Brotfabrik Kino

Brotfabrik Kino Das Programmkino im Berliner Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik am Caligariplatz

15/06/2026
13/06/2026

Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit

15.6. | 17 Uhr

D 2025 | 52 min| Dokumentarfilm | R: Mario Burbach | DF
Der Film begleitet Menschen, die einen scheinbar unmöglichen Beweis antreten: Ja, ein Unternehmen kann ohne Chefs funktionieren. In Kollektivbetrieben, Kooperativen und selbstverwalteten Unternehmen wird täglich für ein besseres »Richtiges im Falschen« gekämpft. Wir treffen auf ganz normale Menschen, die ihr Arbeitsleben selbst in die Hand nehmen. Geschichten, die Mut machen, alte Wege zu verlassen und zusammen neue Wege zu gehen – nicht als Theorie, sondern als gelebte Praxis.
Tickets: 9€/ erm. 7€

Wir freuen uns schon sehr auf euch 🧡







09/06/2026

Im Reich der Sinne

12.6., 13.6. | 21:15 Uhr, 26.6. | 21 Uhr

JP/F 1976 | 103 min | Spielfilm | R: Nagisa Ōshima | OmU

Im Japan der 1930er Jahre beginnt eine junge Pr*stituierte eine Affäre mit dem Besitzer des B*rdells. Abgeschottet von der Außenwelt geben sich die beiden ganz der grenzenlosen s*xuellen Begierde hin. Was als heimliche Romanze beginnt, entwickelt sich schnell zu einer gefährlichen Besessenheit, bei der sich die Liebesspiele in Gewalt und Schmerz steigern. Ihre intensive Beziehung führt sie beide auf einen dunklen Pfad. Die Geschichte beleuchtet die dunklen Facetten von Leidenschaft und Macht in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs.
Im Reich der Sinne beruht auf einer wahren Begebenheit um Abe Sada, die sich so ähnlich 1936 in Japan zugetragen hat. Nagisa Ōshima drehte in Tokio, musste das Filmmaterial allerdings zur Entwicklung und Fertigstellung nach Paris schicken, weil kein japanisches Laboratorium es anzurühren wagte. Als der Film bei der Berlinale 1976 gezeigt wurde, beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft den Film direkt nach der Premiere als »harte P*rnografie«. Es war das erste Mal, dass ein Film bei einem großen, internationalen Festival von der Staatsanwaltschaft eingezogen wurde. Am 17. März 1977 kam das Berliner Landgericht dagegen in seinem Urteil zum Schluss, dass es sich bei dem Film nicht um P*rnografie handelt. Daraufhin wurde der Film ungekürzt freigegeben und erhielt von der Filmbewertungsstelle das Prädikat »besonders wertvoll«.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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09/06/2026

Good Boy

11.6. | 21:15 Uhr + 12.6., 13.6., 14.6. | 19:15 Uhr + 15.6. | 20:45 Uhr + 16.6., 17.6. | 21:15 Uhr

PL/UK 2025 | 110 min | Spielfilm | R: Jan Komasa | OmU
Der 19-jährige Tommy (Anson Boon) genießt sein Leben als Krimineller, treibt seine Freunde immer wieder zu grausamen Gewalttaten an und prahlt damit auf Social Media – bis er eines Nachts von einem Fremden entführt wird. Als Tommy erwacht, findet er sich angekettet im Keller eines abgelegenen Vorstadthauses wieder, in dem sein Entführer Chris (Stephen Graham) mit seiner Frau Kathryn (Andrea Riseborough) und ihrem jungen Sohn Jonathan lebt. Die Familie setzt alles daran, Tommys unkontrolliertes Verhalten zu »reformieren«, und unterzieht ihn zahlreichen psychologischen Spielchen, um aus ihm einen »braven Jungen« zu machen. Während Tommy sich mit allen Mitteln dagegen wehrt, wird er immer tiefer in die dysfunktionale Familiendynamik von Chris, Kathryn und Jonathan hineingezogen, aber auch mit seinen eigenen Sehnsüchten konfrontiert. Und schleichend merkt Tommy, dass seine Gefühle zwischen Hass und Sympathie, zwischen Fluchtreflex und dem Bedürfnis nach Nähe verschwimmen.
Mit seinem Film »Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes« legt der oscarnominierte Regisseur Jan Komasa (Corpus Christi) einen provokanten Gesellschaftsthriller vor, der von The Guardian bereits mit Kubricks Clockwork Orange verglichen wird.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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09/06/2026

Kommunist

11.6. | 19 Uhr,
12.6., 13.6., 14.6., 16.6., 17.6. | 17 Uhr,
15.6. | 18 Uhr

D 2026 | 123 min | Dokumentarfilm | R: Lutz Pehnert

Als Kronprinz von Erich Honecker machte Egon Krenz SED-Karriere, am Ende war er Staatschef der DDR. Doch er führte das Land nur 50 Tage, nach der Wiedervereinigung wurde er wegen seiner Mitverantwortung für die Mauertoten zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Seit seiner Entlassung 2003 lebt er in Dierhagen an der Ostsee.
Funktionär, Aufsteiger, Apparatschik, B***e, Hassfigur, Totschläger, Häftling, Vater und Großvater – wer ist Egon Krenz am Ende seines Lebens? In »Kommunist« zeichnet Regisseur Lutz Pehnert (»Bettina«) den Aufstieg und Fall des Mannes nach und beleuchtet seine politischen Entscheidungen im Kontext des Kalten Krieges. Gleichzeitig blickt der Film mit neuer Perspektive auf den Niedergang der DDR und auf die Wege der Menschen, die in diesem System aufwuchsen.

Am 15.06., 18:00 Uhr, in Anwesenheit des Regisseurs Lutz Pehnert.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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08/06/2026

Kes

11.6. | 17 Uhr,
16.6., 17.6. (OmU) | 19:15 Uhr,
22.6. (OmU) | 20:30 Uhr,
24.6. | 17 Uhr

UK 1969 | 110 min | Spielfilm | R: Ken Loach | DF + OmU

England in den 60er-Jahren: Der 15-jährige Einzelgänger Billy wächst in einer trostlosen Bergarbeiterstadt heran. Zu Hause steckt er oft Prügel von seinem älteren Bruder ein, und in der Schule ist Billy auch nicht gut. Sein Leben bekommt einen Sinn, als er ein Falkenjunges findet und aufzieht.
Dem britischen Regisseur Ken Loach gelang mit seinem zweiten Kinofilm »Kes« 1969 der internationale Durchbruch. Die bewegende Geschichte eines Jungen aus der nordenglischen Arbeiterklasse gilt heute als einer der besten britischen Filme aller Zeiten.
Wir zeigen den Film aus Anlass des 90. Geburtstages von Ken Loach.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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02/06/2026

Signal One

5.6. | 19 Uhr

D/SRB 2026 | 18 min | Kurzspielfilm | R: Arijana Kovacic | OmeU

West-Berlin, 1977. Igor, ein junger Philosophiestudent aus Belgrad, reist in die geteilte Stadt, um seine Verwandten zu besuchen. Ohne feste Erwartungen an die fremde Metropole wird er jäh von der rohen Energie der aufkeimenden Punk-Bewegung erfasst. Er trifft Petra, deren persönliche Tragödie den politischen Konflikt der Zeit unmittelbar greifbar macht.
»Signal One« ist eine atmosphärische Zeitreise in Berlin, das zwischen Aufruhr und Stillstand schwankte. Der Film wurde im Januar 2026 während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten gedreht und fängt eine ganz eigene, düstere Authentizität ein. Nach der erfolgreichen Premiere in Belgrad kommt die Koproduktion nun in die Stadt, in der die Geschichte ihren Ursprung nahm. Mit einem Soundtrack und Cast der Belgrader Band »Dram« erzählt der Film die Geschichte vom Mut, die eigene laute, ungehorsame und unversteckte Stimme zu finden.

Premiere in Anwesenheit der Regisseurin und weiterer Crew-Mitglieder.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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Caligariplatz 1
Berlin
13086

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