Galerie im Saalbau

Galerie im Saalbau Kommunale Galerie in Nord-Neukölln | Municipal gallery in northern Neukölln

Jedes Jahr werden durch eine unabhängige Fachjury drei von sechs Ausstellungen explizit an Neuköllner Künstlerinnen und Künstler vergeben. Mit diesem Auswahlverfahren will der Fachbereich Kultur Kunstschaffende des eigenen Bezirks fördern und der Öffentlichkeit die Vielfalt an künstlerischen Ansätzen in Neukölln präsentieren. Als weiteren Schwerpunkt werden Ausstellungen gezeigt, die gesellschafts

politisch bedeutende Themen – meist mit Bezug zum Leben und zur Gesellschaftsstruktur Neuköllns – aufgreifen und mit künstlerischen Ausdrucksformen neu beleuchten.
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Every year an independent jury awards three out of a total of six exhibitions explicitly to Neukölln-based artists. The Department of Culture intends to support artists in Neukölln by the selection procedure and to show the variety of artistic approaches in Neukölln. An additional focus lies on exhibitions which tend to pick up socio-political issues – predominantly related to the life and social structure of Neukölln – and shed some light onto those by artistic forms of expression.

🧡 SAVE THE DATE: Freitag, 24. April, 18 Uhr – Eröffnung der Einzelausstellung „…oder liebst du deine Scheuklappen?“ von ...
20/04/2026

🧡 SAVE THE DATE: Freitag, 24. April, 18 Uhr – Eröffnung der Einzelausstellung „…oder liebst du deine Scheuklappen?“ von Cornelia Herfurtner in der Galerie im Saalbau | Friday, April 24, 6 pm – Opening of the solo exhibition “…or do you love your blinders?” by Cornelia Herfurtner at the Galerie im Saalbau

DE
Was gilt als Schutz und was wird zur Bedrohung erklärt? Cornelia Herfurtner richtet den Blick auf Gegenstände des Alltags und zeigt, wie sie in Momenten von Protest, Fürsorge und Selbstschutz eine politische Bedeutung erhalten.

Ausgehend vom Konzept der sogenannten passiven Bewaffnung, das alltägliche Schutzgegenstände bei Demonstrationen kriminalisiert, verbindet die Künstlerin Holzreliefs, Marketerien und Teigabdrücke mit Fragen nach Sichtbarkeit, Kontrolle und öffentlichem Raum. Alltägliche Gegenstände und Handlungen erscheinen dabei als Träger gesellschaftlicher Machtverhältnisse und als Hinweise darauf, wie selbst Essen, Ruhen oder Sich-Schützen im öffentlichen Raum politische Bedeutung annehmen können.

EN
What is considered protection, and what is declared a threat? Cornelia Herfurtner turns her attention to everyday objects and shows how they take on political significance in moments of protest, care, and self-defense.

Building on the concept of so-called ‘passive armament’—which criminalizes everyday protective items during demonstrations—the artist combines wood reliefs, marquetry, and dough impressions with questions of visibility, control, and public space. In this context, everyday objects and actions appear as vehicles of social power relations and as indications of how even eating, resting, or protecting oneself in public space can take on political significance.

Details zur Ausstellung | Details about the exhibition

Einzelausstellung „…oder liebst du deine Scheuklappen?“
Solo Exhibition “…or do you love your blinders?”

Galerie im Saalbau
25.04.2026–05.07.2026

Künstlerin | Artist
Cornelia Herfurtner

Kuratorische Assistenz | Curatorial assistance
Tatjana Rotfuß .tatjana

Grafik-Design | Graphic Design
Stefanie Rau .space

Bildnachweis | Photo credit
Lucie Marsmann

Neuköllner Kunstpreis 2026💫Last chance to see! 💫DEFinissage und AusstellungsrundgangSonntag | 19.4.2026 | ab 15 UhrDie A...
16/04/2026

Neuköllner Kunstpreis 2026
💫Last chance to see! 💫

DE
Finissage und Ausstellungsrundgang
Sonntag | 19.4.2026 | ab 15 Uhr

Die Ausstellung zum Neuköllner Kunstpreis geht zu Ende – am 19. April ist Finissage. Zu diesem Anlass laden wir nochmal zu einem Ausstellungsrundgang in die Galerie im Saalbau ein. Kuratorin Nina Marlene Kraus und kuratorische Assistenz Johanna Engemann führen gemeinsam mit den Künstler:innen Rula Ali .ali.studio, Anita Esfandiari , Uladzimir Hramovich und Maryna Makarenko durch die Ausstellung.

Die Führung findet auf Englisch statt. Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung im Voraus notwendig.

EN

Finissage and guided tour
Sunday | 19.4.2026 | 3 pm

The exhibition for the Neuköllner Kunstpreis 2026 is coming to an end! To mark the occasion, we invite you once again to join us for a guided tour of the exhibition at the Galerie im Saalbau. Curator Nina Marlene Kraus and curatorial assistant Johanna Engemann will lead the tour through the exhibition together with the artists Rula Ali, Anita Esfandiari, Uladzimir Hramovich, and Maryna Makarenko.

The tour will be held in English. Admission is free; no advance registration is required.

Neuköllner Kunstpreis 2026Ausstellung | Exhibition14.02. – 19.04.2026Maryna Makarenko  Sun Eaters, 2024In der Installati...
14/04/2026

Neuköllner Kunstpreis 2026
Ausstellung | Exhibition
14.02. – 19.04.2026

Maryna Makarenko
Sun Eaters, 2024

In der Installation „Sun Eaters“ verwebt die Künstlerin Maryna Makarenko inspiriert von den Ideen des ukrainischen Naturforschers und Philosophen Volodymyr Vernadsky, persönliche Erinnerungen mit einer spekulativen Erzählung über Menschen, die Sonnenlicht wie Pflanzen verstoffwechseln.
Umrahmt von einer an dunkle Wolken erinnernden Textilskulptur, begeben sich die Betrachter:innen auf eine Reise durch eine verlassene, sonnendurchflutete Landschaft. Basierend auf den Erinnerungen der Künstlerin an Familienurlaube auf der Krim verschwimmen in der Videoarbeit Google Maps-Aufnahmen von Solarfarmen mit mystischen Erzählungen über die „Sonnenesser“ – eine antike Zivilisation, die sich von der Sonne ernährte.
Seit der russischen Besatzung der Krim 2014 sind diese Orte unzugänglich. Sie existieren nur noch in Erinnerungen und werden zum Ausgangspunkt einer spekulativen Erzählung über Mensch-Pflanzen-Hybride, die inmitten politischer und ökologischer Krisen die Möglichkeit neuer Lebensformen erforscht.

The installation Sun Eaters envisions that humans metabolize sunlight like plants. Inspired by the ideas of Ukrainian naturalist and philosopher Volodymyr Vernadsky, artist Maryna Makarenko blends her personal memories into an imaginative narrative.
Surrounded by a textile sculpture reminiscent of dark clouds, viewers embark on a journey through a deserted, sun-drenched landscape. Based on the artist’s memories of family vacations in Crimea, the video work blurs Google Maps images of solar farms with mystical tales of the ‘sun eaters’—an ancient civilization that sustained itself on the sun.
Since the Russian occupation of Crimea in 2014, these places have been inaccessible. They now exist only in memories, which serve as the starting point for a speculative narrative about human-plant hybrids exploring the potential for new life forms amid political and ecological crises.

Kuratiert von | curated by
Bilder Benjamin Renter

Neuköllner Kunstpreis 2026Ausstellung | Exhibition14.02. – 19.04.2026Selma Laura Köran .koeran Total Siege of the Sky, 2...
09/04/2026

Neuköllner Kunstpreis 2026
Ausstellung | Exhibition
14.02. – 19.04.2026

Selma Laura Köran .koeran
Total Siege of the Sky, 2024 + (Un)Funny Games, 2025

In einem silbernen Gaming-Sessel sitzend, ein phallisches Schussrohr zwischen den Beinen, nehmen die Spieler:innen in dem surrealistischen und antimilitaristischen Videospiel „Total Siege of the Sky“ die Perspektive eines Panzers ein und schießen auf Wolken. Es gibt keine Gegner und keine Mission, nur weiche, wehrlose Wolken. Zerstörung wird zum Selbstzweck. Die Bilder wirken verspielt und poetisch, während die Handlung eine sinnlose, mechanische Gewalt wiederholt.
In Abgrenzung zur glatten, digitalen Spielästhetik wurden alle visuellen Elemente von der Künstlerin handgefertigt: Landschaften und Requisiten hat sie aus Knete und Keramik modelliert, per Stop-Motion animiert und anschließend digitalisiert.
Auch das Videospiel hat Köran selbst programmiert und eignet sich damit ein Medium an, das von militärischen Bildwelten, gewaltvollen Narrativen und männlich dominierten Entwicklungsstrukturen geprägt ist. Total Siege of the Sky kehrt die Logik des Mediums gegen sich selbst und macht die Absurdität von Krieg sichtbar.

In Selma Laura Köran’s surreal and anti-militarist video game Total Siege of the Sky, players sit in a silver gaming chair, with a ph***ic gun barrel between their legs, assuming the perspective of a tank and shooting at clouds. There are no enemies and no mission—only soft, harmless clouds. Destruction becomes an end in itself. While the images appear playful and poetic, the actions repeat senseless, mechanical violence.
In contrast to the slick digital aesthetics of video games, all visual elements were handcrafted by the artist. She made the landscapes and props from clay and ceramics, animated them using stop-motion, and then digitized them.
Köran also programmed the video game herself, appropriating a medium shaped by military imagery, violent narratives, and male-dominated development structures. Total Siege of the Sky turns the logic of the medium against itself and exposes the absurdity of war.

Kuratiert von | curated by
Bilder Benjamin Renter

Auch über die Osterfeiertage ist die Galerie im Saalbau täglich von 10-20 Uhr geöffnet. Die Ausstellung zum Neuköllner K...
30/03/2026

Auch über die Osterfeiertage ist die Galerie im Saalbau täglich von 10-20 Uhr geöffnet. Die Ausstellung zum Neuköllner Kunstpreis 2026 läuft nur noch bis zum 19. April – nutzt die Chance und schaut am langen Wochenende vorbei! Wir freuen uns auf euren Besuch. ✨

Bild © Nihad Nino Pušija

Neuköllner Kunstpreis 2026Ausstellung | Exhibition14.02. – 19.04.2026Anita Esfandiari  Gave to the cypress a rosy shade ...
30/03/2026

Neuköllner Kunstpreis 2026
Ausstellung | Exhibition
14.02. – 19.04.2026

Anita Esfandiari
Gave to the cypress a rosy shade of the redbud, and to the tulip gave the stature of a bambuseae, 2023

Die skulpturale Malerei von Anita Esfandiari besteht aus zwölf rotierenden Leinwandbahnen. Die Betrachter:innen sehen lediglich fragmentarische Ausschnitte durch Schlitze und werden aufgefordert, sich um die Arbeit zu bewegen oder geduldig zu warten, um das Gesamtbild zu erfassen. Die in Teheran ausgebildete Maler:in reflektiert die Unmöglichkeit, eine Situation in ihrer vollen Komplexität zu begreifen, wenn nur Ausschnitte zu sehen sind oder Informationen über eine einzige Quelle vermittelt werden.
In der Malerei vermischen sich Motive aus dem romantischen persischen Epos Haft Peykar mit visuellen Erinnerungen an Teheran, insbesondere an die allgegenwärtigen Brunnen. Diese symbolisieren Fülle und Erholung, verlieren jedoch in einer sich wandelnden Gesellschaft zunehmend ihre ursprüngliche Funktion als soziale Treffpunkte.

Anita Esfandiari’s sculptural painting consists of twelve rotating canvas panels. Viewers see only fragmentary sections through slits and are encouraged to move around the work or wait patiently to take in the whole picture.
Trained as a painter in Tehran, the artist reflects on the impossibility of grasping a situation in its full complexity when only partial images are available or when information is mediated through a single channel.
In these paintings, motifs from the romantic Persian epic Haft Peykar are interwoven with visual memories and lived experiences of Tehran, especially its omnipresent fountains. These fountains, symbols of abundance and recreation, increasingly lose their original role as social gathering sites within a changing societal landscape.

Kuratiert von | curated by
Bilder Benjamin Renter

Adresse

Karl-Marx-Straße 141
Berlin
12043

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 20:00
Dienstag 10:00 - 20:00
Mittwoch 10:00 - 20:00
Donnerstag 10:00 - 20:00
Freitag 10:00 - 20:00
Samstag 10:00 - 20:00
Sonntag 10:00 - 20:00

Telefon

+4930902393772

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