Brotfabrik Kino

Brotfabrik Kino Das Programmkino im Berliner Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik am Caligariplatz

08/10/2026

Hiddensee

11.10., 18:45 Uhr / 12.10., 13.10., 18:30 Uhr

D 2026 | 119 min | Dokumentarfilm | R: Annekatrin Hendel

Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart.
In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die preisgekrönte Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen. »Hiddensee« ist ein gleichsam poetisches wie beunruhigendes Kinoerlebnis voller visueller und erzählerischer Kraft.

Am 12.10., 18:30 Uhr, in Anwesenheit der Regisseurin Annekatrin Hendel.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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07/10/2026

John Woo: Hard Boiled

8.10., 9.10, 21 Uhr
12.10., 21:15 Uhr

HK 1992 | 128 min | Spielfilm | R: John Woo | OmU

Kultklassiker der Hongkonger Actionküche: Nachdem ein Polizist seinen Partner bei einer Schießerei mit Waffenschmugglern verliert, nimmt er die Verfolgung der Täter auf. Um den Hintermännern des Verbrechersyndikats auf die Spur zu kommen, verbündet er sich mit einem Undercover-Cop, der als Auftragskiller in die Organisation eingeschleust wurde. Gemeinsam schrecken sie vor keinem Mittel zurück, um die Gangster zur Strecke zu bringen.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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07/10/2026

Don Camillo und Peppone

10.10., 11.10. | 15 Uhr

F/IT 1952 | 107 min | Spielfilm | R: Julien Duvivier

Italienisch-französische Kult-Komödie aus dem Jahr 1952 mit Gino Cervi und Fernandel in den Hauptrollen: In dem kleinen Städchten Brescello, nahe der Po-Ebene, bemühen sich der listige Priester Don Camillo (Fernandel) und der kommunistische Bürgermeister (Gino Cervi) um die Gunst ihrer Stadtbewohner. Eigentlich bewundern sich die beiden Kontrahenten gegenseitig – doch wie das Land, so spaltet der Ideologiekonflikt auch die beiden Sturköpfe…

»Don Camillo« und »Peppone« sind zwei fiktive Personen aus den Romanen von Giovannino Guareschi. Ihre Erlebnisse spiegeln den Konflikt zwischen Tradition und politischem Aufbruch, der das Land nach dem Zweiten Weltkrieg prägte.

07/10/2026

Dr. Andreas Bossmann im Gespräch mit Dr. Thomas Flierl
Film: Blutige Erdbeeren
Pankower Kulturgespräche 11

10.10., 18:30 Uhr

Das Kulturforum Berlin Nordost e. V. und Glashaus e. V. veranstalten gemeinsam die Reihe »Pankower Kulturgespräche«. Dr. Andreas Bossmann stellt im Rahmen eines Gesprächs einen Gast aus der Kultur- und Filmszene vor. In Bezug zu dessen Leben und künstlerischem Schaffen wird danach im Kino der Brotfabrik ein Film gezeigt, zu dem der Gast eine besondere Beziehung hat.

Gesprächsgast im 11. Pankower Kulturgespräch ist Dr. Thomas Flierl (geb.1957). Flierl studierte Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin und arbeitete vor und nach der Wende in unterschiedlichen Kulturinstitutionen. Er war Bezirksstadtrat für Ökologische Stadtentwicklung im Bezirk Mitte, Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Thomas Flierl arbeitet als Autor und hat zahlreiche Publikationen zur Architekturgeschichte und Stadtentwicklung herausgegeben.

Anschließend wird der USA-Spielfilm »Blutige Erdbeeren« (1969) von Stuart Hagmann gezeigt. Der Film thematisiert die amerikanischen Studentenunruhen vom Mai 1968. Die Hauptfigur Simon, dargestellt von Bruce Davison, entwickelt sich im Verlauf der Handlung von einem unpolitischen Studenten zu einem überzeugten Aktivisten der Protestbewegung. Nicht allein durch die Filmmusik erlangte der Film Kultstatus in Ost und West.

Am 10.10. 18:30 Uhr (Gespräch), 20:30 Uhr (Film). Für beide Teile sind separate Tickets erforderlich.

Tickets für den Film: 9€/ erm. 7€
Fürs Gespräch: 3€

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29/09/2026

Disunited Nations

2.10., 5.10.-7.10., 17:30 Uhr
3.10., 4.10., 17:15 Uhr
10.10., 12.10., 13.10., 17 Uhr

F/B 2025 | 80 min | Dokumentarfilm | R: Christophe Cotteret | OmU – Englisch & Deutsche Untertitel

2025 feierte die UNO ihr 80-jähriges Bestehen – doch statt Jubel herrscht Ernüchterung. Seit Oktober 2023 war die internationale Gemeinschaft außerstande, den Massakern an palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza Einhalt zu gebieten. Der Krieg glich einer Bankrotterklärung des Völkerrechts.

80 Jahre nach ihrer Gründung im Zeichen des »Nie wieder« stehen die grundlegenden Prinzipien der Weltorganisation auf dem Spiel. Die »palästinensische Frage« – der am häufigsten behandelte Konflikt in der Geschichte der UNO – bleibt unlösbar und schürt weiter Spannungen in einer der explosivsten Regionen der Welt. UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bezeichnete die Gewalt in Gaza bereits im März 2024 als Völkermord und löste damit einen Sturm aus, der bis zu Sanktionen durch die Trump-Administration reichte.

»Disunited Nations – Die UNO und der Nahe Osten« führt von New York über Genf bis in den Nahen Osten und dokumentiert die humanitären und politischen Abgründe einer Region am Rande der Katastrophe – und einer Weltorganisation in ihrer tiefsten Krise.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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28/09/2026

Kurzfilme von Thomas Werner

1.10., 17 Uhr

Thomas Werner begann mit Super-8-Filmen in den 1980er Jahren. Er war Teil der Super-8-Filmszene in der DDR und gab das Heft »Koma Kino« heraus. In den 1990er Jahren studierte er Visuelle Kommunikation und Film bei Prof. Heinz Emigholz an der HdK Berlin. In dieser Zeit entstanden 16mm-Filme und Videos. Seit 2000 fertigte er vorwiegend dokumentarische Arbeiten an. Aus allen Zeiträumen werden Arbeiten zu sehen sein.

Gezeigt werden »Sanctus,Sanctus« (1988, Super-8), über die Maidemonstration 1988 in Berlin, »Der Künder« (1987, Super-8), über Plastiken von Breker, Thorak und Klimsch auf einem Sportplatz der Sowjetarmee in Eberswalde, »Ina« (1985, Super-8) in dem eine Frau ihre Wohnung zur Fabrik und die Fabrik zu ihrer Wohnung macht, »Before & After« (1992, 16mm), in dem es um die Vorstellung von Mann und Frau vom gemeinsamen Leben geht, »Zigeunergasse« (1998, DV), über das Leben in einem Dorf in der Uckermark, dass sich auf einer Straße abspielt, genannt Zigeunergasse, und schließlich »Piercing« (2008, DV), in dem ein junger Mann seinem Freund ein In Anwesenheit des Filmemachers.

Die Filme laufen ergänzend zur Austellung von Thomas Werner in der BrotfabrikGALERIE.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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28/09/2026

Das Land, in dem ich geboren bin

1.10., 19 Uhr
11.10., 21 Uhr
14.10., 18 Uhr
31.10., 17 Uhr

D 2001 | 77 min | Dokumentarfilm | R: Marc Becker | Hansi Breier | OmU

Ein Film über Rumänien, über den Osten und den Westen, über Gott und die Welt, über zwei Mönche und vier Rumänen. Ein zeitloses Film-Essay, das in diesem Jahr das 25 jährige Jubiläum mit einer Kino Tour feiert.

Der Dokumentarfilm beschreibt den Alltag und die Geschichte von vier Menschen und deren Familien am Rande Europas. Der Landarzt im Film sagt, Rumänien gehört zur Wiege Europas und es gibt für Rumänien keine Alternative zu Europa. Und der Fussballtrainer beschreibt die rumänische Gegenwart als eine Zeit, in der man nicht von fahrenden Zügen abspringen dürfe, weil man nicht wisse, wann wieder einer fährt. »Das Land, in dem ich geboren wurde« ist eine Liebeserklärung an diese Menschen, an die Rumänen und ihr Land, und ein optimistisches Statement für die Zukunft dieses in der Öffentlichkeit weithin ignorierten Balkanlandes. Ein Filmdokument das zeigt, dass sich nach 25 Jahren – erschreckenderweise – fast nichts verändert hat.

Am 1.10., 19:00 Uhr, in Anwesenheit des Filmemachers Hansi Breier.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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13086

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