13/12/2024
In diesem Jahr fiel das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens mit dem 2. Advent zusammen. In Erwartung der Geburt des Heilands erinnern sich katholische Christen an die Tatsache, dass auch die Mutter Jesu gezeugt und geboren wurde, und sie glauben, dass sie vom Augenblick der Empfängnis an vom Verhängnis der Erbsünde ausgenommen war, um für das Erlösungswerk zu taugen. Modernen Gläubigen mag dieses Dogma ebenso befremdlich in ihr Leben hereinragen wie den Kritikern der katholischen Gaubenslehren. Uns im Berliner Zentrum für intellektuelle Diaspora an der katholischen Akademie in Berlin ist das Befremdliche gerade das Willkommene: Es gibt uns Anlass, die Themen dialogisch zu reflektieren.
Hatten wir im letzten Jahr ein Künstlerinnengespräch mit Elisabeth Masé und Almut Sh. Bruckstein über jüdische und christliche Vorstellungen von bräutlicher Reinheit, so haben wir dieses Jahr die traurige Mutter in den Blick genommen. Dieses Mal nicht in einer Veranstaltung, sondern in einem unserer Diaspora-Dialoge des The Berlin Center for Intellectual Diaspora.
Seit dem 8.12. finden Sie in unserem Filmarchiv ein Gespräch mit der rumänischen Schriftstellerin Carmen-Francesca Banciu, deren Buch “Mutters Tag. Das Lied der traurigen Mutter” dieses Jahr im PalmArtPress Verlag erschienen ist. Wir sprechen über viele Aspekte ihrer Figur der Maria-Maria - und über das, was in Beziehungen zwischen menschlichen Müttern und ihren Kindern der Vergebung bedarf.
Carmen-Francesca Banciu, im rumänischen Lipova geboren, ist eine deutsche und rumänische Schriftstellerin. Sie studierte Kirchenmalerei in Arad und Außenhand...