Kaiser Friedrich Museumsverein

Kaiser Friedrich Museumsverein Der KFMV unterstützt seit 1897 Gemäldegalerie und Skulpturensammlung in Berlin

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…Gian Lorenzo BerniniGian Lorenzo Bernini (1598–1680) gilt als der prägende Bildhauer des römischen Barock. In N...
17/06/2026

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…Gian Lorenzo Bernini

Gian Lorenzo Bernini (1598–1680) gilt als der prägende Bildhauer des römischen Barock. In Neapel geboren und früh mit seinem Vater Pietro Bernini nach Rom gekommen, wurde er bereits in jungen Jahren als außergewöhnliches Talent gefördert. Unter den Päpsten Urban VIII., Innozenz X. und Alexander VII. wurde Bernini zum zentralen Künstler des päpstlichen Rom, als Bildhauer, Architekt, Zeichner, Bühnenbildner und Gestalter öffentlicher Räume.

Berninis Kunst steht für eine neue Auffassung von Skulptur: Die Figur erscheint nicht mehr als geschlossener, ruhender Körper, sondern als dramatisches Ereignis im Raum. Bewegung, Affekt, Licht, Material und Betrachterstandpunkt greifen bei ihm ineinander. Seine Skulpturen zeigen häufig den entscheidenden Augenblick einer Handlung – den Moment größter Spannung, Verwandlung oder innerer Erregung.

Typisch für Berninis Stil sind:
🪨eine dynamische Auffassung der Figur als bewegtes Ereignis im Raum,

🪨die Darstellung des entscheidenden Augenblicks voller Spannung, Affekt und Handlung,

🪨eine virtuose Marmorbehandlung, die Haut, Stoff, Haar und Licht lebendig erscheinen lässt,

🪨starke Hell-Dunkel-Wirkungen und bewegte Oberflächen zur Steigerung der Plastizität,

🪨intensive Mimik und Gestik als Ausdruck von Schmerz, Ekstase, Staunen oder Leidenschaft,

🪨sowie die bewusste Einbeziehung von Raum, Licht, Architektur und Betrachter.

Zu seinen berühmtesten Werken zählen Apollo und Daphne, der David in der Galleria Borghese und die Ekstase der heiligen Teresa in Santa Maria della Vittoria.

Auch im Bode-Museum .museum lässt sich Berninis Bedeutung für die europäische Skulptur unmittelbar nachvollziehen: Die Berliner Skulpturensammlung bewahrt Werke aus seinem Umfeld und von seiner Hand und macht sichtbar, wie stark Bernini die barocke Vorstellung von Bewegung, Körper und Inszenierung geprägt hat.

Credit: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt

  Eine eindrucksvolle Marienfigur: Der weit über die Sitzbank fallende Mantel, die fein gefalteten Gewänder und die lebe...
14/06/2026



Eine eindrucksvolle Marienfigur: Der weit über die Sitzbank fallende Mantel, die fein gefalteten Gewänder und die lebendige Bewegung des Kindes verweisen auf eine Entstehung am Oberrhein. Besonders spannend ist der Blick des Kindes, der direkt nach vorn gerichtet ist. Möglicherweise war die Skulptur ursprünglich leicht erhöht aufgestellt, sodass eine unmittelbare Verbindung zu den Betrachtenden entstand.

Seit 1915 ist das Werk Teil der Sammlung des Kaiser Friedrich-Museumsvereins.

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Eine eindrucksvolle Marienfigur: Der weit über die Sitzbank fallende Mantel, die fein gefalteten Gewänder und die lebendige Bewegung des Kindes verweisen auf eine Entstehung am Oberrhein, im Umfeld von Michel Erhart. Besonders spannend ist der Blick des Kindes, der direkt nach vorn gerichtet ist. Möglicherweise war die Skulptur ursprünglich leicht erhöht aufgestellt, sodass eine unmittelbare Verbindung zu den Betrachtenden entstand.

Seit 1915 ist das Werk Teil der Sammlung des Kaiser Friedrich-Museumsvereins.



Oberrhein, Thronende Muttergottes, 1470/80, Lindenholz

Foto: Andres Kilger

Neben den regulären Ausstellungen und Sonderprogrammen gibt es im Bode-Museum .museum und der Gemäldegalerie  täglich we...
11/06/2026

Neben den regulären Ausstellungen und Sonderprogrammen gibt es im Bode-Museum .museum und der Gemäldegalerie täglich weitere Programmpunkte zu entdecken: Führungen, Gespräche, Workshops, Buchpräsentationen, Konzerte und Einblicke hinter die Kulissen.

Im Juni und Juli reicht das Programm von Modegeschichte und Restaurierung über Renaissance, Perspektivwechsel und antike Held*innen bis zu klassischen Serenaden.

Weitere Informationen und Anmeldung über den Veranstaltungskalender der Staatlichen Museen zu Berlin.


Neben den regulären Ausstellungen und Sonderprogrammen gibt es im Bode-Museum und der Gemäldegalerie täglich weitere Pro...
11/06/2026

Neben den regulären Ausstellungen und Sonderprogrammen gibt es im Bode-Museum und der Gemäldegalerie täglich weitere Programmpunkte zu entdecken: Führungen, Gespräche, Workshops, Buchpräsentationen, Konzerte und Einblicke hinter die Kulissen.

Im Juni und Juli reicht das Programm von Modegeschichte und Restaurierung über Renaissance, Perspektivwechsel und antike Held*innen bis zu klassischen Serenaden.

Weitere Informationen und Anmeldung über den Veranstaltungskalender der Staatlichen Museen zu Berlin.

Was für ein Wochenende auf der Museumsinsel  ! Beim diesjährigen Inselfest verwandelte sich die Insel wieder in einen le...
08/06/2026

Was für ein Wochenende auf der Museumsinsel ! Beim diesjährigen Inselfest verwandelte sich die Insel wieder in einen lebendigen Ort.

Auch wir waren mit einem Stand vertreten und haben uns sehr über die vielen Gespräche gefreut. Besonders schön war es, neben vielen vertrauten Gesichtern auch zahlreiche neue Kunstbegeisterte kennenzulernen.

Vielen Dank an alle, die vorbeigeschaut haben – wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Bernardo Strozzi, Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers, nach 1630.Das Werk ist seit 1914 Teil der Sammlung des Kais...
04/06/2026

Bernardo Strozzi, Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers, nach 1630.

Das Werk ist seit 1914 Teil der Sammlung des Kaiser Friedrich Museumsvereins.

Das späte Hauptwerk des Leidener Malers Quiringh Gerritsz van Brekelenkam vereint zahlreiche Gegenstände, deren Bedeutun...
01/06/2026

Das späte Hauptwerk des Leidener Malers Quiringh Gerritsz van Brekelenkam vereint zahlreiche Gegenstände, deren Bedeutung bewusst offen bleibt. Spinnrocken, Vogelkäfig, Bett, Laute, Weinkrug und die von einer Magd präsentierten toten Enten lassen sich sowohl als Verweise auf häusliches Leben und weibliche Tugend als auch als vieldeutige Symbole lesen.

Vor dem Hintergrund der niederländischen Genremalerei der 1660er-Jahre spielt Brekelenkam offenbar mit den erotischen Anspielungen, die zeitgenössische Betrachter mit diesen Objekten verbinden konnten. Besonders die Nähe von Bett und Laute sowie die zentrale Stellung des Spinnrocks verleihen der Szene zusätzliche Bedeutungsebenen.
Das Werk zeigt, wie der Künstler traditionelle Themen mit den neuen Bildkonventionen seiner Zeit verband.

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This late masterpiece by the Leiden painter Quiringh Gerritsz van Brekelenkam brings together a range of objects whose meaning remains deliberately open. The distaff, birdcage, bed, lute, wine jug, and the dead ducks presented by a maid can be interpreted both as references to domestic life and female virtue and as symbols with more ambiguous meanings.

Against the backdrop of Dutch genre painting in the 1660s, Brekelenkam appears to engage with the erotic associations contemporary viewers may have attached to these objects. The proximity of the bed and lute, as well as the central placement of the distaff, adds further layers of meaning to the scene. The painting demonstrates how the artist combined traditional subjects with the emerging visual conventions of his time.



Quiringh Gerritsz van Brekelenkam — Junge Frau am Spinnrad, 1667, Leiden

Credit: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Volker-H. Schneider Public Domain Mark 1.0

Der Dagmarstag stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des 300. Geburtstags von Daniel Chodowiecki. Benannt nach dem Namens...
30/05/2026

Der Dagmarstag stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des 300. Geburtstags von Daniel Chodowiecki. Benannt nach dem Namenstag der heiligen Dagmar, hätte die Veranstaltung mit Dagmar Hirschfelder und Dagmar Korbacher als Gastgeberinnen kaum passender besetzt sein können.

Nach der Begrüßung durch die beiden Direktorinnen sowie Dorothea Zwirner .zwirner und Brigit Blass-Simmen führten Mailena Mallach und Dagmar Hirschfelder durch die Sammlungen von Kupferstichkabinett und Gemäldegalerie und eröffneten spannende Einblicke in Chodowieckis Berlin des 18. Jahrhunderts.

Beim anschließenden Get-together der Freundeskreise wurde angestoßen, diskutiert und sich ausgetauscht.

Vielen Dank an die Graphische Gesellschaft zu Berlin für die gemeinsame Veranstaltung und an alle Gäste für den schönen Abend.

Einmal im Monat widmen wir uns einem Werk, das nicht mehr Teil der Sammlung ist. Gemälde und Skulpturen, die im Zweiten ...
26/05/2026

Einmal im Monat widmen wir uns einem Werk, das nicht mehr Teil der Sammlung ist. Gemälde und Skulpturen, die im Zweiten Weltkrieg verloren gingen – zerstört, verschollen oder bis heute nicht zurückgekehrt. Sie existieren nur noch in den Büchern, alten Fotografien – oder in Beschreibungen.

Allein aus dem Bestand des Kaiser Friedrich Museumsvereins gingen 1945 insgesamt 13 Gemälde verloren. Hinzu kommen mindestens 43 Skulpturen, die als dauerhaft verschwunden gelten.

Diese Serie macht Leerstellen sichtbar und hält die Erinnerung an Werke wach, die einst Teil der Sammlung waren.

Diese außergewöhnliche „Annunciata“ von Francesco di Valdambrino entstand um 1420 in Siena und gehört heute zu den große...
15/05/2026

Diese außergewöhnliche „Annunciata“ von Francesco di Valdambrino entstand um 1420 in Siena und gehört heute zu den großen Stil-Ikonen im Bode-Museum .museum .
Besonders beeindruckend ist der Faltenwurf ihres Gewandes: Holz, das aussieht wie wehender Couture-Stoff.

Fast 600 Jahre später scheint dieselbe Figur bis in die Couture nachzuwirken: Eine direkte Referenz von Valentino wurde zwar nie bestätigt, manche Looks wirken dennoch, als hätte die Modewelt einen sehr genauen Blick in unsere Sammlung geworfen. Zwischen sakraler Bildsprache, fließenden Gewändern und dramatischen Silhouetten liegen manchmal nur ein paar Jahrhunderte.

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This extraordinary “Annunciata” by Francesco di Valdambrino was created around 1420 in Siena and today stands as one of the great style icons of the Bode Museum.
Particularly striking is the drapery of her garment: wood carved to look like flowing couture fabric.

Almost 600 years later, the same figure still seems to echo through contemporary couture. While Valentino has never officially confirmed a direct reference, some looks feel as though the fashion world took a very close look at our collection. Between sacred imagery, flowing garments, and dramatic silhouettes, sometimes only a few centuries stand in between.



Foto: Andres Kilger

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