BocholterBühne

BocholterBühne Wir lieben Theater

05/04/2025

Georg Ketteler - Feinsinn war sein wirklicher Name Als ich ihm vor fast 30 Jhren gegenübersaß und einen 5stelllgen Kostenentwurf vorlegte, das kannte ich aus meiner münsteraner Tätigkeit, lächelte er mich mit aller Sanftmut an und sagte: „Bei uns in Bocholt machen wir das anders.“ Er wehrte mich nicht ab, sondern überlegte mit mir, wie wir Einnahmen erzielen könnten. Den weiteren Vorstoß doch die Bühne im Bühnenhaus zu verkleinern, beantwortete er mit einer Begehung und wir überlegten gemeinsam wie das wohl zu bewerkstelligen sei. Das jahrelange Lamento und Klagen über fehlende kleinere Produktions- und Aufführungsstätten ertrug er mit freundlicher Gleichmut, lächelte und ließ mich glauben, dass er geeignete Räumlichkeiten für die „Freie Szene“ in Bocholt finden würde. Was er schlussendlich denn auch tat. Als der Xte Anruf kam, „Herr Melzow, ich glaube jetzt habe ich das Richtige gefunden,“ war ich 2 Stunden später vor Ort und begeistert. Wir standen in einer umgebauten, abgehängten Wohnung und stellten uns visionär die jetzige „Alte Molkerei“ vor. Der Zusatz „Freier“ stammt von ihm, stellten wir uns doch ungehemmte kulturelle Aktivitäten vor. Meine Ungeduld zähmte er mit seiner Umsicht und vielen Überlegungen in verschiedene Richtungen.
Hernach zeigte sich der vorausschauende Macher und Planer:
Da viele Gruppierungen in Bocholt eine solche Stätte wünschten, sah er seine unausgesprochene Aufgabe darin, die für ihn „richtigen Personen“ zusammen zu führen, was er in den darauf folgenden Jahrzehnten auch weiterhin in stiller Aufmerksamkeit bewältigte.
Mit seiner schier unnachahmlichen korrekten Sanftheit moderierte er aufkeimende Konflikte und glättete in unnachahmlicher freundlicher Manier moderat die Wogen. In Notsituationen fand er stets einen angenehmen Ausweg für alle Beteiligten.
Bocholt kann sich glücklich schätzen diesen wunderbaren Menschen beherbergt zu haben. Es gäbe noch unendlich viel mehr über Georg zu sagen: Er lebte seinen Glauben, liebte die Menschen, die Natur und die Kunst und war ein treusorgender Sohn für seine Eltern.
Seine immerwährende Demut, gegenüber allem was kreucht und fleucht, ist für mich immer Vorbild.
Wir hatten eine gute, spannende und erfüllte Zeit miteinander.
Danke dafür, für Dich und all dein Sein und Schaffen, Lieber Georg.

19/12/2023

Unser Freund Hennes Bender. Kabarett
12.04.24
- - jn - -

😢
27/01/2023

😢

Wir trauern um unseren Intendanten Ludger Schnieder, der am Wochenende im Alter von 67 Jahren verstorben ist. Ludger war Mitgründer des Pumpenhauses und hat das Theater bis zuletzt geleitet. Für diesen Sommer hatte er seinen Rücktritt angekündigt. Er wird uns fehlen.

12/01/2022

Leider hat der Provider etwas verändert…Unsere Webseite kann weder erreicht noch aktualisiert werden.😤
Wir arbeiten daran…🥴

17/06/2021

Wir sind uns sicher. Da oben gibt es eine Bank auf der sich regelmäßig alte Molkies treffen um über die guten alten Zeiten zu plaudern. Reinhold sitzt nun auch auf der Bank.

Tief traurig muss sich das Team der ALTEN MOLKEREI Bocholt nun auch von Reinhold Benning verabschieden.

Die guten Guten gehen oft zu früh und zu plötzlich.

Vielen unserer Gäste ist Reinhold sicher noch als Moderator der legendären Prütt Sitzungen in Erinnerung. Er war aber nicht nur der Moderator. Geistiger Vater, Strippenzieher und kreativer Kopf dieser so erfolgreichen alternativen Karnevalsveranstaltungen. Er war so ein schlauer, besonnener, mutiger, positiver und besonderer Mensch.

Das Team der Molke verneigt sich und wünscht der Familie viel Kraft diesen Verlust zu ertragen.

Tschüss Reinhold. Wir werden dich vermissen.
— Jörch —

Generalprobe....
14/12/2017

Generalprobe....

Großartig
30/12/2016

Großartig

Weihnacht 2016

Weihnacht 2016
30/12/2016

Weihnacht 2016

Eine große Hitze wehte durch das Land. Unter tropischem Klima feierte "Pension Schöller" mit der Bocholter Bühne Premier...
05/09/2016

Eine große Hitze wehte durch das Land. Unter tropischem Klima feierte "Pension Schöller" mit der Bocholter Bühne Premiere.
Und trotz der klimatischen Bedingungen kamen viele Gäste in den Kulturort, um dort während der 2,5 h die schrulligen Figuren dieses jahrhundertalten Lustspiels zu belächeln und die Darsteller für hervorragende schweißtreibende Leistung zu bestaunen.
Danke, dass ihr alle gekommen seid.
Die Bilder sind während der 3 Abende entstanden und wurden aus 1684 Aufnahmen zur Freude der Darsteller und des Betrachters dieser Seiten ausgewählt. ...in der Reihenfolge der 3 Akte...
Hier die Kritik von Michael Stukowski aus dem BBV:

Hort der Schrullen und Macken

Bocholter Bühne führt „Pension Schöller“ auf / Fein herausgearbeitete Situationskomik

Bocholt. Da kann man nun wirklich den Verstand verlieren: Gerade hat Fritz Bernhardi, ein passionierter Globetrotter und Großwildjäger, den Pensionär Philipp Klapproth überredet, mit ihm auf Safari-Weltreise zu gehen, da winseln auch schon zwei junge Leoparden vor Klapproths Tür. Überhaupt wirkt die „Pension Schöller“ – die Bocholter Bühne zeigte das gleichnamige Theaterstück von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs in der Alten Molkerei – wie ein Raritätenkabinett menschlicher Macken.
Verschrobene Köpfe
Schriftstellerinnen wie die überspannte Josephine Krüger (Heike Mecking) gehen dort ein und aus, um unter den Gästen neue Romanhelden zu finden. Bei ihren kessen „Recherchen“ trifft die Autorin auf so verschrobene Köpfe wie den schießwütigen Major Gröber (Birgit Wiemann) oder den angehenden Schauspieler Eugen Rümpel (Dominik Dahm), der mit seinem Sprachfehler gerne einen guten „Hamnett“ abgeben möchte. Auch die Servicekraft (Pia Rodriguez) scheint nicht ganz dicht zu sein und versucht, den Gästen verwelkte Tulpen als Rosenbukett anzudrehen.
Der Architekt der Marotten ist aber Klapproth (überzeugend: Uve Eichler) selbst. Erst ganz zum Schluss kapiert der sensationslüsterne Despot, dass ihm sein Neffe Alfred (Maik Weelink) einen Bären aufgebunden und das ganz „gewöhnliche“ Innenleben der Pension Schöller zur Irrenanstalt erklärt hat. Wie nah das sogenannte Normale und das Wahnsinnige beieinanderliegen und wie stark beide von der Sichtweise des Einzelnen abhängen, brachte die Bocholter Bühne unter der Regie von Ralf Melzow höchst amüsant zum Ausdruck.
Obwohl die 80 Zuschauer – ähnlich wie die Darsteller in ihren molligen Kostümen – in der drückend warmen Molke zweieinhalb Stunden schwitzen mussten, genossen sie die köstlichen Schrullen und die fein herausgearbeitete Situationskomik sehr. Einen besonders herzlichen Sonderapplaus bekamen Alfred und Friederike (Greta Teschlade), die ihre Schüchternheit wie ein unsichtbares Spinnengewebe mit sich herumtrugen.
Nicht zu toppen
Als sich Alfred in seiner bangen Verliebtheit ein Herz fasste und sich der nicht minder zitternden Angebeteten eröffnete, stammelte und stotterte er so herzzergreifend, dass die Besucher tobten. Die sprachlich nicht besser gestellte Friederike begriff, dass ihr Verehrer die zähe Liebeserklärung nur vom Blatt vorgelesen hatte, und reagierte schlagfertig. Ihre Antwort darauf müsse sie sich erst einmal aufschreiben, meinte sie. Die zittrige Liebesszene war – wie so vieles an diesem sommerlich „heißen“ Lustspielabend – darstellerisch nicht zu toppen.

Adresse

Werther Straße 16
Bocholt
46395

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