14/06/2024
Wir befinden uns in einer gefährlichen Zeit, in der alle demokratischen Kräfte zusammenhalten müssen um die gelebte Vielfalt in unserem Land auch in Zukunft zu beschützen und besser zu machen.
Die Geschichten die wir uns in Film und TV erzählen müssen aus den verschiedenen Perspektiven derjenigen erzählt werden, die sie selbst erleben. Das geht nur, wenn die Unterschiedlichkeit unserer Bevölkerung auch in den Räumen repräsentiert ist, in denen unsere Geschichten entstehen. Nur so wird die bestehende Vielfalt Deutschlands authentisch miterzählt. Daher müssen die bestehenden Hürden, die dies verhindern, abgebaut werden. Die aktuell geplante Veränderung im Filmfördergesetz erreicht dieses Ziel leider noch nicht. Es geht bei der Novellierung des Filmfördergesetzes um nicht weniger als die Chance, eine Erzählung für Deutschland zu erschaffen, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt in Vielfalt entsteht, anstatt weiter Ausgrenzung und Spaltung zu fördern. Wir brauchen eine Erzählung, in der Menschen mit Migrationsgeschichte Platz finden. Eine Geschichte Deutschlands, in der sich die dringend benötigten Fachkräfte aus dem Ausland wohlfühlen. Geschichten, in denen junge Mädchen starke weibliche Vorbilder sehen. In denen queere Menschen und Menschen mit Behinderung als normaler Teil dieser Gesellschaft in authentischen Geschichten erzählt werden.
Wir brauchen eine Erzählung, in der Diversität zur Normalität wird. Wenn uns diese neue inklusive Erzählung mit dieser anstehenden politischen Weichenstellung nicht gelingt, stellen wir uns in anspruchsvollen Zeiten selbst ein Armutszeugnis aus.