11m2 Kunst und Projektraum Öffnungszeiten: Nur nach Vereinbarung 017632627938 [email protected] Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung vorübergehend geschlossen!
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Kontakt: [email protected] 11m2 is a private art and project space in Berlin, Charlottenburg. The space, literally only 11square metres, is a former porter’s lodge, hosts three different floor-levels. It thereby provides highly unusual conditions for the showing of art. Along with solo-shows of international contemporary positions and theme oriented group shows, the promotion and communication of Australian art in particular defines an important program focal point. Special interest is dedicated to the development of ambitious strategies of art presentation. - 11m2 ist ein privater Kunst- und Projektraum in Berlin Charlottenburg. Der Raum, eine ehemalige Portiersloge, verfügt auf 11 qm über drei verschiedene Raumebenen und bietet so höchst ungewöhnliche Vorraussetzungen für das Zeigen von Kunst. Neben Einzelausstellungen zu internationalen, zeitgenössischen Positionen und thematisch gebundenen Gruppenausstellungen, bildet die Präsentation und Vermittlung australischer Kunst einen wichtigen programmatischen Schwerpunkt. Ein besonderes Interesse gilt darüber hinaus der Entwicklung anspruchsvoller Strategien zur Kunstpräsentation.

Wie gewohnt öffnen

Brekernok, 2020- Edition, A4, Druck auf und cutout auf Aquarellpapier Original in Serie, datiert, signiert für 80€ inkl...
21/09/2020

Brekernok, 2020
- Edition, A4, Druck auf und cutout auf Aquarellpapier Original in Serie, datiert, signiert für 80€ inkl. Versand. Mail an [email protected] oder pn.

Und weiter geht es im Editionen Karussell - Eros, Edition 2020, Ausdruck auf Aquarellpapier, Original in Serie, aufgekle...
18/09/2020

Und weiter geht es im Editionen Karussell - Eros, Edition 2020, Ausdruck auf Aquarellpapier, Original in Serie, aufgeklebte Spiegelnde Gold-cut outs aus Folie für 50€ inkl. Versand. Bitte pn oder Mail an [email protected]

Nochmal zur Erinnerung, es ist für einen guten Zweck:Bei Interesse bitte pn an uns.  Der Erlös ist für den Erhalt des Pr...
17/09/2020

Nochmal zur Erinnerung, es ist für einen guten Zweck:

Bei Interesse bitte pn an uns. Der Erlös ist für den Erhalt des Projektraumes 11m2 in Berlin.
3. Edition: Schätzchen, Original in Serie 2020
ca. 21 x 29 cm, Druck und wash*tape-cut out Blüten auf Aquarellpapier
Signiert und datiert
80€ inkl. Versand

Bitte Nachricht an mich, bei Interesse.
Es sind auch noch andere Farbkombinationen möglich.

4. Edition: Südpol, Original in Serie 2020 ca. 21 x 29 cm, Druck und wash*tape-cutout Strahlen auf AquarellpapierSignier...
11/09/2020

4. Edition: Südpol, Original in Serie 2020
ca. 21 x 29 cm, Druck und wash*tape-cutout Strahlen auf Aquarellpapier
Signiert und datiert
50€ inkl. Versand

Bei Interesse bitte pn an uns.  Der Erlös ist für den Erhalt unseres Projektraumes 11m2. 3. Edition: Schätzchen, Origin...
09/09/2020

Bei Interesse bitte pn an uns. Der Erlös ist für den Erhalt unseres Projektraumes 11m2.
3. Edition: Schätzchen, Original in Serie 2020
ca. 21 x 29 cm, Druck und wash*tape-cut out Blüten auf Aquarellpapier
Signiert und datiert
80€ inkl. Versand

Bitte Nachricht an mich, bei Interesse.
Danke für die Aufmerksamkeit, jetzt die Nachrichten...

Support your local Artdealer!!!Edition Anny Öztürk „How could it hurt...“, 2020, Druck auf Karton, auf der Rückseite sig...
26/08/2020

Support your local Artdealer!!!
Edition Anny Öztürk „How could it hurt...“, 2020, Druck auf Karton, auf der Rückseite signiert und datiert, 45€ inkl. Versendung innerhalb Deutschlands. Bei Interesse Pn oder Mail an [email protected]

Hanging on the collectors walls, signed, 2020 - you want to have one? Anny Öztürk Edition „this is tomorrow“ 80€ (includ...
17/08/2020

Hanging on the collectors walls, signed, 2020 - you want to have one? Anny Öztürk Edition „this is tomorrow“ 80€ (includes shipping), Above Negative Print Edition Cary S. Leibowitz 30€ (includes shipping) not framed! - Mail us to [email protected]

Help your local Projektraum!  Anny Öztürk, This is tomorrow, 2012Druck auf Pastellpapier, ungerahmte, signierte, datiert...
11/08/2020

Help your local Projektraum! Anny Öztürk, This is tomorrow, 2012
Druck auf Pastellpapier, ungerahmte, signierte, datierte Edition für @11m2berlin 80€ via [email protected] #richardhamilton #11m2 #berlin #edition #thisistomorrow #art

Erste Ausstellung bei Parsifal: Werner ist ein Projekt von Michael Maria Müller, das auf schwarz/weiß Photographien aus ...
20/04/2020

Erste Ausstellung bei Parsifal: Werner ist ein Projekt von Michael Maria Müller, das auf schwarz/weiß Photographien aus den 1980er Jahren beruht. Erzählt wird die Geschichte eines erfolgreich Überlebenden. Werner, 1934 geboren, überlebt nicht nur als einizger seiner Geschwister Geburt und frühe Kindheit, sondern auch den von den Nationalsozialisten als “Euthanasie” verharmlosten Beginn des Massenmordens. Die nördliche Saarlandschaft nebst Schleife bilden die Rahmenerzählung dieser außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Müller überführt eine Installation seiner Photographien bei Parsifal, Berlin in einen Film, der auf dem Dachboden sowohl Anfang als auch Ende findet. Rafael von Uslar - Video: https://www.youtube.com/watch?v=MHL1UR-oynY #art #berlin #exhibition #parsifal #michaelmariamüller @michael_maria_mueller #tripleM

New Logo for MyBerlinWall #berlin #art #artspace #rafaelvonuslar #privategallery
18/04/2020

New Logo for MyBerlinWall #berlin #art #artspace #rafaelvonuslar #privategallery

Silke HelmerdigRehearsal on the Mirror StageWir möchten Euch ganz herzlich zur Eröffnung von Silke Hemerdigs Installatio...
05/03/2020

Silke Helmerdig
Rehearsal on the Mirror Stage

Wir möchten Euch ganz herzlich zur Eröffnung von Silke Hemerdigs Installation:
Rehearsal on The Mirror Stage bei MyBerlinWall einladen.

Die Eröffnung findet am Samstag, dem 07.03.2020 ab 15:00 Uhr statt. (MyBerlinWall c/o Rafael von Uslar, Kantstraße 147)

Silke HelmerdigRehearsal on the Mirror StageWir möchten Euch ganz herzlich zur Eröffnung von Silke Hemerdigs Installatio...
02/03/2020

Silke Helmerdig
Rehearsal on the Mirror Stage

Wir möchten Euch ganz herzlich zur Eröffnung von Silke Hemerdigs Installation:

Rehearsal on The Mirror Stage bei MyBerlinWall einladen.

Die Eröffnung findet am Samstag, dem 07.03.2020 ab 15:00 Uhr statt.

(MyBerlinWall c/o Rafael von Uslar, Kantstraße 147)

Die Künstlerin ist anwesend!

Ich freue mich sehr, auf Ihr/Euer Kommen!!

Rafael von Uslar

https://myberlinwall.net



„It’s just“: Silke Helmerdig, Rehearsal on The Mirror Stage

Eine Frau blickt in einen Spiegel und hält eine Kamera vor ihr linkes Auge, ihr rechtes folgt mit seinem Blick der Ausrichtung des Apparates. Diese Szene wiederholt sich an die hundertmal in den Photographien, die in lockerer Reihung an der Wand, die Installation Rehearsal on The Mirror Stage ausbilden. Die Photographien sind Handabzüge, in Schwarz- Weiß gehalten. Die vom Wasser gestählten Papiere dehnen sich in den Raum aus und verleihen der Installation etwas von einem Relief. Die Frau im Bild ist die Photographin Silke Helmerdig und in einem ersten Moment könnte man, ob ihres derartig vielfachen Erscheinens, die Installation für ein wandfüllendes, vielteiliges Selbstporträt halten.

Dem entspricht die beschriebene, einem jedem Photo voraus gegangene Szene, eines auf das eigene Spiegelbild gerichteten Blickes, der begleitet wird durch die auf dieses Bild ausgerichtete Kamera, die mit ihrer Linse den Platz des zweiten Auges der Photographin einnimmt. Und doch, bei eingehender Betrachtung wird deutlich, hier geht es nicht um ein Selbstbildnis, hier geht es um eine Infragestellung von Positionen und Intentionen vor und hinter der Kamera, um eine Infragestellung und Neubestimmung des BetrachterInnenraums.

Spiegel

Spiegel sind Oberflächen oder treten als gerahmte Objekte auf. Manche hängen Bildern gleich an der Wand. Immer zeigen sie Räume, die bei Bedarf auch zu betreten sind. „Go ask Alice!“ Wer sich ihnen als Betrachter stellt, ist mit dem Anblick der mutmaßlichen äußeren Erscheinung seiner selbst konfrontiert. Anders als Bilder nehmen Spiegel Bewegungen auf und bieten ein nahezu filmisches Erleben. In der Anschauung erweisen sie sich jedoch als ein höchst flüchtiges...

Silke Helmerdig - Rehearsal on the mirror Stage #myberlinwall #art #photography #exhibition #installation #silkehelmerdi...
02/03/2020

Silke Helmerdig - Rehearsal on the mirror Stage #myberlinwall #art #photography #exhibition #installation #silkehelmerdig #rafaelvonuslar #berlin #artspace Kantstrasse

Silke HelmerdigRehearsal on the Mirror StageWir möchten Euch ganz herzlich zur Eröffnung von Silke Hemerdigs Installatio...
01/03/2020

Silke Helmerdig
Rehearsal on the Mirror Stage

Wir möchten Euch ganz herzlich zur Eröffnung von Silke Hemerdigs Installation:

Rehearsal on The Mirror Stage bei MyBerlinWall einladen.

Die Eröffnung findet am Samstag, dem 07.03.2020 ab 15:00 Uhr statt.

(MyBerlinWall c/o Rafael von Uslar, Kantstraße 147)

Die Künstlerin ist anwesend!

Ich freue mich sehr, auf Ihr/Euer Kommen!!

Rafael von Uslar

https://myberlinwall.net



„It’s just“: Silke Helmerdig, Rehearsal on The Mirror Stage

Eine Frau blickt in einen Spiegel und hält eine Kamera vor ihr linkes Auge, ihr rechtes folgt mit seinem Blick der Ausrichtung des Apparates. Diese Szene wiederholt sich an die hundertmal in den Photographien, die in lockerer Reihung an der Wand, die Installation Rehearsal on The Mirror Stage ausbilden. Die Photographien sind Handabzüge, in Schwarz- Weiß gehalten. Die vom Wasser gestählten Papiere dehnen sich in den Raum aus und verleihen der Installation etwas von einem Relief. Die Frau im Bild ist die Photographin Silke Helmerdig und in einem ersten Moment könnte man, ob ihres derartig vielfachen Erscheinens, die Installation für ein wandfüllendes, vielteiliges Selbstporträt halten.

Dem entspricht die beschriebene, einem jedem Photo voraus gegangene Szene, eines auf das eigene Spiegelbild gerichteten Blickes, der begleitet wird durch die auf dieses Bild ausgerichtete Kamera, die mit ihrer Linse den Platz des zweiten Auges der Photographin einnimmt. Und doch, bei eingehender Betrachtung wird deutlich, hier geht es nicht um ein Selbstbildnis, hier geht es um eine Infragestellung von Positionen und Intentionen vor und hinter der Kamera, um eine Infragestellung und Neubestimmung des BetrachterInnenraums.

Spiegel

Spiegel sind Oberflächen oder treten als gerahmte Objekte auf. Manche hängen Bildern gleich an der Wand. Immer zeigen sie Räume, die bei Bedarf auch zu betreten sind. „Go ask Alice!“ Wer sich ihnen als Betrachter stellt, ist mit dem Anblick der mutmaßlichen äußeren Erscheinung seiner selbst konfrontiert. Anders als Bilder nehmen Spiegel Bewegungen auf und bieten ein nahezu filmisches Erleben. In der Anschauung erweisen sie sich jedoch als ein höchst flüchtiges, speicherloses Medium in dem alles binnen Augenblicken verschwindet, was je in ihnen zu sehen gewesen ist. - Denkt man sie als den abbildenden Gegenstand, der sie sind, so wird deutlich, dass sie eine Unendlichkeit von Bildern und Zeit in sich tragen, ebenso wie alte afrikanische Orakelbretter der Ort für zahllose, längst vergangene Zukunft sind.

Abgebildete Spiegel

Ganz anders verhält es sich, wie in Silke Helmerdigs Rehearsal on The Mirror Stage, mit Spiegeln, die selbst Gegenstand einer Abbildung geworden sind. Sie sind immer mehr als etwa nur ein Bild im Bild. Hier ist ein Moment eingefangen und gefroren. Der Umstand, dass man als Betrachter um das Wesen von Spiegeln weiß, macht diesen Aspekt von zum völligen Stillstand gekommener Zeitlichkeit umso radikaler deutlicher. Spiegel in Bildern sind darüber hinaus immer besetzte Orte, die keinen Raum lassen für das eigene Bild, die eigene Umgebung. Sie zeigen jedoch dennoch mehr als nur einen anderen Raum, so wie jedes Bild dies tut. Sie zeigen, über den Guckkasten, die Bühne des Bildes hinaus, das, diesem Kasten gegenüberliegende Raumkontinuum oder tauschen dieses sogar gleich gänzlich gegen die Kastenlandschaft aus.

Erweiterte Erzählung

In Rehearsel on The Mirror Stage erzeugen die, zur Anschauung vorgestellten Photos, noch eine ganz andere Szenerie. Hier richten sich Blick und Kamera der Künstlerin auf die BetrachterInnen aus und machen diese zum eigentlichen Betrachtungsgegenstand einer erweiterten Erzählung. In der Konfrontation mit Künstlerinnenblick und Kamera wird, wer, dem jeweiligen Bild gegenübertritt, zum potentiellen Gegenstand einer eindringlichen Beobachtung und eines potentiellen zukünftigen Photos. In diesem anzunehmenden Geschehen, wird der vor der Kamera sich eröffnende BetrachterInnnen-Raum zu einem zweiten Bildraum, der jedoch mit dem im Spiegel abgebildeten Raumkontinuum in keiner Weise in Einklang zu bringen ist. Diese Erweiterung der Erzählung führt also zu einem eklatanten Widerspruch innerhalb der eigentlich zu erwartenden Bildlogik.

Peeped

In der hundertfachen Wiederholung der immer gleichen Versuchsanordnung stellt sich angesichts des Zustandes einer ständigen Beobachtung durch eine, sich als „Peeping Tom“ verhaltende Künstlerin, eine leicht klaustrophobische Stimmung ein. Man kann sich jedoch der hundertfach sich wiederholenden Dauerobservation erwehren, indem man sich gezielt auf die, in den Bildern ablesbaren Szenerien einlässt. Hier lassen sich sowohl sehr unterschiedliche und teils überraschende Spiegelorte und deren Umgebungen entdecken -aber auch Variationen von ähnlichen räumlichen Gegebenheiten auf Gemeinsamkeiten und Abweichungen hin untersuchen. Blick und photographischer Gestus der Bildheldin jedoch bilden trotz aller Bemühungen immer wieder eine Art Stolperfalle und Abwehrmechanismus in Bezug auf jegliche Betrachtungsbemühungen. Hier schaut es ganz unverhohlen aus dem Bild zurück! Und mehr noch, die BetrachterInnen selbst werden zum Abschuss freigegeben und sind so von akuter Bildwerdung bedroht.

Der alles entscheidende Blick

Ohne Frage kommt dem Blick der Künstlerin eine zentrale Funktion in dieser aus Photographien bestehenden Installation zu. Die Künstlerin photographiert ein Bild von sich in einem Spiegel, in den sie schaut und auf den sie ihre Kamera richtet. Die Photographie, die aus dieser Situation hervorgeht zeigt zunächst einmal ein Selbstporträt. Die Frage, die sich jedoch stellt, ist die nach der Intention, die der photographischen Geste dabei zugrunde liegt. - Auffällig ist der ernste, bisweilen herausfordernde Blick der Künstlerin, der wenig gemein hat mit jenen „jubilatorischen Gesten“ der Verzückung angesichts des eigenen, im Spiegel entdeckten Bildes, wie Lacan sie als entscheidend für das Spiegelstadium beschrieben hat.

Wenn es jedoch nicht um eine Selbstbetrachtung geht, dann lässt sich die Entstehung der Photos, als auf eine Installation hin konzipierte Situation verstehen. Deren intendierte Wirkung zeigt sich dementsprechend nicht in einem Einzelbild sondern erst in der Gesamtheit der Aneinanderreihungen von Bildern in denen sich diese Situation, äußerst ähnlich angelegt, hundertfach wiederholt. Der Blick ist damit das entscheidende Element, mit dem es Silke Helmerdig gelingt, den Akt einer vermeintlichen vielfachen Selbstbetrachtung in einen provokanten Übergriff auf den BetrachterInnenraum zu verwandeln. Dies gelingt in einem komplexen Wechselspiel zwischen Spiegelglas und Kameralinse. Hier wird der Blick über das eigene Bild und den Spiegel hinaus gerichtet auf einen, erst von der Installation geschaffenen, in der Wahrnehmung der BetrachterInnen zu entwickelnden Raum.

It’s just

In einem der Photos wird die obere Bildhälfte von einer hellen Farbfläche bestimmt, auf der zu lesen steht: „It’s just“. In der zweiten Hälfte ein Spiegel, darin die photographierende Künstlerin vor einem Raum mit langen Tischreihen und Hockern. Dieses Motiv bringt die Sache auf den Punkt: It’s just Silke Helmerdig rehearsing on the mirror stage at MyBerlinWall.

Rehearsel on The Mirror Stage ist eine Probe für On The Mirror Stage, eine raumgreifende Installation, die Silke Helmerdig für die 11m2 entwickelt.



Rafael von Uslar





https://11m2berlin.com

https://myberlinwall.net

11m2's cover photo
01/03/2020

11m2's cover photo

Anna Muskardin - Always walking into my red wall #annamuskardin #berlin #italy #art #artist #womanartist #installation #...
05/11/2019

Anna Muskardin - Always walking into my red wall #annamuskardin #berlin #italy #art #artist #womanartist #installation #stringart #11m2 #theresavonavila #rafaelvonuslar

Unbeschreiblich weiblichAnna Muskardin strukturiert die 11m2 mit einem fortlaufenden Fries von „Kacheln“. Er durchläuft ...
05/11/2019

Unbeschreiblich weiblich

Anna Muskardin strukturiert die 11m2 mit einem fortlaufenden Fries von „Kacheln“. Er durchläuft den Raum kontinuierlich. Er teilt die Wand in Felder auf, oder verdichtet sich selbst zum Feld. Diese Struktur, die auch über das Fenster hinweg geht, dient den Wandfeldern als Rahmen, der mal geschlossen ist, mal offen bleibt. So tritt das Kachelband sowohl als eigenständige Zeichnung auf, als auch als architektonisches Gestaltungselement. In einigen der Wandfeldern haben „Vektor-Zeichnungen“ ihren Auftritt. Deren Liniengefüge sind aus Seilen und Drähten gestaltet, die mit Nägeln und Nadeln an die Wand gebracht wurden.

Die Kacheln

Die in kräftigen Rottönen gehaltenen, quadratischen Tafeln aus Karton zeigen graphisch bearbeitete Photographien, die Personen abbilden, ebenso wie Werkzeuge, historische und zeitgenössische Kunstwerke und Artefakte, aber auch instruktive Darstellungen zur korrekten Ausführung von Steinigungen. Sie zeigen einen bunten Reigen bekannter Persönlichkeiten und Objekten, ebenso wie entlegenere Motive. Ihre Abfolge spiegelt keine unmittelbar ersichtliche Ordnung dar, die über das Prinzip der Reihung hinausgeht. Sämtliche Bilder sind dem Internet entnommen. Es handelt sich also in jedem Fall um öffentliche, in einem weltweiten Forum geteilte Motive.
Format und Größe der Tafeln, sowie ihre nahtlose Aneinanderreihung, erlauben ihren Einsatz als Wandkacheln. Zugleich jedoch lassen sie sich als Pixel, also als Farbbildzellen verstehen und stellen so eine Referenz zu dem, in ihrer Herstellung angewandten digitalen Druck und zum Herkunftsmedium ihrer Motive her.

Die Vektor-Zeichnungen

Mit Nägeln und Nadeln befestigt Anna Muskardin Drähte und Seile zu eindrucksvollen Liniengebilden in Form von Zeichnungen, die als Wandreliefs erscheinen. Linien haben hier plastische Gestalt und gewinnen damit eine eigene Körperlichkeit. Der Blick folgt ihrem Verlauf, die Erinnerung an das Material stellt die Verbindung zu haptischem Wissen her. Die mit Nadeln und Nägeln in Reihungen so sichtbar traktierte Wand gewinnt dabei ebenfalls den Anschein eines, einer Akupunktur unterzogenen Körpers. Dabei lässt sich hier erst im vermeintlichen Heilungsansatz erkennen, was die Wand bislang an Leiden der Anschauung so erfolgreich verbarg!

Die martialisch genagelten Linien dramatisieren Gravitas und Konsequenz, den ein jeder Akt der Festlegung, in Form der Setzung eines Striches, in einer Zeichnung grundsätzlich bedeutet.
Muskardins Vektor-Zeichnungen widmen sich Abbildung von weiblichen Körpern in unterschiedlichen Haltungen und Positionen. Die Materialität ihres „Strichs“ und die sich daraus ergebenden Darstellungsmöglichkeiten verleiht ihnen einen nahezu archaischen Charakter. Das Zusammenspiel von Zeichnung und rahmenden Bilderfeldern unterstreicht diesen Eindruck.

Die Erzählungen

Der Kachelfries mäandert die Wände des Ausstellungsraumes entlang und entwickelt auf diesem Weg eine komplexe Erzählstruktur. Die aus dem unendlich erscheinenden Bilderfundus des Internets gewonnenen Motive ordnen sich in ihrer Reihung und den Verdichtungen zu Feldern, für alle BetrachterInnen zunächst gleich. In einem ersten Wahrnehmungsschritt steht die Funktion der Kacheln als farbige, den Raum gliedernde Struktur im Vordergrund. Den einzelnen Bildmotiven kommt die Funktion von, die Kacheln ausfüllenden Mustern zu.
In einem weiteren Schritt lassen sich die einzelnen Bildmotive der Kacheln in den Fokus nehmen. Hier nun ergibt sich für die BetrachterInnen eine jeweils eigene Wahrnehmung, die bestimmt wird vom Wissen um die Herkunft der verwandten Motive. Die Frage, wie viele Personen und Gegenstände erkannt werden und sich mit Hintergrundinformationen verbinden lassen, entscheidet darüber, wie viel von dem Fries als ein dekoratives Bilderrauschen wahrgenommen wird, wie viel darüber hinaus als belastbarer Informationsaustausch betrachtet werden kann.

In der Reihung der Bildmotive entwickelt sich zunächst ein Muster dieser Erzählungen, das auf der Grundlage des Ordnungsprinzips eines Kaleidoskops beruht. Die scheinbar zufällige Abfolge der Motive wird, bedingt durch das, an die Arbeit herangetragene Wissen, je individuell, in eine neue erzählerische Ordnung gebracht. Aufgrund ihrer großen Zahl im Raum jedoch, verbleibt eine Vielzahl der Bilder reines Kachelornament, womit Muster und Erzählung hier endlich in eins fallen.
Der Fries weist den Vektor-Zeichnungen ihren Bildraum zu und rahmt diesen schützend. In ihren Motiven jedoch agieren diese Rahmen als eine Art Anmerkungsapparat zu den plastischen Wandzeichnungen. Sie regen Interpretationen und gegenseitige Re-Interpretationen an.

Inhaltlich befassen sich alle Aspekte der Bilderzählungen mit dem Thema Weiblichkeit: Frauen als bekannte öffentliche und historische Größen, Darstellungen weiblicher Körperlichkeit, sowie der mögliche Umgang mit dieser sind der alleinige Erzählungsgegenstand. Es bleibt festzustellen: Soviel Weiblichkeit gab es in diesen Räumen noch nie! Dank Anna Muskardin gilt:
Und augenblicklich erscheinen die 11m2
Unbeschreiblich weiblich[1

Rafael von Uslar

Adresse

Mommsenstrasse 8
Berlin
10629

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