22/11/2024
Der Senat schafft Inklusion und Diversität in der Kultur ab! Die Sparmaßnahmen des Berliner Senats treffen den Bereich Inklusion und Diversität unverhältnismäßig stark – nämlich mit Kürzungen von 100 Prozent. Damit schafft der Senat Inklusion und Diversität in der Kultur faktisch ab.
Die IMPACT Förderung, die aus dem Diversitätsfonds finanziert wird, wird gestrichen. Daraus wurden in den letzten 5 Jahren unzählige Projekte von behinderten, Tauben und chronisch kranken Künstler*innen gefördert. Kein anderes Förderinstrument hat so viel selbstbestimmte Arbeit ermöglicht von Künstler*innen, die bisher aus der Kulturförderung ausgeschlossen waren und auf den Bühnen nicht vorkamen.
Die Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung wird abgeschafft, und damit auch das Projektbüro für Diversitätsentwicklung Diversity Arts Culture geschlossen. Zusätzlich wird der Berliner Projektfonds Urbane Praxis abgeschafft, der eine Vielzahl zugänglicher und inklusiver Kunstprojekte in verschiedenen Disziplinen unterstützt.
Die Kürzungen bei den einzelnen Theatern bedeuten, dass Barrierefreiheitsmaßnahmen für Kulturschaffende und Publikum wieder wegfallen werden, wie zum Beispiel der Spielplan Audiodeskription.
Zudem wird die Diversitätsoffensive gestrichen, die Institutionen von innen heraus transformiert. Dadurch werden alle wichtigen Strukturen, Netzwerke und Fördermöglichkeiten für inklusive Kulturarbeit, die seit Jahren in der Stadt aufgebaut wurden, mit einem Schlag vernichtet.
Das ist ein Kahlschlag, der behinderte Künstler*innen massiv trifft. Aber es trifft auch Künstler*innen, die BIPOC, q***r, trans oder von anderen Diskriminierungen betroffen sind, denn alle diese Programme arbeiten intersektional. Zudem werden auch Programme wie die Berlin Mondiale gestrichen, die geflüchtete Künstler*innen in einem breiten Netzwerk unter-stützt. Die Berliner Disability Arts Szene ist solidarisch, und in breiter Solidarität von uns allen setzen wir uns gegen diese Sparmaßnahmen ein.