das dokumentartheater berlin

das dokumentartheater berlin Theater gegen das Vergessen Vereinsregister AG Duisburg, VR 5021

Wie gewohnt öffnen

Es geht in die zweite Runde unseres deutsch-ukrainischen Theaterprojektes "Babyn Jar - ein Requiem". Nach unserer Gastsp...
04/11/2021

Es geht in die zweite Runde unseres deutsch-ukrainischen Theaterprojektes "Babyn Jar - ein Requiem". Nach unserer Gastspielreise im September nach Kiew kommen unsere wunderbaren Kolleginnen und Kollegen des Kiewer Ensembles "Studio 11" nächsten Mittwoch in Berlin an. Zwei Aufführungen stehen an, um an das Massaker der Nazis in der Schlucht von Babyn Jar in Kiew vor 80 Jahren zu erinnern.
+ Donnerstag, 11.11.2021 um 18:30 im Gottfried-Keller-Gymnasium, Olbersstraße 38, 10589 Berlin! Der Eintritt ist frei. Es gibt noch wenige Restkarten. Ticketbestellungen bitte unter [email protected]
+ Sonntag, 14.11. um 19:30 in der ufaFabrik, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin! Tickets:15€/erm. 12€! Ticketbestellungen bitte unter [email protected]
Für beide Veranstaltungen gilt die G3- Regelung!

Wir freuen uns sehr über Ihr/Euer Kommen!

+++Casting +++Casting+++das dokumentartheater berlin e.V. plant 2022 interessante und spannende Projekte für Jugendliche...
30/10/2021
das dokumentartheater berlin – "Theater gegen das Vergessen"

+++Casting +++Casting+++
das dokumentartheater berlin e.V. plant 2022 interessante und spannende Projekte für Jugendliche und junge Menschen, Laien und Schauspielabsolventen/innen und Profischauspieler/innen.
Auf uns warten Gastspiele im In -und Ausland.
Daher wollen wir unser Ensemble erweitern.

Die Schwerpunkte unseres Theaters sind: Gegen das Vergessen, den Nationalsozialismus, die "NSU-Affäre", die Hungersnot 32/33, den Holodomor, die NS-Zwangsarbeit, die Katastrophe von Tschernobyl, den Widerstand, den Holocaust.

Auf eure Anmeldung freuen wir uns.
Das Casting findet in den Monaten November und Dezember 2021 in Berlin statt; wegen Covid-19 nach Voranmeldung in kleinen Gruppen unter [email protected]

Information über unser Theater findet ihr unter
www.das-dokumentartheater-berlin.de +++

Herzlich Willkommen »das dokumentartheater berlin« unter der Leitung von Marina Schubarth inszeniert seit vielen Jahren Stücke zu komplexen, zeitgeschichtlich und gesellschaftlich relevanten Themen in der Tradition des dokumentarischen Theaters. Das Ziel: “Theater gegen das Vergessen” zu scha...

"Belarus - Aufbruch in der Mitte Europas" Seit August 2020 spitzt sich die politische Situation in Belarus unter Diktato...
28/10/2021

"Belarus - Aufbruch in der Mitte Europas"

Seit August 2020 spitzt sich die politische Situation in Belarus unter Diktator Alexander Lukaschenko zu. Menschenrechte, Menschenwürde und Demokratie werden mit Füßen getreten.

Dennoch ließen sich die Menschen nicht davon abhalten, aufzustehen. Sie gingen auf die Straße. Sie kämpften gegen die Repressionen und lassen in ihrem Kampf bis heute nicht nach.

„das dokumentartheater berlin“ zeichnet in einer Lesung die Chronologie der Proteste in Belarus nach. Damit richtet es den Fokus auf die gegenwärtigen Ereignisse. Mitten in Europa.

Es folgt ein Zuschauer:innengespräch.

Im Anschluss findet ein Konzert mit der Ethno-Fusion-Band KRIWI statt.

Sonntag, 7.11.2021 / Beginn: 19 Uhr
Haus der Statistik
Otto-Braun Straße 70-72 Block C
10178 Berlin

Die Veranstaltung wird gemäß der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Corona-Bedingungen und entsprechenden Hygienemaßgaben durchgeführt.
Da die Besucher:innenzahl beschränkt ist, bitten wir um Vorbestellung unter 0176. 62 96 40 17!

Gefördert durch den Fonds Soziokultur

Timeline Photos
28/10/2021

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Die Aufarbeitung des Holocausts endet oft, wenn es um Eltern und Großeltern geht: Sie waren doch lieb. Dieses Schweigen ist gefährlich, sagt Sozialpsychologe Jonas Rees. https://trib.al/Nzu40Lg

Im Oktober 2021 wurde von @marinaschubarth und @vladabelozorenko eine Idee zu Papier gebracht: den 80. Jahrestag des Mas...
26/10/2021

Im Oktober 2021 wurde von @marinaschubarth und @vladabelozorenko eine Idee zu Papier gebracht: den 80. Jahrestag des Massakers von Babyn Jar zum Anlass eines künstlerischen Requiems zu nehmen. Diese Woche war es soweit. Trotz aller Schwierigkeiten haben zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters zwei Theatergruppen aus der Ukraine und aus Deutschland gemeinsam das im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Thema mit der Koproduktion „Babyn Jar – ein Requiem“ auf die Bühne gebracht.

Am 29. und 30. September 1941 wurden durch deutsche und im Namen Deutschlands, im Verein mit der Wehrmacht, der SS und diverser Polizeibataillone 33.771 Juden, Männer, Frauen und Kinder ermordet. Mit ihrem Vorgehen löschten die Mörder nicht nur die Ermordeten aus. Sie beseitigten auch deren Vergangenheit. Ganze Familien wurden ausgelöscht, so dass es kaum noch jemanden gab, der den Verlust seiner Verstorbenen betrauern konnte. Nur wenige überlebten das Massaker. Kaum einer der Täter wurde von der Nachkriegsjustiz zur Rechenschaft gezogen. Erst Mitte der sechziger Jahre gab es zaghafte, eher verschämte Versuche der juristischen Aufarbeitung.

Das Massaker von Babyn Jar wurde weder in Deutschland noch in der Ukraine aufgearbeitet. Wir sind stolz, in dieser Zusammenarbeit ein Requiem vorzubringen, das die Geschichte von Babyn Jar zur Sicht bringt und uns an die Opfer erinnert.

@malyyshevaaa @xeniawolfgramm @martin.klefeldt
@mia_lotte_ @die_kaddah @theatre11studio @julia_shevchenko28 @julia_bohhh @zhanna_bychkovska @o_pasechnik_o @mavka_music @anna_protheatre @irinasopilnyak @katithiemer @__paveel__ @diana.ianushkevich @artskrypochka @timur_smetanin @sasha_diachenko_mezzo_soprano
#Theater #GegendasVergessen #Dokumentar #Berlin #Kiev #Germany #Ukraine #Art #Acting #International

Im Oktober 2021 wurde von @marinaschubarth und @vladabelozorenko eine Idee zu Papier gebracht: den 80. Jahrestag des Massakers von Babyn Jar zum Anlass eines künstlerischen Requiems zu nehmen. Diese Woche war es soweit. Trotz aller Schwierigkeiten haben zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters zwei Theatergruppen aus der Ukraine und aus Deutschland gemeinsam das im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Thema mit der Koproduktion „Babyn Jar – ein Requiem“ auf die Bühne gebracht.

Am 29. und 30. September 1941 wurden durch deutsche und im Namen Deutschlands, im Verein mit der Wehrmacht, der SS und diverser Polizeibataillone 33.771 Juden, Männer, Frauen und Kinder ermordet. Mit ihrem Vorgehen löschten die Mörder nicht nur die Ermordeten aus. Sie beseitigten auch deren Vergangenheit. Ganze Familien wurden ausgelöscht, so dass es kaum noch jemanden gab, der den Verlust seiner Verstorbenen betrauern konnte. Nur wenige überlebten das Massaker. Kaum einer der Täter wurde von der Nachkriegsjustiz zur Rechenschaft gezogen. Erst Mitte der sechziger Jahre gab es zaghafte, eher verschämte Versuche der juristischen Aufarbeitung.

Das Massaker von Babyn Jar wurde weder in Deutschland noch in der Ukraine aufgearbeitet. Wir sind stolz, in dieser Zusammenarbeit ein Requiem vorzubringen, das die Geschichte von Babyn Jar zur Sicht bringt und uns an die Opfer erinnert.

@malyyshevaaa @xeniawolfgramm @martin.klefeldt
@mia_lotte_ @die_kaddah @theatre11studio @julia_shevchenko28 @julia_bohhh @zhanna_bychkovska @o_pasechnik_o @mavka_music @anna_protheatre @irinasopilnyak @katithiemer @__paveel__ @diana.ianushkevich @artskrypochka @timur_smetanin @sasha_diachenko_mezzo_soprano
#Theater #GegendasVergessen #Dokumentar #Berlin #Kiev #Germany #Ukraine #Art #Acting #International

Unser Stück "Babyn Jar - Ein Requiem" wurde vom Publikum in Kiew begeistert aufgenommen und wartet auf die Aufführungen ...
26/10/2021

Unser Stück "Babyn Jar - Ein Requiem" wurde vom Publikum in Kiew begeistert aufgenommen und wartet auf die Aufführungen in Berlin.

Diese Chronologie der Ereignisse des Massakers von Babyn Jar ruft dazu auf, die historischen Fakten weiter aufzuarbeiten und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Opfer (und Täter) nicht vergessen werden.

Das Stück wurde zusammen mit dem Ensemble des @theatre11studio unter der Leitung von @marinaschubarth und @vladabelozorenko

Bild: Copyright @kseniya_bobrovnik

#Art #Dokumentar #Theater #GegendasVergessen #BabynJar #Ukraine #Deutschland

Unser Stück "Babyn Jar - Ein Requiem" wurde vom Publikum in Kiew begeistert aufgenommen und wartet auf die Aufführungen in Berlin.

Diese Chronologie der Ereignisse des Massakers von Babyn Jar ruft dazu auf, die historischen Fakten weiter aufzuarbeiten und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Opfer (und Täter) nicht vergessen werden.

Das Stück wurde zusammen mit dem Ensemble des @theatre11studio unter der Leitung von @marinaschubarth und @vladabelozorenko

Bild: Copyright @kseniya_bobrovnik

#Art #Dokumentar #Theater #GegendasVergessen #BabynJar #Ukraine #Deutschland

Photos from Ukrainische Botschaft in Berlin / Посольство України у ФРН's post
18/10/2021

Photos from Ukrainische Botschaft in Berlin / Посольство України у ФРН's post

12/10/2021
Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Unser erstklassiger Darsteller Paul Riemann alias Ankläger Benjamin Ferenc bei der Auff...
11/10/2021

Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Unser erstklassiger Darsteller Paul Riemann alias Ankläger Benjamin Ferenc bei der Aufführung Babyn Yar - ein Requiem in Kiev. Wir wünschen dem unerschrockenen damaligen US-Ankläger mit seinen 101 Jahren weiterhin Gesundheit. Diese Wünsche gehen natürlich auch an Paul Riemann.

Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Unser erstklassiger Darsteller Paul Riemann alias Ankläger Benjamin Ferenc bei der Aufführung Babyn Yar - ein Requiem in Kiev. Wir wünschen dem unerschrockenen damaligen US-Ankläger mit seinen 101 Jahren weiterhin Gesundheit. Diese Wünsche gehen natürlich auch an Paul Riemann.

11/10/2021

Babyn Yar - ein Requiem. Auszüge aus der Aufführung v. 30. September 2021 in Kiev.

11/10/2021

Babyn Yar - ein Rquiem. Aufgeführt vom dokumentartheater berlin und dem Studio 11 Kiew

Німеччина - Посол України у ФРН Андрій Мельник закликав Берлін переглянути політику пам’яті по відношенню до України за ...
05/10/2021
Німеччина - Посол України у ФРН Андрій Мельник закликав Берлін переглянути політику пам’яті по відношенню до України за злочини нацизм

Німеччина - Посол України у ФРН Андрій Мельник закликав Берлін переглянути політику пам’яті по відношенню до України за злочини нацизм

5 жовтня 2021 року потужний німецький медіа-холдинг RedaktionsNetzwerk Deutschland (включає більше 60 щоденних газет сумарною кількістю читачів у більше 6,8 млн

+++Berlin-Kiew. „Babyn Yar-ein Requiem“. Ein vom Auswärtigen Amt gefördertes Projekt des „ das dokumentartheater Berlin ...
04/10/2021

+++Berlin-Kiew. „Babyn Yar-ein Requiem“.
Ein vom Auswärtigen Amt gefördertes Projekt des „ das dokumentartheater Berlin und Studio 11- Vlada Belosorenko, Kiew.
Am Projekt sind über 40 Personen beteiligt.
Mehrere Monate hindurch befassten sich die Teilnehmer mit dem Massaker von Babyn Yar.
Dann entstand das Szenario.
Über mehrere Monate hindurch probten die Gruppen in jeweiligen Ländern.
Dann reiste das dokumentartheater berlin nach Kiew.
Geschlossen gingen die beiden Gruppen zu der Schlucht von Babyn Yar und hielten eine Schweigeminute ab.
Dann probten die beiden Gruppen zusammen und führten das Babyn Yar Requiem am 29./30.9 auf.
Standings Ovation und Tränen, wie ein Meer von Blumen.
Zum ersten Mal seit 80 Jahren, standen zwei Theater gemeinsam auf der Bühne. Ein deutsches und ein ukrainisches.
Sie haben gemeinsam an die Opfer des Babyn Yar Massakers gedacht.
Die Liste derer, denen ich für jede Unterstützung Danke, ist unendlich lang.
Ich verneige mich zu tiefst vor den zwei Ensembles, die gemeinsam weinten und gemeinsam spielten.
Es war für sie alle, eine große Herausforderung.
Ich Danke von ganzem Herzen Vlada Belosorenko, dass sie gemeinsam mit mir diesen schweren, aber wichtigen Weg mit ihrer Kunst und Herz gegangen ist.
Sie ist eine großartige junge Regisseurin!
Im November planen wir nun die Aufführung „ Babyn Yar- ein Requiem“ in Berlin.
Dafür suchen wir nach einer Theaterbühne, die uns zwei Tage lang aufführen lässt. +++
@Vlada BeloserenkoBirgit LengersMaxim Gorki TheaterSchaubühne BerlinVolksbühne [email protected]

Urteile gegen NS-Verbrecher: Im Namen der Täter
03/10/2021
Urteile gegen NS-Verbrecher: Im Namen der Täter

Urteile gegen NS-Verbrecher: Im Namen der Täter

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen Staatsanwälte und Richter in Hamburg zahllose hochrangige Nazis laufen. Ihre Urteile sind aus heutiger Sicht teilweise skandalös.

Was für eine Vorstellung gestern...! Volles Haus, und man konnte eine Stecknadel fallen hören im Saal. Und am Ende stand...
30/09/2021

Was für eine Vorstellung gestern...! Volles Haus, und man konnte eine Stecknadel fallen hören im Saal. Und am Ende standing ovations und Tränen bei den Zuschauern und beiden Ensembles. Wieder einmal mehr wissen wir, warum wir diese Arbeit machen. Danke Kiew :-* !
#BabynYar
#theatergegendasvergessen

Was für eine Vorstellung gestern...! Volles Haus, und man konnte eine Stecknadel fallen hören im Saal. Und am Ende standing ovations und Tränen bei den Zuschauern und beiden Ensembles. Wieder einmal mehr wissen wir, warum wir diese Arbeit machen. Danke Kiew :-* !
#BabynYar
#theatergegendasvergessen

Am 29. September 2021 haben wir hier in Kiew die Premiere von "Babyn Yar - ein Requiem - aufgeführt. Gemeinsam mit unser...
30/09/2021
Prozessbeginn gegen ehemalige Sekretärin im KZ Stutthof

Am 29. September 2021 haben wir hier in Kiew die Premiere von "Babyn Yar - ein Requiem - aufgeführt. Gemeinsam mit unseren ukrainischen Kooperationstheater „Studio 11“. Vor längst ausverkauftem Haus.

Mit der ihnen eigenen Perfidie und Zynismus hatten die Nazis vor achtzig Jahren den Beginn des Massakers auf den jüdischen Feiertag "Simchat Tora" gelegt. Offenbar bewusst, um die Juden in die trügerische Sicherheit zu wiegen, es würde an diesem Tag die Umsiedlung nach Palästina beginnen, sodass sich so viele wie möglich auf den Weg zur Melnikowastraße nahe dem Friedhof machten. Ein Weg, der für 33 771 Menschen in den Tod führte.

Heute, am 30. September 2021 spielen wir die zweite Vorstellung. Wir erwarten neben einem ausverkauften Haus zahlreiche Ehrengäste. Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang ein kleiner Trost für die noch Überlebenden dass sich just am heutigen Tag vor dem Landgericht Itzehoe eine ehemalige, 96jährige Sekretärin des KZ Stutthof wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 11 000 Fällen verantworten muss https://www.juedische-allgemeine.de/politik/prozessbeginn-gegen-ehemalige-sekretaerin-im-kz-stutthof/

Die Staatsanwaltschaft wirft der 96-Jährigen Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen vor

Heute Morgen in der F.A.Z., Seite 11!
29/09/2021

Heute Morgen in der F.A.Z., Seite 11!

Heute Morgen in der F.A.Z., Seite 11!

Das Ensemble des dokumenteather berlin probt.
25/09/2021

Das Ensemble des dokumenteather berlin probt.

Das Studio 11 probt weiter...
25/09/2021

Das Studio 11 probt weiter...

Studio 11 probt
25/09/2021

Studio 11 probt

"Babyn Yar - ein Requiem". Die Regiseurinnen Marina Schubarth & Vlada Belosorenko
25/09/2021

"Babyn Yar - ein Requiem". Die Regiseurinnen Marina Schubarth & Vlada Belosorenko

Die Aufführung kommt näher. Unaufhaltsam. Die Lichtprobe beginnt.
25/09/2021

Die Aufführung kommt näher. Unaufhaltsam. Die Lichtprobe beginnt.

Zwei Tage im Bus. Frühstück verdient. Das Ensemble ist in Kiew angekommen.
25/09/2021

Zwei Tage im Bus. Frühstück verdient. Das Ensemble ist in Kiew angekommen.

Zwei Tage im Bus. Frühstück verdient. Das Ensemble ist in Kiew angekommen.

Im Oktober 2020 wurde von zwei starken Frauen eine Idee zu Papier gebracht: Die Regisseurin und Leiterin des dokumentart...
24/09/2021

Im Oktober 2020 wurde von zwei starken Frauen eine Idee zu Papier gebracht: Die Regisseurin und Leiterin des dokumentartheater berlin, Trägerin der Carl v. Ossietzky-Medaille Marina Schubarth und Vlada Belosorenko, Regisseurin der ukrainischen Theatergruppe „Studio 11“ verabredeten, den 80. Jahrestag des Massakers von Babyn Yar zum Anlass eines künstlerischen Requiems zu nehmen. Heute, knapp zehn Monate danach, ist es soweit. Trotz Corona, trotz einiger Tiefpunkte und Krankheiten auf beiden Seiten steht nun fest: am 29. und 30. September 2021 werden zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters zwei Theatergruppen aus der Ukraine und aus Deutschland gemeinsam das im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Thema mit der Koproduktion „Babyn Yar – ein Requiem“ auf die Bühne bringen.

Aufwendige Recherchen, zahlreiche Zoom-Meetings, die Einarbeitung in ein schlafraubendes Thema lagen vor uns. Liegen nun hinter uns. In fünf Tagen ist es soweit. Beide Ensembles sind am Limit angekommen. Jedoch: der Stolz über das Erreichte und die Erwartung, mit der Aufführung den Opfern die Ehre zuteil werden zu lassen, die ihnen gebührt, überwiegen.

Der Populismus und Antisemitismus schreiten in Europa voran. Rechte und faschistische Parteien versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Jude zu sein, bedeutet nicht nur in Deutschland, wieder in Angst zu leben. Es gilt, sich dem in aller Entschiedenheit und ohne Ängste entgegen zu stellen. Am 29. und 30. September 1941 wurden durch deutsche und im Namen Deutschlands, im Verein mit der Wehrmacht, der SS und diverser Polizeibataillone 33.771 Juden, Männer, Frauen und Kinder ermordet. Mit ihrem Vorgehen löschten die Mörder nicht nur die Ermordeten aus. Sie beseitigten auch deren Vergangenheit. Ganze Familien wurden ausgelöscht, sodass es kaum noch jemanden gab, der den Verlust seiner Verstorbenen betrauern konnte. Nur wenige überlebten das Massaker. Kaum einer der Täter wurde von der Nachkriegsjustiz zur Rechenschaft gezogen. Erst Mitte der sechziger Jahre gab es zaghafte, eher verschämte Versuche der juristischen Aufarbeitung.

Das Massaker von Babyn Yar wurde weder in Deutschland noch in der Ukraine aufgearbeitet. In fünf Tagen treten zwei junge, phantastische, hochmotivierte Ensembles vor ihre Zuschauer. Sie werden mit offenem Herzen und trotz der schweren, schier unfasslichen Thematik mit großer Spielfreude und den Mitteln der Kunst die Aufarbeitung dieses Themas einleiten.

Das Theater dankt an dieser Stelle all seinen Unterstützern und Förderern, die mithalfen, das Thema hinaus in die Welt zu tragen. Namentlich

dem Auswärtigen Amt Berlin, der Berthold Leibinger Stiftung Kitzingen, der Rainer Bickelmann Stiftung Berlin, dem Fritz-Bauer-Institut Frankfurt/Main, dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Internationalen Auschwitz-Komitee, der ukrainischen Botschaft Berlin, der Nationalen Historischen Gedenkstätte Babyn Yar, dem Ministerium für Kultur und Informationspolitik der Ukraine, dem Staatsarchiv Freie und Hansestadt Bremen, dem alternativen Fundus Adlershof, Anne Becker, Berlin.

Zu besonderem Dank sind wir zwei Menschen verpflichtet, die durch unterschiedliche Engagements das Projekt in schweren Zeiten begleiteten. Es sind dies Prof. Dr. Martin Schubarth, Lausanne/Schweiz und Prof Dr. Karl Schneider, Bremen. Jeder von ihnen hat für sich und auf seine Weise durch seine Hilfe zum Gelingen des Projektes beigetragen.

Kiew im September 2021

Im Oktober 2020 wurde von zwei starken Frauen eine Idee zu Papier gebracht: Die Regisseurin und Leiterin des dokumentartheater berlin, Trägerin der Carl v. Ossietzky-Medaille Marina Schubarth und Vlada Belosorenko, Regisseurin der ukrainischen Theatergruppe „Studio 11“ verabredeten, den 80. Jahrestag des Massakers von Babyn Yar zum Anlass eines künstlerischen Requiems zu nehmen. Heute, knapp zehn Monate danach, ist es soweit. Trotz Corona, trotz einiger Tiefpunkte und Krankheiten auf beiden Seiten steht nun fest: am 29. und 30. September 2021 werden zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters zwei Theatergruppen aus der Ukraine und aus Deutschland gemeinsam das im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Thema mit der Koproduktion „Babyn Yar – ein Requiem“ auf die Bühne bringen.

Aufwendige Recherchen, zahlreiche Zoom-Meetings, die Einarbeitung in ein schlafraubendes Thema lagen vor uns. Liegen nun hinter uns. In fünf Tagen ist es soweit. Beide Ensembles sind am Limit angekommen. Jedoch: der Stolz über das Erreichte und die Erwartung, mit der Aufführung den Opfern die Ehre zuteil werden zu lassen, die ihnen gebührt, überwiegen.

Der Populismus und Antisemitismus schreiten in Europa voran. Rechte und faschistische Parteien versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Jude zu sein, bedeutet nicht nur in Deutschland, wieder in Angst zu leben. Es gilt, sich dem in aller Entschiedenheit und ohne Ängste entgegen zu stellen. Am 29. und 30. September 1941 wurden durch deutsche und im Namen Deutschlands, im Verein mit der Wehrmacht, der SS und diverser Polizeibataillone 33.771 Juden, Männer, Frauen und Kinder ermordet. Mit ihrem Vorgehen löschten die Mörder nicht nur die Ermordeten aus. Sie beseitigten auch deren Vergangenheit. Ganze Familien wurden ausgelöscht, sodass es kaum noch jemanden gab, der den Verlust seiner Verstorbenen betrauern konnte. Nur wenige überlebten das Massaker. Kaum einer der Täter wurde von der Nachkriegsjustiz zur Rechenschaft gezogen. Erst Mitte der sechziger Jahre gab es zaghafte, eher verschämte Versuche der juristischen Aufarbeitung.

Das Massaker von Babyn Yar wurde weder in Deutschland noch in der Ukraine aufgearbeitet. In fünf Tagen treten zwei junge, phantastische, hochmotivierte Ensembles vor ihre Zuschauer. Sie werden mit offenem Herzen und trotz der schweren, schier unfasslichen Thematik mit großer Spielfreude und den Mitteln der Kunst die Aufarbeitung dieses Themas einleiten.

Das Theater dankt an dieser Stelle all seinen Unterstützern und Förderern, die mithalfen, das Thema hinaus in die Welt zu tragen. Namentlich

dem Auswärtigen Amt Berlin, der Berthold Leibinger Stiftung Kitzingen, der Rainer Bickelmann Stiftung Berlin, dem Fritz-Bauer-Institut Frankfurt/Main, dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Internationalen Auschwitz-Komitee, der ukrainischen Botschaft Berlin, der Nationalen Historischen Gedenkstätte Babyn Yar, dem Ministerium für Kultur und Informationspolitik der Ukraine, dem Staatsarchiv Freie und Hansestadt Bremen, dem alternativen Fundus Adlershof, Anne Becker, Berlin.

Zu besonderem Dank sind wir zwei Menschen verpflichtet, die durch unterschiedliche Engagements das Projekt in schweren Zeiten begleiteten. Es sind dies Prof. Dr. Martin Schubarth, Lausanne/Schweiz und Prof Dr. Karl Schneider, Bremen. Jeder von ihnen hat für sich und auf seine Weise durch seine Hilfe zum Gelingen des Projektes beigetragen.

Kiew im September 2021

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