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Alexander und Renata Camaro Stiftung

Alexander und Renata Camaro Stiftung Die Camaro Stiftung pflegt das Werk von Alexander Camaro und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Sie fördert den interdisziplinären Gedanken in Form eigener Projekte sowie die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Positionen.

Im Camaro Haus gelten die aktuellen pandemiebedingten Regelungen.

Wie gewohnt öffnen

Save the date: Ausstellungseröffnung "Ein Verhältnis mit Kunst"-Alexander und Renata Camaro. Katalyse, Symbiose, Muse?im...
20/04/2022

Save the date: Ausstellungseröffnung "Ein Verhältnis mit Kunst"-Alexander und Renata Camaro. Katalyse, Symbiose, Muse?
im Camaro Haus am 21.04.2022 um 18 Uhr
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Save the date: exhibition opening "Ein Verhältnis mit Kunst"-Alexander und Renata Camaro. Katalyse, Symbiose, Muse?
April 21st at 6pm, Camaro House

Am 06.04.2022 um 18 Uhr findet eine Kuratorenführung durch die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburts...
05/04/2022

Am 06.04.2022 um 18 Uhr findet eine Kuratorenführung durch die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburtstag" im Camaro Haus statt.
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Tomorrow, April 6th at 6pm: guided tour with the curator through the current exhibition in the Camaro House

#weeklycamaro #16Schaubude (1946) Öl auf Hartfaser, 112,5x150cm(c) Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst BonnUnser #weeklycama...
24/03/2022

#weeklycamaro #16

Schaubude (1946) Öl auf Hartfaser, 112,5x150cm
(c) Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn

Unser #weeklycamaro #16, verdeutlicht in einer kontextuellen Betrachtung Camaros interdisziplinäres Arbeiten.
In dem Gemälde „Schaubude“ von 1946 steht der Schaubudenbesitzer im Vordergrund und präsentiert die Kuriosität: links neben ihm befindet sich eine Frau ohne Unterleib auf einem Sockel unter einem Glas. Illusion und Faszination der Vergnügungswelt vereinen sich in diesem malerischen Werk.

Das Motiv „Dame ohne Unterleib“ wurde in einer der ersten Kabarettnummern in dem 1949 von Camaro mitgegründeten Künstlerkabarett „Die Badewanne“ aufgegriffen und in aktuelle Themen umgewandelt. Im Künstlerkabarett kamen die verschiedenen Disziplinen Malerei, Literatur, Musik und Tanz zur Geltung.
In einer Schwarz-Weiß-Fotografie von Johannes Lederer ist zu erkennen, dass der Kopf von Katja Meirowksy auf einem schwarzen Sockel platziert wurde. Ihr Kopf spricht monoton den Text von Johannes Hübner. Dort offeriert sie ihre Leidensgeschichte –sie wurde von ihrem Budenbesitzer verlassen.
Kurze Zeit später machte Camaro dieses Motiv in einem Siebdruck erneut zum Bildinhalt.
In der Ausstellung „Berlin Surreal...“ wurde die „Dame ohne Unterleib“ in einer Videoinstallation mit in die Ausstellungsarchitektur einbezogen.
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Our #weeklycamaro #16 clarifies Alexander Camaros interdisciplinary work from a contextual perspective.
In the painting „show booth“ from 1946, the owner of the show booth stands in the foreground and presents the curiosity left next to him: a woman without abdomen on a pedestal under a glass. Here, illusion and fascination of the world of entertainment are united.
The motif of „woman without abdomen“ was taken up in one of the first cabaret numbers in the artist cabaret „The Bathub“ (co-founded by Camaro in 1949) and transformed into current themes. On a black-white-photography by Johannes Lederer we discover the head of Katja Meirowsky on a black pedestal where she offers her story of suffering (text by Johannes Hübner): she was abandoned by her lover and booth owner.
Shortly after Camaro used this motif in a silk-screen printing. In In this context, 2014 the Camaro foundation showed „Woman without abdomen“ as video installation, which was included in the architecture of the exhibiton „Berlin Surreal...“.

#weeklycamaro #nachkriegskunst #diebadewanne #alexandercamaro #camarostiftung #johanneshuebner #johanneslederer #camarohaus #berlinsurreal

#weeklycamaro #15La belle captive (1982/83), Öl auf Leinwand, 200x250cm(c) Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst BonnUmgeben v...
17/03/2022

#weeklycamaro #15
La belle captive (1982/83), Öl auf Leinwand, 200x250cm
(c) Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn

Umgeben von Bäumen schleppt sich eine weibliche Figur von links nach rechts. Vor ihr baut sich eine dominante Gestalt auf. Verstärkt wird diese bedrohliche und bedrückende Atmosphäre durch den undurchdringlichen Wald sowie durch malerische Elemente: rötliche Farbe läuft an der Frauengestalt herunter.
„La belle Captive“, basierend auf ein einschneidendes Erlebnis Camaros, thematisiert eine Vergewaltigung. In Gedanken und Notizen schilderte Renata 2004 dessen „Erinnerung, wie er ein junges Mädchen aus der Oder zog [...] und in einem Haus in der Nähe warme Decken geholt“ hat. Camaro brachte sie ins nächstlegende Krankenhaus. Er soll noch die Silhouette eines Mannes bemerkt haben, als er das Mädchen fand.
Malerisch verarbeitete Camaro das Erlebte bereits in dem Kleinformat „Wald, Lustmord“ von 1940. Beide Werke werden in der derzeitigen Ausstellung „Alexander Camaro zum 120. Geburtstag“ im Camaro Haus gezeigt.
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Surrounded by trees and branches a female figure, turned away from the viewer, drags herself from left to right. A dominant figure looms in front of her.
This threatening and oppressive atmosphere is reinforced by the impenetrable forest and by painterly elements: reddish paint runs down the female figure.
The narrative scene "La belle Captive", based on a drastic incident of Camaro, thematize a rape. In thoughts and notes in 2004, Renata described Alexander Camaros "memory how he pulled out a girl from the Oder [...] and fetched warm blankets from a house nearby". Camaro took her to the nearest hospital. He noticed the silhouette of a man, the rapist, when he found the girl.
Camaro has already painted the experience in the small format "Forest, Lustmord" from 1940.
Both works are shown in the current exhibition "Alexander Camaro on his 120th Birthday" in the Camaro House.

14/03/2022

Ausstellung verlängert!
Kommt vorbei ins Camaro Haus und nutzt die wunderbare Gelegenheit, Euch die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburtstag" anzusehen, sie ist bis zum 08.04.2022 verängert!
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exhibition extended!
If you haven't seen our current exhibition "Alexander Camaro on his 120th birthday" yet, good news: the exhibition is extended until the 8th of April.

#weeklycamaro #14Selbstbildnis mit Gerti (1922), Öl auf Leinwand, KriegsverlustFoto: Paul ReißertDas wohl erste Ölbild v...
24/02/2022

#weeklycamaro #14
Selbstbildnis mit Gerti (1922), Öl auf Leinwand, Kriegsverlust
Foto: Paul Reißert

Das wohl erste Ölbild von Alexander Camaro entstand 1922 während der Zeit als Student an der Akademie für Kunst und Kunstgewerbe zu Breslau, wo er Schüler von Otto Mueller, Alexander Kanoldt und Johannes Molzahn war.
Noch im Charakter der Neuen Sachlichkeit verhaftet, inszenierte sich Camaro mit einem fixierend prüfenden Blick. In dem Selbstbildnis steht Gerti hinter ihm. Beide sind im Halbprofil dargestellt.
Eine Anmerkung Camaros auf der Rückseite eines Fotoabzugs von „Selbstbildnis mit Gerti“ lautet: “mein erstes Ölbild in Breslau auf der Akademie bei Otto Müller war auf grosser Ausstellung mit ausgestellt. Gerti und ich! 1922“.

Dieses und weitere, zahlreiche Frühwerke Camaros sind durch den Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Sein Frühwerk wurde in das von Anna Krüger verfasste Werkverzeichnis des malerischen Werkes von Camaro erstmals aufgenommen.

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Probably the first oil painting by Alexander Camaro was created in 1922, during his studies at the academy of Arts and Crafts in Wroclaw under Otto Mueller, Alexander Kanoldt and Johannes Molzahn.
In character of the New Objectivity, Camaro stages himself with a gaze of scrutiny. Behind him stands Gerti, both are shown in half-profile.
A note on the back of a black-white-photography from „Self-portrait with Gerti“ is given: „my first oil painting in Wroclaw at the Academy under Otto Mueller was shown on a big exhibition. Gerti and me! 1922“.

This and many other early works by Camaro were lost during the Second World War. In the catalogue raisonné of paintings by Camaro, written by Anna Krüger, the early work is included for the first time.

#weeklycamaro #13Rekonvaleszenz (1980/85), Öl auf Leinwand, 200x160cm© Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst BonnIn unserem #w...
17/02/2022

#weeklycamaro #13

Rekonvaleszenz (1980/85), Öl auf Leinwand, 200x160cm
© Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn

In unserem #weeklycamaro #13 sitzt eine Frau mit blondem, langem Haar auf einer Veranda.
Ein grünes Haarband mit üppiger Schleife schmückt ihr Haupt. In ihren Händen hält sie ein Buch, welches aufgeschlagen auf ihrem Schoß liegt. Es entsteht der Eindruck, dass die Frau von ihrer Lektüre unterbrochen wurde: sie blickt über die Stuhllehne zum Betrachter.
Im Hintergrund grenzt ein weißer Zaun das Grundstück von einem umliegenden Wald ab.

„Rekonvaleszenz“ hängt in der derzeitigen Ausstellung „Alexander Camaro zum 120. Geburtstag“ Dort wird in einem weiteren Werk das Motiv einer sitzenden, mit dem Blick über die Stuhllehne zum Betrachter dargestellten Frau im Kleinformat „Lesendes Mädchen mit weissem Hund“ von 1946 gezeigt. Es verdeutlicht hervorragend, dass Camaro bestimmte Inhalte und Motive immer wieder in seinen Werken aufgriff.

_____________________

In our #weeklycamaro #13, a female figure with long blonde hair is sitting on a veranda. A green hair band with a lush bow adorns her head. She holds an open book in her hands, which lies on her lap. The impression arises that the woman has been interrupted from her reading: she looks over the chair back to the viewer. In the background, a white fence separates the plot from the forest.

"Rekonvaleszenz" is hanging in the current exhibition "Alexander Camaro on his 120th birthday" in the Camaro Haus. There, in another art work, the motif of a seated woman, shown looking over the back of the chair at the viewer, is represented in the small format "Reading Girl with White Dog" from 1946. It clarify, that Camaro repeatedly took up certain content and motifs in his art works.

#weeklycamaro #camarostiftung #camarohaus #alexandercamaro #rekonvaleszenz #sittingonchair

16/02/2022

Reminder:
Die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburtstag" geht bis zum 04.03.2022.

Wir freuen uns auf Euren Besuch! 🙂

#weeklycamaro #12Stiere (1950), Öl auf Leinwand, 66x85cm© Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst BonnDer leicht gesenkte Kopf e...
10/02/2022

#weeklycamaro #12

Stiere (1950), Öl auf Leinwand, 66x85cm
© Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn

Der leicht gesenkte Kopf eines blauen Stiers dominiert in #weeklycamaro #12 den Bildinhalt. Hinter ihm kaum ersichtlich zeigt sich das Profil eines zweiten Stiers. Besonders die spitzen Hörner beider Tiere kommen in dem Ton in Ton gehaltenen Bild zur Geltung.
Darstellungen von Stieren entstanden zwischen 1947 und 1952 in Camaros Werken - zumeist im Kontext von Stierkämpfen. In dem Werkverzeichnis des malerischen Werks des Künstlers, schrieb Anna Krüger diesen Nachkriegsbildern einen metaphorischen Charakter zu.
Eine „ritualisierte Grausamkeit [und] der Ausdruck von Solidarität“ würde in den Stierbildern festgehalten.
Camaro hielt sich nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Male in Spanien und Südfrankreich auf, wo er Gelegenheit hatte, Stiere und Stierkämpfe zu beobachten.

Zu sehen ist das Werk „Stiere“ in der derzeitigen Ausstellungen „Alexander Camaro zum 120. Geburtstag“ im Camaro Haus. Dort können sich Besucher:innen gerne auch das Werkverzeichnis im anschauen.
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The slightly bowed head of a blue bull dominates #weeklycamaro #12. Barely visible behind him we discover the profile of a second bull. Especially the horns are heighten in the tone-in-tone painting. Camaro created depictions of bulls between 1947 and 1952 - mostly in the context of bullfights. In the catalog raisonné of the artist's paintings, Anna Krüger attributed a metaphorical character to these post-war paintings. A "ritualized cruelty [and] expression of solidarity" are shown in the paintings with bulls.
After the Second World War, Camaro visited Spain and South France several times, where he got the occasion to watch bulls and bullfights.

#weeklycamaro #camarostiftung #Stier #camarohaus #alexandercamaro #bull #nachkriegskunst

Musikalisch- literarischer Abend im Camaro Haus (AUSVERKAUFT)Am 13.02.2022 um 17.30Uhr findet die Aufführung „Derek Jarm...
09/02/2022

Musikalisch- literarischer Abend im Camaro Haus (AUSVERKAUFT)

Am 13.02.2022 um 17.30Uhr findet die Aufführung „Derek Jarman – mein Garten“ statt.
Von Frank Weiß aus den Tagebüchern von Derek Jarman zitierte Texte werden von dem Berliner Oboenquartett in Musik von Schumann und Schubert eingebettet.

Derek Jarman war ein britischer Film-Regisseur, Maler und Ikone der sexuellen Befreiung. In Dungeness legte er in den Jahren 1989 und 1990 einen legendären Garten an: ein Idyll, das Jarman Zufluchtsort, Utopie und Heilmittel gegen Anfeindungen und Krankheit war. Als einer der ersten outete er sich als HIV-positiv.

Musik, Geräusch-Improvisation und Text lassen den Garten vor den Augen des Publikums entstehen.

Textfassung: Ulrich Bildstein
Musikarrangements: Simon Strasser
Mitwirkende: Bärbel Bühler, Oboe / Raguel Ott, Englischhorn / Simon Strasser, Bassoboe / Jochen Schneider, Fagott / Frank Weiß, Sprecher

_________

A musical-literary event on 13th of February 5.30pm in the Camaro House.

Texts quoted by Frank Weiß from Derek Jarman´s diaries are embedded in music from Schumann and Schubert playd by the Berliner Oboenquartett.
Derek Jarman was a British film director, painter and icon of sexual liberation. In Dungeness he created a garden 1989 and 1990: an idyll, what was Jarman’s refuge.

Music, sound improvisation and text creates impressions of the garden.

-SOLD OUT-

#berlineroboenquartett #camarohaus #frankweiss #camarostiftung #derekjarman #derekjarmansgarden

Adresse

Potsdamer Str. 98A
Berlin
10785

Telefon

+493026392975

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Die Alexander und Renata Camaro Stiftung

„Man könnte ja den Grundstein für eine Sammlung oder Stiftung durchaus legen. Aber es besteht Gefahr das Werk zu verwalten statt noch zu gestalten. Denn die Verpflichtung wird verlagert auf Unschöpferisches.“

Alexander Camaro, Berlin, 31. Mai 1983

Die Alexander und Renata Camaro Stiftung pflegt vor allem das Werk von Alexander Camaro und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Sie fördert den interdisziplinären Gedanken in Form eigener Projekte sowie die Auseinandersetzung mit ausgewählten, zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Die Camaro Stiftung vergibt zielgerichtete Stipendien zur Aufarbeitung des künstlerischen Gesamtwerks und schreibt regelmäßig, gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, Artist in Residence-Programme aus. Besonders Malerei und Tanz, aber auch Literatur, Musik, Film und Zirkus sind namentlich die Kunstrichtungen, die sich auf das vielseitige Schaffen von Alexander Camaro beziehen.

Die Stifterin Renata Camaro, geboren 1934, besuchte zunächst in Krefeld die Textilfachschule bei den Bauhäusler*innen Georg Muche und Elisabeth Kadow, bevor sie dann 1959 in Alexander Camaros Malklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin studierte. Das spätere Paar heiratete 1966 und stand in engem schöpferischen Austausch. Nach dem Tod von Alexander Camaro 1992 verwaltete seine Witwe den künstlerischen Nachlass. 2009 verwirklichte sie mit Hilfe ihres Bruders Theodor Gentner den gemeinsamen Traum des Künstlerpaares: Die Gründung der Alexander und Renata Camaro Stiftung in Berlin. Der Mäzen und Diplom-Ingenieur prägte ein Konzept, das die Stiftung noch heute trägt. Theodor Gentner ist seit der Gründung Vorsitzender des Stiftungsvorstandes.

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Bemerkungen

Save the date: Ausstellungseröffnung "Ein Verhältnis mit Kunst"-Alexander und Renata Camaro. Katalyse, Symbiose, Muse? im Camaro Haus am 21.04.2022 um 18 Uhr Wir freuen uns auf Ihren Besuch! ____ Save the date: exhibition opening "Ein Verhältnis mit Kunst"-Alexander und Renata Camaro. Katalyse, Symbiose, Muse? April 21st at 6pm, Camaro House
Am 06.04.2022 um 18 Uhr findet eine Kuratorenführung durch die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburtstag" im Camaro Haus statt. _____ Tomorrow, April 6th at 6pm: guided tour with the curator through the current exhibition in the Camaro House
#weeklycamaro #16 Schaubude (1946) Öl auf Hartfaser, 112,5x150cm (c) Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn Unser #weeklycamaro #16, verdeutlicht in einer kontextuellen Betrachtung Camaros interdisziplinäres Arbeiten. In dem Gemälde „Schaubude“ von 1946 steht der Schaubudenbesitzer im Vordergrund und präsentiert die Kuriosität: links neben ihm befindet sich eine Frau ohne Unterleib auf einem Sockel unter einem Glas. Illusion und Faszination der Vergnügungswelt vereinen sich in diesem malerischen Werk. Das Motiv „Dame ohne Unterleib“ wurde in einer der ersten Kabarettnummern in dem 1949 von Camaro mitgegründeten Künstlerkabarett „Die Badewanne“ aufgegriffen und in aktuelle Themen umgewandelt. Im Künstlerkabarett kamen die verschiedenen Disziplinen Malerei, Literatur, Musik und Tanz zur Geltung. In einer Schwarz-Weiß-Fotografie von Johannes Lederer ist zu erkennen, dass der Kopf von Katja Meirowksy auf einem schwarzen Sockel platziert wurde. Ihr Kopf spricht monoton den Text von Johannes Hübner. Dort offeriert sie ihre Leidensgeschichte –sie wurde von ihrem Budenbesitzer verlassen. Kurze Zeit später machte Camaro dieses Motiv in einem Siebdruck erneut zum Bildinhalt. In der Ausstellung „Berlin Surreal...“ wurde die „Dame ohne Unterleib“ in einer Videoinstallation mit in die Ausstellungsarchitektur einbezogen. _____ Our #weeklycamaro #16 clarifies Alexander Camaros interdisciplinary work from a contextual perspective. In the painting „show booth“ from 1946, the owner of the show booth stands in the foreground and presents the curiosity left next to him: a woman without abdomen on a pedestal under a glass. Here, illusion and fascination of the world of entertainment are united. The motif of „woman without abdomen“ was taken up in one of the first cabaret numbers in the artist cabaret „The Bathub“ (co-founded by Camaro in 1949) and transformed into current themes. On a black-white-photography by Johannes Lederer we discover the head of Katja Meirowsky on a black pedestal where she offers her story of suffering (text by Johannes Hübner): she was abandoned by her lover and booth owner. Shortly after Camaro used this motif in a silk-screen printing. In In this context, 2014 the Camaro foundation showed „Woman without abdomen“ as video installation, which was included in the architecture of the exhibiton „Berlin Surreal...“. #weeklycamaro #nachkriegskunst #diebadewanne #alexandercamaro #camarostiftung #johanneshuebner #johanneslederer #camarohaus #berlinsurreal
#weeklycamaro #15 La belle captive (1982/83), Öl auf Leinwand, 200x250cm (c) Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn Umgeben von Bäumen schleppt sich eine weibliche Figur von links nach rechts. Vor ihr baut sich eine dominante Gestalt auf. Verstärkt wird diese bedrohliche und bedrückende Atmosphäre durch den undurchdringlichen Wald sowie durch malerische Elemente: rötliche Farbe läuft an der Frauengestalt herunter. „La belle Captive“, basierend auf ein einschneidendes Erlebnis Camaros, thematisiert eine Vergewaltigung. In Gedanken und Notizen schilderte Renata 2004 dessen „Erinnerung, wie er ein junges Mädchen aus der Oder zog [...] und in einem Haus in der Nähe warme Decken geholt“ hat. Camaro brachte sie ins nächstlegende Krankenhaus. Er soll noch die Silhouette eines Mannes bemerkt haben, als er das Mädchen fand. Malerisch verarbeitete Camaro das Erlebte bereits in dem Kleinformat „Wald, Lustmord“ von 1940. Beide Werke werden in der derzeitigen Ausstellung „Alexander Camaro zum 120. Geburtstag“ im Camaro Haus gezeigt. ______ Surrounded by trees and branches a female figure, turned away from the viewer, drags herself from left to right. A dominant figure looms in front of her. This threatening and oppressive atmosphere is reinforced by the impenetrable forest and by painterly elements: reddish paint runs down the female figure. The narrative scene "La belle Captive", based on a drastic incident of Camaro, thematize a r**e. In thoughts and notes in 2004, Renata described Alexander Camaros "memory how he pulled out a girl from the Oder [...] and fetched warm blankets from a house nearby". Camaro took her to the nearest hospital. He noticed the silhouette of a man, the ra**st, when he found the girl. Camaro has already painted the experience in the small format "Forest, Lustmord" from 1940. Both works are shown in the current exhibition "Alexander Camaro on his 120th Birthday" in the Camaro House.
Ausstellung verlängert! Kommt vorbei ins Camaro Haus und nutzt die wunderbare Gelegenheit, Euch die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburtstag" anzusehen, sie ist bis zum 08.04.2022 verängert! _____ exhibition extended! If you haven't seen our current exhibition "Alexander Camaro on his 120th birthday" yet, good news: the exhibition is extended until the 8th of April.
#weeklycamaro #14 Selbstbildnis mit Gerti (1922), Öl auf Leinwand, Kriegsverlust Foto: Paul Reißert Das wohl erste Ölbild von Alexander Camaro entstand 1922 während der Zeit als Student an der Akademie für Kunst und Kunstgewerbe zu Breslau, wo er Schüler von Otto Mueller, Alexander Kanoldt und Johannes Molzahn war. Noch im Charakter der Neuen Sachlichkeit verhaftet, inszenierte sich Camaro mit einem fixierend prüfenden Blick. In dem Selbstbildnis steht Gerti hinter ihm. Beide sind im Halbprofil dargestellt. Eine Anmerkung Camaros auf der Rückseite eines Fotoabzugs von „Selbstbildnis mit Gerti“ lautet: “mein erstes Ölbild in Breslau auf der Akademie bei Otto Müller war auf grosser Ausstellung mit ausgestellt. Gerti und ich! 1922“. Dieses und weitere, zahlreiche Frühwerke Camaros sind durch den Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Sein Frühwerk wurde in das von Anna Krüger verfasste Werkverzeichnis des malerischen Werkes von Camaro erstmals aufgenommen. ______ Probably the first oil painting by Alexander Camaro was created in 1922, during his studies at the academy of Arts and Crafts in Wroclaw under Otto Mueller, Alexander Kanoldt and Johannes Molzahn. In character of the New Objectivity, Camaro stages himself with a gaze of scrutiny. Behind him stands Gerti, both are shown in half-profile. A note on the back of a black-white-photography from „Self-portrait with Gerti“ is given: „my first oil painting in Wroclaw at the Academy under Otto Mueller was shown on a big exhibition. Gerti and me! 1922“. This and many other early works by Camaro were lost during the Second World War. In the catalogue raisonné of paintings by Camaro, written by Anna Krüger, the early work is included for the first time.
#weeklycamaro #13 Rekonvaleszenz (1980/85), Öl auf Leinwand, 200x160cm © Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn In unserem #weeklycamaro #13 sitzt eine Frau mit blondem, langem Haar auf einer Veranda. Ein grünes Haarband mit üppiger Schleife schmückt ihr Haupt. In ihren Händen hält sie ein Buch, welches aufgeschlagen auf ihrem Schoß liegt. Es entsteht der Eindruck, dass die Frau von ihrer Lektüre unterbrochen wurde: sie blickt über die Stuhllehne zum Betrachter. Im Hintergrund grenzt ein weißer Zaun das Grundstück von einem umliegenden Wald ab. „Rekonvaleszenz“ hängt in der derzeitigen Ausstellung „Alexander Camaro zum 120. Geburtstag“ Dort wird in einem weiteren Werk das Motiv einer sitzenden, mit dem Blick über die Stuhllehne zum Betrachter dargestellten Frau im Kleinformat „Lesendes Mädchen mit weissem Hund“ von 1946 gezeigt. Es verdeutlicht hervorragend, dass Camaro bestimmte Inhalte und Motive immer wieder in seinen Werken aufgriff. _____________________ In our #weeklycamaro #13, a female figure with long blonde hair is sitting on a veranda. A green hair band with a lush bow adorns her head. She holds an open book in her hands, which lies on her lap. The impression arises that the woman has been interrupted from her reading: she looks over the chair back to the viewer. In the background, a white fence separates the plot from the forest. "Rekonvaleszenz" is hanging in the current exhibition "Alexander Camaro on his 120th birthday" in the Camaro Haus. There, in another art work, the motif of a seated woman, shown looking over the back of the chair at the viewer, is represented in the small format "Reading Girl with White Dog" from 1946. It clarify, that Camaro repeatedly took up certain content and motifs in his art works. #weeklycamaro #camarostiftung #camarohaus #alexandercamaro #rekonvaleszenz #sittingonchair
Reminder: Die derzeitige Ausstellung "Alexander Camaro zum 120. Geburtstag" geht bis zum 04.03.2022. Wir freuen uns auf Euren Besuch! 🙂
#weeklycamaro #12 Stiere (1950), Öl auf Leinwand, 66x85cm © Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn Der leicht gesenkte Kopf eines blauen Stiers dominiert in #weeklycamaro #12 den Bildinhalt. Hinter ihm kaum ersichtlich zeigt sich das Profil eines zweiten Stiers. Besonders die spitzen Hörner beider Tiere kommen in dem Ton in Ton gehaltenen Bild zur Geltung. Darstellungen von Stieren entstanden zwischen 1947 und 1952 in Camaros Werken - zumeist im Kontext von Stierkämpfen. In dem Werkverzeichnis des malerischen Werks des Künstlers, schrieb Anna Krüger diesen Nachkriegsbildern einen metaphorischen Charakter zu. Eine „ritualisierte Grausamkeit [und] der Ausdruck von Solidarität“ würde in den Stierbildern festgehalten. Camaro hielt sich nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Male in Spanien und Südfrankreich auf, wo er Gelegenheit hatte, Stiere und Stierkämpfe zu beobachten. Zu sehen ist das Werk „Stiere“ in der derzeitigen Ausstellungen „Alexander Camaro zum 120. Geburtstag“ im Camaro Haus. Dort können sich Besucher:innen gerne auch das Werkverzeichnis im anschauen. _____________________ The slightly bowed head of a blue bull dominates #weeklycamaro #12. Barely visible behind him we discover the profile of a second bull. Especially the horns are heighten in the tone-in-tone painting. Camaro created depictions of bulls between 1947 and 1952 - mostly in the context of bullfights. In the catalog raisonné of the artist's paintings, Anna Krüger attributed a metaphorical character to these post-war paintings. A "ritualized cruelty [and] expression of solidarity" are shown in the paintings with bulls. After the Second World War, Camaro visited Spain and South France several times, where he got the occasion to watch bulls and bullfights. #weeklycamaro #camarostiftung #Stier #camarohaus #alexandercamaro #bull #nachkriegskunst