04/03/2020
...so endet Kleists Stück. Ein kleines Wort mit großer Wirkung.
Immerhin gibt Kleist somit Alkmene, einer Frau, das letzte Wort und das in einem Stück, in dem die männlichen Charaktere ohne Rücksicht auf Verluste und nicht selten auf Kosten der weiblichen Figuren handeln.
Habt ihr gewusst, dass dieses "Ach!" bis heute die Literaturwissenschaft spaltet?
Ist es Ausdruck einer Identitätskrise? Reinste Erlösung? Freude über die Wiedervereinigung mit ihrem Ehemann? Stolz angesichts einer religiösen Erhöhung? Verwirrung über die Fehlbarkeit ihres Gefühls? Schmerz über den Abschied von Jupiter gar? - Es gibt unzählige Ansätz und es wird nie ganz klar sein, was genau Kleist mit diesem Wort bezwecken wollte. Es handelt sich um eine Auslegungsfrage und je nachdem, wie dieses letzte Wort interpretiert wird, verändert sich eine "Amphitryon"-Inszenierung. Möglicherweise um 180°.
Wie wir das "Ach!" sehen!? - Kommt vorbei und findet es raus!
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