19/08/2026
In Zwei Reiter vor Rot von 1911 verwandelt Wassily Kandinsky ein vertrautes Motiv in etwas ausgesprochen Ausdrucksstarkes. 👀
Pferd und Reiter tauchen in Kandinskys Arbeiten dieser Zeit immer wieder auf. Um 1911 entfernte er sich zunehmend von der Darstellung der sichtbaren Welt und wandte sich einer Kunst zu, die von Farbe, Form und innerem Erleben bestimmt war. Der Reiter wurde dabei zu einem wiederkehrenden Motiv auf diesem künstlerischen Weg.
Kandinsky war außerdem eine der zentralen Figuren des Blauen Reiters, den er 1911 gemeinsam mit Franz Marc in München gründete. Die Künstlergruppe suchte nach neuen Möglichkeiten, innere und geistige Erfahrungen durch Kunst auszudrücken.
Besonders spannend ist der Farbholzschnitt: Mit mehreren Druckstöcken und kräftigen Farbflächen schuf Kandinsky eine Komposition, in der Figuren, Landschaft und Farben miteinander zu verschmelzen scheinen. Das Werk war außerdem Teil seines wegweisenden Künstlerbuchs Klänge, das 1913 erschien und Gedichte und Holzschnitte miteinander verband.
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In Two Riders Before Red, created in 1911, Wassily Kandinsky turns a familiar motif into something far more expressive. 👀
The horse and rider appear again and again in Kandinsky’s work of this period. Around 1911, he was increasingly moving away from depicting the visible world towards an art driven by colour, form and inner experience. The rider became a recurring symbol of this artistic journey.
Kandinsky was also one of the key figures of Der Blaue Reiter, the Munich-based artistic group he founded together with Franz Marc in 1911. The group sought new ways of expressing inner and spiritual experience through art.
The colour woodcut is particularly fascinating in this context. Kandinsky used several printing blocks and strong areas of colour to create a composition in which the figures, landscape and colour fields seem to merge. The work was also part of his groundbreaking artistic book Klänge (Sounds), published in 1913, which combined poems and woodcuts.
Wassily Kandinsky: Zwei Reiter vor Rot, 1911; Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz