12/09/2017
„MÜLL & THE GANG“ – eine interaktive Kunstaktion im öffentlichen Staßenraum: PREMIERE am 16.9.2017 in der Oranienstraße ab 16:00
[Weitere Vorstellungen: Oranienstraße Fr Vorpremiere, 15.9. Sa, 16. 9. und So, 17.9 jeweils um 16:00 & 17:00 Uhr | Fr. 28.9., 30.9. und So, 1.10. jeweils um 16:00 & 17:00 Uhr || Weserstraße: Fr. 22.9. Sa, 23.9. und So, 24.9. jeweils um 16:00 & 17:00 Uhr. Alle Vorstellungen bei freiem Eintritt]
„Müll & The Gang“ kommen nach Berlin. Dort wo in Kreuzberg und Neukölln Ausgehmeilen
für Stadtflaneure und Feierwütige sind, treten die „Müll-Street-Boys“ in Aktion.
Die Straßenlandschaft der Oranien- und Weserstraße ist von Bars, Kaffeeläden, Imbissen, Spätis und kleinen Grünanlagen geprägt. In Feierlaune oder Urlaubsstimmung werden schon einmal achtlos Kippen, Kronkorken, Kaffeebecher, Chipstüten, Pizzapappen oder Flaschen auf die Straße geworfen. Oder den AnwohnerInnen ist der Weg zum Sperrmüll zu weit und so landen alte Matratzen, ausrangierte Röhrenfernseher oder Klamotten in der Straße.
Die „Müll Street Boys and Girls“, sechs SchauspielerInnen, begeben sich an drei Wochenenden in Folge auf die Berliner Straßen. Sie mischen sich unter die Passanten und Besucher, sind aber erst auf den zweiten Blick als Comedians zu erkennen. Sie treten in Aktion, wenn Passanten Müll auf die Straße werfen oder in den Parks liegen lassen. Dabei beinhalten die Interventionen keine Bestrafung, sondern mit viel Charme und ungehobeltem Witz rücken sie den Müllverursachern auf den Pelz.
Oder sie tauschen die Rollen und inszenieren sich selbst als Passanten, um deren Müllverhalten bewusst zu machen und als Müllcowboys intervenieren zu können.
Neukölln kann sich mit einer der vielfältigsten Mülllandschaften brüsten, läuft man von der Pannierstr. die Weserstraße bis zur Fuldastr. so findet man an einem Sonntagvormittag zum Beispiel: Zwei Kühlschränke, eine Couch, dreisitzig und orangefarben, ineinander gestapelte Eimer, am Zaun ein verrostetes Fahrradskelett, nicht weit ein riesiger Fernseher, die Fernbedienung mit Kreppband angeklebt, daneben ein Zettel: „Zu verschenken!“.
Nach außen hin bekennt Berlin sich mit trotzig zu seinem Müll, auch wegen des Stadtimages als rough und dirty. Gleichzeitig treibt es die Berliner um, wenn die Bürgersteige von Hundekot gepflastert sind oder die Parks von Hinterlassenschaften des letzten Grill-oder Saufgelages zeugen.
Anliegen der „Müll & The Gang“ ist es mit den Menschen in Kontakt zu kommen, und auf humorvolle Weise auf das Thema Umweltschutz und Vermeidung von Müll im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen. Berlin braucht eine neue „Anti-Müll-Offensive“, so das Credo. Es sind nicht nur die fernen Ozeane, die Müllkippen am Rande der Mega-Cities oder die AKWs anderer Länder, die die Umwelt verschmutzen, jede(r) sollte erstmals vor der eigenen Haustür kehren.
Regisseurin Andrea Bittermann
und Kontext der Intervention „Müll & The Gang“
Weit über 280 Millionen Tonnen Plastik wurden in den vergangenen Jahren jährlich weltweit produziert. Bis eine Plastiktüte vollständig zerfällt, benötigt sie je nach eingesetztem Kunststoff zwischen 100 und 500 Jahren. Plastik ist überall. Im Auto, in der Wohnung, im Fernseher, im Computer und in der Kleidung. Die Erde ist zu einem Plastikplaneten geworden.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Regisseurin Andrea Bittermann und ihr Team zur Aufgabe gemacht, gesellschaftliches Bewusstsein und Beteiligung im Umgang mit dem Thema Müll zu schaffen. Sechs SchauspielerInnen lässt sie an öffentlichen Plätzen in Aktion treten: In Straßenshows- schräg, skurril und interaktiv, bewegen sie sich im öffentlichen Raum. Im Sommer 2012, begann Andrea Bittermann mit „die Ratten“ ihre Pilot Performance auf den Grillplätzen im Tempelhofer Feld, die folgenden Jahre eroberten sie sich vermehrt den urbanen Berliner Stadtraum. Die englisch, deutsch und spanisch sprechenden SchauspielerInnen international tätig, wurden zu einem Kongress in Berlin geladen, um zu Fragen der Müllvermeidung/Trennung und dem Plastikverbrauch ihren Umgang einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Ratten wurden 2015 auf das Theaterfestival de la Havanna in Kuba eingeladen.
Team
Mit: Sarah Timm, Maria Soriano, Dina-Maureen Hellwig, Jan Philip Moerbeck, Lorenz Pilz, Frey Le Maistre
Regie: Andrea Bittermann
Dramaturgie: Gundula Weimann
Musik: Lucas Schäfer
Kostüm: Nele Ahrens
Pressearbeit: Paulina Papenfuß
Spielort & Spieltermine
Premiere: Sa, 16. 9.2017 um 16:00 Uhr in der Oranienstraße (Start: Oranienstraße, Ecke Heinrichplatz)
Vorstellungen in der Oranienstraße (Start: Oranienstraße, Ecke Heinrichplatz) an folgenden Spieltagen: Fr, 15.9., Sa, 16. 9. und So, 17.9 jeweils um 16:00 & 17:00 Uhr | Fr, 29.9., Sa, 30.9. und So, 1.10. jeweils um 16:00 & 17:00 Uhr
Vorstellungen in der Weserstraße (Start: Reuterstraße) an folgenden Spieltagen: Fr, 22.9. Sa, 23.9. und So, 24.9. jeweils um 16:00 & 17:00 Uhr
Alle Vorstellungen finden bei freiem Eintritt statt. Änderungen werden auf der Homepage bekannt gegeben.
Homepage: http://berlin-die-ratten-kommen.de/
Facebook: https://www.facebook.com/Berlin.die.Ratten.kommen.Teil3/
Gefördert durch Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln der Trenntsatdt Berlin
Weit über 280 Millionen Tonnen Plastik wurden in den vergangenen Jahren jährlich weltweit produziert. Bis eine Plastiktüte vollständig zerfällt, benötigt sie je nach eingesetztem Kunststoff zwischen 100 und 500 Jahren. Plastik ist überall. Im Auto, in der Wohnung, im Fernseher, im Computer und in de...