02/02/2023
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Es war Samstagnachmittag an einem Wochenende kurz vor neuem Geld, sprich Monatsende. Erfahrungsgemäss war daher im einzigen örtlichen Supermarkt nicht all zu viel los. Viele der zu dieser Zeit wenigen regelmässigen Kunden bekamen jedoch viel von dem Wenigen was hier passiert mit. Obwohl es oft nur Gerüchte, verbunden mit eigenen Vermutungen, waren, so konnte doch die eine oder andere interessante Information dabei sein.
Schweren Herzens entschloss ich mich, bei Bedarf etwas aus meiner Notfallreserve zu opfern, um Informationen gegen eine Flasche Bier oder ein paar Kippen zu tauschen. Vielmehr hoffte ich jedoch darauf, dass ortsansässige Mitarbeiterinnen da waren, mit denen ich, sofern es deren Zeit zuliess, ein paar unverfängliche Worte wechseln konnte. Seit es keine Dorfkneipe mehr gab, waren sie die, die statt des Wirtes am meisten als dem Ort wussten.
So zog ich mir meine beste Jogginghose an und tauschte meine Badelatschen gegen Billig-Sneaker in den Farben eines Discounters. Zum Glück hatte ich noch nicht soviel getrunken, dass ich hätte laufen müssen.
Fast wäre ich schon losgefahren, als mir der Umschlag mit dem Vorschuss einfiel, der noch neben dem nicht angeschlossenen Telefon unter der halbvollen Tüte roter Kirschlutscher lag. Schnell hatte ich ihn, dankbar dafür, dass ich mir Dank dieses Geldes, ausser dass ich nicht auf meine Notfallreserve zugreifen musste, nicht nur leichter Informationen würde beschaffen können, sondern auch noch eine Packung Fertiglasagne für den Backofen problemlos drin war. Eine frische Pizza wäre mir zwar lieber gewesen, aber im Ort gab es auch keine Pizzeria mehr, um in die Stadt zu fahren fehlte mir die Lust, und telefonisch bestellen fiel ja aus. Die Lasagne würde bestimmt auch schmecken, vielleicht gönnte ich einen Salat dazu, obwohl ich Bedenken hatte, mich zu gesund zu ernähren.