Fotostudio für Blinde Fotografen

Fotostudio für Blinde Fotografen Das erste feste Fotostudio für Blinde Fotografen*innen und Anlaufstelle für alle am Thema Fotografie und Blindheit Interessierten.

Die Fotosession wurde von der blinden Fotografin Susanne Emmermann im Rahmen der Arbeit des Fotostudio für blinde Fotogr...
13/10/2026

Die Fotosession wurde von der blinden Fotografin Susanne Emmermann im Rahmen der Arbeit des Fotostudio für blinde Fotografen an der Gedenkstätte Berliner Mauer realisiert – einem Ort von großer symbolischer Kraft, an dem sich Geschichte, Erinnerung und Gegenwart begegnen.

Vor einem groben Fragment der ehemaligen Berliner Mauer steht ein älterer Mann. Die verwischten Graffiti in dunklen Rot- und Gelbtönen wirken wie verblasste Stimmen der Vergangenheit. Ein schmaler Lichtstrahl berührt seine Schulter und einen Teil seines Gesichts, während der Rest seines Körpers fast vollständig im Dunkel verschwindet. In den Händen hält er eine Zeitung – leicht verschwommen, wie ein flüchtiger Moment zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Sein Blick ist konzentriert und richtet sich auf etwas außerhalb des Bildes – vielleicht auf eine Erinnerung, vielleicht auf eine Zukunft. Gerade diese Offenheit macht den Moment besonders: Das Bild zeigt keinen historischen Augenblick, sondern einen gegenwärtigen Moment an einem Ort, an dem Geschichte noch immer sichtbar und spürbar ist.

Die rauen Betonflächen, die dunklen Metallstangen und die Spuren der vergangenen Jahrzehnte bilden dabei eine besondere Kulisse. Als Fotografin, die selbst in der DDR aufgewachsen ist, nutzt Susanne Emmermann diese Kulisse, um in ihren Bildern eigene Empfindungen, persönliche Erfahrungen und Emotionen sichtbar zu machen. In ihrer Arbeit spiegeln sich Erlebnisse wider, die ihren eigenen Lebensweg geprägt haben – wie eine ganz persönliche Perspektive auf das Thema „Grenzgänger“.

Der Mann, die Zeitung, das Licht und die Mauerfragmente begegnen sich so in einem einzigen Augenblick und lassen Raum für eigene Gedanken, Erinnerungen und Fragen. So verweist das Bild auf die Vergangenheit, ohne sie abzuschließen. Es macht sichtbar, wie sich Geschichte in einem Ort, in Bildern und in unserer Wahrnehmung weiter einschreibt – und wie ein einzelner Moment neue Perspektiven auf das Vergangene eröffnen kann.

Am 30.10. um 17:00 Uhr feiern wir den Abschluss der Ausstellung „Gerald Pirner – Der blinde Fotograf“ im Bistro Marie mi...
09/10/2026

Am 30.10. um 17:00 Uhr feiern wir den Abschluss der Ausstellung „Gerald Pirner – Der blinde Fotograf“ im Bistro Marie mit einer feierlichen Finissage ab! (Eintritt frei).

Ein großes Dankeschön an Christian Ulrich und das Team vom Bistro Marie, den Deutschen Bundestag und alle Besucherinnen und Besucher, die diesen Abend am 25. September bei unserer Vernissage dabei waren und diesen Abend im Bundestag unvergesslich gemacht haben! 💛

Wer es noch nicht geschafft hat: Seine faszinierenden Lightpainting-Werke auf der Terrasse könnt ihr noch bis Ende Oktober entdecken – inklusive barrierefreier Bildbeschreibungen per QR-Code.

Wir freuen uns auf euch bei der Finissage! 💙

📍 Ort: Marie – Das Bistro im Bundestag 🎟️ Finissage: 30. Oktober, 17:00 Uhr (Eintritt kostenlos)

Gerald Pirner – Der blinde Fotograf 📸Eine neue Ausstellung öffnet ihre Türen! Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „innen|a...
22/09/2026

Gerald Pirner – Der blinde Fotograf 📸

Eine neue Ausstellung öffnet ihre Türen! Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „innen|aussen“ präsentieren wir die Werke von Gerald Pirner.

🗓 Ausstellungszeitraum: 26.09. – 30.10.2026

Vernissage & Eröffnung: Freitag, 25. September 2026 um 18:00 Uhr (Du und Deine Begleitung seid herzlich eingeladen!)

Programm zur Eröffnung: • Einführung: Christian Ulrich (Kurator) • Podiumsgespräch: Karsten Hein & Gerald Pirner

📍 Ort:
Marie. Das Bistro im Bundestag
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1, 10117 Berlin

Kommt vorbei und erlebt diese besonderen Perspektiven hautnah. Wir freuen uns auf Euer Kommen! ✨

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Zum Valentine’s Day feiern wir die Liebe – und das, was unser Inneres zum Leuchten bringt. ❤️✨Für Silja Korn ist es die ...
14/02/2026

Zum Valentine’s Day feiern wir die Liebe – und das, was unser Inneres zum Leuchten bringt. ❤️✨

Für Silja Korn ist es die Fotografie.
„Die Fotografie hat mich sehr leidenschaftlich mitgerissen … Fotografie ist mein Lebenslicht. Was mich erhellt.“

Ob im Hellen – geleitet von Gefühl und innerer Erregung.
Oder im Dunkeln – wo sie mit Langzeitbelichtung und bunten Lampen Licht malt.

Silja ist blind. Und doch entstehen ihre Bilder aus Licht – aus Intuition, Mut und Leidenschaft.

✨ Möchtest du gemeinsam mit blinden Menschen Light Painting erleben?

Dann schließ dich uns an und werde Teil eines leuchtenden Moments.

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On Valentine’s Day we celebrate love — and what makes us shine from within. ❤️✨

For Silja Korn, it’s photography.
“Photography is my light in life. What illuminates me.”

In bright moments she follows pure feeling.
In the dark, she paints with light through long exposure and colorful lamps.

Silja is blind — yet her images are born from intuition, courage, and passion.

✨ Would you like to experience light painting together with blind people?
Join us and become part of a glowing moment.

Anders sehen – Ein Light-Painting-Workshop jenseits des Sehens⠀Lightpainting Workshops von Silja Korn, 10.09.2025 bis 12...
13/02/2026

Anders sehen – Ein Light-Painting-Workshop jenseits des Sehens
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Lightpainting Workshops von Silja Korn, 10.09.2025 bis 12.10.2025.
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Fotografie kann mehr sein als das Festhalten eines sichtbaren Moments. Sie kann Wahrnehmung verschieben, Erinnerung in Bewegung bringen und Räume neu lesbar machen. In diesem Sinne entstand im Nachbarschaftszentrum Divan e.V. Mehrgenerationenhaus Divan
ein besonderer , eingebettet in die Ausstellung „Fotografien aus dem Untersuchungsgefängnis der Stasi“ von Silja Korn.

Die Ausstellung thematisierte mit Fotografien aus dem Berlin-Hohenschönhausen einen Ort der Verfolgung, der Isolation und des systematischen Unrechts. Ein Ort, der bis heute mit schwerer historischer Last und kollektiven Traumata verbunden ist.
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Das fotografische Arbeiten wirkt dabei wie eine Form der : Wahrnehmung wird geschärft, in Bewegung gebracht und ein ermöglicht, der über das reine Betrachten hinausgeht.

Dass dieser Prozess von einer blinden Fotografin angeleitet wurde, verstärkt diese Symbolik zusätzlich. Sehen wird hier nicht als selbstverständlich vorausgesetzt, sondern neu verhandelt.
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Der Workshop als Erweiterung dieser Prozesse lud dazu ein, Fotografie jenseits von rein Visuellen zu erleben - über Berührung, Vorstellungskraft, innere Bilder und Vertrauen.
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Teilnehmende waren sehend. Ihnen allen wurde angeboten, sich auf ein Experiment einzulassen und das Fotografieren einmal „blind“ auszuprobieren. Katrin von Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. nahm dieses Angebot an.
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Nachdem sie intensiv beobachtet hatte, wie Silja arbeitete - wie sie sich über ihre Hände orientierte, sich Schritt für Schritt ein inneres Bild erarbeitete und daraus ein fotografisches Konzept entwickelte - wollte sie es selbst versuchen. Mit einer Schlafmaske ausgestattet, begann sie konzentriert zu arbeiten. Die Lampen hatte sie griffbereit in den Hosentaschen vorbereitet, um den Ablauf nicht zu unterbrechen.

Bereits im Vorfeld hatte sie sich das Szenario genau vorgestellt: wie die Fotografin auf dem Stuhl sitzt, wie Körper und Hände positioniert sind und in welche Richtung der Blick zur Kamera geht. Tastend und mit großer Ruhe setzte sie dieses innere Bild um. Zwar entsprach das entstandene Foto nicht vollständig ihrer ursprünglichen Vorstellung, doch gerade darin lag für sie eine besondere Qualität - sie empfand das Bild als wundervoll.

Der Workshop wurde über den gesamten Tag hinweg angeboten, solange die Beteiligten vor Ort waren.

Der Light-Painting-Workshop machte deutlich, dass Fotografie weit mehr ist als Sehen. Wenn das Auge nicht im Mittelpunkt steht, öffnen sich andere Wahrnehmungsräume. Es entsteht eine Form des Arbeitens, die von Achtsamkeit, Vorstellungskraft und Vertrauen geprägt ist - und die neue, berührende Bilder hervorbringen kann. Gleichzeitig wird durch Fotografie, Austausch und Lightpainting wird ein Raum geschaffen, in dem Erinnerung, Verarbeitung und möglich werden.

Adresse

CrelleStr. 19/20
Berlin
10827

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