Jahrhunderts aus Europa und japanische Holzschnitte - A 19. század európai grafikája és japán fametszetek
Mehr als 300 japanische Holzschnitte aus verschiedenen Epochen von mehreren Holzschnittkünstlern wie Ando Hiroshige, Kunisada Utagawa, Kunichika Toyohara und Originaldruckgrafiken wie sowie Jugendstilplakate, Lithografien, von Jules Chéret, Henri de Toulouse - Lautrec, Emil Orlik und Paul Sig
nac zählen zu ihrem ständig wachsenden Bestand. Inhaltlicher Schwerpunkt der Sammlung ist die Dokumentation der künstlerischen Entwicklung in der europäischen Druckgrafik des 19. Jahrhunderts im Kontext zum Japonismus. Ukiyo-e (Bilder der fließenden Welt)
Der japanische Holzschnitt und die europäischen Künstler um die Wende vom 19. Jahrhundert
Nach fünfzehnjähriger Sammlertätigkeit und mit den damit verbundenen kunsthistorischen Recherchen, teilweise in zeitgenössischen Zeitschriften und Büchern, entstand eine umfassende druckgrafische Sammlung zu dem Thema "Der japanische Holzschnitt und die europäischen Künstler um die Wende vom 19. Jahrhundert"
Dieser Teil der Sammlung umfasst mehr als 300 japanische Holzschnitte aus verschiedenen Epochen von mehreren Holzschnittkünstlern wie Ando Hiroshige, Kunisada Utagawa und Kunichika Toyohara sowie Originaldruckgrafiken wie Jugendstilplakate, Lithografien von Jules Chéret, Henri de Toulouse-Lautrec und Emil Orlik. Ich versuche diese grafischen Werke, Zeitschriften und Bücher in einer digitalen Datenbank zu erfassen und so dem Publikum und der Wissenschaft verfügbar zu machen. Wer Originale betrachten möchte, kann sich per email oder telefonisch anmelden und die gewünschten Werke vorlegen lassen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bahnte sich in Frankreich, England und Amerika eine Entwicklung an, die zu einer wachsenden Bedeutung der Werbegrafik führte. Das Plakat in Paris wurde zu einer selbstständigen, für das Fin de Siècle höchst charakteristischen Kunstform. Der "Vater des Plakates", Jules Chéret, und der jüngere Toulouse-Lautrec, angeregt von der Ausdruckskraft der japanischen Holzschnitte, schufen ihre Plakate, in dem sie Schrift und Bild zu einer Einheit verbanden, Linie und Fläche stark kontrasierten. Mit dem Bildervergleich und der Gegenüberstellung der europäischen und japanischen Grafiken fällt uns diese revolutionierende Einwirkung sofort auf. Henri de Toulouse Lautrec 1864 - 1901 französischer Maler und Grafiker sammelte japanische Holzschnitte, er schmückte sogar sein Atelier damit. Der Drucker Jules Chéret 1836 - 1932 war als Künstler Autodidakt. Er gründete in Paris eine eigene Druckerei. Er schuf mehr als Tausend Plakate, hauptsächlich für Tanz und Varieteveranstaltungen. "Der Künstler gehöre nicht ins Dachkammer-Atelier und die Welt, die bunte, wunderliche seine Werkstatt sei"(Orlik)
Emil Orlik (1870-1932), angeregt vom Japonismus des ausgehenden 19. Jahrhundert fuhr zweimal nach Japan mit der festen Absicht, an Ort und Stelle die Technik des japanischen Farbholzschnittes zu erlernen.Sowohl auf europäischer als auch japanischer Seite lässt sich in dieser Zeit eine grosse Aufnahmebereitschaft für die Kunst eines anderen Kulturkreises feststellen. Orlik spielte daher auf beiden Seiten die Rolle des Vermittlers - ein wohl beispielloser Vorgang in der Geschichte der künstlerischen Wechselbeziehungen zwischen Japan und Europa. Obwohl er seine in Japan entsandenen Werke mit einigen mitgebrachten Werken 1900 in Tokio ausstellte, fand sein Beitrag zur künstlerischen Wechselbeziehungen zwischen Europa und Asien kaum Beachtung. Les maîtres de l'affiche (Die Meister des Plakats) ist eine Sammlung von Plakaten, die für Abonnenten von Dezember 1895 bis November 1900 in Paris von Jules Chéret herausgegeben wurde. Seit das Plakat den Rang eines eigenständiges Kunstwerks erreicht hatte, war es auch ein begehrtes Sammlerobjekt geworden. Anfangs war es für Liebhaber schwierig, in den Besitz von Plakaten zu gelangen. So wurden nicht selten Plakatkleber bestochen oder frisch aufgeklebte Drucke heimlich abgelöst, bis schließlich Buch- und Grafikhändler den Verkauf von Plakaten in großem Umfang organisierten. (Anikó Havas `12)