Max Taut Art Labs

Max Taut Art Labs Die Initiative will die kleinen Ateliers am Oranienplatz 4 retten und fordert die "Heimat" auf, ihr Bis zur Räumung am 1.

Die »Projektateliers« im Kreuzberger Max-Taut-Haus stehen nach 30 Jahren vor dem Aus. Die Kündigung zerstört die kreative Vielfalt im Max-Taut-Haus und stellt eine weitere Verdrängung durch finanzstarke Unternehmen in Berlin-Kreuzberg dar. Unsere Initiative MAX TAUT ART LABS will vorhandene Strukturen an diesem Standort für KünstlerInnen und Kreativschaffende retten. Wir kämpfen nicht dafür, dass

alles so bleibt wie es immer war, sondern für eine nachhaltige Alternative zur geplanten Vermietung an die Heimat Werbeagentur GmbH. Juli geben wir nicht auf und möchten euch einladen, Teil unserer Intervention zu werden: Wir eröffnen die MAX TAUT ART LABS einfach trotzdem. Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website:
http://maxtautartlabs.org/

Im Tagesspiegel ist am 1.7. ein Artikel erschienen, der leider fehlerhaft ist, hier anbei der Brief an den Autor.Lieber ...
03/07/2017

Im Tagesspiegel ist am 1.7. ein Artikel erschienen, der leider fehlerhaft ist, hier anbei der Brief an den Autor.

Lieber Paul F. Duwe,

vielen Dank für Ihren Artikel am 1.7. im Tagesspiegel „Kulturkampf um die Heimat“. Ich freue mich sehr, dass das Thema Gehör findet. Allerdings enthält der Artikel viele Fehler und Auslassungen, das ist bei allem Verständnis nun auch nicht ausgewogen:

1. Wir sind keine „Kiezkünstler“, noch nicht einmal Künstler, sondern Grafiker*innen, Designer*innen, Architekt*innen, Filmemacher*innen.
2. Es geht nicht um den Verlust der „günstigen" Arbeitsräume, sondern überhaupt um den Verlust der zT seit 35 Jahren genutzten Räume. Wir sind nicht gefragt worden, ob wir mehr zahlen wollen. Hätten wir gerne gemacht, wenn wir hätten bleiben können.
3. Wir haben die Initiative MAX TAUT ART LABS im Februar, nicht im Juni gegründet und damals schon dem Vermieter und den Eigentümern vorgestellt.
4. „Wir wollen die kleinteilige Mischung in unserer Gewerbe-WG erhalten“ habe ich nicht und hätte ich nie gesagt. Wir wurden gekündigt und wussten, rechtlich haben wir als gekündigte Untermieter keine Chance. Darum wollte die Initiative mit Hilfe des Atelieranmietprogramms wenigstens die kleinen Atelierräume erhalten für Kreativschaffende und Künstler. Wobei wir vielleicht auch rausgeflogen wären, aber dafür andere Künstler*innen in Zukunft die kleinen Ateliers hätten nutzen können.
5. Es gab keinen Vermieterwechsel. Vermieter ist nach wie vor die Semmer Hausverwaltung, Eigentümer Dr. Semmer und Dr. Knauthe.
6. Natürlich verdrängt die Werbeagentur keine Künstler (weil keine Künstler drin sind), sondern sie verdrängen uns Kreative (siehe 1) aus dem 6. Stock.
7. „Heimat" hat zunächst 4 Monate nicht mit uns gesprochen. Dass sie den Leuten aus der. 5. Etage ein Angebot gemacht haben, ändert nichts an unserer Verdrängung.
8. Warum wir uns nicht früher um einen Hauptmietvertrag gekümmert haben? Weil die Hausverwaltung in Form von Frau Viereck uns noch im Herbst sagte, wir müssen uns keine Sorgen um unsere Verträge machen! Die aus der 5. Etage haben auch nur einen kurzfristigen Untermietvertrag von „Heimat“ bekommen. Dafür kostet es jetzt doppelt so viel.
9. Was ist bitte die Kreuzberger Mischung?
10. "Ältere Kiezaktivisten fürchten um die Idylle?“ Mit der Initiative MAX TAUT ART LABS sollte ja etwas neues geschaffen werden und nicht einfach das alte bewahrt!
11. Und wer sollen „frei schwebende Designer und Architekten“ sein? Wir schweben jedenfalls nicht.
12. Wenn „bodenständig in Kreuzberg leben“ bei „Heimat" bedeutet, dass von 300 (vielfach englischsprachigen) Angestellten vermutlich 150 minderbezahlte Praktikanten und Berufseinsteiger sind, die das Haus und die Firma als Durchgangsstation betrachten, und dafür die seit 35 Jahren im Haus arbeitenden Selbständigen gehen müssen, die das Haus lieben und wertschätzen...
13. Wieso haben Sie die Agentur extra interviewt und zitieren unsere Argumente nur aus unseren Flyern?
14. Wieso nennen Sie die Kunden der Heimat und nicht unsere Kunden und Projekte?
15. Warum nennen Sie nicht die FDP als Kunden der Agentur?
16. Warum kommen die Eigentümer Dr. Semmer und Dr. Knauthe, die schlussendlich die Entscheidungen getroffen haben, nicht vor?
17. Warum erwähnen Sie mit keinem Wort, dass wir Untermieter nach 35 Jahren kein einziges Gespräch mit den Vermietern/Eigentümern führen dürfen, obwohl wir vielfach darum gebeten haben?

Freundliche Grüße
Katja Clos

https://www.pressreader.com/germany/der-tagesspiegel/20170701/282295320219174

Ich bin jetzt ausgezogen und habe das Gefühl, als wären Mühlsteine von mir abgefallen. Eine riesige Erleichterung! Aller...
03/07/2017

Ich bin jetzt ausgezogen und habe das Gefühl, als wären Mühlsteine von mir abgefallen. Eine riesige Erleichterung!

Allerdings war der Auszug noch besonders bizarr: uns wurde um 23 Uhr am 30.6. gesagt, dass wir um 24 Uhr aber raus sein müssen, sonst würden sie die Polizei rufen! Als meine Kolleginnen am nächsten (Samstag) Morgen noch übriges Geschirr zum Verschenken abholen wollten, waren schon die Schlösser ausgetauscht und der ganze Rest unseres Kollegen, der am längsten (35 Jahre) dort gearbeitet hatte, lag im Hausflur und konnte dann gar nicht mehr mit dem Aufzug runtergebracht werden. Die müssen ja eine Angst gehabt haben!

29/06/2017

Andreas Mengele, der Geschäftsführer der Heimat Werbeagentur GmbH hat Mittwochabend, 19 Uhr bei uns angerufen.

Unsere medienwirksam durchgeführte Go-In-Aktion am Dienstag bezeichnete er uns gegenüber als „grenzwertig“ und „nicht in Ordnung“. Obwohl die Initiative MAX TAUT ART LABS über Monate hinweg versucht hat, überhaupt Verhandlungen mit dem Eigentümer und der Heimat Werbeagentur GmbH zu führen, belehrte uns Mengele: „Leute, so gehts nicht“. Und weiter: „Unter diesen Umständen sind wir zu keinen weiteren Verhandlungen bereit“. Er stellt klar, dass sie nicht auf die 6. Etage verzichten werden.

Den Vorwurf der Verdrängung wies Mengele nicht direkt zurück, verwies jedoch darauf, dass in der 5. Etage jetzt zwei Räume "frei" seien. Dass dies ja schon das Ergebnis ihrer Verdrängung ist, sagte er nicht (hier sind 2 von unseren Leuten schon ausgezogen! Und wir könnten dort auch nur als Untermieter der Werbeagentur und nur für ein Jahr und nur zum doppelten Preis wie bisher mieten. Anmerkung von KC).

Insgesamt argumentierte er aus der Sicht einer schützenswerten Privatperson, in deren Wohnung eingedrungen wurde, und nicht als Geschäftsführer eines großen Unternehmens. Es erfolgte keine Entschuldigung für das aggressive Verhalten seiner Mitarbeiterin.

Vielen Dank an euch Unterstützer*innen beim GO-IN bei der Heimat Werbeagentur, die Abendschau-Nachricht vom 27.6.2017 fi...
27/06/2017

Vielen Dank an euch Unterstützer*innen beim GO-IN bei der Heimat Werbeagentur, die Abendschau-Nachricht vom 27.6.2017 findet ihr bei 22:26!

https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.html

Unser Anliegen war, dass die Geschäftsführer der Werbeagentur Heimat einen Brief unterschreiben: In dem Brief sollte die Werbeagentur davon Abstand nehmen, unsere Räume anmieten zu wollen, sodass wir bleiben können.

Das Ergebnis:
Ein Geschäftsführer hat uns das Zugeständnis gegeben, dass er uns morgen vormittag, Mittwoch 28.6., anrufen und über folgendes informieren wird:
1. Information über das Ergebnis der Beratung mit allen Geschäftsführern, ob sie den Brief unterschreiben.
2. Gesprächstermin darüber, wie sie sich bei der Vermeidung unserer Verdrängung einbringen wollen, wenn sie den Brief nicht unterschreiben.

das sind die, die rein wollen
27/06/2017

das sind die, die rein wollen

Kauft die taz: heute 2 Seiten von Gabriele Goettle über uns!https://www.taz.de/Wir-muessen-hier-raus/!5420569/Kommt alle...
26/06/2017

Kauft die taz: heute 2 Seiten von Gabriele Goettle über uns!

https://www.taz.de/Wir-muessen-hier-raus/!5420569/

Kommt alle zur finalen Intervention am Dienstag, 27.6.2017 pünktlich um 17 Uhr zum Oranienplatz 4, Atelier Katja Clos.

Die Initiative MAX TAUT ART LABS droht zu scheitern. Der letzte Auszugstermin ist: 30.6.2017.

jede*r soll es sehen
25/06/2017

jede*r soll es sehen

Kommt alle zur finalen Intervention am Dienstag, 27.6.2017 pünktlich um 17 Uhr zum Oranienplatz 4, Atelier Katja Clos.Di...
25/06/2017

Kommt alle zur finalen Intervention am Dienstag, 27.6.2017 pünktlich um 17 Uhr zum Oranienplatz 4, Atelier Katja Clos.

Die Initiative MAX TAUT ART LABS droht zu scheitern. Der letzte Auszugstermin ist: 30.6.2017.
Bisher konnten wir seit 22.12.2017 nur beim Öffentlichmachen etwas erreichen, aber nichts für die kleinen Ateliers am Oranienplatz.
Wir müssen raus, weil die Werbeagentur Heimat (Hornbach, FDP, Opel, swisscom) reinwill.
Wir sind nur die Untermieter, das aber zum Teil seit 35 Jahren. Es sind unsere geliebten Räume, in denen wir unseren Lebensunterhalt verdienen.
Die Eigentümer Dr. Semmer und Dr. Knauthe (Immobilienadvokat, FDP) haben kein einziges mal mit sich sprechen lassen.
Herr v Bechtolsheim (Heimat) hat uns erst 4 Monate hingehalten, dann angeboten bei Heimat für 1Jahr zum doppelten Preis unterzumieten, ein Tod auf Raten.
Wir wollen aber die kleinen (bezahlbaren) Ateliers an diesem Standort mit Hilfe des Atelieranmietprogramms langfristig erhalten.
Die Entwicklung hier ist beispielhaft und führt im Hinblick auf die Stadtentwicklung dazu, dass es in der Oranienstraße letztlich aussieht wie am Hackeschen Markt.
Deshalb fordern wir, dass die Werbeagentur Heimat ihr Mietverlangen für unsere Räume zurücknimmt!
Wir wollen mit den Eigentümern Dr. Semmer und Dr. Knauthe direkt über eine langfristige Alternative verhandeln.

25/06/2017
diesen Flyer hatten wir auf der Demo
24/06/2017

diesen Flyer hatten wir auf der Demo

der neue Flyer
24/06/2017

der neue Flyer

Die Heimat nimmt uns unsere Heimat! – Wie herzlos ist das denn?Und ausgerechnet der "Top-Werber" Guido Heffels spricht ü...
21/06/2017

Die Heimat nimmt uns unsere Heimat! – Wie herzlos ist das denn?

Und ausgerechnet der "Top-Werber" Guido Heffels spricht über Heimat, Herzen aus Beton und Apfelbäume und "gibt sich betont bodenständig". Das Interview endet mit "Kinder, das ist doch Werbung. Da fallen wir nicht drauf rein." Tun wir auch nicht.

Adresse

Oranienplatz 4
Berlin
10999

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