06/07/2024
Zeitgenössische Kunst auf der Durchreise
Im Rahmen der diesjährigen Kulturnacht zeigen 5 Künstlerinnen und 2 Künstler aus Belgien, Deutschland und Finnland, die sich zum Künstlernetzwerk "Karoshi" zusammengeschlossen haben, ihre Werke im Pferdestall und Sälchen des Büdinger Oberhofs. Ihre Ausstellung stellen sie unter das Motto "One-Night-Stand" was im Zusammenhang zum Motto "Quer-Welt-ein" des Büdinger Kulturspektakels als ein Synonym für "Durchreise" gesehen werden kann. Eine Situation in der sich die Frage stellt, ob man seinen Koffer auspackt oder nur das Nötigste entnimmt.
Der Begriff "Karoshi" steht in Japan für Tod durch Überarbeitung. Dort wurde bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dieser Begriff geprägt, der als "Burn out" oder "Überarbeitung" erst Anfang dieses Jahrtausends in der westlichen Welt angekommen ist. Unter diesem Namen haben sich 5 Künstlerinnen aus Deutschland, Heike Kati Barath (Malerei / Installation), Gabriele Basch (Malerei / Cut out), Andrea Damp (Malerei), Franziska Hünig (Objekte / Installation) und Gesa Lange (Zeichnung) mit dem in Glauburg-Stockheim lebenden finnischen Künstler Jukka Korkeila (Malerei) und dem in Belgien lebenden Künstler Jörg Baier (Zeichnung / Installation) zusammengefunden. Jörg Baier zeigt bei der Ausstellung in Büdingen Arbeiten, die mit seiner französischen Frau, der Künstlerin Corinne Chotycki entstanden sind. Die Kunstschaffenden verstehen sich als ein Netzwerk. Grundlage des Netzwerks ist weniger die Frage nach Kunstgenre oder Arbeitsweise sondern eine gemeinsame Basis in Fragen gemeinsamer Werte und Positionen Kunst gegenüber. Im Sinne des Netzwerks ist jede Ausstellung eine Schnittstelle, ein Abgleich. "Karoshi" wäre somit einem "Absturz" gleichzusetzen, den das Künstlernetzerk durch gegenseitige Unterstützung und Bereicherung verhindern soll.