei denen wir in Bremerhaven dringenden Handlungsbedarf sehen, nicht unter den Tisch fallen lassen. Das United-We-Stand-Festival setzt sich explizit gegen Rassismus und Nationalismus und für Integration, Gleichstellung und Gleichwertigkeit aller Menschen ein. Dabei werden die Probleme nicht als einzelne betrachtet. Wir sehen einen Zusammenhang zwischen ihnen und unserem Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, dass aus ständiger Konkurrenz der Menschen untereinander besteht. Doch nicht nur das Festival, als jährliches Ereignis, hilft dabei sich in den Weg der rechten Hetzer*innen zu stellen, der selbstorganisierte Charakter des Festivals baut auf einem Bündnis, bestehend aus Jugendverbänden aus Bremerhaven, auf. Diese Organisationen und Verbände bieten Kindern und Jugendlichen dauerhafte Strukturen, in denen sie eine Stimme bekommen, ihr Engagement etwas bewegt und solidarischer Umgang miteinander gelernt und gelebt wird. So kann nicht nur das Abfangen von Jugendlichen durch rechte Hetzer verhindert werden, sondern ihre sozialen und gesellschaftlichen Probleme ernstgenommen werden. Diese Strukturen sowie das Festival sind unserer Ansicht nach unverzichtbar um allen zu zeigen, dass ein alternativer, solidarischer Umgang miteinander möglich ist.