Der Biberacher Jazzpreis wird seit 1990 vergeben. Er ist zu einer Institution geworden und alle Preisträger haben Karriere gemacht oder sind auf dem besten Wege dazu. Das beste Beispiel hierfür sind Cornelius Claudio Kreusch und Kristjan Randalu. Kreusch gewann 1990 den ersten Biberacher Jazzpreis und ist mittlerweile Berufsmusiker in Deutschland und New York. 1997 gab er zusammen mit Herbie Hanco
ck das erste Internetkonzert. Der 1997 gekürte Preisträger Kristjan Randalu gewann im Jahr 2007 den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg. Er ist offizieller Steinway-Artist und beehrte den Biberacher Jazzpreis 2008 im Rahmen des Kurzkonzertes. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Stadt Biberach scheint die Idee - Jazz als zeitgemäße Kunstform für Jugendliche und junge Musiker zu vermitteln - durchaus attraktiv zu sein. Der Biberacher Wettbewerb wird aufgrund seines Renommees in den letzten Jahren zunehmend stärker frequentiert und das Teilnehmerfeld dabei immer hochkarätiger. Dies ist auch der Grund, weshalb die Jury des Biberacher Jazzpreises bei der Vorauswahl der Kandidaten für das Finale 2016 eine schwierige Aufgabe zu lösen hatten. Über 40 Bewerbungen aus mehreren Nationen bildeten ein vielfältiges und hochkarätiges Bewerberfeld. Mai 2022 werden fünf Bands eingeladen. In der Biberacher Gigelberghalle wird die Rangfolge der Siegerformationen zwischen den fünf besten Bewerbern im Live-Konzert ermittelt. Die Dauer der Beiträge ist hierbei auf 25 Minuten begrenzt und das Publikum entscheidet mit. Die Band mit den meisten Publikumsstimmen erhält zusätzlich den auf 500 € dotierten Publikumspreis. Außerdem wird ein ebenfalls auf 500 € dotierter Kompositionspreis vergeben. Die Preisverleihung des Jazzpreises findet im Rahmen des sich anschließenden Kurzkonzertes des Duo Grupa Janke Randalu statt. Beim Jazzpreis 2022 besteht die 4-Köpfige Jury aus:
Anke Lehmler (Mannheim), Prof. Dr. Jürgen Seefelder (Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim), Oliver Hochkeppel (Kulturjournalist der Süddeutschen Zeitung), Dr. Helmut Schönecker (Jazzcub Biberach e.V.)